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In Bayern hat die Mitmachaktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ in ihrem achten Jahr fast
die 60.000er Grenze erreicht. Sie kann damit gegenüber 2008 einen Zuwachs von fast
30 Prozent verzeichnen. In über 18.000 Teams aus etwas mehr als 6.300 Betrieben schwangen sich knapp 60.000 Berufstätige von 1. Juni bis 31. August 2008 für ihren
Arbeitsweg aufs Fahrrad und traten damit aktiv dem Bewegungsmangel entgegen. Sie beugten so den daraus resultierenden Zivilisationskrankheiten vor.
Ausgegangen war die Initiative für mehr Bewegung im Alltag 2001 vom
Landesverband Bayern des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs
(ADFC). Auch in ihrem vierten bundesweiten Jahr hat sich dabei die von Anfang an bestehende Zusammenarbeit mit der
AOK bewährt. Zu den fast 150.000 beteiligten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in ganz Deutschland trägt das Ausgangsland Bayern nach wie vor den größten Prozentsatz bei. Bewährte Partner in Bayern sind seit jeher auch
die
Vereinigung der
Bayerischen Wirtschaft (vbw), der Deutsche Gewerkschaftsbund Bayern (DGB) und das
bayerische
Gesundheitsministerium, das in Person von Umwelt- und Gesundheitsminister Dr. Otmar Bernhard auch die Schirmherrschaft inne hat.
An der Ziehung der fünf
Hauptpreise konnten alle teilnehmen, die im Aktionszeitraum an mindestens 20 Arbeitstagen mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren sind. Die Hauptpreise waren: Eine achttägige Kreuzfahrt auf einem 4-Sterne-plus-Schiff der MSC Crociere, ein siebentägiger WellVitalurlaub im Vital-Hotel Sommer in Füssen, ein Genießerwochenende im Golfhotel Fahrenbach im Fichtelgebirge, eine zweitägige Ameropa-Städtereise mit der Bahn nach Bremen und einen Reisegutschein für das Dorfhotel Fleesensee. Alle Reisen sind jeweils für zwei Personen und wurden als Preise ausnahmslos von
Sponsoren zur Verfügung gestellt. Weitere attraktive Sachpreise von Fahrrädern,
Fahrradtaschen und -helmen über Radlschuhe, Sigma-Pulsuhren und Fahrradcomputer bis hin zu DVD-Tourenplanern und DB-Bayern-Tickets kamen darüber hinaus in regionalen
Ziehungen zur Verlosung.
Die Teilnahme erfolgte in Wertungsteams mit höchstens vier Personen. Wie im
vergangenen Jahr winkte als Gemeinschaftspreis für eines der über 18.000 Teams in Bayern eine Ballonfahrt.
Gemeinsame Interessen bei allen Aktionspartnern
Übereinstimmend bescheinigen alle Aktionspartner der Initiative „Mit dem Rad zur Arbeit“ eine sehr erfreuliche Entwicklung, wie schon die Teilnehmerzahlen zeigten. Hans-Dieter Berg, stellvertretender ADFC-Landesvorsitzender, geht aber noch weiter: „Diese
erfolgreiche Aktion leistet einen wichtigen Beitrag für die Imageverbesserung des Radfahrens im Alltag. Das ist ein wichtiger Impuls für eine neue Fahrradkultur in Bayern, die wir uns als ADFC im März diesen Jahres zum Ziel gesetzt haben.“ Die größten Potenziale des Fahrrads lägen in der Nahmobilität, die wiederum zu einem erheblichen Anteil auf dem Weg zur Arbeit anfalle, so Berg weiter. „Bei unserer Aktion können alle Teilnehmer die Vorteile des Fahrrads selber ‚erfahren’, z.B. den Zeitgewinn auf kurzen Wegen.“ Der
Gewinn an Fahrsicherheit mache außerdem Mut, öfter mit dem Fahrrad zu fahren. „Radln ist in! Das geht als Signal von dieser Aktion aus und wirkt animierend auf Berufskollegen, Nachbarn, Bekannte oder Freunde“, betont Berg.
Die AOK Bayern steht auch 2008 voll und ganz hinter Aktion. Dazu Armin Schöbel, Leiter Zentrum Marketing und Vertrieb der AOK Bayern: „Wir führen ‚Mit dem Rad zur Arbeit’ nun schon das achte mal durch. Die deutliche Steigerung der Teilnehmerzahlen zeigt, dass unsere Aktion bei den Berufstätigen angekommen ist. Unser bisheriges
Engagement hat sich gelohnt.“ Die Gründe der AOK für ihr Engagement lägen auf der Hand, so Schöbel weiter: „Als - Die Gesundheitskasse - versuchen wir, die Bevölkerung zu einem gesünderen Leben zu motivieren. Die Besonderheit unserer Aktion liegt darin, dass das Fahrradfahren in den Alltag eingebunden ist. Also nicht nur Freizeitradeln am Sonntag. Denn: Die Fachleute sind sich einig: Schon eine halbe Stunde Bewegung täglich bringt einen wesentlichen Gewinn an Gesundheit.“
Die gesundheitlichen Vorteile der Aktion unterstreicht auch der Staatssekretär im
Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Dr. Marcel Huber. Wer häufig mit dem Fahrrad auf Achse sei, senke dabei effektiv sein Risiko, krank zu werden. Fahrrad fahren werde präventiv bei Bluthochdruck, Übergewicht sowie Diabetes mellitus und nicht zuletzt bei Stoffwechselstörungen empfohlen. Es könne auch der Entstehung von Osteoporose entgegen wirken. Radln stärke außerdem das Immunsystem und
bewahre die Gelenke vor dem Einrosten. Der Staatssekretär weiter: „Das alles sind Gründe, weshalb wir ‚Mit dem Rad zur Arbeit’ im Rahmen der Gesundheitsinitiative
‚Gesund.Leben.Bayern’ auch 2008 wieder mit 40.000 Euro gefördert haben. Wir meinen: ‚Besser mit dem Rad zur Arbeit als mit dem Auto zum Doktor.’ Umso bedauerlicher ist es, wenn unser Statistisches Landsamt feststellt, dass in Bayern über 60 % der Erwerbstätigen täglich mit dem Auto zur Arbeit fahren, aber leider nur etwa 6 % mit dem Fahrrad. Dabei ließe sich zumindest in Ballungsräumen fast jede dritte Autofahrt aufs Fahrrad verlagern, wie das Umweltbundesamt vorrechnet.“
Dass Gesundheit auch den Sozialpartnern am Herzen liegt, zeigt die übergreifende
Unterstützung der Aktion durch Gewerkschaft und Arbeitgeber. „Für uns war diese Aktion auch in diesem Jahr ein guter Anlass, um unsere Kolleginnen und Kollegen auf das Thema ‚Gesundheitsprävention’ aufmerksam zu machen“, erklärt Lorenz Ganterer, Leiter der Abteilung Sozialpolitik beim DGB Bayern. Mehr Bewegung sei ein wichtiger Baustein in der Gesundheitsförderung. „Obwohl der Nutzen gesundheitsbezogener Prävention allgemein anerkannt und durch Lebenserfahrung über Generationen und durch
wissenschaftliche Erkenntnisse belegt ist, fällt es uns doch allen schwer, uns gesundheitsförderlich zu verhalten. Die Aktion ‚Mit dem Rad zur Arbeit’ verschafft dem Einzelnen
unmittelbar ein Erfolgsgefühl und kann der Einstieg zu mehr Bewegung sein“, erläutert Ganterer die Motive für die Unterstützung der Aktion durch den DGB. „Wir freuen uns, dass sich auch dieses Jahr wieder viele unsere Betriebs- und Personalräte stark für unsere
Gemeinschaftsaktion engagiert haben.“
Auch der vbw, der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, liege viel daran, gesunde Mitarbeiter zu haben, ergänzt Hubertus Räde. Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der vbw zitiert dazu einen vor Kurzem gehörten Satz: „Das Fahrrad ist ein
umweltfreundliches Fahrzeug mit gesundheitsfördernder Mechanik.“ „Dieser kurze Satz sagt, weshalb wir die Aktion ‚Mit dem Rad zur Arbeit’ gut finden und sie unterstützen“, so Räde weiter. „Die Gesundheit der Arbeitnehmer liegt uns am Herzen, auch weil sie wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen ist. In der Metall- und Elektroindustrie in Bayern z.B. schwankt der Krankenstand um die vier Prozent. Das bedeutet, dass jeder Mitarbeiter im Durchschnitt pro Jahr rund 10 Tage krankheitsbedingt fehlt.“ Die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ helfe den Betrieben die Krankenquote und damit die Kosten zu senken. Und sie helfe den Mitarbeitern, die etwas für ihr Gesundheit und ihre
Wohlbefinden täten.
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