ADFC-Rundschau
4/2004 ADFC-Rundschau
4/2004 Bayernteil 14. Jahrgang, Heft 4/2004,
Oktober-Dezember 2004 Die ADFC-Rundschau erscheint viermal
jährlich. Rundschau
Bayernteil im PDF-Format zum
inkl. Titel und Umschlagseiten Rundschau
Regionalteil Altbayern im
PDF-Format zum Hintere Umschalagseite
"Radfahren und Gesundheit" im hochauflösenden
PDF-Format zum
Editorial Bald eine Maut fürs Radeln im
Wald? Noch ist es den High-Tech-Giganten
nicht gelungen, für den besonders umweltbelastenden
LKW-Verkehr auf den Autobahnen eine funktionierende
Mauttechnik zu installieren. Und schon droht uns Radlern
für die geräuschlose und abgasfreie Spazierfahrt
durch den Wald etwas Ähnliches. Nur ein polemischer
Witz? Nein, allenfalls eine etwas überzeichnete
Horrorvision angesichts der sehr realen Gefahr, dass die
bestehende Staatsforstverwaltung in Bayern weitgehend
liquidiert und privatwirtschaftlich organisiert wird. In
Niedersachsen wird schon darüber geredet, dass
Gebühren erhoben werden, wenn ein Landkreis oder eine
Stadt Mountainbikerouten im Wald ausweisen will oder zum
Beispiel bei öffentlich angebotenen Touren ganze
"Radlerrudel" durch Wälder geführt werden
sollen. Bei uns steht das zwar nicht ernsthaft
zur Diskussion, sondern immer noch in der Verfassung des
Freistaats Bayern, dass "der Genuss der
Naturschönheiten und die Erholung in der freien Natur,
insbesondere das Betreten von Wald und Bergweide ...
jedermann gestattet" ist. Nicht überzogen ist aber
sicher die Befürchtung, dass die Erschließung der
Wälder mit Wegen und deren fürs Radeln tauglicher
Zustand bei einer stärker renditeorientierten
Bewirtschaftung zu kurz kommen werden. Wenn da mit schweren
Großgerätschaften herum gefuhrwerkt wird, werden
Radler noch öfter als heute zerfurchte oder nur grob
geschotterte Wegeoberflächen hinnehmen müssen. Auf
diese Gefahr haben wir schon bei der Anhörung der
Verbände zur Neuorganisation der Staatsforstverwaltung,
zu der wir eingeladen waren, hingewiesen und gefordert, dass
sich für den Radverkehr nichts verschlechtern
darf. Die News aus Niedersachsen machen aber
stutzig. Deswegen haben wir uns als Unterstützer dem
Volksbegehren des Bund Naturschutz in Bayern "Aus Liebe zum
Wald" angeschlossen. Da sind wir in der guten Gesellschaft
von über 30 Organisationen quer durch das Spektrum der
Waldnutzer und -schützer sowie vielen Städten und
Gemeinden des Freistaats. Ein mautfreies Radeln auf gut
gepflegten Wegen durch unsere bayerischen Wälder im
diesjährigen Herbst und den künftigen wünscht
allen Euer Dietmar Habermeier ADFC-Landesvorsitzender Infos und Daten zum Volksbegehren "Aus
Liebe zum Wald" in diesem Heft auf Seite B8 und im Internet
unter www.volksbegehren-wald.de
und unter www.adfc-bayern.de/wald.htm
Die Tür ist einen Spalt weit
offen Über die Verbändeanhörung vor drei
Landtagsausschüssen am 1. April 2004 zum Thema
"Radverkehr in Bayern" wurde in der letzten RS-Ausgabe (S.
B1 - B3) berichtet. Sie ist nicht folgenlos geblieben. Alle
drei Landtagsfraktionen haben noch vor der Sommerpause
förmliche Anträge gestellt, die
größtenteils den von uns in der Anhörung
gemachten Vorschlägen entsprechen. Von der Fraktion BÜNDNIS 90/Die GRÜNEN kamen
fünf, von der CSU-Fraktion vier und von der
SPD-Fraktion zwei (die einzelnen Anträge sind auf den
nächsten Seiten in den grau hinterlegten Kästen im
Wortlaut abgedruckt). Die Anträge wurden in der Sitzung
des Ausschusses für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr
und Technologie am 15. Juli 2004 behandelt. Die vier
Anträge der CSU Mehrheitsfraktion wurden einstimmig
angenommen, die anderen sieben wurden mehrheitlich
abgelehnt. Ist das schlimm? Es ist auf jeden Fall schon erfreulich, dass sich ein
offizielles Landtagsgremium etliche Stunden mit unserer
Sache beschäftigt und erste weiterführende
Beschlüsse gefasst hat. Das hat es bisher in Bayern
nicht gegeben. Jetzt ist auch auf dieser Ebene &endash;
nämlich der parlamentarischen &endash; die Tür
einen Spalt weit offen. Auch, weil der ADFC ja schon seit
Jahren in in den jeweils zuständigen Staatsministerien
als kompetenter Gesprächspartner akzeptiert und in die
seine Belange betreffende Arbeit einbezogen worden ist. Das
gilt zum Beispiel besonders für das Umweltministerium,
die Oberste Baubehörde im Staatsministerium des Innern
und für die Abteilung Landesentwicklung und
Landesplanung, die seit 2003 im Witschaftsministerium
angesiedelt ist. Diesen Kontakten, deren Pflege dem
Landesverband wichtig war und bleiben wird, ist es wohl zu
verdanken, dass der Landtagsausschuss der Einrichtung eines
interministeriellen Arbeitskreises als zentraler Instanz und
Anlaufstelle für die Radverkehrsbelange auf Landesebene
zugestimmt hat. Der ADFC darf damit rechnen, dass er an
diesem neuen "Runden Tisch Radverkehr" - so die offizielle
Bezeichnung &endash; auch immer wieder dabei sein wird. Das darf man vor dem Hintergrund der aktuell ja auch in
Bayern angesagten Parolen "Sparen, Verschlankung der
Exekutive, Aufgabenkritik in der öffenlichen
Verwaltung, Personalabbau und Deregulierung" als durchaus
erfreulichen Fortschitt betrachten. Dietmar Habermeier
Die Anträge Alle als Folge der Anhörung vom 1.4.2004
entstandenen Anträge sollen im folgenden dargestellt
werden. Im Anschluss daran werden besonders die Passagen aus
dem Protokoll der Ausschußsitzung am 15. Juli 2004
abgedruckt, bei denen Positionen mit zum Teil nicht
zutreffenden Argumenten begründet wurden. Aus
Platzgründen wird nur der Antragstext dargestellt.Wer
eine komplette Dokumentation der Anhörung mit allen
Anträgen, Begründungen und dem offiziellen
Protokoll der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft,
Infrastruktur, Verkehr und Technologie am 15. Juli 2004
sucht, findet diese im Internet unter: http://www.adfc-bayern.de/landtag.htm
Anträge der Fraktion
Bündnis 90/Grüne Fahrradmitnahme [Antrag
15/1078] Der Landtag wolle beschließen:
Die Staatsregierung wird aufgefordert, auf eine bayernweite
kostenlose Fahrradmitnahmemöglichkeit im vom Freistaat
bestellten Schienenpersonennahverkehr und auf eine
Vereinheitlichung der Tarif- und
Beförderungsbedingungen für die Fahrradmitnahme
beim übrigen ÖPNV hinzuwirken. Antrag wurde von der Mehrheit
abgelehnt.
Anträge der SPD
Fraktion Bayerischen Radverkehrsplan
vorlegen [Antrag 15/1090]: Die Staatsregierung wird
gebeten, in Ergänzung zum Nationalen
Radverkehrsplan 2002 bis 2012" der Bundesregierung einen
bayerischen Radverkehrsplan vorzulegen. Insbesondere
soll darin das bayerische Entwicklungskonzept für den
Fahrradverkehr im Rahmen einer integrierten und nachhaltigen
Verkehrspolitik aufgezeigt werden. Außerdem sollen im
Rahmen des Planes kurz- und mittelfristige Maßnahmen
für den Radverkehr benannt sowie ein mittelfristiges
Finanzierungskonzept einschließlich des Einsatzes von
GVFG-Mitteln vorgestellt werden. Antrag wurde von der
Mehrheit abgelehnt.
Die Staatsregierung wird gebeten, in
Abstimmung mit den kommunalen Spitzenverbänden einen
Landeswettbewerb radverkehrsfreundlichste Kommune
Bayerns" einzurichten. Antrag wurde von der Mehrheit
abgelehnt.
Anträge der CSU
Fraktion Mitnahme von Fahrrädern auch
im DB-Fernverkehr [Antrag 15/1360]: Die
Staatsregierung wird aufgefordert, in weiteren Verhandlungen
mit der DB-AG die zahlenmäßig begrenzte Mitnahme
von Fahrrädern auch in IC- und EC-Zügen zu
ermöglichen. Dabei sind die Belange der
Wirtschaftlichkeit zu berücksichtigen. Antrag wurde von
der Mehrheit angenommen.
Stärkung des Radverkehrs im
ländlichen Raum [Antrag 15/1361]: Da Wald
und Flur durch ein dichtes Wirtschaftswegenetz für die
Land- und Forstwirtschaft erschlossen sind, wird die
Staatsregierung aufgefordert zu prüfen, inwieweit die land- und
forstwirtschaftlichen Wege sich auch für den Radverkehr
eignen, inwieweit die
Wirtschaftswegenetze der Land- und Forstwirtschaft das
Bayernnetz für Radler" lokal und regional
sinnvoll ergänzen können, welche Möglichkeiten der
Stärkung des Radverkehrs im ländlichen Raum dabei
gesehen werden. Antrag wurde von der Mehrheit
angenommen.
http://www.adfc-bayern.de/landtag.htm Auszüge aus dem Protokoll
der Ausschußsitzung am 15. Juli
2004 aus der Sicht des ADFC
Zu den Kommentaren wird immer die
entsprechende Antragsnummer genannt, auf die sie sich
beziehen, so dass man den dazugehörigen Antragstext im
grauen Kasten oben vergleichen kann: "Radverkehrsfreundlichste Kommune
Bayerns"[Antrag 15/1080 Grüne, Antrag 15/1115
SPD] Dazu heißt es vom CSU Vertreter" ...der ADFC
und ADAC führen bereits Wettbewerbe zur Förderung
der Fahrradfreundlichkeit von Kommunen durch. Ein
zusätzlicher Wettbewerb, ausgeschrieben durch den
Freistaat Bayern, ist abzulehnen ..." Der vom ADFC
durchgeführte bundesweite Fahrrad-Klimatest (welcher
wohl zusammen mit dem in einiegen Städten vom ADAC
durchgeführten Fahrrad-Städtetest gemeint war) ist
kein Wettbewerb, der für Kommunen Anreize zur
Verbesserung der Radverkehrssituation bietet. Die Forderung
nach einem Wettbewerb um die fahrradfreundlichste Gemeinde
in Bayern ist demnach eine durchaus zu befürwortende
Massnahme, die mit geringem Aufwand einen sehr hohen Nutzen
haben kann. Radverkehrsbeauftragter der
Bayerischen Staatsregierung [Antrag 15/1081
Grüne] Die Ablehnung wurde so begründet:"...
Eines Radverkehrsbeauftragten der Bayerischen
Staatsregierung bedarf es nicht ... Die Schaffung einer
eigenen Stelle ist nicht einzusehen ...". Eine derartige
Stelle, wäre nach Meinung des ADFC als
Koordinationsstelle zwischen den Ministerien durchaus
sinnvoll. Gemessen werden wird das sicher an der Bedeutung
des Radverkehrs, die diesem von der Staatsregierung
zugewiesen wird. Bayerischer Radverkehrsplan
[Antrag 15/1090, SPD] führt der CSU-Abgeordnete
aus: " ... Angesichts der Tatsache, dass der "Runde Tisch
Radverkehr" in einem relativ kurzen Turnus
regelmäßig zusammmenkommt, ist ein bayerischer
Radverkehrsplan nicht notwendig ... ". So sehr der ADFC
einen Runden Tisch begrüßt, kann dieser einen
programmatischen Bayerischen Radverkehrsplan nicht
ersetzen. 50 Fahrradstationen in Bayern
[Antrag 15/1079, Grüne] führt der
Abgeordnete der Grünen aus:" Der Antrag auf der
Drucksache 15/1079 fordere ein Programm, in dem in einem
Modellversuch 50 Fahrradstationen errichtet werden sollten.
Nordrhein-Westfalen habe ein ähnliches Programm mit dem
Titel 100 Fahrradstationen für
Nordrhein-Westfalen" aufgelegt. Der Freistaat Bayern sollte
nicht zurückstehen. An den Schnittstellen zwischen
Radverkehr und öffentlichem Verkehr reichten die
vorhandenen Stellplätze für Fahrräder
häufig nicht aus; das Risiko, dass Fahrräder
gestohlen würden, sei hoch. Da zunehmend hochwertige
Fahrräder benutzt würden, sei die Forderung nach
geeigneten und sicheren Abstellmöglichkeiten
berechtigt. Denkbar sei auch, an den Abstellstationen einen
Reparaturservice anzubieten". Dagegen argumentiert der CSU
Vertreter: "Es ist nicht Aufgabe des Freistaats Bayern,
derartige Stationen zu errichten bzw. mit Zuschüssen zu
unterstützen ... Die Errichtung wird privatrechtlich
geregelt. Eine Einmischung des Staats ist nicht notwendig
..." Dies widerspricht allerdings den seit Jahren gemachten
Erfahrungen des ADFC. Viele Versuche scheiterten, da bei den
oft komplizierten Besitzverhältnissen und sehr
unterschiedlichen Intressenlagen von Anbietern im
Bahnhofsbereich eben nicht privatrechtlich und
gewinnorientiert angeboten werden kann. Fahrradmitnahme im Bahnverkehr
[Antrag 15/1078 Grüne] Dazu meint der CSU
Abgeordnete " ... Die Gewährleistung einer bayernweit
kostenlosen Fahrradmitnahme im vom Freistaat bestellten
Schienenpersonennahverkehr und eine Vereinheitlichung der
Tarif- und Beförderungsbedingungen für die
Fahrradmitnahme wird nicht als Aufgabe des Freistaats Bayern
angesehen ..." Da es aber der Freistaat ist, der in Bayern
die Zugleistungen bei der BEG bestellt und zahlt, ist
alleinig der Freistaat die koordinierende Instanz, die den
Tarifwirrwar und den Fleckerlteppich beseitigen
kann. Eine Verbesserung des Antrags gab es
in puncto ICE. Der noch in der Sitzung abgeänderte
Antrag zur Fahrradmitnahme im Fernverkehr [15/1360
CSU], in dem der ICE zunächst noch ausgeklammert
war, wurde in folgender Fassung abgeändert und
einstimmig beschlossen: "Die Staatsregierung wird
aufgefordert, in weiteren Verhandlungen mit der DB AG die
zahlenmäßig begrenzte Mitnahme von
Fahrrädern auch im DB-Fernverkehr zu ermöglichen.
Dabei sind Belange der Wirtschaftlichkeit zu
berücksichtigen." DH/HS Mitgliedsdaten online ändern Immer wieder erreichen die Landesgeschäftstelle
Emails, in denen Adressänderungen, Änderungen der
Bankdaten (bei Bankeinzug) oder Meldungen von neuen
Mitgliedern bei einer Familienmitgliedschaft mitgeteilt
werden. Was sich möglicherweise noch nicht
herumgesprochen hat ist die Tatsache, dass diese
Änderungen im Internet direkt aktualisiert weden
können. Alles was dazu nötig ist: - ein Internetanschluss, - die Internetadresse: www.adfc.de Wenn man auf der Startseite den dritten Spiegelpunkt
"Mitglieder" in der linken Leiste anklickt, erscheint ein
Ausklappmenü, von dem wiederum die dritte Zeile
"Änderung Ihrer Daten" ausgewählt werden muss. Man
landet im hier abgebildeten Formular, füllt es aus und
schickt es weg. Das war's. Deshalb die Bitte, diese neue Möglichkeit wenn immer
möglich zu nutzen. Es stellt sicher, dass Mitglieder
die ADFC-Post immer pünktlich bekommen. Nicht zuletzt
können hier zusätzliche Familienmitglieder direkt
eingetragen werden (was natürlich die Mitgliederzahl
erhöht und nichts extra kostet, wenn man schon
Familienmitglied ist). Weiteren Service erhält man mit der ADFC
Mitgliedsnummer, die auch auf dem Adress-aufkleber jeder
Rundschau steht. Wenn dort z.B. folgende Zahlenfolge steht:
5205900/3327500 ist die eigentliche Mitgliedsnummer
3327500. Über "Mitglieder" zum Ausklappmenü, erste Zeile
"Login" gelangt man zu Infoclips, der Rechtsdatenbank und
zur Tourismusdatenbank. HS
Runder Tisch Rad & Bahn Was schon länger als Idee die Runde machte, wurde am
16. Juli Wirklichkeit: Ein Runder Tisch, an dem sich der
ADFC mit Fachleuten zum Thema "Radmitnahme in der Bahn"
austauschen durfte. Eingeladen hatte dankenswerterweise die
Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), eine am
Wirtschaftsministerium hängende Gesellschaft, die den
Schienennahverkehr in Bayern bestellt und bezahlt. Gekommen
waren außer ADFC und DB noch drei weitere
Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVUs), und es gab
natürlich eine Vielzahl von Unterthemen. Wir griffen
uns zwei heraus: Radler-Sonderzüge und
Radmitnahme-Kapazitäten. Bei den Radler-Sonderzügen kamen wir überein,
sie gemeinsam beim nächsten Treffen aufzulisten und
zusammenzustellen. Wünsche des ADFC sollen dann gleich
einfließen, damit soll ein "Nachkarteln" wie in diesem
Jahr vermieden werden. Zur Erinnerung: Anfang des Jahres
hatte der ADFC, nachdem er von den Sonderzügen erfahren
hatte, den Wunsch geäußert, dass einer der
Züge an den "autofrei-Aktionstagen" in die autofreien
Gebiete verlängert wird. Dem Wunsch hat die BEG
dankenswerterweise entsprochen, jedoch war es zu spät,
dies noch ins Faltblatt für diese Sonderzüge
aufzunehmen. Damit war eine effiziente Bewerbung dieser
Verlängerungen nicht mehr möglich. Das wollen wir
2005 besser machen. Das Thema Radmitnahme-Kapazität wurde lange
diskutiert, es stellte sich als noch vielschichtiger heraus,
als man annehmen sollte. Immerhin: Unser Codex zur
Radmitnahme (in der vorigen Rundschau abgedruckt), der sich
mit möglichst guter Ausnutzung des Radabteils befasst,
wurde vom Moderator des "Runden Tisches" sehr gelobt. Beim
nächsten Termin wollen wir ADFC-Ideen auf ihre
Machbarkeit hin durchsprechen. Dieser Termin wird am 12.
November sein, in der nächsten "Rundschau" werden wir
darüber informieren können. Rad & Bahn im bayerischen Landtag Als Folge der (nicht als Scherz gemeinten)
Landtagsanhörung vom 1. April gab es mehrere
Anträge zum Thema Fahrrad im Ausschuss für
Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie (siehe
auch Bericht S. B2 ff). Zwei davon befassten sich mit dem
Thema "Rad & Bahn", einer mit der teils kostenlosen,
teils kostenpflichtigen Radmitnahme im Nahverkehr, einer mit
der Mitnahme im Fernverkehr. Letzterer beinhaltet, dass sich
die bayerische Staatsregierung in Verhandlungen mit der Bahn
für eine Radmitnahme im gesamten DB-Fernverkehr (und
damit auch im ICE) einsetzen soll. Er wurde angenommen. Der
andere Antrag, der beim Tarifwirrwarr ein lenkendes
Eingreifen der Staatsregierung forderte, wurde mit den
Stimmen der CSU abgelehnt. Wir sind nun im Gespräch und
gegenseitigen Gedankenaustausch mit dem hierbei
federführenden Abgeordneten Manfred Christ. Unter
anderem haben wir die BR-Radltour hierfür genutzt, an
der er schon seit ca.10 Jahren regelmäßig
teilnimmt. Bisher verläuft dieser Austausch recht
positiv, auf das Ergebnis darf man gespannt sein. Eine "öffentliche Sitzung" ... ...des AK Rad & Bahn soll es beim Aktivenseminar des
ADFC Bayern am 20. November in Hersbruck geben. Mit anderen
Worten: Der Arbeitskreis wird sich am 20.11. um 10.15 Uhr zu
einer 1-stündigen Sitzung treffen, bei der alle
interessierten Seminarteilnehmer (und auch andere
Interessierte) dabeisein können. Dieses Treffen ist
eines der insgesamt 11 Workshops des Aktivenseminars.
Selbstverständlich können die Teilnehmer auch
beliebige Fragen zum AK stellen, wenn sie diesen noch nicht
kennen. Also, dann vielleicht bis zum 20. November in
Hersbruck! Das siebte Treffen... ...des AK Rad & Bahn findet am 16. Oktober im
Ökozentrum/Nürnberg statt. Es geht sowohl um die
Nachlese zum letzten "Runden Tisch" als auch um die
Vorbereitung des nächsten Treffens bei der BEG und
andere Themen. Genaueres mittels einer Mail an:
frank.o.wessel@gmx.de
Als intensiver Nutzer der Wälder bei Radtouren hat
sich der ADFC Bayern - wie im Editorial
auf Seite B2 dargelegt - dazu entschlossen, das
Volksbegehren zu unterstützen. Über 100.000 statt der erforderlichen 25.000
Bürger stimmten im Juli für das Volksbegehren
"Aus Liebe zum Wald". Ein voller Erfolg für die
Initiatoren, das Wald Bündnis Bayern. Mit diesem Erfolg geht das Volksbegehren in seine zweite
Phase. Im Herbst 2004 brauchen Bayerns Wälder noch
einmal Ihre Unterschrift. 900.000 Bürger müssen
sich dann in den Rathäusern in ausliegende Listen
eintragen, um den Wald zu retten. Sobald der genaue
Eintragungstermin feststeht, wird ihn das Wald Bündnis
Bayern bayernweit bekannt geben. Die Unterschriften sollen
Bayerns Wälder weiter vor den zerstörerischen
Folgen der so genannten Forstreform bewahren. Zehn Minuten für's Eintragen &endash; Aus Liebe
zum Wald! Das Wald Bündnis Bayern, ein breiter,
überparteilicher Zusammenschluss von über 30
Verbänden, hat die erste Stufe für das
Volksbegehren genommen. Über 100.000 Unterschriften
sind innerhalb von vier Wochen gesammelt und amtlich
beglaubigt worden. Voraussichtlich im November kommt das
Volksbegehren in die entscheidende Phase: Wenn dann
innerhalb von 14 Tagen zehn Prozent der Wahlberechtigten auf
dem Rathaus oder im Eintragungsraum unterschreiben, kann im
Volksentscheid über die Zukunft der öffentlichen
Wälder abgestimmt werden. Infos und Daten zum Volksbegehren "Aus Liebe zum Wald" im
Aktionsbüro 08161 - 494538 oder per Email info@volksbegehren-wald.de
oder im Internet unter: www.volksbegehren-wald.de
und unter www.adfc-bayern.de/wald.htm
Kernpunkte des Volksbegehrens
3 Schritte zum
Erfolg 1. Schritt: Antrag auf
Volksbegehren. Über 100.000 Unterschriften sind
gesammelt 2. Schritt: Das Volksbegehren.
Innerhalb einer Frist von 2 Wochen müssen sich 10 % der
Stimmberechtigten auf den Ämtern eintragen
(Amtseintragung). Dies sind etwa 920.000 bayerische
Bürgerinnen und Bürger. Amtseintragung bedeutet
dabei, dass sich die Bürger hierfür in den
Gemeindeämtern ihrer Gemeinde / Stadt für das
Volksbegehren eintragen müssen. Erst ein erfolgreiches
Begehren führt zum abschließenden
Volksentscheid! Eintragungsfrist vom 16.
November bis 29. November 2004 Der zweiwöchige Eintragungszeitraum für
das Volksbegehren "Aus Liebe zum Wald" beginnt am 16.
November. Bis 29. November haben Bayerns Bürger damit
die Chance, über die Zukunft von
Bayerns Wäldern mit zu entscheiden. 3. Schritt: Der Volksentscheid.
Rechtsgültige Volksbegehren werden binnen 3 Monaten im
Landtag behandelt. Wenn der Landtag das Volksbegehren nicht
als Gesetz annimmt, erfolgt binnen weiterer 3 Monate der
Volksentscheid. I.d.R. legt die Staatsregierung einen
alternativen Gesetzentwurf zur Abstimmung mit vor. Für
die Annahme eines Gesetzentwurf per Volksentscheid
genügt die einfache Mehrheit. München-Cesenatico 2005 Bereits das neunte Mal wird 2005 die ADFC Radfernfahrt
München-Cesenatico stattfinden. Der Termin steht
bereits fest: Samstag 14.5.2005 bis Montag 23.5.2005. Wieder
mehr als 200 Radrennfahrer werden dabei von München zur
Adria die Alpen überqueren. Infos aktuell immer
unter: www.adfc-bayern.de/radfernfahrt/index.html Fernradweg Bayern - Böhmen Rechtzeitig mit dem Beitritt der Tschechischen Republik
zur Europäischen Union wurde am 19. Juni 2004 die
Eröffnung des neuen grenzüberschreitenden
Radfernweges "Bayern - Böhmen" gefeiert. Aus der Taufe
gehoben hat diesen Radfernweg die EUREGIO EGRENSIS in
Kooperation mit Landkreisen und kreisfreien Städten
sowie dem tschechischen "Klub ceskcych turistu".
Ausarbeitung der Routenführung, der Beschilderung (nach
FGSV-Standard) sowie Erarbeitung eines Führers lag in
den bewährten Händen des ADFC Bayern.www.adfc-bayern.de/euregio.htm BR-Radltour 2004 Nein, schöner kann der Startpunkt der 15. Tour, der
Jubiläumstour wirklich nicht sein: Direkt am
Schliersee, im Hintergrund die Alpenkette, findet das
Anfangsfest statt, hier parken 1.200 Räder. Auch die
Nachtquartiere in einem Sportzentrum sind gleich nebenan.
Die obligatorische Morgengymnastik findet ebenfalls vor
dieser Traumkulisse statt. Dann kommt alles so, wie es den
alten Hasen" unter den Teilnehmern längst bekannt
ist: Über Lautsprecher schallt die
Rundfunkübertragung des Starts über den See,
Motorradfahrer Erwin von der Würzburger Polizei
bläst auf seiner Trompete das Signal Attacke",
ein tausendfaches Klingeln, ein vielstimmiges Es geht
los!" und dann setzt sich &endash; zuerst zögernd und
schließlich immer schneller &endash; die schier
endlose Schlange von Radfahrern unter dem Jubel der
Einheimischen in Bewegung. Vorne weg Polizei mit
Einsatzwagen und Motorrädern, dann die bewährten
Spitzenfahrer vom ADFC unter Führung von Tourenleiter
Wolfgang Slama, Geschäftsführer des ADFC Bayern.
Als Prominenter ist seinem Heimatort zu Ehren Ski-Ass Markus
Wasmeier dabei &endash; in Tracht und auf einem liebevoll
restaurierten Fahrrad-Oldtimer aus den 20er Jahren. Die Route Die Tour läuft in bewährter Präzision,
diesmal diagonal durch Bayern fast bis zur
thüringischen Grenze, als hätte die
ADFC-Planungsgruppe in einer Woche die verschiedenen
Schönheiten Bayerns zusammenfassen wollen. Erst
fährt die Gruppe durch die grünen Matten des
Voralpenlandes, dann durch das reiche Bauernland weiter
nördlich mit endlosen Hopfengärten und barocken
Zwiebelturm-Kirchen. Sie streift den berühmten
Altmühltal-Radweg. Durch die Oberpfalz geht es dann
weiter ins Frankenland mit liebevoll restaurierten
Fachwerk-häusern und mittelalterlichen Städten.
Optischer Höhepunkt ist auch das Kleinziegenfelder Tal
nördlich von Forchheim am Rande des Frankenjuras:
Bizarr geformte Kalksteinfelsen, tief eingeschnittene
Täler &endash; eine echte Naturschönheit. Begeisterung Selbst in den kleinsten Dörfern steht die gesamte
Einwohnerschaft am Straßenrand, um das
größte mehrtägige Fahrradereignis Europas zu
bestaunen, und in den Städten gibt es kaum ein
Durchkommen. Beifall, als hätte man mindestens die Tour
de France hinter sich, liebevoll gemalte Plakate und immer
wieder Bravorufe. Was ist das Besondere an diesem Spektakel?
Schließlich kann jeder einigermaßen geübte
Radler die 550 Kilometer lange Strecke bei Tagesetappen von
80 bis 100 Kilometern und die insgesamt 3.500
Höhenmeter bei zwei bis drei Pausen ohne Probleme
bewältigen. Und tatsächlich machen die
geübten Radfahrer keine schlechte Figur: Der
älteste Teilnehmer ist 85 Jahre alt, mit jährlich
mindestens 8.000 Fahrradkilometern in den Beinen, wie er bei
einem Rundfunkinterview stolz verkündet. Die Teilnehmer Erstaunlich, wie diszipliniert die Radfahrermassen sind.
Einsatzleiter Charly" Meindl von der Polizei kommt
nicht umhin, ein deutliches Lob auszusprechen &endash; nach
einigen kräftigen" Worten an einige
Individualisten" am Anfang der Tour, wie er
nachträglich zugibt. Vielleicht hat aber auch das
Auswahlprinzip des Bayerischen Rundfunks am Gelingen der
Veranstaltung Anteil. Mehrfach-Teilnehmer kommen wohl, so
ist zu vermuten, immer mit, sofern sie nicht auffällig
geworden sind. Sie helfen Neuzugängen und weisen schon
mal auf unkollegiales Verhalten hin. Das erspart dem ADFC
und der Polizei unpopuläre Schulmeisterei. Nach
spätestens einem Tag wird nicht mehr gesiezt, man
fühlt sich als Schicksalsgemeinschaft. Vielleicht
nehmen nur relativ unkomplizierte und umgängliche
Menschen so ein Urlaubsgestaltung auf sich. Schlafen auf eng
aneinander liegenden Matratzen in Schulen und Sportzentren
ist bestimmt nicht jedermanns Sache, die ablehnende Reaktion
viele Bekannter gegenüber dem Thema Radltour lässt
dies zumindest vermuten. Doch auch da gibt es Auswege:
Komfortgewöhnte buchen Zimmer, sofern noch etwas zu
bekommen ist, andere wieder haben ein kleines Zelt im
Gepäck. So verwandeln sich die Grünanlagen um die
Quartiere allabendlich in einen bunten Campingplatz. Faszination Es gibt keine Erklärung für die seit 15 Jahren
ungebrochene Faszination der Tour: 5.000 wollten mitfahren,
1.200 durften &endash; mehr geht nun wirklich nicht. Schon
bei dieser Teilnehmerzahl verteilen sich die Radfahrer auf
mehrere Quartiere, was besonders für das Technische
Hilfswerk (THW), das für den Matratzen- und
Gepäcktransport zuständig ist, einen gewaltigen
logistischen Aufwand bedeutet. Helfer am Rande Pünktlich zur Tour bricht auch diesmal wieder eine
richtige Hitzewelle aus: Da sind die Getränkepausen mit
Gratisdrinks der Firma Adelholzener und der Joghurtauswahl
der Firma Zott &endash; ebenfalls umsonst &endash; eine
wahre Erfrischung. Trotzdem muss der begleitende
Krankenwagen einige Hitzepatienten versorgen. Zur
Mittagszeit im kleinen Städtchen Beilngries
verkündet die Geschäftsführerin der
Getränkefirma, Klosterschwester Theodolinde, dass zur
Halbzeit der Radltour 20.000 Liter durch durstige Kehlen
liefen. Dann folgt eine weitere Tradition der Radltour: die
gemeinsame Fahrt mit Tourenleiter Wolfgang Slama auf einem
Edeltandem. Die zwei fahren erstaunlich schnell &endash;
Slama schiebt es auf den göttlichen
Rückenwind". Beilngries ist auch der Ort der ersten
Radltour-Trauung: Das ist nur konsequent &endash;
schließlich haben sich Petra und Jürgen auf einer
Tour kennen gelernt. Viel zu tun hat die Reparaturmannschaft im
Werkstattwagen. Der rollende Vier-Mann-Betrieb ist voll
ausgelastet. Der Qualitätsstandard der Räder ist
zwar erstaunlich hoch, doch oft hapert es an der richtigen
Bedienung, vor allem der Schaltung. Ein harten Job
verrichten die Ausschilderer: Sie stehen zwei Stunden
früher auf als der Rest und hetzen mit 30 Kilogramm an
Plastikschildern von Verkehrszeichen zu Verkehrszeichen und
hängen die Wegweiser auf. Da haben es die Abschilderer
schon etwas leichter. Sie müssen nicht so früh
aufstehen, wenn auch das Fehlen des Polizeischutzes
besonders vorsichtiges Fahren erfordert. Doch bevor sie ans
Werk gehen können, muss erst Schlussfahrer Karl
passieren. Ein Münchner ist immer der Letzte",
titelte die Abendzeitung. Seine Aufgabe ist es, den
Pedalschwachen moralische Unterstützung zu geben oder
sie samt Gefährt auf die Besenwagen des THW laden.
Erik Doffek Farbbilder zum Text auf der Seite B13 Der Landesverband Bayern des ADFC ist sehr zufrieden mit
dem Ergebnis der diesjährigen Aktion Mit dem Rad
zur Arbeit und zur Uni". Die Steigerung der Teilnehmerzahl
des Vorjahres von 30.000 um 30 % auf fast 40.000 ist das
eine. Genauso erfreulich ist aber die Tatsache, dass die von
Bayern ausgehenden Wellen dieser wichtigen
Gesundheitsinitiative mehr und mehr auch bundesweit
ankommen. Sicher auch dank der beharrlichen Bemühungen
der ADFC-Landesverbände hat die Aktion in diesem Jahr
flächendeckend oder regional in elf Bundesländern
mit insgesamt 60.000 Teilnehmern stattgefunden. Dieser
Erfolg spornt uns an, 2005 auch in den übrigen
Bundesländern die in Bayern nun schon seit drei Jahren
bestens funktionierende Zusammenarbeit mit der AOK auf den
Weg zu bringen. Hervorzuheben aus bayerischer Sicht war die
Zusammenarbeit mit der Stadt München. Hep Monatzeder,
3. Bürgermeister der Landeshauptstadt rief alle
Beschäftigten der Stadt zum Mitmachen auf. Angespornt
dadurch sollte es auch 2005 möglich sein, die
Teilnehmerzahl weiter zu steigern, denn das Potenzial ist
noch nicht ausgereizt. HS
6.-7.11.2004 ADFC Bundesversammlung in Stuttgart 19.-21.11.2004 Herbst-Aktivenseminar, Hersbruck 12.3.2005 Landesversammlung, Fürstenfeldbruck Rundschau Termine 2004 Ausgabe Erscheinungstermin 1/2005 1.1.2005 2/2005 1.4.2005
Rundschau online Rundschau online als HTML-Version (Bayernseiten) und zum
Runterladen als PDF-Dokument unter: http://www.adfc-bayern.de/rundschau.htm Dort finden sich auch Hinweise für Inserentenzu
Auflage und Satzspiegel sowie Preisen von Anzeigen. Impressum: ADFC-Rundschau, 14.
Jahrgang, Heft 4/2004, Oktober-Dezember 2004 Die ADFC-Rundschau erscheint viermal
jährlich. Das Jahresabonnement kostet 8 Euro (bei
Postbezug). Für Mitglieder des ADFC Bayern ist der
Preis inklusive Postversand im Mitgliedsbeitrag enthalten.
Herausgeber: ADFC-Landesverband Bayern e.V. Landwehrstr. 16,
80336 München, Tel. 089/553575, Fax 089/5502458. eMail:
kontakt@adfc-bayern.de Die Geschäftsstelle ist
Montag-Freitag von 9.00 bis 12.30 Uhr regelmäßig
besetzt. Redaktionsschluß für die
Ausgabe 1/2005: 1.12.2004 Redaktionsanschrift: ADFC
Bayern, Landwehrstr. 16, 80336 München, - Vertrieb:
ADFC-Geschäftsstelle Nürnberg, Rohledererstr.13,
90419 Nürnberg, Tel. 0911/ 396132, Fax 335687 -
Redaktion: Bayernteil: Hubert Ströhle [HS]
(rundschau@adfc-bayern.de);
Regionalteil Altbayern: Hubert Ströhle [HS],
Stefan Beckmann (rundschau-altbayern@adfc-bayern.de);
Regionalteil Franken: Klaus Vogel, Dr. Ute Biegelmann,
Albrecht Steindorff [AS]
(V.i.S.d.P.)(rundschau-franken@adfc-bayern.de);
Regionalteil Schwaben: Mathias Meinelt, Dr. Ute Biegelmann
(rundschau-schwaben@adfc-bayern.de)
Titel: Farbwerk, München. Titelfoto: Erik Doffek;
Druck: Rosa-Druck, Dietzstr. 1, 90443 Nürnberg, Tel.
0911/222088
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()

Das Jahresabonnement kostet 8 Euro (bei Postbezug).
Für Mitglieder des ADFC Bayern ist der Preis inklusive
Postversand im Mitgliedsbeitrag enthalten. Herausgeber der
ADFC Rundschau ist der ADFC-Landesverband Bayern e.V..
Weitere Angaben im Impressum.
Download(285
KB)
Download(415
KB)

Download
(750 KB)
Inhalt
Bald eine Maut fürs Radeln
im Wald?
Dr. Dietmar Habermeier
ADFC-Landesvorsitzender
Anhörung im Landtag: Radverkehr in
Bayern
![]()
50 Fahrradstationen in Bayern [Antrag 15/1079]:
Die Staatsregierung wird aufgefordert, ein Programm
50 Fahrradstationen in Bayern" aufzulegen. Antrag
wurde von der Mehrheit abgelehnt.
Die fahrradfreundliche Kommune [Antrag 15/1080]:
Die Staatsregierung wird aufgefordert, einen Wettbewerb
Die fahrradfreundliche Kommune" auszuloben. Antrag
wurde von der Mehrheit abgelehnt.
Radverkehrsbeauftragter der Staatsregierung [Antrag
15/1081]: Die Staatsregierung wird aufgefordert, einen
Radverkehrsbeauftragten der Staatsregierung zu berufen.
Antrag wurde von der Mehrheit abgelehnt.
Finanzierung verbessern [Antrag 15/1082]: Die
Staatsregierung wird aufgefordert, die FAGDV in § 13
dahingehend zu ändern, dass unselbständige Geh-
und Radwege an Bundes-, Staats- und Kreisstraßen auch
innerhalb der Ortsdurchfahrt und selbständige Geh- und
Radwege ohne Einschränkung gefördert werden
können. Antrag wurde von der Mehrheit
abgelehnt.
![]()
Wettbewerb radverkehrsfreundlichste Kommune
Bayerns" [Antrag 15/1115]:
![]()
GVFG - Förderung von Radwegen [Antrag 15/1362]:
Die Staatsregierung wird aufgefordert zu prüfen,
inwieweit der Bau von Radwegen als Ergänzung des
bestehenden Bayernnetzes für Radler" nach dem
Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) gefördert
werden kann. Antrag wurde von der Mehrheit angenommen.
Runder Tisch Radverkehr" [Antrag 15/1359]:
Die Staatsregierung wird aufgefordert, den Dialog
zwischen der interministeriellen Arbeitsgruppe Runder
Tisch Radverkehr RTR" und den kommunalen
Spitzenverbänden sowie Interessensverbänden
für den Radverkehr weiter auszubauen. Zudem soll der
RTR ressortübergreifend Verbesserungsmöglichkeiten
für den Radverkehr örtlichen
Entscheidungsträgern für
Radverkehrsmaßnahmen verstärkt aufzeigen. Antrag
wurde von der Mehrheit angenommen.
Die komplette Dokumentation mit Begründung der
Anträge etc. unter:
Die Ablehnung von Anträgen der SPD-Fraktion und der
Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wurde nach dem
Protokoll der Sitzung mit zum Teil nicht zutreffenden
Argumenten begründet. Einige Passagen sind ohne
zusätzliche Hintergrundinformation unverständlich.
Deshalb sollen sie hier genauer betrachtet werden.


Arbeitskreis Rad & Bahn


Landesweite Termine