ADFC-Rundschau 1/2003

Bayernteil

13. Jahrgang, Heft 1/2003, Januar-März 2003

Die ADFC-Rundschau erscheint viermal jährlich.
Das Jahresabonnement kostet 8 Euro (bei Postbezug).
Für Mitglieder des ADFC Bayern ist der Preis inklusive Postversand im Mitgliedsbeitrag enthalten. Herausgeber der ADFC Rundschau ist der ADFC-Landesverband Bayern e.V.. Weitere Angaben im
Impressum.

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online Ergänzung für Kreisverband Ebersberg

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Regionalteil Schwaben im PDF-Format zum Download (980 KB)

 

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Ausgaben Übersicht


Inhaltsverzeichnis

S. B4 - Radeln im Winter

S. B6 - Bericht Landesaktiventreffen

S. B6 - Mit dem Rad zur Arbeit

S. B7 - Verbraucherinteressen

S. B7 - Radverkehrsprogramm für Bayern

S. B8 - Bike & Hike


Regionalteile: Altbayern, Franken, Schwaben


S. B10 - Kurzberichte

S. B11 - Finanzleitfaden

S. B12 - Klima - Experiment Erde

S. B13 - Aus der Rechtsprechung

S. B14 - Termine

Impressum ADFC-Rundschau



Geleitwort

Gute Wege - gute Fahrt!

Unentwegte, die um diese Zeit noch mit dem Fahrrad unterwegs sind, kennen es zu gut: Selten eine Fahrt, die nicht über aufgeweichte Wege führt und einen reichlich eindreckt. Ganz zu schweigen von der Materialbeanspruchung, die feuchte, sandige Wege für Schaltung und Bremsen bedeuten. Klar, im Herbst oder Winter muss man manche Unannehmlichkeit in Kauf nehmen. Es ist eben die wettermäßig weniger angenehme Jahreszeit mit Regen, Schnee oder Eis.

Doch spätestens im Frühjahr, wenn es dann mehr Menschen wieder auf die Räder zieht, zeigt sich, dass viele sogenannte Radwege schlicht nur wasserbefestigt sind, also keine gebundene Deckschicht haben. Lang dauert es dann, bis die aufgeweichten Wege trocken und wieder befahrbar sind. Dann aber sind sie längst mit Spurrillen oder ausgewaschenen Stellen versehen, die den Rest des Jahres das Radeln mitunter sogar noch reichlich gefährlich werden lassen.

Die Pflege wassergebundener Wege lässt zumeist auf sich warten. Schließlich ist der Wegeunterhalt wassergebundener Decken weitaus aufwändiger und damit für die Zuständigen auf Dauer auch teurer. In Zeiten leerer kommunaler Haushalte wird dann schnell der Unterhalt vernachlässigt.

Wer sehnt sich da nicht nach ordentlich befestigten Wegen? Allem voran bieten Asphaltwege weniger Rollwider-stand, und machen so die Fahrt mit dem Rad zu einem Vergnügen.

Warum aber gibt es so viele wassergebundene Wege? Viele Wege im Grünen wurden und werden vom Freistaat nur dann gefördert, wenn sie wassergebunden sind. Damit haben die Gemeinden oder Landkreise keine andere Wahl. Als Begründung wird angeführt, das diene dem Naturschutz. Unbefestigte Wege würden besser das Wasser versickern lassen und für kleinere Kriechtiere wie Schnecken würden von der Sonne aufgeheizte Asphaltdecken zur tödlichen Falle. Eines aber ist klar: Der Wegekomfort ist entscheidend für die Nutzung. Wichtige Wege, egal ob im Nahbereich oder bei Radfernwegen, müssen daher befestigt, im Idealfall also asphaltiert, werden.

Außerdem entspricht es dem Gebot der Sparsamkeit, den Unterhaltsaufwand niedrig zu halten.

Die restriktiven Zuschussregeln sind daher zu ändern. Es muss vor Ort entschieden werden, was letztlich sinnvoller ist. Auch das ist Verwaltungsvereinfachung, die dennoch dem Radverkehr dient.

Für das neue Jahr alles Gute und bessere Wege

wünscht Ihnen

Ihr Armin Falkenhein

Landesvorsitzender


PS: Zum Thema Radwege mit Asphalt hat sich auch ein Arbeitskreis des Landesaktiventreffen in Schney beschäftigt. Jeder Teilnehmer hat dort die sehr gute Broschüre „Radwege bauen und Planen mit Asphalt" erhalten. Die 53- seitige farbige Broschüre ist im Internet als PDF-Dokument abrufbar unter der Adresse:

http://www.adfc-bayern.de/radwege

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Ein malerischer Anblick, aber kein idealer Abstellplatz

 

 

Bei höherem Schnee muss man immer bereit sein, um einen Sturz zu vermeiden


Radeln im Winter

Wer sich und sein Fahrrad richtig auszurüsten weiß, kann auch im Winter die Vorteile dieses umweltfreundlichen und flexiblen Nah-verkehrsmittels nutzen. Regelmäßiges Radfahren während der oft bewegungsarmen Wintermonate ist zudem ein guter körperlicher Ausgleich und hilft, die Abwehrkräfte und das Immunsystem gegen Erkältungskrankheiten zu stärken.

 

Das Winter-Fahrrad

Im Winter sollte man für Pflege und Wartung regelmäßig etwas Zeit investieren, damit Beleuchtung, Antrieb und Bremsen am Rad immer zuverlässig funktionieren.

Fürs Licht sorgt der Dynamo. Kaum einer der herkömmlichen Dynamos, die von der Seite auf den Reifen drücken, kommt mit Schnee und Matsch zurecht. Bessere Dienste tut ein Speichendynamo, der an der Fahrradgabel montiert wird. Noch besser - aber auch teurer - sind Nabendynamos. Sie sitzen direkt auf der Radachse und liefern garantiert den nötigen Strom. Eine Zweidraht-Verkabelung, die nicht den Rahmen als sogenannte Masse im Stromkreislauf nutzt, wirkt Wunder. Das Optimum für die Beleuchtung sind Lampen mit eingebauten Kondensatoren. Diese brennen auch noch weiter, wenn das Rad an der Ampel oder sonstwie steht. Dies gilt auch für die zunehmend besser und länger haltende Akku-Beleuchtung. Bei dieser sollte man sich aber sicher sein, dass sie die ganze Fahrt gut durchhält, denn Akkus verlieren in Kälte schneller an Kapazität als bei Wärme.

Mehr und sorgfältigere Pflege als sonst braucht die Kette: Druckfestes Öl wird tröpfchenweise auf jedes einzelne Röllchen gegeben. Das überschüssige Öl muss nach einer gewissen Einwirkungszeit mit einem Lappen abgewischt werden, sonst verklebt es mit dem Strassendreck zu einer regelrechten Schmirgelpaste.

Verschmutzungen sind im Winter wegen der ungünstigen Witterungsverhältnisse einfach häufiger als sonst. Das hat Konsequenzen für die Schaltung. Wenn irgendwie möglich, sollte man es vermeiden, dass Schnee und Matsch am Fahrrad festfrieren können. Über Nacht sollte es auf jeden Fall in der Garage, dem Fahrradkeller oder sonstwo „im Warmen" stehen, so dass Schnee, Matsch und Nässe abtrocknen können. Bei Frost könnten sonst die Bremszüge und andere bewegliche Teile bei eindringender Feuchtigkeit festfrieren. Dies kann ein gutes Einfetten entsprechender Stellen vor dem Winter verhindern oder zumindest vermindern.

Für guten Fahrbahnkontakt sind Reifen mit einem ausgeprägten, weit umgreifenden Profil einem glatten vorzuziehen. Ein stolliges Profil verhilft zu mehr Bodenkontakt bei Schnee und Matsch. Den Reifendruck kann man ebenfalls unter Umständen gerinfügig vermindern und damit einen besseren Bodenkontakt erreichen.

 

Der Winter-Fahrer

Die Kleidung ist beim Radfahren im Winter zwar aufwendiger, aber dank des großen Angebots an moderner, funktionaler Bekleidung, ist für jede und jeden etwas dabei. Da der Körper beim Radfahren genügend Eigenwärme produziert, sollte man wind- und wasserdichte dünne Oberbekleidung mit wenigen, aber wärmenden Kleidungsstücken darunter kombinieren. Hier sprechen die Experten vom sogenannten „Zwiebelprinzip", bei dem die Kleidung in verschiedenen Lagen auf dem Körper getragen wird. Da Rad fahren auch in der kälteren Jahreszeit durchaus schweißtreibend sein kann, muss die erste, unmittelbar auf der Haut getragene Kleidungsschicht die Feuchtigkeit von der Haut weg transportieren, um so Erkältungen vorzubeugen. Entsprechende Funktionswäsche gibt es oft auch als „Skiunterwäsche" für Langläufer tituliert in vielen Variationen. Die zweite isolierende Bekleidungsschicht soll das Auskühlen verhindern und den Weitertransport der Feuchtigkeit nach außen leisten. Hier eignen sich vor allem Fleecestoffe. Die dritte Schicht wiederum muss gleichzeitig vor Wind und Regen oder Schnee schützen und den Abtransport der Feuchtigkeit von innen ermöglichen. Microfasern, die wasserabweisend, dabei aber nicht wasserdicht sind, stellen einen guten Kompromiss dar.

Hände, Kopf, vor allem Stirn und Ohren, Knie und Füße sind der kalten Luft besonders ausgesetzt. Sie sollte man immer gut gegen die Kälte schützen. Gleichzeitig muss die sichere Bedienung von Bremsen und Schaltung zu gewährleistet werden. An Füßen und Händen sollte die Bekleidung nicht zu eng gewählt werden, damit sich ein wärmendes Luftpolster bilden kann, und bei den Schuhen sollte noch Platz für etwas dickere Socken sein.

 

Das Winter-Fahrverhalten

Im Winter ist bei nasser und glatter Straßenoberfläche eine umsichtige Fahrweise und ein an den Untergrund angepaßtes Tempo (über)lebenswichtig. Um bei rutschigen

Strassenverhältnissen im Fall des Falles beide Beine zum Stabilisieren des Fahrrads am Boden rutschend „ausfahren" zu können empfiehlt es sich, den Sattel so niedrig stellen, dass man mit beiden Füßen gut den Boden erreichen kann. Ebenfalls ist es ratsam, den Reifendruck für besseren Straßenkontakt etwas zu mindern. Wer Schleuderpartien vermeiden will, sollte wohldosiert bremsen und eher die Hinterrad - als die Vorderradbremse betätigen. Das Vorderrad blockiert bei geringer Bodenhaftung schneller und dies kann schnell einen Sturz zur Folge haben. Wird es einmal spiegelglatt (Schnee- oder Eisglätte), sollte man das Fahrrad am besten stehen lassen. Gerät man dennoch unvermutet auf eisigen Untergrund, empfiehlt sich das Rad geradeaus rollen zu lassen und bei Sturzgefahr mit abgespreitzten Beinen am Boden bremsend versuchen, sich und das Fahrrad aufrecht zu halten. Auf keinen Fall sollte man bei Glätte bremsen oder ruckartige Lenkbewegungen machen.

Radwege im Winter

Sollten Radwege nicht geräumt oder in einem sonst nicht befahrbaren Zustand sein, ist immer noch das Ausweichen auf eine geräumte Strasse sinnvoll und rechtlich möglich. Meist sind die Strassen durch Räumung und Salzeinsatz relativ schnell eis- und matschfrei. Nachteilig bemerkbar macht sich hier nur das agressive Streusalz, das natürlich für jedes Rad Gift ist und dessen Wirkung nur durch regelmässiges Säubern und Fetten vermindert werden kann. Stadt- und Gemeinde-verwaltungen, die ihrer Räumpflicht auf Radwegen nicht nachkommen, sollte man an diese Strassensicherungspflicht erinnern, indem man bei den entsprechenden Stellen anruft oder heute auch schon möglich und nicht unüblich per Email die Räumung anmahnt.

Leider denken nämlich immer noch sehr viele Zeitgenossen, dass Fahrrad und Winter nicht zusammenpassen. Tatsächlich ist es oft nur die richtige Ausrüstung für Rad und Fahrer und die richtige Einstellung im Kopf, dann kann auch Radfahren im Winter Spass machen. Hubert Ströhle

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Landesaktiventreffen 2002 in Schney

 

Das Landesaktiventreffen (LAT) fand in diesem Jahr vom 22. bis 24. November in Schloss Schney bei Lichtenfels statt, das damit zum siebten Mal Schauplatz dieser Veranstaltung war. Im Plenum wurden diesmal von Ernst Brust Verbraucherinteressen und Fahrradtechnik eindrucksvoll und anschaulich zur Spache gebracht, der Stand zur Forderung nach einem Radverkehrsprogramm für Bayern wurde referiert, die Aktionen "Mit dem Rad zur Arbeit", die Folgen der geplanten Gründung einer ADFC-Bayern GmbH sowie Stand der Dinge vor den Wahlen auf der nächsten Landesversammlung wurden in Plenumsbeiträgen vorgestellt. In den Arbeitskreisen wurden einige dieser Fragen vertieft und weitere Themen aus den Bereichen Touren/Touristik, Technik, Verkehrspolitik behandelt. Es gab reichlich Zeit für informellen Erfahrungsaustausch und Gespräche am Rande. Einige Arbeitskreise haben ihre Ergebnisse dokumentiert. Diese können im Aktivenbereich der ADFC-Bayern Webseite abgerufen werden. (Finanzleitfaden, Artikel für die Rundschau. Bike & Hike) Zu einigen sind nachfolgend Kurzberichte abgedruckt:

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2003 geht die Aktion in ihre dritte Runde

Hier schon einmal die wichtigsten Eckdaten dazu:

Wettbewerb: 23.06.-19.07.2003

Anmeldeschluss: 02.06.2003

Landesweiter Presseauftakt: 16.04.2003

Ziel ist eine Verdreifachung der Teilnehmerzahl auf 30.000 bayernweit. Wichtigste Neuerungen sind zu diesem Zweck ein längerer zeitlicher Vorlauf, eine Erhöhung der Attraktivität durch neu und professioneller gestaltete Aktionsmedien sowie zugkräftigere Gewinne. Außerdem ist eine stärkere aktive Einbindung des ADFC vorgesehen, insbesondere auch vor Ort in den Kreisverbänden.

Aber auch jedes einzelne ADFC-Mitglied kann mithelfen, das gesteckte Ziel zu erreichen: Werben Sie an Ihrem Arbeitsplatz für eine Beteiligung an der Aktion. Sprechen Sie Firmenleitung, Betriebsrat, Kolleg(inn)en und Mitarbeiter(innen) an und überzeugen Sie sie von den Vorteilen des Rad Fahrens für die Gesundheit. Nähere Infos gibt's ab dem Frühjahr auf den Webseiten

http.//www.adfc-bayern.de bzw..

http://www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de

Wie der ADFC vor Ort bei der Aktion aktiv werden kann, wurde beim Aktiventreffen in Schney im November diskutiert. Die Ergebnisse dieser Diskussion gehen den Kreisverbänden neben anderen Infos in einem zweiten Aktionstelegramm im Januar zu. Sie fließen natürlich auch in den Aktionsleitfaden ein, der dann Ende Februar an die KV verteilt wird. Weitere Ideen und Anregungen sind herzlich willkommen!

TSr

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Auch Fahrräder gehören auf den Teststand, wenn neue Komponenten oder Rahmenformen eingesetzt werden

Falsche Schweissung führten zum Rahmenbruch


Verbraucherinteressen und Fahrradtechnik

Qualität hat ihren Preis - und braucht Zeit" zu diesem Thema referierte der Fahrradsachverständige und ADFC-Fachmann Ernst Brust auf dem Landesaktiventreffen über aktuelle Entwicklungen der Fahrradtechnik und deren Problemen. In einem Arbeitskreis "Moderne Technologie und ihre Tücken" wurde das Thema von Ernst Brust nochmals vertieft.

Herausgestellt hat sich, dass entgegen der Erwartung Hersteller von Rädern sich nicht immer im klaren sind, was für "Sollbruchstellen" möglicherweise bereits konstruktiv angelegt sind. Besonders problematisch nennt Ernst Brust beispielsweise die Verbindungen zwischen Stahl- und Aluteilen (z.B. Stahlvorbau und Alulenker). Oft wird auch nicht praxisgerecht getestet. D.h getestet wird im Sportbereich in der Meinung, dass dort besonders hohe Beanspruchung auftritt. Tatsächlich wäre eine Prüfung im Alltagsbetrieb angebracht, da dabei eine andere Dynamik in der Beanspruchung zur Geltung kommt, die in der Tat höher sein kann als im Sportbetrieb.

Erschreckend war es zu sehen, welch schlimme Folgen bis hin zum Todessturz offensichtliche Konstruktionsfehler haben können, und dass dies keinesfalls auf Billigräder beschränkt ist. Im Gegenteil, gerade moderne Materialien, Rahmenkonstruktionen und Komponenten sind offensichtlich in ihrem Zusammenwirken noch lange nicht ausreichend getestet. So kommen mit Scheibenbremsen völlig neue Verwindungskräfte ins Spiel, die bei Gabel- und Hinterbaukonstruktionen mit bedacht werden müssen. Auch der zunehmende Trend zu Federungen hat für die Rahmenkonstruk-tionen eine Dynamik zur Folge, die nicht immer nur wünschenswerte Effekte zeitigt. Insgesamt wird von der Herstellern offensichtlich zu wenig getestet, was nicht zuletzt auch auf die geringe Zahl qualifizierter Testinstitute zurückzuführen ist und die Standards wie DIN und Europanorm immer noch sehr geringe Anforderungen stellen. Am Beispiel Felgenabnutzung bei Alufelgen zeigte Ernst Brust, dass mit sehr einfachen Mitteln das rechtzeitige Auswechseln einer durch Bremsen zu dünn gewordenen Alufelge mit einer Abnutzungsmarkierung zu erreichen wäre. Genutzt wird das entsprechende Patent allerdings bis heute noch nicht.

Hier gibt es noch viel zu tun für die Fahrradindustrie, aber auch für den ADFC, der hier die Verbraucherinteressen noch mehr als bisher vertreten sollte. Infos im Internet unter:http://www.velotech.de

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 Initiative Radverkehrsprogramm für Bayern: Gleiches Ziel &endash; anderer Weg

Wir kommen voran mit der Umsetzung des Nationalen Radverkehrsprogramms auf der bayrisch-freistaatlichen Ebene. Das war das Resümee von Armin Falkenhein beim Aktiventreffen in Schney im November. Niemand hat da widersprochen. Der Landesvorsitzende hatte erläutert, weswegen der Landesvorstand in dieser Sache abgewichen ist von dem in der Landesversammlung im März in Erlangen angekündigten Weg. Dort war noch von einer förmlichen Initiative an die Staatsregierung mit anschließender möglichst medienwirksamer Publizierung die Rede gewesen.

In Kontakten zum Staatssekretär des Staatsministeriums des Innern, Hermann Regensburger, weiteren Landtagsabgeordneten und leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Innen- und Umweltministeriums wurde uns eine Anhörung von Experten zum Thema Radverkehrsförderung im Landtagsausschuss für Wirtschaft und Verkehr so gut wie zugesagt. Wir dürfen auch zuversichtlich sein, dass dazu die auf Wunsch der Gesprächspartner von uns vorgeschlagenen Institutionen und Sachverständigen eingeladen werden. Avisiert ist die Veranstaltung fürs zeitige Frühjahr, also zum Auftakt der Radlsaison. Mitwirken konnten wir zudem beim Entwurf für die Fragen, die den Rahmen der Anhörung bilden werden.

Unser Hauptanliegen als ADFC ist es, damit zu erreichen, dass im Bayerischen Landtag und in den Ministerien der Staatsregierung die Aufgeschlossenheit für den Radverkehr und die Bereitschaft zu dessen Förderung weiter wächst. Radverkehr ist dabei nicht nur als touristischer, sondern auch als alltäglicher zur Arbeit, zum Einkaufen, in der Freizeit usw. zu verstehen. Das "Bayernnetz für Radler" des Umweltministeriums war insoweit schon ein kräftiger "Tritt in die Pedale". Dem müssen aber noch weitere folgen auf dem Weg zu unserem Ziel der Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans auf Landesebene nach dem Motto "Bayern radelt voraus". Wir werden in den nächsten Ausgaben der Rundschau weiter über den aktuellen Sachstand berichten.

Dietmar Habermeier



Bike & Hike

Eines der Themen auf dem Landesaktiventreffen in Schney war dem Thema Bike & Hike gewidmet, wozu Jochen Heinke als Vorstandsbeauftragter für MTB einen Arbeitskreis anbot.

Der grossen Teilnehmerzahl nach zu schliessen, fand das Thema reges Interesse im Kreise der ADFC-Aktiven. Schnell kristallisierte sich heraus, dass das Tema sehr unterschiedliche Dimensionen beinhaltet und man sehr viel unter dem Thema subsumieren kann. Das Spektrum reicht vom Abstellen des Fahrrads und das Erkunden einer Stadt bis zur Bergtour in den Alpen, wobei das Fahrrad benutzt wird, um auf Bergwegen soweit zu fahren wie erlaubt, um von dort aus eine Bergwanderung zu unternehmen.

Die Erfordernisse, die daraus resultieren, sind im ersten Fall vor allem die sichere Abstellmöglichkeit mit Diebstahlschutz für Rad und Gepäck. Dieses Erfordernis gilt überall dort, wo Rad und Gepäck unbeaufsichtigt zurückgelassen werden muss und die Gefahr eines Entwendens von Rad oder Gepäck prinzipiell gegeben ist. Wünschenswert wäre an stark frequentierten Orten eine bewachte, überdachte Abstellmöglichkeit, ein automatisches ahrradparkhaus, Fahrradboxen oder zumindest ausgewiesene Plätze mit Ansperrmöglichkeit. Neben den normalen Vorsichtsmassnahmen wie dem Absperren von Rad (und Gepäck) und der Mitnahme von Wertsachen, was in den meisten Fällen ausreicht, könnte so der ein oder andere mit einer grösseren Beruhigung die Stadtbesichtigung geniessen.

Einig war man sich im Arbeitskreis, dass die Problematik beim Bergwandern mit dem Fahrrad ganz anders ist. Hier gilt es die Vorteile des Fahrrads mit den Vorteilen des Wanderns optimal zu verbinden. Sieht man die vielen Räder auf Almen in den Bergregionen, liegt der Schluss nahe, dass diese Art des Wanderns zunehmend Anklang und Verbreitung findet. So kann man bei der Anfahrt mit dem Fahrrad auf langen Forstwegen zu Almen Knie und Rücken schonen und dann als Wanderer auf interessanten Wanderwegen die Natur noch intensiver und besser aufnehmen. Dadurch sind auch Ziele erreichbar, für die man als reiner Wanderer wesentlich länger bräuchte und die damit gar nicht an einem Tag erreichbar wären.

Wichtig dabei erschien den Teilnehmern im Arbeitskreis eine doppelte Ausrüstung für das optimale Radfahren und für das richtige Bergsteigen. Mit Radlerschuhen ist man auf Bergwanderwegen nicht gut ausgerüstet und gefährdet sich selbst. Für die eigene Sicherheit und den ungetrübten Genuss ist also die Mitnahme der Ausrüstung sowohl fürs Radfahren als auch für die Bergwanderung zu empfehlen. Neben den Radlschuhen gehören in die Radltasche auch der Rucksack, die Bergschuhe, die Bergkleidung und der Regenschutz. HS

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Tutzinger Hütte (im Vordergrund) mit Nordwand der Benediktenwand (1803). Rechts oder linksrum kommt man bequem zum Gipfelkreuz und hat von oben eine grandiose Aussicht nach allen Richtungen


Benediktenwand

Klassisches Bike & Hike Ziel

Von Benediktbeuren (Bahnhof auf DB-Strecke nach Kochel) aus führt ein sehr guter Forstweg bis zu dem etwa 1.160 m hoch gelegenen Materiallift kurz vor der Tutzinger Hütte. Am Materiallift kann das Mountainbike abgestellt werden. Von dort geht ein schmaler, steiniger und steiler Weg direkt zur Tutzinger Hütte hinauf. Unmittelbar hinter der Tutzinger Hütte erhebt sich majestätisch die etwa 500 m hohe Nordwand der Benediktenwand, auf die man rechts oder links herum gelangt. Fahr-/Gehzeit einfach ca. 2,5 Stunden mit dem Mountainbike. Gegenüber reinem Wandern spart man sich 16 km Forstweg und schont vor allem beim bergab die oft überstrapazierten Kniegelenke.

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Erfolgreiche Mitgliederwerbung

Landshuts Kreisvorsitzender Dirk Decker und Vorstandsmitglied Martina Striegl nahmen für den Kreisverband am Landesaktiventreffen in Schney teil und konnten mit Stolz vernehmen, dass Landshut im Mitgliederzuwachs in Bayern den ersten Platz belegt. Ein Erfolg, den Dirk Decker auf die Aktion "Mitglieder werben Mitglieder", den Internetauftritt, eine umfangreichen Pressearbeit und einem riesigen Angebot an 70 geführten Radtouren zurückführt. Als Preis für den besten Werber der Aktion ist eine Übernachtung in einem Bett & Bike-Betrieb seiner Wahl ausgesetzt.

 

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Bett & Bike geht in die nächste Runde

Nach erfolgreicher Akquise und Dank einer engen Kooperation mit dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband ist es nun vollbracht: 680 Betriebe aller Beherbergungsarten erfüllen die ADFC-Qualitätskriterien und bieten den Radlern einen besonderen Service. Mit rund 200 neuen Betrieben haben sich die Lücken, insbesondere in Oberbayern und im Allgäu, geschlossen. Bayern verfügt nun über ein attraktives, engmaschiges Netz an Bett & Bike-Betrieben. Je nach Geschmack und Geldbeutel kann unter verschiedenen Beherbergungsarten ausgewählt werden.

Zur Zeit laufen die Produktionsendphasen von den neuen Auflagen der Übernachtungsführer "Bett & Bike Bayern" und "Bett & Bike Deutschland". Pünktlich zum Saisonstart 2003 werden die Führer deutschlandweit über den Buchhandel und den ADFC vertrieben. Insgesamt gibt es zur Zeit bundesweit rund 3.200 Bett & Bike-Betriebe. Damit steht Bayern mit seinem Angebot an fahrradfreundlichen Betrieben an der Spitze unter den Bundesländern.

Eine weitere Informationsquelle über die Bett & Bike-Betriebe findet man ab diesem Herbst unter www.bettundbike.de. Mit Hilfe einer Suchmaschine sind alle Bett & Bike-Betriebe nach verschiedenen Suchkriterien wie Ortsname, Lage an einem Radfernweg, touristische Region oder Preis filter- und abrufbar. Die Internet-Präsentation wird von der Graphik und vom Aufbau her noch überarbeitet.

Gabriele Rust

Projektleiterin Bett & Bike Bayern

http://www.bettundbike.de

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Fahrradmitnahme in Italien

Ab dem 15. Dezember 2002 ist die Fahrradmitnahme in italienischen Fernzügen (Espresso, IC, EC) gratis, wenn sich das Fahrrad im Transportsack befindet. Unverpackt ist die Mitnahme von Fahrrädern weiterhin nur im Nahverkehr möglich (3,50 Euro).

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Fahrradmitnahme in Baden-Württemberg

Im Nah- und Regionalverkehr kann man in Baden-Württemberb ab sofort das Fahrrad in den meisten Regionen kostenlos mitnehmen. Dies gilt sogar für die Verkehrsmittel der Verkehrsverbünde. Der ausführliche Streckenplan findet sich unter

http://www.adfc-bw.de

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ADFC erhält Umweltauszeichnung

IDer ADFC hat für das Projekt „Deutschland per Rad entdecken" vom Deutschen Reisebüro- und Reiseveranstalter-Verband (DVR) eine Umweltauszeichnung erhalten. Der DVR verleiht diese Auszeichnung für alljene, die sich im Tourismusberiech um Umweltschutz verdient machen.

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Deutschland per Rad entdecken

Die Broschüre "Deutschland per Rad entdecken" erscheint im Februar 2003 in einer neuen Auflage. Bayern wird darin stärker vertreten sein als bisher. Bestellen kann man die neuen Broschüren unter T. 01805/003479 (0,12 euro/Min.).

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Radtourenleiterseminar 2003

Vom 4.04.-6.04.2003 findet in Coburg das nächste Tourenleiterseminar statt. Einladungen mit genaueren Angaben werden im Februar 2003 verschickt.

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ADFC Bayern auf der CBR

Der ADFC-Bayern wird auch 2003 mit seinen radtouristischen Projekten auf der Tourismusmesse CBR vertreten sein. Der Stand ist in Halle B6 Stand 210. Wer auf der CBR ist, kann vom 15.2.-23.2.2003 am Stand vorbeischauen.

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Tagung: Radverkehrsplanung und -förderung

Einen grossen Widerhall in der Presse fand die ADFC Fachtagung, die traditionell mit der Freidrich-Ebert-Stiftung in diesem Herbst wieder durchgeführt wurde. Die Dokumentation dazu und eine Downloadmöglichkeit der wichtigsten Vorträge findet sich im Internet unter

http://www.adfc-bayern.de/t_fachtagung_doku_coburg.htm

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Finanzleitfaden für Schatzmeister

Eine überarbeitete und aktualisierte Version des „Finanzleitfadens für Schatzmeister" in ADFC-Kreisverbänden hat der Landesschatzmeister Karl v. Falkenhausen auf dem Landesaktiventreffen in Schney vor-gelegt.Dieser enthält alles Wissenswerte für die ordnungsgemässe Abwicklung der Finanzen in einem Kreisverband. Sollte jemand in Schney leer ausgegangen oder dort nicht anwesend gewesen sein, so kann der Leitfaden als PDF-Dokument aus dem Aktivenbereich des ADFC-Bayern Webseite heruntergeladen werden. Die Adresse des ADFC-Aktivenbereichs lautet:

http://www.adfc-bayern.de/aktiven_zugang.htm

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AK Rad & Bahn

Nächstes Treffen

Das nächste Treffen des Arbeitskreises "Rad & Bahn" im ADFC Bayern findet am Samstag, den 8. Februar 2003, voraussichtlich in Nürnberg statt. Von der Zeit her sind wir so flexibel wie bisher: Getagt wird von 10 bis 17 Uhr, wer erst später dazukommen kann oder will, kann dies tun, das Gleiche gilt für ein früheres Gehen. Genauere Information wird noch in einem Rundschreiben an alle bayerischen Kreisverbände bekanntgegeben.

Ideensammlung für mögliche Themen:

-Neues vom Bundes-Fachausschuss Rad&ÖV

Neue Leitung, neues Arbeitskonzept

-Radmitnahme im Fernverkehr

Was ist seit unserem Brief passiert?

-Nahverkehr

Mehr Radmitnahme ausschreiben?

Kostenlose Fahrradmitnahme?

-Thesenpapier auch für die Landtagswahl?

Weitere Themen-Ideen sind willkommen. Ansprechpartner ist Frank Wessel, Tel. 09191-2494, e-mail Frank.O.Wessel@gmx.de.

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Reaktion auf Wahlkampf-Brief

Die beste Reaktion auf unseren Brief "Wegfall der Radmitnahme im DB-Fernverkehr" kam aus dem Wahlkreis Miltenberg. Die dortige (inzwischen wiedergewählte) SPD-Kanditatin Heidi Wright hat die Bahn angeschrieben und eine Antwort erhalten, in der die Bahn zuerst dementierte, sich dann wand wie ein Aal und schließlich zugeben musste, dass Fahrräder tatsächlich immer weniger im Fernverkehr mitgenommen werden. Frau Wright hat uns den Schriftverkehr mit der Bahn freundlicherweise zur Verfügung gestellt, wir haben die Gelegenheit genutzt, zu einigen Behauptungen der Bahn unsere Stellungnahme abzugeben. Etwa zeitgleich mit dieser "Rundschau" erscheint eine "Radwelt", die das Thema "Radmitnahme im DB-Fernverkehr" ausführlich behandelt. Und in dieser "Radwelt" lesen Sie von einer Kampagne, die der ADFC zu genau diesem Thema plant, eine Kampagne, wie wir sie bisher noch nie durchgeführt haben.Lesen sie mehr dazu in der "Radwelt".

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Thema "Fahrradstationen" beim Treffen in Schney

Ein vielschichtiges Thema gab es beim Landesaktiventreffen in Schney (Lichtenfels) zu besprechen: Fahrradstationen. Das sind bewachte Abstellanlagen, die in der Regel noch einen Fahrradladen mit Werkstatt und Vermietstation enthalten. In Nordrhein-Westfalen gibt es schon einige davon, in Bayern sind sie (noch?) selten. Doch immerhin: Aschaffenburg hat eine, Augsburg bekommt wohl bald eine, zahlreiche sind angedacht. In anderen Städten gab es Ideen, teilweise auch Projekte, aber man ist noch weit von einer Realisierung weg. Meistens lag das schlicht und einfach am Unwillen der Bahn. In Augsburg hatte sie lange Zeit immer wieder Änderungwünsche zum Vertrag gehabt, in München hatte sie den im Bahnhof üblichen Quadratmeter-Mietpreis haben wollen, den niemand bezahlen konnte, in Erlangen hat sie mit Hinweis auf Rent-a-bike abgewunken etc. Dennoch: Es gibt eine Agentur, die professionelle Hilfe anbietet, wenn man vor Ort eine solche Fahrradstation andenkt. Im Internet findet man sie unter www.radstation.de, telefonisch ist sie unter 0211-6870811 erreichbar. Diese Agentur hat auch in Aschaffenburg und Augsburg mitgeholfen. Die Veranstaltung konnte weder Patentrezepte nennen noch die Agentur ersetzen, aber sie konnte als Erfahrungsaustausch dienen. Und sie konnte die Nachricht verbreiten, wo man professionelle Hilfe bekommt, siehe oben.

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Autofreies Wiesenttal

Zum dritten Mal war das Wiesenttal (östlich von Forchheim in der Fränkischen Schweiz) nach bzw. während des Fränkische-Schweiz-Marathons autofrei. Dieses Mal spielte das Wetter weit besser mit als 2001, auch wenn es nicht so sonnig war wie beim ersten Mal. Es wurden allein von Forchheim aus gleich 3 Radtouren angeboten, weitere Touren gab es aus Bamberg, Bayreuth und sogar aus Kronach. Der RadlExpress der Bahn, der den Sommer über am Wochenende zwischen Hof und Bamberg verkehrte, war an diesem Sonntag nach Forchheim verlängert worden. Von den Bayreuthern, deren Tour mit 43 Teilnehmern eine Rekordbeteiligung verbuchen konnte, wurde er dankbar für die Rückfahrt genutzt. Doch auch ohne ADFC-Touren war die Straße zwar autofrei, aber gut befahren. Kein Wunder, denn die für die Fränkische Schweiz typischen steilen und schroffen Felswände, die im hinteren Teil des Tales direkt an der Straße stehen, kann man sonst nur vom Auto aus sehen. Und dann huschen sie blitzschnell vorbei. Nur eine autofreie B470 bietet Gelegenheit, dies in gemächlichem Tempo anzusehen oder sogar vor diesen herrlichen Felsen anzuhalten. Kulturell war auch etwas geboten, das Motto hieß dieses Mal "Naturdenkmäler". Dazu gehörte vor allem, dass die zahlreichen Höhlen im Wiesenttal an diesem Tag freien Eintritt anboten.

Der nächste autofreie Tag im Wiesenttal soll übrigens am 14.9.2003 sein, wieder zusammen mit dem Fränkische-Schweiz-Marathon.

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Aus der Rechtsprechung:

Interessante Gerichtsurteile für Radfahrer (Teil 2)

Keine Sonderbehandlung von Liegefahrrädern

Auch Liegefahrradler müssen den Radweg benutzen, wenn ein solcher vorhanden ist. An dieser Rechtslage ändert auch nichts, dass auf dem Radweg nur mit angepasster Geschwindigkeit gefahren werden darf und Bordsteinkanten und Sperrpfosten hinderlich sind. Entscheidend ist, dass das Fahrrad keinen Motor hat. BVerwG, 3 B 183/00

Radfahrer auf dem Gehweg

Ein Radfahrer, der auf dem Gehweg gefahren ist und mit einem aus der Tiefgarage herauskommenden PKW zusammenstößt, trägt die Hälfte des gesamten Schadens ebenso wie der Autofahrer. AG Augsburg, 16 C 2159/01

Überholverbot auf Linksabbiegerspur

Rad- und Motorfahrrad dürfen Fahrzeuge, die auf einer Linksabbiegerspur vor einer Ampel warten, nicht rechts überholen. Der Fahrer (hier eines LKW), der als erster an der Ampel wartet, muss nicht damit rechnen, dass Zweiradfahrer ihn rechts überholen und unmittelbar vor dem Fahrzeug halten. OLG Hamm, 13 U 18/00

mitgeteilt von Rechtsanwalt Oliver Schreiber, Tel. 089/ 41 90 15 61: RA.OliverSchreiber@gmx.de

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Klima - Das Experiment mit dem Planeten Erde

  • Wie, wo und warum wird das Klima gemessen?
  • Wie funktioniert das Klimasystem?
  • Wie war das Klima in der Vergangenheit?

Wie greift der Mensch in das Klimasystem ein? Diese und ähnliche Fragen geht das Deutsche Museum in seiner Sonderausstellung "Klima" nach, die vom 7. November 2002 bis zum 15. Juni 2003 zu sehen ist. Die Ausstellung findet im Rahmen des "Jahres der Geowissenschaften" statt und ist ein Projekt des Zentrums Neue Technologien, das sich mit neuen Dauer- und Sonderausstellungen und einem großen Vortragssaal den aktuellen Themen im Spannungsfeld von Wissenschaft, Technik und Gesellschaft widmen wird. Auch der ADFC hat einen kleinen Beitrag geliefert und den Aspekt des verstärkten Radfahrens eingebracht.

Aktuelle Informationen und Termine rund um das ZNT (Zentrum Neue Technologien) finden Sie auf der Internetseite:

http://www.znt.deutsches-museum.de

Zur Ausstellung erscheinen ein umfangreicher Katalogband und ein Begleitheft.

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Landesweite Termine

 

8.2.2003 - AK Rad & Bahn (s. S. B12)

22.03.2003 - Landesversammlung 2003 in Landshut

04.04.-6.04.2003 - Tourenleiterseminar in Coburg

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Impressum: 13. Jahrgang, Heft 1/2003, Januar-März 2003 02

Die ADFC-Rundschau erscheint viermal jährlich. Das Jahresabonnement kostet 8 Euro (bei Postbezug). Für Mitglieder des ADFC Bayern ist der Preis inklusive Postversand im Mitgliedsbeitrag enthalten. Herausgeber: ADFC-Landesverband Bayern e.V. Landwehrstr. 16, 80336 München, Tel. 089/553575, Fax 089/5502458. eMail: kontakt@adfc-bayern.de Die Geschäftsstelle ist Montag-Freitag von 9.00 bis 12.30 Uhr regelmäßig besetzt.

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