Zehn Tipps für Radfahrer

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SBK und ADFC erklären, wie man mit dem Fahrrad gesund und sicher durch den Stadtverkehr kommt

Die richtige Sattelhöhe ist schnell eingestellt. Wenn man den Fußballen auf das Pedal setzt, muss das Knie auch auf dem niedrigsten Punkt der Kurbelumdrehung leicht angewinkelt sein. Beim Treten sitzt der Fußballen auf dem Pedal und das Bein kann optimal Kraft übertragen. ©www.pd-f.de / Kay Tkatzik

Rund 71 Millionen Fahrräder gab es 2013 in Deutschland. Damit ihre Besitzer gut durch den Verkehr kommen, geben die Siemens-Betriebskrankenkasse SBK und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e. V. (ADFC) Tipps zum richtigen Fahrradfahren.

Die SBK weiß: Die Einstellung zählt
„Die richtige Körperhaltung auf dem Fahrrad ist ein ganz entscheidender Faktor für die Gesundheit – und Fehler können sogar schmerzhafte Folgen haben: Rückenschmerzen und Knieprobleme sind nicht selten“, weiß Jonas Nienaber, Sportwissenschaftler bei der SBK, und empfiehlt:

  • Vor allem die Höhe des Sattels muss passend eingestellt sein. Wenn man den Fußballen auf das Pedal setzt, muss das Knie auch auf dem niedrigsten Punkt der Kurbelumdrehung leicht angewinkelt sein.
  • Die richtige Sattelposition findet man, indem man die Tretkurbel in die waagerechte Position bringt: Sind Pedal und Knie senkrecht auf einer Linie, ist der Sattel richtig eingestellt.
  • Die richtige Fußposition hat man gefunden, wenn der Fuß mit dem Ballen auf der Pedalachse steht.
  • Um Knie- und Gelenkschmerzen vorzubeugen, kann beim Training mit einem niedrigen Gang und einer höheren Umdrehungszahl gestartet werden (80-90 Umdrehungen/min). Die optimale Umdrehungszahl liegt in jedem Fall in etwa zwischen 60 und 100 Umdrehungen/min.
  • Der Fahrradhelm sollte sich der Form des Kopfes leicht anpassen lassen und am Kopfring so eingestellt werden, dass er nicht wackelt.

ADFC erklärt: Sicherheit geht vor
„Rund 75 Prozent aller Unfälle, in die Fahrradfahrer verwickelt sind, finden zwischen Radfahrern und Autofahrern statt", sagt Martin Jobst vom ADFC-Expertenteam Verkehrssicherheit. Wer das Unfallrisiko minimieren möchte, sollte Folgendes beachten:

  • Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer nehmen und vorsichtig Rad fahren. Wer dies tut, rechnet auch mit Fehlern anderer Verkehrsteilnehmer. Ebenso sollten sich Radfahrer immer bewusst sein, dass sie verletzlich und gegenüber Kraftfahrzeugen die Schwächeren sind.
  • Nach außen selbstbewusst, innerlich aber defensiv fahren. Das beinhaltet zum Beispiel, dass man vorausschauend fährt und beim Abbiegen Handzeichen gibt.
  • Blickkontakt zu anderen Verkehrsteilnehmern suchen um Missverständnisse zu vermeiden. Wer sich stur auf sein Recht oder Gehör verlässt, kommt eher in gefährliche Situationenals jemand, der sich mit anderen Verkehrsteilnehmern verständigt.
  • Abstand halten, um sich Sicherheitszonen schaffen und schnell reagieren zu können. Das betrifft nicht nur die Entfernung zu Vordermännern, dem Fahrbahnrand oder dem Bürgersteig: Auch zu parkenden Autos sollten eineinhalb Meter Abstand gehalten werden.
  • Abbiegende Autos und Lkws erfordern erhöhte Aufmerksamkeit. Stichwort: Toter Winkel. Radfahrer sollten immer noch einmal überprüfen, ob sie von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen werden – und im Zweifelsfall lieber bremsen, als auf ihr Vorfahrtsrecht bestehen.

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