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Der Stellenwert des Fahrrads muss wachsen!

Der Stellenwert des Fahrrads muss wachsen!

Das Fahrrad ist ein vollwertiges Alltagsverkehrsmittel. Ein höherer Radverkehrsanteil am städtischen Verkehr könnte viele Probleme entschärfen – übrigens auch die der AutofahrerInnen und die des Wirtschaftsverkehrs. Radverkehrsplanung muss die unterschiedlichen Bedürfnisse von verkehrsgewandten und ungeübten RadfahrerInnen (z.B. Kindern) ebenso berücksichtigen wie die Ansprüche der FußgängerInnen. Hier liegen die Meinungen von ADFC und Behörden oft auseinander.

Auf Bundesebene hat der ADFC im Rahmen der StVO-Novelle erhebliche Verbesserungen für den Radverkehr festschreiben können. Besonders wichtig: Viele Einbahnstraßen wurden in Gegenrichtung freigegeben und die Radwegebenutzungspflicht gelockert. Auch der Nationale Radverkehrsplan wurde erst nach unermüdlichem Einsatz des ADFC verabschiedet.
Die ADFC-Aktiven vor Ort führen Gespräche mit der Verwaltung und den Beamten und Politikern. Mit konstruktiven Vorschlägen arbeitet der Verein ständig daran, Missstände, die das Radfahren erschweren oder gefährlich machen, aufzuzeigen und zu beseitigen.

Die Abstellsituation für Fahrräder hat sich an den Haltestellen inzwischen deutlich verbessert.
Die Aktiven des ADFC arbeiten dafür, dass mehr Menschen öfter ihr Auto stehen lassen und stattdessen das Fahrrad benutzen. Eine gesündere Umwelt, weniger schwere Unfälle sowie Fitness mit Spaß wären nur einige der positiven Folgen.

Zehn Kernforderungen für die Bayerische Politik:

1. Die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen unterstützen.
2. Das Fahrradhandbuch Radlland Bayern verbreiten.
3. Mehr Radverkehr auf die Fahrbahn/ Tempo 30 erleichtern.
4. Das Radwegebauprogramm entlang von Staatstraßen bedarfsgerecht
priorisieren.
5. Die Schnittstellen zum Öffentlichen Verkehr verbessern – Mehr Fahrradstationen und eine bessere Fahrradmitnahme für Bayern.
6 Den Radverkehr im ländlichen Raum in den Fokus nehmen
7. Die ERA 2010 offiziell einführen
8. Die Fahrradwegweisung in Bayern vereinheitlichen und verbessern
9. Qualität vor Quantität bei touristischen Radwegen
10. Adäquate Haushaltstitel für den Radverkehr schaffen

 

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