|
Dass sich der Landesvorstand für eine „Interdisziplinäre Mobilitätsbildung“ einsetzt, hat die Landesversammlung
des ADFC Bayern am 13. März 2010 in Würzburg einstimmig beschlossen. Für den ADFC sind für eine zukunftsfähige Mobilität nicht nur technische und ökonomische Innovationen notwendig. Das Mobilitätsverhalten ist auch sehr stark von Emotionen geprägt. Deshalb sind künftig die soziologischen und psychologischen Einflüsse stärker zu beachten. Dies erfordert nach Ansicht des ADFC-Landesvorsitzenden Hans-Dieter Berg eine wissenschaftlich fundierte und vor allem eine alle betroffenen Disziplinen umfassende Mobilitätsbildung. „In einer dafür geschaffenen universitären Einrichtung sehe ich eine große Chance für den Freistaat Bayern, für diesen Wissenschaftsbereich eine Vorreiterrolle einnehmen zu können“, so Berg.
Der ADFC Bayern versteht sich damit als über das Fahrrad hinausdenkender und
-wirkender Impulsgeber für eine zukunftsfähige Mobilität. Der Radverkehr begünstigt im städtischen Umfeld die Lebensqualität und bringt für die Radler zugleich gesundheitliche Vorteile. Dem Fahrrad wird deshalb künftig als Nahverkehrsmittel eine maßgebliche Rolle im Gesamtverkehr zukommen.
Der ADFC-Bundesgeschäftsführer Horst Hahn-Klöckner veranschaulichte den Delegierten mit seiner Präsentation „Mehr Sicherheit beim Radfahren“, wie auch sie durch ihr Beispiel das gesellschaftliche Image des Radverkehrs verbessern können. Er machte an Hand der am 1. September 2009 in Kraft getretenen Straßenverkehrs-Ordnung deutlich, mit welch einfachen Mitteln die Qualität des Radverkehrs vielfältig verbessert werden kann. Für ihn ist dies auch eine notwendige Voraussetzung, das Mobilitätsverhalten zukunftsfähig zu gestalten.
|
|