Tipps des ADFC

Oft gemachte Fehler können die Freude und Sicherheit beim Radfahren stark vermindern.

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Mit dem Rad zur Arbeit

Die hier zusammengestellten häufig beobachteten Fehler sind in der Regel leicht zu beheben und können dann die Freude und Sicherheit am Radfahren beträchtlich steigern.

Fehler

Problem und Abhilfe

Zu wenig Luft im Reifen

Reifen mit wenig Luft laufen schwerer und sind anfälliger für sogenannte Durchschlaglöcher beim Überfahren von Kanten. Deshalb möglichst bis zum zulässigen Maximaldruck (steht meist auf dem Reifenmantel in Bar oder PSI) aufpumpen. Am besten sind Standpumpen mit eingebautem Manometer (Druckanzeige). Der richtige Reifendruck ist oft direkt auf der Reifenseite angegeben. Ansonsten gilt: Bei etwa 75 Kilo Körpergewicht rollen 30-40 Millimeter breite City- und Tourenreifen am besten mit etwa 4-5 Bar (oder 60-75 PSI). Ungeeignet sind Pressluftstationen an Tankstellen, da diese zu schnell zu hohe Drücke erzeugen und der Reifen dann platzen kann.

Sattelhöhe oft zu niedrig

Oft wird der Sattel zu niedrig eingestellt. Dies verhindert ergonomisch optimales Pedalieren und belastet zudem möglicherweise das Kniegelenk unnötig. Der Sattel befindet sich in der richtigen Höhe, wenn bei unterer Pedalstellung Ihr mit der Ferse auf dem Pedal stehendes Bein durchgestreckt ist (pedaliert wird natürlich mit dem Ballen, nicht mit der Ferse!). Mindestens 6 cm der Sattelstütze müssen dabei im Rahmen bleiben, da sonst aufgrund der Hebelwirkung das Sattelrohr des Rahmens oder die Sattelstütze brechen können. An guten Stützen findet sich eine entsprechende Markierung.

Kinder fahren besser vor den Eltern nicht hintern ihnen

Kinder sollen immer vor den Eltern fahren, wenn nur ein Elternteil mitfährt. Nur wenn Sie sehen, was Ihr Kind macht, können Sie reagieren. Wenn das Kind hinter Ihnen fährt, sehen Sie nicht, was es macht. Zudem bestimmen Sie statt das Kind das Tempo, das vorne fahrend das Tempo angeben sollte. Sind beide Eltern mit dem Kind unterwegs, kann einer vorne und einer hinten fahren.

Seitenabstand zu parkenden Autos oft zu wenig

Die meisten Radfahrer halten zu wenig Abstand zu parkenden Autos. Dadurch gefährden sich Radfahrer, da man immer mit sich öffnenden Autotüren rechnen muss und die Folgen eines Ausweichens wie eines Zusammenpralls sehr gravierend sein können. Dies gilt übrigens auch für Radwege, die an parkenden Autos vorbeiführen. Auch dort sollte immer genügend Sicherheitsabstand eingehalten werden.

Fahren mit Taschen am Lenker vermeiden

Ein Fahren mit Taschen am Lenker gefährdet den Radfahrer in mehrfacher Hinsicht. Die Hände sind möglicherweise nicht so frei, wie für adäquates Bremsen notwendig, und vom Lenker herunterhängende Teile können sehr leicht ins Vorderrad gelangen und schlimme Stürze zur Folge haben. Ein Rucksack, ein Korb oder am Gepäckträger einzuhängende Taschen sind die wesentlich sicherere Alternative.

Fahren mit Regenschirm in einer Hand vermeiden

Ein Fahren mit Regenschirm in einer Hand gefährdet den Radfahrer und schützt zudem nur unzureichend gegen Regen. Mit einer Hand fahren heißt maximal eine Bremse betätigen zu können (außer bei einer zusätzlichen Rücktrittbremse) und die ist bei Nässe auch noch weniger wirksam. Bei Wind ist zudem die Gefahr, dass man den Schirm nicht halten kann und dabei den Lenker verreißt. Besser ist ein spezieller Radregenschutz, den es in vielfältigen Formen gibt und den man auch dann dabei haben sollte, wenn es beim Wegfahren nicht regnet.

Abstellen des Fahrrads ohne ausreichende Sicherung gegen Diebstahl

Beim Abstellen eines Fahrrads sollten immer die beiden Laufräder (besonders solche mit Schnellspannaben) und der Rahmen gesichert werden, indem sie an einem festen Gegenstand angesperrt werden. Am besten geeignet dazu sind längere Kabelschlösser. Ungeeignet sind sich selbst kringelnde Spiralschlösser, da diese durch die Eigenspannung kaum auf die nominale Länge ausgezogen werden können und meist sehr schwierig durch die Speichen eines Rades zu fädeln sind. Zahlenschlösser und Rahmenschlösser schützen nur unzureichend und vor allem nicht gegen Wegtragen.

Fahren mit unzureichendem Schuhwerk

Zum Radfahren sollte man/frau auch geeignetes Schuhwerk anhaben. Badelatschen, lose Slipper oder hohe schlanke Absätze sind deshalb ungeeigent, weil man damit in schwierigen Situationen nicht rutschfest auf den Pedalen steht. Beim abbremsen kann man nur unzureichend in einen sicheren Stand kommen. Auch ein Abrutschen vom Pedal oder hängenbleiben am Pedal ist nicht ausgeschlossen. Am besten ist fest mit dem Fuss verbundes Schuhwerk mit einer Sohle, die rutschfest auf dem jeweiligen Pedal aufsitzt. Der Druck auf das Pedal sollte immer vom Fussballen aus gehen, wofür auch die richtige Sitzposition Vorraussetzung ist. Mit der Ferse oder der Fussmitte zu treten ist falsch.(vgl. die richtige Sitzposition)

Zu wenig Luft im Reifen

Sattelhöhe zu niedrig

Kinder fahren hinter den Eltern

Seitenabstand zu parkenden Autos

Fahren mit Taschen am Lenker

Fahren mit Regenschirm

Abstellen des Fahrrads

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