Nachrichten für Mitglieder
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  eNachrichten Juli 2018
In dieser Ausgabe
>   Was König Ludwig II. mit dem Rad-Gesetz zu tun hat
>   Rad-Gesetz-Initiative auf der BR-Radltour
>   Bamberg zeigt Flagge für ein Rad-Gesetz
>   Aktueller Kabinettsbeschluss zum Radverkehr greift zu kurz
>   Ein Rad-Gesetz für Bayern! – Die Forderungen
>   20.000 Euro Förderung für das ADFC-Radverkehrs-Quiz
>   Am 6. Oktober Groß-Demo in München

Liebe ADFC-Mitglieder in Bayern,

durch Ihre Mitgliedschaft im ADFC unterstützen Sie unsere Ziele, worüber wir uns sehr freuen. Heute bitten wir Sie darüber hinaus ganz konkret um Ihre Unterstützung unserer Initiative Ein Radgesetz für Bayern!. Die derzeitige Unterstützerzahl macht politisch noch nicht wirklich Eindruck. Bis zur Landtagswahl wollen wir diese Zahl noch deutlich erhöhen. Denn wir sind davon überzeugt, dass Bayern ein Rad-Gesetz mit verbindlichen Vorgaben braucht, damit sich wirklich etwas zugunsten des Radverkehrs bewegt. Diese Mitgliedernachrichten informieren Sie deshalb schwerpunktmäßig über unsere Initiative, ihre Entwicklung und aktuell dazu anstehende Termine.

Wenn wir auch Sie überzeugen können, dass Bayern ein Rad-Gesetz braucht, tragen Sie sich bitte auf www.radgesetz-bayern.de als Unterstützer*in ein! Helfen Sie uns, politischen Druck aufzubauen für mehr Radverkehrsförderung! Ihre Daten werden ausschließlich zu diesem Zweck verwendet. Werben Sie bitte auch in Ihrer Familie, im Freundes- und Bekanntenkreis und am Arbeitsplatz für unsere Initiative und deren Unterstützungsmöglichkeit. Teilen Sie Ein Radgesetz für Bayern! auf Facebook und Twitter und WhatsApp! Vielen Dank!

Diese und alle bisher erschienenen Ausgaben der Nachrichten für Mitglieder in Bayern, kurz NaMi genannt, finden Sie online im Internetauftritt des ADFC Bayern.

> Alle Ausgaben auf www.adfc-bayern.de/publikationen
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Was König Ludwig II. mit dem Rad-Gesetz zu tun hat

Ende April ist die Initiative Ein Rad-Gesetz für Bayern! bei der großen ADFC-Radsternfahrt erfolgreich gestartet. Bei strahlendem Sonnenschein und bester Stimmung radelten am 22. April rund 5.000 Teilnehmende aus mehr als 60 Gemeinden durch München. Am Sammelpunkt der Zubringertouren, dem Königsplatz, begrüßte König Ludwig II. die Massen und führte dann in seiner Radl-Kutsche die Fahrraddemonstration zum Olympiapark an. Der plakative Werbeträger bekannte sich dort mit der Verlesung seines königlichen Velo-Gesetzes von 1880 auf der Hauptbühne des Radl-Festivals SattelFest zur Unterstützung der Initiative Ein Rad-Gesetz für Bayern!. Zusammen mit den Teilnehmern der nachfolgenden Podiumsdiskussion zog er sich danach Schwimmflügel an. „Die Schwimmflügel stehen für das Ziel, nicht wie er unterzugehen, sondern als Radfahrende im Verkehr gleichberechtigt mitzuschwimmen“, erläuterte Bernadette Felsch, Landesvorsitzende des ADFC. Das augenzwinkernde königliche Velo-Gesetz und hochinteressante Einträge des Kinis in sein Radl-Tagebuch sind in einem Blog nachzulesen, jede Woche ein neuer Beitrag.

16.000 Menschen radelten am 7. Juli bei der Münchner Radlnacht durch die sommerliche Nacht. Und auch dort war der ADFC Bayern mit seiner Initiative Ein Rad-Gesetz für Bayern! präsent. Ein großer Schwimmflügel-Mob samt Kini als Pappfigur schwamm im Strom der Radlerinnen und Radler mit und verschaffte der Initiative Aufmerksamkeit.

> Zum Radltagebuch des Kini
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BR-Radltour 2018 (Quelle: Bayerischer Rundfunk)
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Rad-Gesetz-Initiative auf der BR-Radltour

Wie jedes Jahr zu Ferienbeginn starten mehr als tausend Radlerinnen und Radler zur BR-Radltour quer durch Bayern. Dieses Jahr führt sie von Mühldorf nach Marktheidenfeld und der ADFC präsentiert sich auf dieser Veranstaltung des Bayerischen Rundfunks mit seiner Initiative Ein Rad-Gesetz für Bayern! und wirbt für eine Radverkehrswende.

Sonntag, 29. Juli: Los geht's ab 17 Uhr mit einem Infostand mit Quiz und Glücksrad auf der Ringelstecherwiese in Landshut, wo nach der ersten Radletappe am Abend ein Konzert von Anastacia stattfindet, Eintritt frei!

Freitag, 3. August: Die sechste und letzte Etappe von Kitzingen nach Marktheidenfeld radelt ADFC-Landesvorsitzende Bernadette Felsch mit. Diese Etappe steht unter dem Motto "Königlich-Bayerischer Radltag". Denn bei der Mittagspause am Erlabrunner Badsesee stattet der Kini persönlich als unser Rad-Gesetz-Werbeträger alle an der BR-Radltour Teilnehmenden mit unseren Rad-Gesetz-Schwimmflügeln aus. Und unser prominenter Gast begrüßt dann natürlich alle auch am Ziel, dem Marktplatz in Marktheidenfeld. Außerdem lädt ab 17 Uhr wieder der ADFC-Infostand mit Quiz und Glücksrad auf den Mainwiesen zur Begegnung ein. Dort findet am Abend bei freiem Eintritt ein Konzert von Nico Santos statt.

> Mehr zum ADFC auf der BR-Radltour 2018
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Bamberg zeigt Flagge für ein Rad-Gesetz

Die Bamberger haben Ende Mai Flagge für ein Rad-Gesetz für Bayern gezeigt - genauer gesagt: Schwimmflügel. Sie haben sich dafür eingesetzt, dass gute Bedingungen für Radfahrer nicht erst mühsam mit Radentscheiden erkämpft werden müssen (wie in Bamberg), sondern in allen Kommunen zur Pflicht werden. Die Schwimmflügel zeigen: Wir Radlerinnen und Radler möchten in der Verkehrsplanung nicht länger untergehen!

Christian Hader, der Initator des erfolgreichen Radentscheids Bamberg, hat die Aktion im Video festgehalten. Vielen Dank für das Video! Der ADFC Bayern freut sich über weitere Videos und Fotos für die Facebook-Seite der Initiative Ein Rad-Gesetz für Bayern!, die eine Unterstützung der Forderung zum Inhalt haben. Sagen Sie uns, warum auch Sie ein Rad-Gesetz für Bayern möchten!

> Zum Video der Bamberger Aktion
Aktueller Kabinettsbeschluss zum Radverkehr greift zu kurz

Am 10. Juli hat die Bayerische Staatsregierung auf ihrer Kabinettssitzung u.a. Investitionen in die Förderung des Radverkehrs beschlossen. Konkret sollen zwei Radschnellwege in München und Nürnberg bis 2022 mit 30 Mio. Euro gefördert werden. Zudem sollen 4.000 neue Fahrradabstellplätze an Haltestellen und Bahnhöfen zu 75 Prozent bezuschusst werden. Der ADFC Bayern begrüßt diesen Beschluss, der einen Teil der Forderungen aus der Initiative „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“ aufgreift. Die Pläne gehen dem ADFC jedoch nicht weit genug. Dazu Bernadette Felsch, Landesvorsitzende des ADFC Bayern: „Dass die Staatsregierung für ein paar der Ziele aus ihrem „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“ nun endlich Geld bereitstellt, freut uns sehr. Die Finanzierung der schon seit einigen Jahren geplanten Pilot-Radschnellwege in München und Nürnberg und 4.000 Abstellplätze sind ein guter Anfang. Im Vergleich zu den zum Beispiel gleichzeitig beschlossenen 310 Mio. Euro für den Ausbau von Autostraßen zeigt sich jedoch die leider nach wie vor geringe Relevanz des Radverkehrs in den Augen der bayerischen Staatsregierung." ADFC Bayern hält an seiner Forderung nach einem Rad-Gesetz für Bayern fest.

> Mehr zur ADFC-Position zum Kabinettsbeschluss
Ein Rad-Gesetz für Bayern! – Die Forderungen

Im Rahmen seiner Initiative Ein Radgesetz für Bayern! hat der ADFC Bayern sechs Kernforderungen aufgestellt. Diese E-Mail-Nachrichten präsentieren sie nochmals im Einzelnen. Heute: Forderungen 1 bis 3.

Forderung 1: Ein verbindlicher Maßnahmenplan zum Radverkehrsprogramm Bayern 2025
Die Ziele des Radverkehrsprogramms Bayern 2025 der bayerischen Staatsregierung sind erfreulich ambitioniert. Es war nicht zuletzt auf Anregung des ADFC Bayern hin erarbeitet und Anfang 2017 vorgestellt worden. Nun bedarf es der Konkretisierung. Um das Kernziel des Programms zu erreichen, den Radverkehrsanteil in Bayern bis 2025 auf 20 Prozent zu verdoppeln, braucht es einen verbindlichen Maßnahmenplan. Dieser muss darlegen, wie und mit welchen Mitteln und Schritten die gesteckten Ziele bis 2025 erreicht werden sollen. Ohne rechtliche Vorgaben bleibt es jedem Landkreis, jeder Stadt und jeder Gemeinde selbst überlassen, ob und wie sie den Radverkehr stärkt. Die Ziele des Radverkehrsprogramms können ohne konkreten Maßnahmenplan bis 2025 wohl nicht einmal annähernd erreicht werden.

Forderung 2: Ein sicheres, komfortables und durchgängiges Radwegenetz in ganz Bayern
Verbindliche Vorgaben für die Gestaltung von Radverkehrsanlagen gibt es bislang nicht. Jeder Kommune bleibt selbst überlassen, ob und in welchem Umfang sie den Radverkehr fördert und ob und wie sie die Radinfrastruktur ausbaut und gestaltet. Oft entscheidet allein die Kassenlage oder der Wille der gerade Amtierenden. Das Ergebnis ist im Regelfall ein Flickenteppich aus meist zu schmalen Radfahrstreifen und Bordsteinradwegen mit großen Lücken im Radwegenetz. Radverkehrsanlagen müssen außerdem dem wachsenden Bedarf und der zunehmenden Vielfalt durch Pedelecs, Lastenräder, Fahrradanhänger etc. angepasst werden. Mit einem Rad-Gesetz für Bayern müssen einheitlich gültige Qualitätsstandards, Regelwerke und Design-Vorgaben geschaffen werden, damit Menschen jeden Alters sicher und komfortabel Rad fahren können. Grundlage dafür sollen die „Empfehlungen für Radverkehrsanlagen“ in Verbindung mit den ADFC-Leitlinien für Radinfrastruktur sein, die der Freistaat zum verbindlichen Standard für ganz Bayern macht. ...mehr dazu

Forderung 3: Gute Radabstellplätze – insbesondere auch an allen bayerischen Bahnhöfen
Gute, komfortable und sichere Radabstellanlagen sind überall Mangelware, besonders an Bahnhöfen. Deshalb fordern wir, dass der Freistaat Bayern mit gutem Beispiel vorangeht und an all seinen Immobilien in ausreichendem Maße komfortable Radabstellanlagen schafft. Für öffentlich geförderte Immobilien sowie alle Schulen und Hochschulen soll er entsprechende Fördermittel bereitstellen. Insbesondere sollen an allen Bahnhöfen und Haltestellen in Bayern ausreichende und überdachte Radabstellanlagen errichtet werden. Durch Fördermittel soll in jeder größeren Stadt eine Fahrrad-Station am Bahnhof entstehen, also ein Fahrradparkhaus mit Fahrradwerkstatt und anderen Serviceangeboten, in Städten ab 100.000 Einwohner mindestens zwei. Das Rad-Gesetz für Bayern soll auch verbindlich die Errichtung von mindestens zwei bequem erreichbaren Fahrrad-Stellplätzen pro neu gebauter Wohnung regeln sowie und Nachrüstungen für bestehende Wohnungen und deren Förderung. ...mehr dazu

> Alle Forderungen
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20.000 Euro Förderung für das ADFC-Radverkehrs-Quiz

Herzlichen Dank für Ihre große Unterstützung bei der Google Impact Challenge, einem Förderwettbewerb für gemeinnützige Organisationen. Mit Ihrer Hilfe hat der ADFC Bayern dabei für die Modernisierung und zeitgemäße Aufbereitung seines Radverkehrs-Quiz 20.000 Euro gewonnen. Die Umsetzung ist inzwischen angelaufen. Ziel des Landesverbandes ist eine Digitalisierung des Münchner Radverkehrs-Quiz, die Ergänzung um Videos und die Erweiterung um neue Themen und zielgruppenspezifische Inhalte für Kinder, Jugendliche und Senioren sowie das Verfügbarmachen im gesamten Landesverband.

> Mehr zum Gewinn des Fördergeldes
Am 6. Oktober Groß-Demo in München

SAVE THE DATE: Für Samstag, 6. Oktober 2018, also eine Woche vor der Landtagswahl, bereiten zahlreiche Umweltverbände eine große Demonstration in München vor. Der ADFC wird auch dabei sein. Merken Sie sich also diesen Termin schon einmal vor.

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Wir freuen uns über jede – auch noch so kleine - Spende für Ein Rad-Gesetz für Bayern!.

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ADFC Bayern | Nachrichten für Mitglieder, eAusgabe Juli 2018
Herausgeber: Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC), Landesverband Bayern e.V.,
Kardinal-Döpfner-Str. 8, 80333 München, Telefon: 089 - 909 00 25-0, Fax: 089 - 909 00 25-25,
E-Mail: mitglieder@adfc-bayern.de, www.adfc-bayern.de
Redaktion und Gestaltung: Traudl Schröder, PTS|Text Medien-Service, München, www.ptstext.de

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