ADFC Bayern https://www.adfc-bayern.de/ Nachrichten des ADFC Bayern de ADFC Bayern e.V. Sun, 21 Jul 2019 00:46:18 +0200 Sun, 21 Jul 2019 00:46:18 +0200 TYPO3 EXT:news news-4389 Thu, 18 Jul 2019 13:35:13 +0200 Neue Rubrik: ADFC trifft...! https://www.adfc-bayern.de/news/article/neue-rubrik-adfc-trifft/ Radfahren kann (fast) jede*r. Fast jede*r fährt auch Rad. In Zeiten der heraufdämmernden Verkehrswende machen das immer mehr Menschen. Sogar Politiker und Politikerinnen. Sportler und Sportlerinnen sowieso. Und Popstars, Schauspieler*innen, Entertainer*innen, Promis eben auch. Uns haben sie erzählt, warum und wo sie Radfahren und wie sie über #MehrPlatzFürsRad denken. Lutz Bäucker trifft sie, die Radlerinnen und Radler Bayerns.

Wir starten mit dem Bilderbuch-Bayer vom Schliersee: Markus Wasmeier!

Markus Wasmeier ist eigentlich Skifahrer. 1994 bei Olympia in Lillehammer wird er durch zwei völlig überraschende Goldmedaillen über Nacht zum Liebling der Deutschen.

2002 steigt der "Wasi" bei der BR-Radltour in den Sattel des uralten Fahrrades seines Opas. Keine Gangschaltung, kein Rücktritt, ein richtig schweres Stahlroß. Der Markus tritt frohgemut in die Pedale - doch dann fällt ein schweres Unwetter über das Peloton herein. Er muß kämpfen, um mitzuhalten. Und dann fliegt ihm auch noch der Sattel weg und verschwindet in der Sintflut.

Der Gaudibursch vom Schliersee sieht naß aus - er muß 30 km unter schwierigsten Bedingungen im Stehen treten. Was den Mann aber nicht davon abhält, erstens zwei Jahre später wieder bei der BR-Radltour anzutreten und zweitens, so oft es geht in den Bergen rumzuradeln.

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Aktuelles
news-4362 Fri, 05 Jul 2019 09:27:52 +0200 Radentscheid-Bewegung in Bayern wächst https://www.adfc-bayern.de/news/article/radentscheid-bewegung-in-bayern-waechst/ Nach dem erfolgreichen Bamberger Radentscheid ist am Donnerstag auch der Radentscheid München auf die Zielgerade gegangen und hat für beide Bürgerbegehren in nur drei Monaten sehr viel mehr Unterschriften eingereicht, als erforderlich waren. Der ADFC Bayern verweist auf die immer größer werdende Radentscheid-Bewegung in Bayern als deutliches Zeichen für die wachsende Unzufriedenheit mit der hiesigen Radverkehrsinfrastruktur. Bamberg, München, Regensburg, Rosenheim, Bayreuth – in Bayern schließen sich engagierte Bürgerinnen und Bürger zu Radentscheiden zusammen, um den Radverkehr vor Ort voranzubringen und gesetzlich zu verankern.

Radentscheide fordern deutlich bessere Fahrradinfrastruktur
Die Landesvorsitzenden des ADFC Bayern, Bernadette Felsch, sagt: „In immer mehr bayerischen Städten fordern die Menschen eine deutlich bessere Fahrradinfrastruktur und initiieren dafür Bürgerbegehren. Das zeigt deutlich, dass die Unzufriedenheit der Radfahrenden hierzulande sehr groß ist und dass sie sich nicht länger mit bloßen Versprechungen abfinden, sondern endlich wirklich sichere und gute Radwege haben möchten.“

Zufriedenheit der Radfahrenden in Bayern sinkt
Dass der Freistaat für Radfahrende immer unfreundlicher wird, zeigen auch die Ergebnisse des ADFC-Fahrradklima-Tests 2018. Die Zufriedenheit der Radfahrerinnen und Radfahrer ist demnach weiter gesunken. Insbesondere das Sicherheitsgefühl beim Radfahren hat weiter abgenommen.

ADFC Bayern unterstützt Radentscheide
Auch deshalb unterstützt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Bayern die Radentscheid-Bewegung und ist bei allen bisherigen bayerischen Radentscheiden Mitinitiator und Bündnispartner. Christian Hader, stellvertretender Vorsitzender des ADFC Bayern, war selbst Initiator des ersten bayerischen Radentscheids in Bamberg, hat seine Erfahrungen in einem kürzlich erschienenen Buch zusammengefasst und kann den Eindruck von Bernadette Felsch aus der Praxis bestätigen: „Im Jahr 2017 haben in Bamberg unglaublich viele Menschen für mehr Radfreundlichkeit unterschrieben und es wäre ein tolles Zeichen, wenn in möglichst allen bayerischen Städten ein Radentscheid initiiert würde. Als ADFC leisten wir gerne Unterstützung und Beratung.“

Auf Landesebene fordert der Fahrradclub ein Rad-Gesetz für Bayern nach Berliner Vorbild mit konkreten Vorgaben für eine gute Radinfrastruktur und zudem deutlich mehr Geld und Personal für die Planung und den Bau von sicheren Radwegen.

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Pressemitteilungen
news-4360 Thu, 04 Jul 2019 10:19:50 +0200 Riesenerfolg für den Radentscheid München: 160.000 Unterschriften! https://www.adfc-bayern.de/news/article/riesenerfolg-fuer-den-radentscheid-muenchen-160000/ Auf dem Marienplatz haben heute Vormittag mehrere Dutzend Radentscheid-Aktivist*innen die auf zahlreichen Lastenrädern herbei gekarrten Unterschriften dem Oberbürgermeister übergeben.

"Mit so vielen haben wir nicht gerechnet!" freute sich Andreas Groh vom ADFC München.

OB Dieter Reiter fand die richtigen Worte: "Daß 160.000 Münchner für einen Radentscheid unterschrieben haben, das ist unglaublich! Dieses Zeichen für einen Turnaround in der Verkehrspolitik der Landeshauptstadt kann kein Politiker vom Tisch wischen!".

Am 24. Juli muss die Stadt über das weitere Vorgehen entscheiden. Aller Voraussicht nach kommt es im Herbst zum Bürgerentscheid über die Zukunft des Radfahrens in München.

 

 

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Landesverband Aktuelles
news-4350 Mon, 01 Jul 2019 13:41:55 +0200 30. Juni 2019 - Ein Tag fürs Radfahren in Bayern https://www.adfc-bayern.de/news/article/30-juni-2019-ein-tag-fuers-radfahren-in-bayern/ An gleich zwei Orten im Freistatt fanden gestern Demonstrationen für #MehrPlatzFürsRad statt: Die Rad-Ringdemo in München vom Radentscheid München und die Rad-Ringfahrt Kempten, organisiert durch den ADFC Kempten-Oberallgäu. Trotz 33 Grad im nicht vorhandenen Schatten strampelten am vergangenen Sonntag 750 Menschen aus dem Allgäu rund um den Ring der Stadt an der Iller. "Ein historischer Tag für Kempten!" freute sich der Vorsitzende des ADFC-Kreisverbandes Kempten-Oberallgäu, Tobias Heilig. Und Organisator Rüdiger Dittmann jubelte: "So etwas hat Kempten noch nie erlebt, ohne die Hitze hätten wir 1.000 gehabt!".

Auch so war es eine kraftvolle Demonstration für die Rechte der Radfahrenden, die - so diverse Teilnehmende während der knapp 90 minütigen Fahrt durch den Backofen des Kemptener Rings - in der Stadt zu selten beachtet werden.

Das sehr heterogene Publikum mit vielen Teilnehmenden aus dem Umland feierte sich mit Sprechchören und La-Ol- Wellen. Bürgermeisterin Sibylle Knott überbrachte Grußworte und radelte ein paar Meter mit. Die Polizei zeigte sich von der ersten großen Radlerdemo des Allgäus etwas überrascht, sie hatte aber nichts zu tun. Der mitschwitzende stellvertretende Vorsitzende des ADFC Bayern, Lutz Bäucker, war beeindruckt vom Engagement der örtlichen ADFC-Mitglieder und er lobte die aufkeimende Begeisterung fürs Radfahren links und rechts der Iller.

Auch in München gingen bzw. fuhren die Radfahrenden am Sonntag auf die Straße, um ihren Forderungen nach "Mehr Platz fürs Rad" Nachdruck zu verleihen. Die über 6.000 Teilnehmenden der Rad-Ringdemo des Radentscheids München, zu dessen Bündisinitiatoren auch der ADFC München zählt, fuhren trotz großer Hitze eine 20 Kilometer lange Strecke u.a. über den Mittleren Ring und die Isarparallele.

Die Rad-Ringdemo ist gleichzeitig der Abschluss der Sammelphase für die beiden Bürgerbegehren des Radentscheid Münchens, die seit Ende März laufen.

Der 30. Juni 2019 - ein großer Tag für das Radfahren und den ADFC im Oberallgäu, in München und in ganz Bayern!

 

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Landesverband Aktuelles
news-4342 Thu, 27 Jun 2019 10:45:02 +0200 E-Scooter auf Bayerns Straßen: ADFC fordert mehr Platz für Zweiradmobilität https://www.adfc-bayern.de/news/article/e-scooter-auf-bayerns-strassen-adfc-fordert-mehr-p/ Im Juli werden die ersten Anbieter von E-Scootern ihre Leihroller in bayerischen Städten anbieten. In München und Bamberg fahren bereits die ersten offiziell zugelassenen Leih-Scooter durch die Stadt. Allein in der Landeshauptstadt wird in diesem Jahr mit bis zu 10.000 Elektro-Tretrollern gerechnet. ADFC-Landesvorsitzende Bernadette Felsch: „Mit den vielen neuen E-Scootern verschärft sich der Platzmangel auf den Radwegen. Wir brauchen nun schleunigst eine deutlich bessere Infrastruktur für die Zweiradmobilität. Das bedeutet: Doppelt so viel Platz im Straßenraum durch viel breitere und viel bessere Radwege! Andernfalls ist es nur eine Frage der Zeit, bis es zu gefährlichen Situationen und Unfällen kommt.“

Hinweis für Redaktionen
In einem Selbstversuch hat der stellvertretende Vorsitzende des ADFC Bayern, Lutz Bäucker, das E-Scooter-Angebot der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) getestet. Einen Erfahrungsbericht finden Sie hier. Diese Medieninformation und weitere Meldungen gibt es online in unserem Pressebereich.

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Pressemitteilungen
news-4341 Thu, 27 Jun 2019 09:31:23 +0200 E-Scooter im ADFC-Selbstversuch: Daumen drauf! https://www.adfc-bayern.de/news/article/e-scooter-im-adfc-selbstversuch-daumen-drauf/ Ohne Daumen-Drücken geht gar nix: nur der Druck auf die „Go“-Taste des am Münchner Odeonsplatz per App angemieteten E-Scooters setzt den 20 km/h schnellen Stadtflitzer in Bewegung. Die Fahrt ist eine ziemlich wackelige Angelegenheit, das Brett hat gerade Platz für zwei Füße, die Lenkstange ist so schmal, dass ich mich nicht traue, per Hand Zeichen zu geben. An manchen Radlern surre ich lässig vorbei, andere lassen mich locker stehen. Fußgänger sind überrascht vom neuen Spielgerät hipper Urbanauten, Autofahrer schauen beim Ampelhalt eher neugierig herüber. Und als älterer Scooter-Rookie ist man plötzlich sogar für junge Menschen interessant:“ Hey Mann!“ ruft einer, „wie cool ist dein Roller denn, so einen will ich auch!“

Leider ist das Ding nur eingeschränkt cool. Bei Bodenwellen oder Kanten, erst recht auf Kopfsteinpflaster wird der Roller viel stärker durchgeschüttelt als ein Fahrrad, Augen auf also bei der Spurwahl! Auf Radwegen und Straßen ist der Scooter-Pilot das schwächste Glied mit null Knautschzone – am besten also Helm auf! Kraft in den Händen ist auch von Vorteil – der Lenker braucht einen zupackenden Fahrer! Am einfachsten ist die Miete: Vermieter-App aufs Smartphone laden, Kreditkarte angeben, Karte studieren, zum nächsten verfügbaren Roller gehen, Start drücken. Die No-go-Zonen für Scooter (z.B. Englischer Garten) sind rot markiert, wer da rein rollern will, der wird sanft, aber bestimmt ausgebremst: dem Eindringling wird einfach der Strom abgedreht! 15 Minuten Scootern kostet rund 3 Euro 50 – kein billiger Spaß also.

Mein Fazit: Die Verkehrswende unterstützen, geschweige denn einleiten werden die unter Strom stehenden Roller nicht. Sie sind für längere Fahrten (über 2-3 km) nicht geeignet. Sie haben keine Zuladungsmöglichkeit.

Ob die Elektro-Scooter Menschen tatsächlich zum Umstieg vom Auto auf den Roller bewegen werden, bleibt fraglich. E-Scooter bringen der Versicherungswirtschaft mehr Geschäft, dem Bundesverkehrsminister ein paar leicht vergängliche Schlagzeilen und unseren Städten keine Entlastung im Verkehr. Im Gegenteil: Unsere eh schon überfüllten Radwege werden noch voller und damit noch gefährlicher. Folglich brauchen wir sehr schnell deutlich mehr Platz für Fahrrad und E-Scooter!

Für die „letzte Meile“ von der U-Bahn ins Büro machen die Elektro-Scooter vielleicht Sinn. Spaß damit haben wahrscheinlich jüngere Menschen und Jungdynamiker – aber nur solange, bis der Regen kommt.

Lutz Bäucker, stellvertr. Vorsitzender des ADFC Bayern

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Landesverband Aktuelles
news-4261 Fri, 07 Jun 2019 16:48:30 +0200 Mit der Aktion "Werde RadGeber" von Call a Bike den ADFC Bayern unterstützen https://www.adfc-bayern.de/news/article/mit-der-aktion-werde-radgeber-von-call-a-bike-de/ Bei der Aktion „werde RadGeber“ werden mit jedem ausgeliehenen Fahrrad bei „Call a Bike“- 100 sogenannte SocialCoins gesammelt und, wer den „Call a Bike“- Newsletter abonniert, sammelt zudem einmalig 300 SocialCoins. 100 Stück dieser SocialCoins entsprechen dabei einem Euro. Diese Coins können dann online an verschiedene Projekte von gemeinnützigen Organisationen gespendet werden. Auch die Radtourenleiter-Ausbildung des ADFC Bayern kann so bis zum 31.8 unterstützt werden. So funktioniert's Weitere Infos unter https://www.radgeber-werden.de/     Aktuelles news-4232 Thu, 23 May 2019 10:08:02 +0200 Stadt, Land, Fluss …plus Berge https://www.adfc-bayern.de/news/article/stadt-land-fluss-plus-berge/ Über 9.000 km erstreckt sich das ausgeschilderte Radroutennetz in Bayern – darin findet sich für jeden Radlurlauber und Tagesausflügler eine passende Herausforderung. Vor allem Spaß am Entdecken ist gefragt bei der Vielfalt der Touren – vom ungewohnten Blick auf die Landeshauptstadt, Abstechern in den ursprünglichen Bayerischen Wald, einem Besuch der Schlösser im Allgäu, Fahrten entlang der geschwungenen Flüsse in Franken bis hin zu den spektakulären Berglandschaften in Oberbayern. Der ADFC Bayern hat besonders schöne Frühjahrs-Radstrecken, überwiegend aus dem Bayernnetz für Radler, zusammengestellt, damit die Wahl nicht zur Qual wird. Gemeinsames Radfahren macht mehr Spaß, deshalb organisiert der ADFC bereits seit 1997 Radreisen. Petra Husemann-Roew, Landesgeschäftsführerin des ADFC Bayern, betont: „Wir organisieren nicht nur Reisen, sondern zeichnen auch Qualitätsrouten bei Radfernwegen aus, je nach erreichter Punktzahl bis zur Höchstnote mit fünf Sternen. Immerhin durchkreuzen ein paar der längsten Radfernwege Europas unseren Freistaat. Mit unserer Auszeichnung wollen wir Radfahrenden eine Orientierungshilfe bei der Auswahl der Strecken bieten.“

Stadt, Land, Fluss…plus Berge! Alle Radtouren lassen sich auch in verschiedenen Etappen als Tagestrips fahren oder teilweise per Bus- und Bahn abkürzen – je nach Zeit und Kondition. Für die Übernachtung bieten die fahrradfreundlichen Gastbetriebe des ADFC einen besonderen Service: eine sichere Abstellmöglichkeit für die Räder über Nacht, eine Trockenmöglichkeit für nasse Ausrüstung, Werkzeug für kleinere Reparaturen und ein vitamin- und kohlehydratreiches Frühstück. Zu finden sind die fahrradfreundlichen Gastgeber unter www.bettundbike.de und für unterwegs mittels der kostenlosen Bett+Bike-App.

Stadt: Die Landeshauptstadt umrunden
Besonders flexibel sind Radler in der Kombination mit dem Öffentlichen Nahverkehr. Gemeinsam mit den Münchner Verkehrsbetrieben (MVV) hat der ADFC schöne Strecken für Radltouren ausgewählt, bei denen nicht zum Ausgangspunkt zurückgekehrt werden muss. Auf der Webseite des MVV findet sich beispielsweise eine Tour zum 200. Geburtstag des Fahrrads. Auf den Spuren des "Radls" führt diese knapp 30 Kilometer lange Tour vom S-Bahnhof Deisenhofen über verschiedene historische bedeutsame Stationen zunächst zum Verkehrsmuseum auf der Theresienhöhe und weiter durch die Stadt zum ehemaligen Standort des Radstadions im Olympiapark im Münchner Norden.
https://www.mvv-muenchen.de/service/weitere-mobilitaetsangebote/radfahrer/radltouren-kopie-1/index.html

Wer ganz neue Facetten der Stadt, abseits von Marienplatz und Viktualienmarkt, kennenlernen möchte, dem sei der „Radlring München“ empfohlen. Er ist besonders schön, wenn die Bäume im Mai die Blätter frisch ausgetrieben haben. Auf der 140km langen Strecke werden die landschaftlich schönen Isarauen, der Perlacher Forst und die Amperauen durchkreuzt. Der Radlring bietet aber gleichzeitig immer wieder Berührungspunkte mit dem Stadtgetümmel und eröffnet Einblicke in die umliegenden Städte wie Grünwald, Dachau oder Fürstenfeldbruck. Achtung: Der Weg gehört als einziger nicht zum offiziellen Bayernnetz für Radler und ist teilweise nicht durchgehend beschildert. Wir empfehlen deshalb die Mitnahme einer Karte oder eines GPS-Gerätes.
https://www.outdooractive.com/de/route/radtour/muenchener-umland/radlring-muenchen/1554881/

Start: Unterschiedliche Einstiegsmöglichkeiten entlang der S-Bahn, z.B. S1 Oberschleißheim
Gesamtlänge: ca. 140 km
Besonderheiten: Zwischen Kloster Fürstenfeld und Dachau ist der Streckenverlauf des Radlrings mit dem des hervorragend ausgeschilderten Ammer-Amper-Radwegs identisch.

Land: Urwald in Bayern entdecken
Der Nationalpark-Radweg durchquert einen der wenigen Urwälder Deutschlands, entlang des Nationalparks Bayerischer Wald und des Nationalparks Sumava im Böhmerwald (Tschechien). Von Zwiesel aus verläuft der Radweg auf bayerischer Seite über Frauenau, Spiegelau, Neuschönau, Mauth zum Grenzübergang Finsterau – Buchwald/Bucina. Er führt dann 30 Kilometer durch den Nationalpark Sumava und wechselt am Grenzübergang Haidmühle – Stozec/Tusset wieder zurück auf die bayerische Seite. Ein Radwanderweg wie er abwechslungsreicher und interessanter kaum sein könnte. Neben den reizvollen Bayerwaldstädten und -gemeinden, die zum Anschauen und zur Rast einladen, liegt auch eine ganze Reihe attraktiver Nationalpark-Besuchereinrichtungen unmittelbar auf dem Weg. Der Nationalpark-Radweg verläuft überwiegend auf gesonderten Radwegen bzw. auf Forstwegen mit geringen bis mittleren und zum Teil auch größeren Steigungen. Die Wege sind sehr gut zu befahren und auch für Familien mit Kindern geeignet. Die wechselnden Steigungs- und Gefällestrecken erfordern jedoch Kondition und Ausdauer. Die Tagesetappen sollten deshalb nicht zu lang gewählt werden. Allerdings: Die Waldbahnstrecke und die Igelbusse verkehren nahezu parallel zur Radstrecke und wen die Muskelkraft im Stich lässt, wartet einfach an der nächsten Haltestelle.
https://www.outdooractive.com/de/route/radtour/bayerischer-wald/nationalpark-radweg/1552420/

www.bayerischer-wald.de/Urlaubsthemen/Mountainbike-Fahrrad-E-Bike/Fernradwege/Nationalpark-Radweg

Gesamtlänge: 108 km
Besonderheiten: Mit den Bäumen auf Augenhöhe ist man auf dem Baumwipfelpfad in Neuschönau: Mit einer Gesamtlänge von 1.300 Metern und einer Höhe von 8 bis 25 Metern schlängelt sich der Wipfelpfad durch Buchen, Tannen und Fichten und vorbei an Lern- und Erlebnisstationen.

Fluss: Romantische Tour durch fünf Flusstäler
Die Fünf-Flüsse-Tour ist ein Radweg entlang von Pegnitz, Vils, Naab, Donau und Altmühl. Mal tosend, mal plätschernd begleiten die fünf Flüsse den rund 300 km langen Radweg im Herzen Bayerns. Steigungsarm und fernab vom Verkehr ist er spannend für die ganze Familie. Am Ludwig-Donau-Main-Kanal verläuft der Radweg auf den historischen Treidelwegen beiderseits des Kanals über Berching, Mühlhausen, Berg b. Neumarkt i. d. OPf., Burgthann, Schwarzenbruck, Schloss Gugelhammer, Wendelstein und Worzeldorf. Treidelwege wurden ursprünglich angelegt, damit Frachtschiffe von Menschen und Zugtieren flussaufwärts gezogen werden konnten. Ein kulinarisch besonders reizvoller Wegabschnitt ist im Mai die Tour von Kehlheim nach Saal an der Donau und vorbei an Wäldern und Weihern in die Spargel-Metropole Abensberg. Durch Spargel- und Erdbeerfelder verläuft die Route nach Sandharlanden. Auf den meisten Spargelhöfen gibt es die Möglichkeit einzukehren und frischen Spargel zu kosten. Anschließend führt die Tour durch das Naturschutzgebiet Sandharlander Heide zum Zielort Weltenburg, wo sich der Donaudurchbruch befindet. Die Rundtour startet und endet in der UNESCO-Welterbestadt Regensburg und lässt sich in fünf Tagesetappen zwischen 30 und 75 Kilometer aufteilen.
https://www.outdooractive.com/de/route/fernradweg/altmuehltal/fuenf-fluesse-radweg/1382842/

https://fuenf-fluesse-radweg.info/de/

Gesamtlänge: ca. 300 km
Besonderheiten: Den schönsten Blick auf die Flussenge am Donaudurchbruch und den Jurafelsen hat man vom Wasser aus – also ab mit dem Rad auf die flachen und sechs Meter langen Holzschiffe, die auch Räder transportieren.

Plus Berge: Alpenpanorama gespickt mit Schlössern
Der Bodensee-Königssee-Radweg bietet Entdeckerspaß auf über 418 km durch neun Regionen. Der Radweg erstreckt sich von Lindau am Bodensee bis Schönau am Königsee. Und das Beste daran: Die Sicht auf schneebedeckte Gipfel des Alpennordrandes begleitet das schweißtreibende Strampeln durch die hügeligen Landschaften. Die abwechslungsreiche und sportlich anspruchsvolle Tour führt zu weltberühmten Kulturdenkmälern, durch grüne Wiesen und Wälder und zu romantischen Seen. Die Strecke besteht aus befahrenen Straßen und hauptsächlich asphaltierten Wirtschaftswegen, so dass nur kurze Teilstrecken unbefestigt sind. Hin und wieder schlängelt sich der Radfernweg entlang einiger Bundesstraßen, kehrt dann allerdings schnell wieder in die schon fast als magisch zu bezeichnenden Landschaften zurück. Besonders reizvolle Sehenswürdigkeiten auf der Strecke sind Schloss Neuschwanstein und das Kloster Ettal. Zum Krafttanken lohnt der Besuch einer der Sennereien rund um Füssen, wo Bergkäse frisch vom Laib abgeschnitten wird.

www.bodensee-koenigssee-radweg.de
Gesamtlänge: 418 km
Besonderheiten: Neu ab der Radlsaison 2019! Der Radweg führt über Sonthofen im Landkreis Oberallgäu. Außerdem wurde im Landkreis Weilheim-Schongau die Route neu direkt über die Wieskirche und Wildsteig verlegt.

Hinweis für Redaktionen
Eine Sammlung mit 20 schönen Radtouren in Bayern finden Sie unter www.komoot.de/guide/596/radtouren-in-bayern. Eine Community mit Tourenbeschreibungen gibt es hier: www.outdooractive.com/de/fernradtouren/bayern/fernradtouren-in-bayern/3571659. Ausgezeichnete Fahrradwege des ADFC gibt es unter www.adfc-radtourismus.de/radtouren/qualitaetsradrouten. Fahrradfreundliche Gastbetriebe des ADFC, einen Buchungsservice und die App finden Sie unter www.bettundbike.de. Diese Medieninformation, ein Foto zum Download und weitere Meldungen finden Sie online in unserem Pressebereich.

Über den ADFC
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 180.000 Mitgliedern, davon mehr als 28.000 in Bayern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

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Pressemitteilungen
news-4221 Thu, 16 May 2019 12:29:24 +0200 Zulassung Elektrokleinstfahrzeuge: ADFC fordert mehr Platz für Rad und E-Scooter! https://www.adfc-bayern.de/news/article/zulassung-elektrokleinstfahrzeuge-adfc-fordert-me/ Morgen stimmt der Bundesrat über die „Verordnung für Elektrokleinstfahrzeuge“ ab. Diese sieht vor, elektrisch angetriebenen Tretrollern die Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr zu erlauben. Somit dürfen E-Scooter mit einer maximalen Geschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde künftig auf Straßen und Radwegen fahren. ADFC-Landesvorsitzende Bernadette Felsch: „Grundsätzlich begrüßt der ADFC alle umweltfreundlichen Mobilitätsformen als Chance zur Verringerung von Stau und schlechter Luft in den Städten. Nicht zuletzt, weil man auf E-Tretrollern kein Gepäck transportieren kann, bezweifle ich allerdings, dass hierdurch Autofahrten ersetzt werden. Vermutlich werden die Roller für Wege genutzt, die ohnehin umweltfreundlich zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV zurückgelegt worden wären.“
„Das größte Problem ist jedoch, dass nach der Zulassung von E-Scootern die jetzt schon viel zu engen Radwege mit noch mehr Fahrzeugen unterschiedlicher Geschwindigkeit befahren werden. Damit diese das gefährliche Gedränge auf Radwegen nicht noch gefährlicher machen, brauchen wir zuerst viel breitere und bessere Radwege.“

Andere Städte wie San Francisco, Paris oder Madrid, in denen Elektroscooter bereits zugelassen wurden, haben bislang schlechte Erfahrungen gemacht. Nach einer Häufung von Unfällen und Beschwerden insbesondere über im Weg herumliegende Leih-Roller werden hier bereits Regeln erarbeitet, um die Zahl der Roller wieder zu reduzieren und die Unfallgefahr zu mindern.

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Pressemitteilungen
news-4152 Fri, 26 Apr 2019 14:38:49 +0200 #MehrPlatzFürsRad - Radentscheid Regensburg gestartet https://www.adfc-bayern.de/news/article/mehrplatzfuersrad-radentscheid-regensburg-gestar/ Nach dem erfolgreichen Bürgerbegehren in Bamberg und dem laufenden Radentscheid München gibt es nun auch in Regensburg ein Bürgerbegehren in Sachen Radverkehr. Es fordert von der Stadt, ein Netz von durchgängigen Hauptrouten für den Fahrradverkehr zu schaffen und dies vorrangig als verkehrspolitisches Ziel der Stadtentwicklung zu verfolgen. Die Unterschriftensammlung hat am 25. April begonnen; etwa 6.000 gültige Unterschriften müssen zusammenkommen. Gelegenheit zum Unterschrieben gibt es unter anderem bei der Fahrraddemo „I want to ride my bicycle”, die am Samstag, 4. Mai um 11:00 Uhr am Regensburger Hauptbahnhof mit der Forderung nach mehr Platz und Sicherheit für Radfahrer in Stadt und Landkreis Regensburg startet. Hinter dem Radentscheid Regensburg steht ein Team, das sich aus Vetretern verschiedener Verbände zusammensetzt, darunter auch der ADFC. www.radentscheid-regensburg.de

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Aktuelles
news-4121 Tue, 09 Apr 2019 10:26:25 +0200 ADFC-Fahrradklima-Test 2018 / „Radlland Bayern“ fährt nur hinterher https://www.adfc-bayern.de/news/article/adfc-fahrradklima-test-2018-radlland-bayern-fae/ Der Freistaat wird für Radfahrende immer unfreundlicher. Das zeigen die Ergebnisse des Fahrradklima-Tests 2018 des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). Zu den deutschlandweit 18 Spitzenreitern zählt aus Bayern nur Erlangen. Der Freistaat hat sich insgesamt nicht weiterentwickelt, sondern folgt dem bundesweiten Trend, nach dem die Zufriedenheit der Radfahrerinnen und Radfahrer weiter gesunken ist. Insbesondere das Sicherheitsgefühl beim Radfahren hat weiter abgenommen. Der Fahrradclub ADFC startet deshalb eine bundesweite Kampagne #MehrPlatzFürsRad und fordert mehr Platz und Qualität für den Radverkehr.

Die fahrradfreundlichsten Städte Bayerns sind laut ADFC-Fahrradklima-Test 2018 im Vergleich zur Befragung von 2016:

Über 500.000 Einwohner (Gruppe 1) – neue Größenklasse! [1]
 

Bestplatzierte bayerische Städte:

  • München: Note 3,99, Platz 6 von 14 bundesweit, leicht verschlechtert, 2016: Platz 13 von 39, 2018 (bei gleicher Größenklasse wie 2016): Platz 16 von 39
  • Nürnberg: Note 4,20, Platz 7 von 14 bundesweit, relativ konstant, 2016: Platz 24 von 39, 2018 (bei gleicher Größenklasse wie 2016): Platz 24 von 39

200.000 – 500.000 Einwohner (Gruppe 2)
 

Bestplatzierte bayerische Stadt:

  • Augsburg: Note 3,91, Platz 6 von 25 bundesweit, leicht verschlechtert, 2016: Platz 11 von 39, 2018 (bei gleicher Größenklasse wie 2016): Platz 9 von 39

100.000 – 200.000 Einwohner (Gruppe 3)
 

Bestplatzierte bayerische Stadt und Platz 2 bundesweit:

  • Erlangen: Note 3,39, Platz 2 von 41 bundesweit, relativ konstant, 2016: Platz 3 von 38

Weitere bayerische Städte:

  • Ingolstadt: Note 3,69, Platz 7 von 41 bundesweit, leicht verschlechtert, 2016: Platz 5 von 38
  • Regensburg: Note 3,96, Platz 13 von 41 bundesweit, leicht verschlechtert, 2016: Platz 10 von 38
  • Fürth: Note 4,00, Platz 18 von 41 bundesweit, relativ konstant, 2016: Platz 23 von 38
  • Würzburg: Note 4,32, Platz 31 von 41 bundesweit, relativ konstant, 2016: Platz 34 von 38

50.000 – 100.000 Einwohner (Gruppe 4)
 

Bestplatzierte bayerische Stadt:

  • Aschaffenburg: Note 3,82, Platz 28 von 106 bundesweit, leicht verbessert, 2016: Platz 66 von 98

Weitere bayerische Städte in der Auswertung:

  • Landshut, Neu-Ulm, Bayreuth, Bamberg, Schweinfurt, Kempten, Rosenheim, Passau – entweder relativ konstant oder leicht verschlechtert

20.000 – 50.000 Einwohner (Gruppe 5)
 

Bestplatzierte bayerische Stadt:

  • Memmingen: Note 3,36, Platz 24 von 311 bundesweit, 2016: Platz 54 von 364, 2018 (bei gleicher Größenklasse wie 2016): Platz 54 von 497

20.000 Einwohner und weniger (Gruppe 6) – neue Größenklasse!
 

Bestplatzierte bayerische Stadt:

  • Gunzenhausen: Note 2,82, Platz 10 von 186 bundesweit, 2016: Platz 13 von 364, 2018 (bei gleicher Größenklasse wie 2016): Platz 12 von 497

Unter die Top 3 der 18 fahrradfreundlichsten Städte in Deutschland schafft es aus Bayern allein Erlangen – und zwar in der Größenklassen 100.000 bis 200.000 Einwohner.

Auch bei der Familienfreundlichkeit, die erstmals mit einer Zusatzbefragung ermittelt wurde, konnte aus Bayern nur Erlangen punkten. Die mittelfränkische Stadt sichert sich im Punkt Familienfreundlichkeit sogar den ersten Platz in ihrer Größenklasse, auf Platz sechs folgt Ingolstadt. München liegt in seiner Größenklasse (über 500.000 Einwohner) auf Platz fünf.
Augsburg ist bei der Familienfreundlichkeit die einzige bayerische Stadt in seiner Größenklasse (200.000 – 500.000 Einwohner) und erreicht hier den zehnten Platz.

Fahrradklima hat sich weiter verschlechtert
Das Fahrradklima, also die Zufriedenheit der Befragten beim Radfahren, hat sich nach Einschätzung der 170.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ADFC-Umfrage bundesweit weiter verschlechtert. 2014 wurde das Fahrradklima noch mit 3,7 bewertet, 2016 mit 3,8 – 2018 mit 3,9. Bernadette Felsch, Landesvorsitzenden des ADFC Bayern, sagt: „Die Radfahrenden geben ihren Städten und Gemeinden auch in Bayern im Gesamtergebnis kaum gute Noten. Im Regelfall reicht es nur für eine befriedigende oder gar ausreichende Bewertung – vor allem in puncto Sicherheit. Das ist alarmierend, denn angesichts von Umwelt-, Gesundheits- und Verkehrsproblemen sollten dringend mehr Menschen öfters aufs Rad steigen. Bei unattraktiven Rahmenbedingungen und der Angst vor Unfällen wird dies jedoch nicht passieren!“.

Falschparker auf Radwegen sind ein immer größeres Problem
Bundesweit bemängeln Radfahrende den viel zu laschen Umgang mit Falschparkern auf Radwegen (Note 4,5). Auch die Führung des Radverkehrs an Baustellen wird besonders schlecht bewertet (Note 4,5). Ähnlich negativ beurteilt werden ungünstige Ampelschaltungen für Radfahrende (Note 4,4) und die fehlende Breite der Radwege (Note 4,4).

Radverkehrsförderung lohnt sich, Nichtstun rächt sich
Eine systematische Förderung des Radverkehrs wird von den Radfahrenden honoriert und verbessert das Fahrradklima einer Stadt oder Gemeinde. So bewerten die Radler*innen in Aschaffenburg ihre Stadt bezüglich der Fahrradförderung in jüngster Zeit relativ gut (Note 3,1) und deutlich besser als noch 2016 (Note 4,0). Gunzenhausen erhält in puncto Fahrradförderung bayernweit die beste Note (2,0), Kulmbach die schlechteste (Note 5,3). Unter den Städten bis 100.000 Einwohner schneidet Rosenheim besonders schlecht ab (Note 4,8). Bernadette Felsch: „Die Ergebnisse des Fahrradklima-Test zeigen deutlich: Die Menschen beobachten sehr genau, ob es nachhaltige Anstrengungen für den Radverkehr gibt oder nicht. Aschaffenburg punktet beispielsweise mit der Umsetzung erster Maßnahmen seines Radverkehrskonzeptes. Hier wurde ein Radverkehrsbeauftragter eingestellt, eine Fahrradzählstelle eingerichtet, neue Fahrradstraßen eröffnet und dafür auch Öffentlichkeitsarbeit betrieben. Rosenheim hingegen kann sich auf dem 2016 erbauten Radl-Parkhaus am Bahnhof nicht ausruhen, wenn gleichzeitig an vielen anderen Stellen nichts passiert.“

ADFC fordert #MehrPlatzFürsRad
Das Unsicherheitsgefühl der Radfahrenden und die Unzufriedenheit mit der Rad-Infrastruktur sind nach Überzeugung des ADFC der zentrale Grund, warum der Radverkehr nicht – wie politisch gewünscht – deutlich anwächst. Der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr liegt in Bayern aktuell bei elf Prozent. Mit dem „Radverkehrsprogram Bayern 2025“ hat sich die Staatsregierung das Ziel gesetzt, den Radverkehrsanteil bis 2025 auf 20 Prozent zu verdoppeln (zum Vergleich: In den Niederlanden beträgt der Radverkehrsanteil landesweit 30 Prozent!). Nach Auffassung des ADFC Bayern wird dieses Ziel verfehlt, wenn der Freistaat dafür keinen konkreten Maßnahmenplan aufstellt und nicht deutlich mehr Geld und Personal für den Radverkehr einstellt. Damit die Kommunen beim Radwegebau nicht allein gelassen werden, fordert der ADFC Bayern hier zudem deutlich mehr Unterstützung, z.B. in Form einer Beratungsagentur für die Schaffung von Abstellplätzen an Bahnhöfen. In allen bayerischen Kommunen wird die Mitnahme von Fahrrädern im ÖPNV kritisiert. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Darauf hat der ADFC Bayern im Rahmen seiner Forderungen nach einem Rad-Gesetz für Bayern deutlich hingewiesen. Ein Rad-Gesetz nach Berliner Vorbild soll einheitliche und verbindliche Vorgaben zu guten Radverkehrsanlagen machen. Für die Sicherheit ist vor allem mehr Platz erforderlich, denn die jetzigen Radwege sind längst viel zu eng für das gestiegene Radverkehrsaufkommen und die Vielfalt unterschiedlichster Fahrräder. Hierauf macht der ADFC mit der bundesweiten Mitmach-Kampagne #MehrPlatzFürsRad im 40. Jahr seines Bestehens aufmerksam und will mit temporären „ADFC-Radstreifen“ veranschaulichen, wie sichere Radwegen gestaltet sein müssen. Mehr Informationen auf www.mehrplatzfuersrad.de

Hintergrund zum ADFC-Fahrradklima-Test
Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Umfrage zur Zufriedenheit der Radfahrenden weltweit. Im Herbst 2018 wurden bundesweit per Online-Umfrage 32 Fragen zur Fahrradfreundlichkeit gestellt - beispielsweise, ob das Radfahren Spaß oder Stress bedeutet, ob Radwege von Falschparkern freigehalten werden und ob sich das Radfahren auch für Familien mit Kindern sicher anfühlt. Mehr als 170.000 Bürgerinnen und Bürger haben bei diesem Durchgang mitgemacht und die Situation in 683 Städten und Gemeinden beurteilt. Nur 15 Prozent der Teilnehmenden sind ADFC-Mitglieder. Aus Bayern sind 86 bayerische Städte und Gemeinden mit insgesamt rund 4.400.000 Einwohnern in die Bewertung des Fahrradklima-Tests 2018 gekommen (2016: 67). Bayernweit haben 19.150 Menschen an der Umfrage teilgenommen. Am 9. April 2019 wird die Rangliste der fahrradfreundlichsten Städte in sechs Größenklassen vorgestellt. Städte haben durch die Einzelbewertungen die Möglichkeit, gezielt zu erfahren, wo es gut läuft – und wo es Verbesserungspotenzial bei der Fahrradfreundlichkeit gibt.

Der Fahrradklima-Test findet zum achten Mal statt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert den ADFC-Fahrradklima-Test 2018 aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP).


[1] Die Platzierungen sind mit denen des Fahrradklima-Test 2016 nicht direkt vergleichbar, denn 2018 sind die Ortsgrößenklassen über 200.000 Einwohner und unter 50.000 Einwohner jeweils in zwei Größenklassen geteilt worden (über 500.000 Einwohner und 200.000-500.000 Einwohner sowie 20.000-50.000 Einwohner und 20.000 Einwohner und weniger).

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Aktuelles Pressemitteilungen
news-4102 Sat, 30 Mar 2019 19:34:54 +0100 ADFC-Landesversammlung fordert Unterstützung für Kommunen beim Bau von Fahrrad-Abstellanlagen https://www.adfc-bayern.de/news/article/adfc-landesversammlung-fordert-unterstuetzung-fuer-k/ ·    Delegiertenversammlung beschließt Forderung nach Gründung einer Beratungsagentur „Abstellanlagen an Bahnhöfen“ ·    Neun stellvertretende Vorsitzende gewählt Auf der Landesversammlung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Bayern haben die Delegierten dem Leitantrag des ADFC-Landesvorstands einstimmig ihre volle Unterstützung gegeben. Darin fordert der Fahrradclub von der Staatsregierung die Gründung einer Beratungsagentur „Abstellanlagen an Bahnhöfen“, die die Kommunen unterstützen soll.

„Gute Rad-Abstellanlagen sind insbesondere an Bahnhöfen Mangelware“, sagt Bernadette Felsch, Landesvorsitzende des ADFC Bayern. „Wo diese fehlen und man nicht sicher sein kann, dass man sein Rad später heil wiederfindet, möchte niemand gerne sein Fahrrad abstellen. Folglich sind die Bahnhöfe voll mit alten „Bahnhofsrädern“. Nur der massive Ausbau von guten Fahrrad-Parkplätzen an den Bahnhöfen wird dazu führen, dass die Kombination von Bahn und Rad gut funktioniert und attraktiv wird.“

Fachleute sollen Kommunen auf dem Weg zur Fahrrad-Abstellanlage begleiten
Obwohl der Freistaat Bayern die Fördermittel für den Bau von Fahrrad-Abstellanlagen erhöht und einen Leitfaden als Handreichung für Kommunen erstellt hat, besteht die Gefahr, dass die bereitgestellten Gelder nicht abgerufen und neue Abstellanlagen nicht gebaut werden. Das hat zahlreiche Gründe: Fehlende Grundstücke, Unkenntnis darüber, wie man an Fördergelder kommt, fehlende Eigenmittel oder schlicht Verzweiflung beim Versuch, bei der Deutschen Bahn den richtigen Ansprechpartner zu finden. „Um den Kommunen den Weg zur Rad-Abstellanlage zu erleichtern, sollen deshalb nach dem Vorbild des „Forum Velostationen Schweiz“ Fachleute Gemeinden mit entsprechenden Bahnhalten an die Hand nehmen und Schritt für Schritt begleiten“, erklärt Bernadette Felsch.

Landesvorstand mit alten und neuen Mitgliedern gut aufgestellt
Bei den turnusmäßig anstehenden Vorstandswahlen wählten die Delegierten neun Kandidat*innen aus Bamberg, Ingolstadt, Erlangen, dem Allgäu, Moosburg und München für die Amtszeit von zwei Jahren in den stellvertretenden Landesvorstand, vier davon neu. Die Landesvorsitzende und der Ehrenvorsitzende Armin Falkenhein bedankten sich bei den scheidenden Vorstandskollegen für die jahrelange gute Zusammenarbeit und ihren Einsatz für die Interessen der Radfahrenden in Bayern. In der neuen Zusammensetzung will der Vorstand des ADFC Bayern mit frischem Wind und viel Know-how in Sachen Verkehrs- und Kommunalpolitik, Kommunikation, Kampagnenführung, Innovation und Tourismus dem Radverkehr im Freistaat zu seinem gebührenden Stellenwert verhelfen.

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Aktuelles Pressemitteilungen
news-4091 Tue, 26 Mar 2019 20:54:01 +0100 Radsternfahrt am Sonntag, 07. April 2019 https://www.adfc-bayern.de/news/article/radsternfahrt-am-sonntag-07-april-2019/ Mit der ADFC-Radsternfahrt am Sonntag, den 7. April wollen wir den Forderungen des „Radentscheid München“ Nachdruck verleihen. Dazu möchten wir wieder Radfahrende aus der gesamten Metropolregion München und darüber hinaus zusammenbringen und die 5000 Teilnehmer vom letzten Jahr toppen! Bei Musik und guter Laune ein Event für Groß und Klein. 20 Zubringertouren aus der Metropolregion München

Mit gemütlichen Fahrradtouren aus der ganzen Metropolregion München fahren wir zu einem der vier Versammlungsstartorte (Nymphenburg, Studentenstadt, Ostbahnhof, Westpark) in München. Spätestens ab dort können dann auch alle MünchnerInnen mitfahren.

Kundgebung am Königsplatz

Start gegen 13:45 Uhr. Mit großer Bühne, Bands und prominenten Gästen wollen wir am Königsplatz unsere Forderungen nach besserer Radinfrastruktur in München und dem Umland bekräftigen. Außerdem möchten wir natürlich möglichst viele Unterschriften für das Bürgerbegehren „Radentscheid München“ sammeln.

Fahrrad-Demo

Start gegen 14:30 Uhr. Nach der Auftaktkundgebung radeln wir auf abgesperrten Straßen eine gemeinsame Runde in familienfreundlichem Tempo durch die Stadt. Zusammen mit allen Teilnehmern versuchen wir dabei eine ganz besonders spektakuläre Herausforderung zu meistern. Lasst Euch überraschen!
Rückkehr zum Königsplatz gegen 16 Uhr. Bis ca. 17 Uhr gibt es weitere Reden und Musik am Königsplatz.

Weitere Infos: https://www.adfc-muenchen.de/sternfahrt

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Aktuelles
news-4085 Wed, 20 Mar 2019 11:28:12 +0100 ADFC zeichnet Stadtverwaltung Erlangen als Fahrradfreundlichen Arbeitgeber aus https://www.adfc-bayern.de/news/article/adfc-zeichnet-stadtverwaltung-erlangen-als-fahrrad/ Die Stadtverwaltung Erlangen motiviert die Mitarbeiter*innen, mehr mit dem Rad oder dem Pedelec zur Arbeit zu fahren. Daher wurde sie jetzt vom ADFC als Fahrradfreundlicher Arbeitgeber ausgezeichnet. Seit 2017 zertifiziert der ADFC solche Unternehmen als Fahrradfreundliche Arbeitgeber, die den Radverkehr Ihrer Belegschaft nachhaltig fördern. Für die Stadtverwaltung Erlangen wurde dies von der Landesgeschäftsführerin des ADFC Bayern, Petra Husemann-Roew, offiziell bestätigt.

Die Stadtverwaltung Erlangen stellt den radelnden Mitarbeiter*innen einen umfassenden Werkzeugkasten zur Verfügung, um bei Bedarf das Dienstfahrrad selbst reparieren zu können. Zudem wurden 300 neue Fahrradabstellanlagen rund um das Rathaus aufgestellt sowie Dusch- und Umkleideräume eingerichtet. Bis dato wurden 48 Diensträder bereitgestellt.

Möglichst viele Menschen zum Umstieg aufs Rad zu bewegen, das ist ein Ziel des ADFC. Die Auszeichnung „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ hat Vorbildwirkung und soll auch andere Firmen von den Vorteilen einer radelnden Belegschaft zu überzeugen. Wer seinen Arbeitsweg mit dem Fahrrad zurücklegt, tut etwas für seine Gesundheit und Fitness, hat Spaß und steigert somit auch die eigene Produktivität.

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Aktuelles
news-4081 Mon, 18 Mar 2019 09:50:15 +0100 Läuft! So wird das Fahrrad frühlingsfit https://www.adfc-bayern.de/news/article/laeuft-so-wird-das-fahrrad-fruehlingsfit/ Wenn die Krokusse anfangen zu sprießen, war manches Fahrrad den ganzen Winter im Dauereinsatz. Andere Räder werden erst mit steigenden Temperaturen aus dem Winterschlaf geholt. Ganzjahres- wie Schönwetter-Radlern empfiehlt der ADFC Bayern, mindestens einmal jährlich das Fahrrad von einem Fachmann überprüfen zu lassen. Dafür ist der Frühling der ideale Zeitpunkt. Kleinere Reparatur- und Wartungsarbeiten lassen sich jedoch einfach selbst durchführen. Als erstes steht Fahrradputzen an, damit etwaige Schäden nicht durch Staub und Schmutz verdeckt werden. Gesäubert wird am besten mit Wasser, Spülmittel und Lappen oder mit einem speziellen Fahrradreiniger aus der Sprühdose. Hochdruckreiniger an der Tankstelle sind zwar praktisch, können aber die Radlager beschädigen. Eine alte Zahnbürste reinigt kniffligere Stellen. Insbesondere sollten auch die beweglichen Teile wie Federgabel, Laufräder, Seitenständer und Innenlager gesäubert werden. Nach der Reinigung das Fahrrad mit einem Tuch abtrocknen.

Fahrradreinigung: Erst Rad, dann Kette
Wer sich die Finger nicht schmutzig machen möchte, zieht zur Reinigung der Fahrradkette Gummihandschuhe an. Dafür Kettenreinigungsmittel aufsprühen, einwirken lassen und die Kette mehrere Runden durch einen alten Putzlappen ziehen bis sie vom gröbsten Schmutz befreit ist. Danach Kettenfett an der Innenseite der Kette auf jede einzelne Lasche tröpfeln. Dabei gilt es darauf zu achten, dass kein Öl aus Versehen an die Felgen kommt und darüber auf die Bremsbelege. Ob die Kettenglieder verzogen sind, lässt sich mit einem Kettenprüfer messen – ausgeleierte Ketten können nämlich langfristig zu Schäden an der Zahnradkassette führen und beeinflussen das Schaltverhalten negativ.

Reifen: Luftdruck und Abstand zu Bremsen prüfen
Sobald das Rad sauber ist, sollten zunächst alle Schalt- und Bremskabel nach Rissen und Korrosion abgesucht werden, danach die Felgen. Nach dem Winter ist meist auch zu wenig Luft in den Reifen. Wie viel Bar minimal oder maximal auf den Reifen gehört, steht seitlich auf der Flanke des Radmantels. Meist sind es zwischen 3,5 und 4,5 Bar. Danach prüfen, ob der Reifen rund läuft oder eiert. Dies kann man gut an den Bremsen erkennen. Ist der Abstand zwischen Bremsen und Reifen immer gleich, ist alles in Ordnung. Wenn eine größere Acht den runden Lauf stört, muss der Fachmann ran oder Spezialwerkzeug und Reparatur-Know-how in einer der Selbsthilfewerkstätten des ADFC oder einem Repair Café dazu geholt werden. Grundsätzlich gilt: Vor der ersten Frühlingsfahrt prüfen, ob alle Schrauben fest angezogen sind.

Bremszüge und Bremsklötze kontrollieren
Nun die wichtigste Frage: Funktionieren die Bremsen? Wenn sich der Griff der Bremse mühelos bis zum Lenker durchdrücken lässt, ist das Spiel zu groß. Optimieren lässt sich das mit Rändelschrauben am Bremsgriff und am Bremskörper. Eventuell muss auch der Bremszug angezogen werden. Die Bremsklötze zu überprüfen ist zudem überlebenswichtig. Sind beispielsweise die Querrillen auf der Innenseite der Bremsklötze nicht mehr zu erkennen, gehören sie gewechselt. Tipp: Mit einer Nagelfeile oder grobem Schmirgelpapier lassen sich Bremsklötze nach der Winterpause einfach von Bremsstaub befreien. Für die Reinigung und Wartung von Scheibenbremsen finden sich auch im Internet, z.B. auf YouTube, hilfreiche Videos mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen.

Beleuchtung muss intakt sein
Fahrräder sind hochtechnische Produkte, die im Verkehr ihren Dienst zuverlässig verrichten und der Straßenverkehrsordnung entsprechen müssen. Dies bedeutet: Vorder- und Rücklicht sind funktionstüchtig und Reflektoren vorn und hinten vorhanden, die Pedale verfügen über nach vorn und hinten wirkende Reflektoren, die Reifen haben durchgehende Reflexstreifen oder jedes Laufrad alternativ zwei Speichenreflektoren. Wenn die Reifen Reflexstreifen haben, dann prüfen, ob diese noch vollständig sind.

Damit das Rad auf dem ersten Frühlingsausflug nicht schlapp macht, empfiehlt der ADFC Bayern, es ein paar Tage vorher fit zu machen, falls Ersatzteile benötigt werden oder das Radl doch noch in professionelle Hände gegeben werden muss. Und am Schluss die Probefahrt mit Sattel und Lenker auf der richtigen Höhe nicht vergessen.

Schnell-Check: Frühlingsfittes Fahrrad

1.     Fahrrad putzen
2.     Fahrradkette reinigen und schmieren
3.     Fahrradreifen aufpumpen
4.     Kabel und Reifen auf Korrosion prüfen
5.     Fahrradbremsen checken
6.     Alle Verschraubungen auf guten Halt prüfen
7.     Reflektoren und Beleuchtung funktionstüchtig
8.     Probefahrt machen

Hinweis für Redaktionen
Bildmaterial finden Sie zum Download neben dieser Meldung. Selbsthilfewerkstätten gibt es z.B. beim ADFC Augsburg, beim ADFC München oder beim ADFC Regensburg.

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Pressemitteilungen
news-4079 Wed, 13 Mar 2019 13:24:20 +0100 Fahrradmitnahme in der Bahn https://www.adfc-bayern.de/news/article/fahrradmitnahme-in-der-bahn/ Die Mitnahme von Fahrrädern in Fernzügen der Deutschen Bahn hat sich beim Wechsel zum Jahresfahrplan 2019 deutlich verbessert. Das resultiert u.a. daraus, dass mehr ICE 4-Züge eingesetzt werden. Bei ihnen hat der ADFC durchgesetzt, dass sie jeweils 8 Fahrräder transportieren.

Reisende mit Rad sind auf der Strecke Berlin – München statt bisher rund 10 Stunden durch die Möglichkeit der Fahrradmitnahme im ICE nur noch ca. 4 ½ Stunden unterwegs. Weiter besteht u.a. auch zwischen Hamburg und München und Hamburg und Stuttgart die Möglichkeit, das Fahrrad mitzunehmen.

Allerdings ist es ratsam, die Fahrradmitnahme rechtzeitig zu buchen, da die Plätze sehr begrenzt sind. So stehen je nach Zugverbindung meist nur maximal 8 Plätze zur Verfügung.

Mehr Infos gibt es unter https://www.bahn.de/p/view/service/fahrrad/07rad_fahrradzuege.shtml

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Aktuelles
news-4049 Tue, 26 Feb 2019 09:40:53 +0100 ADFC zeichnet weiteren bayerischen Radfernweg aus https://www.adfc-bayern.de/news/article/adfc-zeichnet-weiteren-bayerischen-radfernweg-aus/ Im Rahmen der Reise- und Freizeitmesse f.re.e erhielt der Ammer-Amper-Radweg das Gütesiegel "ADFC-Qualitätsradroute". Die BR-Showbühne war voll, als die zehn Vertreter der am Ammer-Amper-Radweg beteiligten Landkreise die Urkunde in Empfang nahmen. Überreicht wurde diese von Petra Husemann-Roew, Landesgeschäftsführerin des ADFC Bayern, und Gabriele Irrek, Regionalmanagerin Bett+Bike.

Seit 1. Januar ist der Ammer-Amper-Radweg der erste durchgehende Vier-Sterne-Radweg Oberbayerns. Der 200 Kilometer lange Radfernweg führt von den Ammerquellen südlich von Oberammergau über den Ammersee bis nach Moosburg. Unter www.ammer-amper-radweg.com gibt es alle wichtigen Infos auf einen Blick inklusive GPS-Daten zum Download.

 

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Aktuelles
news-4046 Mon, 25 Feb 2019 12:12:00 +0100 Mehr Platz fürs Rad führt zu mehr Verkehrssicherheit für alle https://www.adfc-bayern.de/news/article/mehr-platz-fuers-rad-fuehrt-zu-mehr-verkehrssicherhe/ Im Hinblick auf die bayerische Verkehrsunfallstatistik 2018 betont der ADFC Bayern seine Forderungen nach einem massiven Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur und nach dem verpflichtenden Einbau von LKW-Abbiegeassistenten. Im vergangenen Jahr ist in Bayern die Zahl der Verkehrsunfälle im Vergleich zum Vorjahr gestiegen (+1,3 Prozent), ebenso die Zahl der dabei Verletzten (+0,9 Prozent) und getöteten Menschen (+1,6 Prozent). Das teilte das Bayerische Innenministerium am Freitag mit. 2018 kamen bei Verkehrsunfällen insgesamt 618 Personen ums Leben. Die Anzahl der getöteten Radfahrenden stieg dabei um zehn Prozent überproportional stark an (2017: 70, 2018: 77).

Zunahme an Fahrzeugen erfordert massiven Ausbau der Infrastruktur
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Bayern bedauert die gestiegene Zahl an Verkehrstoten in Bayern sehr. Jeder Unfall ist ein Unfall zu viel. Neben den von Innenminister Herrmann angekündigten stärkeren Verkehrskontrollen fordert der Fahrrad-Club einen massiven Ausbau der unzulänglichen Radverkehrsinfrastruktur. Auf Bayerns Straßen verdichtet sich der Verkehr. Insbesondere in Städten wird es auch auf den Radwegen immer enger. Mehr Radverkehr erfordert mehr Infrastruktur. 

Lkw-Abbiegeassistenten zur Pflicht machen
"Die Unfallstatistik zeigt deutlich eines der Hauptprobleme im Fahrradalltag: Unzureichende Radinfrastruktur in Kombination mit rechts abbiegenden Fahrzeugen,“ sagt die Landesvorsitzende des ADFC Bayern, Bernadette Felsch. „2.586 Mal kam es 2018 in Bayern zu solchen Rechtsabbiegeunfällen. In nur elf Prozent der Fälle hatten die Radfahrenden eine Mitschuld.“ Nicht selten endeten genau diese Unfälle tödlich oder mit lebenslangen Behinderungen. Deshalb fordere der ADFC eine Rechtabbiegeassistenten-Pflicht für LKW und generell ein rasches und deutliches Umdenken in der Verkehrsplanung. „Dass Minister Joachim Herrmann sich für verpflichtende Rechtsabbiegeassistenzsysteme in LKW bei Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer stark machen will, begrüßen wir ausdrücklich."

Mehr Platz fürs Rad führt zu mehr Sicherheit für Radfahrende
Um die Sicherheit der Radfahrenden zu erhöhen, brauche es zudem mehr Platz fürs Rad: Breite, durchgängige Radwege, die mit physischen Barrieren vom Auto- und Schwerlastverkehr geschützt und gut einsehbar sind. Vor Kreuzungen müssten Radfahrer*innen im Sichtbereich des Kfz-Verkehrs geführt werden. An besonders gefährlichen Kreuzungen müsse der Radweg zudem mit Signalfarbe markiert und der Kfz-Verkehr um aufgepflasterte Eckinseln herumgeführt werden. Verkehrsberuhigung sowie getrennte Ampelphasen für Abbieger und Geradeausfahrer erhöhten die Sicherheit ebenfalls.

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Aktuelles Pressemitteilungen
news-4040 Wed, 20 Feb 2019 10:10:38 +0100 Vier Sterne für den Ammer-Amper-Radweg https://www.adfc-bayern.de/news/article/vier-sterne-fuer-den-ammer-amper-radweg/ Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat einen weiteren bayerischen Radfernweg als Qualitätsradroute klassifiziert: den Ammer-Amper-Radweg. Die Urkundenverleihung fand am heutigen Mittwoch auf der Reise- und Freizeitmesse f.re.e statt. Der Trend zum Radurlaub hält weiter an. In der Freizeit nutzen die Deutschen das Fahrrad immer öfter. Das zeigen die Ergebnisse der ADFC-Travelbike-Radreiseanalyse 2018. Dabei haben Radler*innen die Qual der Wahl, denn es gibt über 250 Radfernwege in Deutschland. Eine Orientierungshilfe für Radreisende bietet die Auszeichnung ADFC-Qualitätsradroute, die der Fahrrad-Club seit 2006 vergibt. Anhand der Bewertung von bis zu fünf Sternen erkennen Radfahrende, wo sie sicher und unter guten Bedingungen unterwegs sein können.

Ammer-Amper-Radweg ist die achte ADFC-Qualitätsradroute in Bayern
Nun hat der ADFC erneut einen Radfernweg in Bayern klassifiziert und ausgezeichnet. Vier Sterne erhält der Ammer-Amper-Radweg. Der 200 km lange Radfernweg führt von den Ammerquellen südlich von Oberammergau über den Ammersee bis nach Moosburg an der Isar.

„Wir freuen uns mit den Initiatoren des Ammer-Amper-Radwegs über die Auszeichnung zur ADFC-Qualitätsradroute“, sagt Petra Husemann-Roew, Landesgeschäftsführerin des ADFC Bayern. „Bayern ist laut ADFC-Travelbike-Radreiseanalyse 2018 die beliebteste Radreiseregion Deutschlands. Mit der Klassifizierung des Ammer-Amper-Radwegs haben Radreisende einmal mehr Grund, den Süden unseres Landes mit dem Rad zu bereisen.“

Einheitliche Standards im Radtourismus geschaffen
Mit den Gütesiegeln ADFC-Qualitätsradroute und ADFC-RadReiseRegion hat der Fahrrad-Club einheitliche Standards im Radtourismus geschaffen. Die Bewertung eines Radfernweges erfolgt anhand eines klaren Kriterienkatalogs. Kilometer für Kilometer untersuchen die geschulten Prüfer vom ADFC Wegweisung, Oberfläche, Routenführung und Verkehrsbelastung des Radwegs. Auch die Sicherheit und die touristische Infrastruktur wie Übernachtungsmöglichkeiten, Bett & Bike-Betriebe, Gastronomie, Infotafeln oder Abstellanlagen und Rastplätze fließen in die Bewertung mit ein. Dabei nehmen die Prüfer die Perspektive der Radreisenden ein, nicht die von Bauingenieuren oder Bauämtern.
 

Über den ADFC
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 175.000 Mitgliedern, davon mehr als 27.000 in Bayern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

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Pressemitteilungen
news-4007 Wed, 23 Jan 2019 11:15:48 +0100 Donau-Ries ist neuer ADFC Kreisverband https://www.adfc-bayern.de/news/article/donau-ries-ist-neuer-adfc-kreisverband/ Der ADFC begrüßt ein neues Mitglied in der Fahrrad-Club-Familie: Seit Mitte Januar gehört Donau-Ries als eigenständiger Kreisverband zum Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Bayern. Bei der Gründungsversammlung in Harburg wurde Udo Niemeyer zum 1. Vorstandsvorsitzenden, gewählt, Johannes Thum zum 2. Vorsitzenden. Zum neuen Vorstand gehören außerdem Steffen Reddel, Gerd Böhnlein, Karl-Heinz Feldner und Gerti Wedel. Der Schatzmeister des Landesverbands, Vitus Stürber, gratulierte dem neu gegründeten Kreisverband, wünschte ein gutes Miteinander und sicherte die Unterstützung durch den Landesverband zu.

„Ich freue mich, dass wir mit Vorstandsmitgliedern aus Donauwörth und Nördlingen gut im Landkreis aufgestellt sind“, sagte Udo Niemeyer bei der Gründungsversammlung. „Wir wollen in Zukunft noch mehr im ganzen Landkreis präsent sein und unsere Zusammenarbeit mit anderen Anbietern von Radtouren verstärken.“ Nun stehe neben der Erneuerung der Website auch die Einbindung in das landesweite Tourenportal an, wodurch die Angebote des neuen Kreisverbandes noch präsenter würden.

Der ADFC-Bayern wünscht dem Kreisverband Donau-Ries viel Erfolg.

Mehr Informationen gibt es unter www.adfc-donau-ries.de/aktuelles/.

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Aktuelles
news-3976 Wed, 19 Dec 2018 11:57:27 +0100 ADFC Radreisen 2019 https://www.adfc-bayern.de/news/article/adfc-radreisen-2019/ Kultur, Genuss und Inspiration bietet seit vielen Jahren der ADFC Baden-Württemberg in Kooperation mit dem ADFC Bayern mit seinem Radreiseproramm in verschiedenen Regionen Europas an. Exklusiv nur für ADFC-Mitglieder und mit top ausgebildeten ADFC-Tourenguides geht es auf dem Tourenrad, Pedelec, Montainbike oder Rennrad am Fluss entlang, durch Wälder und Wiesen, in historischen Städten oder ins Gebirge.  Im Radreisejahr 2019 werden 23 erlebnisreiche Gruppenradreisen angeboten, darunter acht neue, spannende Ziele, wie z.B. das Ruhrgebiet, die Ardennen und die Préalpen. Erstmals steht auch eine Familien-Radreise auf dem Programm: erlebnisreiche Tage in der Jugendherberge in Baden-Baden. Wie im letzten Jahr gibt es auch wieder die Radreisen des ADFC München als exklusives online Angebot, buchbar ab 14.01.2019

Alle weiteren Radreisen sind ab sofort buchbar.

Viel Spaß beim Stöbern während der ruhigen Weihnachtszeit!

Ein kostenloses Exemplar des ADFC-Radreisekataloges 2019 kann unter https://www.adfc-radreisen.de/service/katalog-anfordern/ angefordert werden.Detaillierte Informationen zu den ADFC-Radreisen gibt es auf https://www.adfc-radreisen.de/radreisen19/ auch online.

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Aktuelles
news-3973 Mon, 17 Dec 2018 12:30:55 +0100 Bayerischer Verkehrssicherheitspreis 2019: „Miteinander mobil – Kinder sicher unterwegs“ https://www.adfc-bayern.de/news/article/bayerischer-verkehrssicherheitspreis-2019-mitein/ Unter dem Motto „Miteinander mobil – Kinder sicher unterwegs“ zeichnet die Versicherungskammer Stiftung in Kooperation mit der Landesverkehrswacht Bayern e.V. und der Bayerischen Sparkassenstiftung Maßnahmen und Ideen aus, die dafür sorgen, dass Kinder sicher zur Schule oder in den Kindergarten gelangen.   Mit Bus und Bahn, auf dem Rad oder zu Fuß – für Kinder gibt es zahlreiche Möglichkeiten, den (Schul-)Weg zu gestalten und zu einem gemeinschaftlichen Abenteuer mit FreundInnen werden zu lassen. Allerdings fahren immer mehr Eltern ihren Nachwuchs im sogenannten „Eltern-Taxi“ zur Schule oder Kita. Zu den Bring- und Holzeiten kommt es zu chaotischen oder sogar gefährlichen Zuständen vor den Gebäuden, da Verkehrsregeln missachtet und Warnschilder oft ignoriert werden. Gleichzeitig werden die Kinder daran gehindert, ihre Verkehrskompetenz zu entwickeln.

Auf dem Weg zur Schule oder Kita wird täglich der achtsame Umgang mit anderen VerkehrsteilnehmerInnen geübt. Unter dem Motto „Miteinander mobil – Kinder sicher unterwegs“ wird deshalb nach Maßnahmen und Ideen gesucht, die sich für einen innovativen (Schul-)Weg einsetzen sowie die selbstständige Mobilität und Verkehrssicherheit der Kinder nachhaltig stärken.

Der Preis wird in zwei Kategorien vergeben:

1. Alle Achtung!
Ein Projekt, das mit einer (Aufklärungs-)Kampagne, einer Baumaßnahme, einer Initiative oder durch Trainings dafür sorgt, dass Kinder sicher in die Schule oder Kita kommen, wird von der Versicherungskammer Stiftung mit 5000 Euro prämiert.

2. Gedankenblitz!
Ein Projekt, das durch die Entwicklung und Konzeption technischer Lösungen die Sicherheit auf dem (Schul-)Weg fördert, wird von der Bayerischen Sparkassenstiftung mit 5000 Euro prämiert.

Schirmherr des Bayerischen Verkehrssicherheitspreises ist Joachim Herrmann, MdL, Bayerischer Staatsminister des Innern, für Sport und Integration.

Bewerbung & Jury

Bewerben können sich Gruppen, Vereine, Schulklassen, Kitas, Unternehmen, Institutionen, Kommunen und Einzelpersonen, deren Wohn- und Dienstort in Bayern liegt und die das Projekt in Bayern umgesetzt haben. Die Anmeldung ist nur in einer Kategorie möglich und die Onlinebewerbung muss vollständig ausgefüllt sein. Die Bewerbung ist bis zum 11. März 2019 online möglich unter www.bayerischer-verkehrssicherheitspreis.de.

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Landesverband Aktuelles
news-3962 Tue, 11 Dec 2018 10:36:00 +0100 Viel Neues beim ADFC Bayern 2018 und viel vor für 2019 https://www.adfc-bayern.de/news/article/viel-neues-beim-adfc-bayern-2018-und-viel-vor-fuer/ 2018 war für den ADFC Bayern ein spannendes Jahr mit vielen Neuerungen. Und auch 2019 haben wir viel vor. Hier ein Rückblick und Ausblick des Landesvorstands. Der ADFC Bayern ist der zweitgrößte Landesverband des ADFC und ist 2018 auf 27.000 Mitglieder gewachsen. Im April hat unser langjähriger Vorsitzender Armin Falkenhein den Landesvorsitz an Bernadette Felsch übergeben. Die Interessen der Radfahrenden vertreten wir inzwischen nicht mehr vor allem hinter den Kulissen, sondern sind mit einer breit angelegten Öffentlichkeitsarbeit verstärkt auf Medien und alle Bürger*innen zugegangen.

Medienwirksame Kampagne für ein Rad-Gesetz für Bayern

Zu Jahresbeginn hatten wir uns vorgenommen, König Ludwig II. zur Symbolfigur für unsere Forderungen zu machen. Wir wollten seinen gescheiterten Traum endlich verwirklichen, Bayern zu einem Radl-Land zu machen. Zwar steht es nicht in unserer Macht, so wie der Kini es wohl geplant hatte, einfach ein königlich bayerisches Velo-Gesetz zu erlassen. Aber wir haben den Parteien im Landtag und den Landtagskandidaten und -kandidatinnen gesagt, wo der Schuh aus unserer Sicht beim Radfahren in Bayern am meisten drückt. Wir haben kritisiert, dass das schönste Radverkehrsprogramm nicht mehr wert ist, als das Papier, auf dem es steht, wenn für das Erreichen der Ziele Geld und Personal fehlen und wenn nirgendwo steht, wie man diese Ziele denn erreichen will. Das ist beim „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“, das die Bayerische Staatsregierung Anfang 2017 aufgelegt hat, leider der Fall. Deshalb fordern wir ein Rad-Gesetz für Bayern, konkret:

  • einen verbindlichen Maßnahmenplan zum „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“
  • ein sicheres, komfortables, durchgängiges Radwegenetz in ganz Bayern
  • gute Radabstellplätze – insbesondere auch an allen bayerischen Bahnhöfen
  • eine Verdoppelung des Budgets für die Förderung des Radverkehrs
  • erheblich mehr Personal für die Umsetzung des Radverkehrsprogramms Bayern 2025
  • eine deutliche Verbesserung der Fahrradmitnahme in Bus und Bahn

Vor allem aber stört uns, dass bis dato jede Kommune selbst entscheidet, ob sie etwas für den Radverkehr tut und falls ja, wie. Wenn Geld und politischer Wille fehlen passiert gar nichts. Und weil es keine einheitlichen und verbindlichen Vorgaben dazu gibt, wie gute Radinfrastruktur aussieht, baut jede Kommune, was sie halt so meint.
Wer mal in den Niederlanden geradelt ist, weiß, wie gut es sich anfühlt auf einheitlichen und guten Radwegen unterwegs zu sein. Wo es bei uns in Bayern dagegen überhaupt Radwege gibt, bestehen diese häufig aus einem Flickwerk unterschiedlichster Radwegearten, die meist unterdimensioniert sind und viel zu oft im Nichts enden. Oft weiß man auf dem Rad auch gar nicht, wie und wo man überhaupt fahren soll. Mal scheint man aus Verkehrsplaner-Sicht ein Fußgänger mit Rädern statt Füßen zu sein. Mal soll man auf der Straße fahren, als wäre man ein etwas zu langsamer LKW. Dort wird viel zu eng und zu schnell überholt, man muss Abgase einatmen und hat an Kreuzungen und Einmündungen ständig Angst, unter die Räder abbiegender LKWs, Busse und SUVs zu geraten.
Viele Menschen lassen das Radfahren deshalb lieber gleich bleiben. So bringen wir die Leute nicht aufs Rad! Dass mehr Menschen aufs Rad steigen, wäre aber in vielerlei Hinsicht wünschenswert. Denn jedes Kraftfahrzeug weniger bedeutet weniger Lärm, bessere Luft, besseres Klima und mehr Lebensqualität. Auch das Risiko schwerer Unfälle sinkt quasi automatisch.   

Deshalb sagen wir: Ein Rad-Gesetz muss her! Damit Radverkehrsförderung endlich verbindlich wird und damit es bayernweit vorbildliche Radwege nach einheitlichem Standard gibt. Und damit die Kommunen bei Planung und Bau von Radverkehrsanlagen und Stellplätzen nicht allein gelassen, sondern unterstützt werden.

Im Landtag Aufgeschlossenheit bei fast allen Parteien

Erfreulicherweise haben wir damit bei allen im Landtag vertretenen Parteien schon in persönlichen Gesprächen vor Beginn des Wahlkampfes Gehör gefunden. Mit einer großen Radsternfahrt haben wir im April 2018 unsere Forderungen öffentlich gemacht und mit Politiker*innen aller Parteien auf einem Podium diskutiert.
Die Grünen und die SPD haben ein Rad-Gesetz danach sogar in ihren Wahlprogrammen versprochen. Bei unseren Wahlprüfsteinen gab es von noch mehr Parteien Unterstützung, auch von solchen, die erst (wieder) neu in den Landtag eingezogen sind oder (teils nur knapp) gescheitert sind. Auch die nun in der „Bayernkoalition“ mitregierenden Freien Wähler stehen einem Rad-Gesetz sehr aufgeschlossen gegenüber. Hubert Aiwanger hat sogar in der BR-Wahlarena gesagt, Bayern brauche unbedingt ein Rad(schnellwege)-Gesetz.
Daran haben wir die Freien Wähler zu den Koalitionsverhandlungen nochmals erinnert und siehe da: Jetzt steht die Radverkehrsförderung ausdrücklich im Koalitionsprogramm. Das erstaunt insofern, als die CSU in all ihren Wahlprogrammen zwar Flugtaxis, ein bayerisches Raumfahrtprogramm und vor allem den MIV „als Rückgrat der Mobilität“ gelobt, den Radverkehr aber leider komplett vergessen hatte. Außerdem vertritt die CSU strikt die Meinung, ihr "Radverkehrsprogramm Bayern 2025" sei völlig ausreichend und ein Gesetz brauche es nicht.

Leider spiegelt sich diese Auffassung auch in der Formulierung im Koalitionsvertrag wider. Dort steht unter dem Slogan „Radfahren in Bayern – jeden Tag mobil.“:
„Wir wollen erreichen, dass bis zum Jahr 2025 der Radverkehrsanteil am Gesamtverkehr von rund 11 % auf 20 % der Zahl der Wege steigt. Dazu setzen wir das beschlossene Radverkehrsprogramm Bayern 2025 konsequent um: Wir konzipieren ein Radverkehrsnetz für den Alltagsradverkehr und führen die hohen Investitionen in den Radwegebau fort.
Wir wollen Radschnellwege und Fahrradabstellanlagen verstärkt fördern."

Wir finden, da ginge zwar noch deutlich mehr, aber es ist ein Anfang, an den wir gerne weiter bei jeder Gelegenheit erinnern werden. Das gilt natürlich auch für unsere Forderungen. Wir werden auch mit den aktuellen politischen Vertreter*innen intensive Gespräche suchen und weiter für bessere Radverkehrsbedingungen in Bayern werben. Das gilt auch für die kommunale Ebene, wo wir die Radentscheid-Bewegungen unterstützen. Denn insbesondere in den Städten haben wir das Potenzial, politisch Druck zu erzeugen. Dies hat sich – neben vielem anderen – auf dem SüdOstForum in Weimar, das im November 2018 zum zweiten Mal zusammen mit dem Landesverband Sachsen und zum ersten Mal mit dem Landesverband Thüringen stattfand, auch herauskristallisiert.

Weitere Akzente im kommenden Jahr

Neben all der verstärkten politischen Arbeit soll aber auch unsere zweite wichtige Säule nicht zu kurz kommen: Fahrradtourismus und Radtouren. Das neue ADFC-Radtouren- und Veranstaltungsportal kann und wird das umfangreiche Tourenangebot des ADFCs noch bekannter machen. Mit diesem Portal wird auch die Erstellung von Druckvorlagen für Tourenprogramme einfacher.

Die Öffentlichkeitsarbeit soll generell noch weiter verbessert werden. Nachdem die ADFC-Landesgeschäftsstelle die bayerischen Kreisverbände nun schon seit über einem Jahr bei der Pressearbeit unterstützt und der Bundesverband seine Website verjüngt hat, wird der ADFC Bayern 2019 nachziehen und als erster Landesverband seine Website ebenfalls neu und moderner gestalten.

2019 steht außerdem ein Jubiläum an: Der ADFC wird 40 Jahre alt und möchte weiterwachsen, um die Interessen der Radfahrenden und der Menschen, die gerne zusätzlich öfter aufs Rad umsteigen würden, noch besser vertreten zu können. Hierfür wird es 2019 eine Kampagne des Bundesverbandes geben, an der sich alle Kreis- und Landesverbände beteiligen können und sollen.

Und schließlich soll 2019 die Zielerarbeitungsphase des Verbandsentwicklungsprozesses abgeschlossen werden, bei dem der ADFC sich viel vorgenommen hat, um größer, besser, schlagkräftiger und für mehr Menschen attraktiv zu werden. Diese Ziele wollen wir dann auch schnellstmöglich erreichen und umsetzen. Die wichtigste Maßnahme wird dabei sicherlich eine bessere und wertschätzende Kommunikation im Verband sein. Denn die erfolgreiche Arbeit unserer vielen Aktiven erfolgt fast ausschließlich ehrenamtlich und dieses Engagement soll auch Spaß machen. Denn gemeinsam sind wir stark und wenn wir dabei gute Laune haben, dann wirken wir auch sympathisch und finden einfacher weitere Unterstützer*innen. Und wie Ihr seht, gibt es auch in den kommenden Jahren mehr als genug zu tun. Deshalb an dieser Stelle ein riesengroßes Dankeschön an all unsere Aktiven! Ohne Euch wären wir nicht da, wo wir heute sind!

Wir wünschen Euch schöne und erholsame Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr!

Euer Landesvorstand

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Aktuelles
news-3960 Mon, 10 Dec 2018 10:36:14 +0100 Christbaum im Fahrradkorb? https://www.adfc-bayern.de/news/article/christbaum-im-fahrradkorb/ Christbaumstände gibt es in der Weihnachtszeit an fast jeder Straßenecke, allerdings sind dort Parkplätze oft Mangelware. Und wer kein Auto hat, der muss sich vor Weihnachten ohnehin der Frage stellen, wie der Baum am besten ins Haus kommt. Die ADFC-Transport-Tipps zeigen, warum das Rad der ideale Kleintransporter für die grüne Fracht ist. Ab einer Baumhöhe von anderthalb Metern wird das unter den Arm Klemmen schwierig und das Fahrrad kommt als attraktive Transporthilfe ins Spiel. Der ADFC Bayern rät beim Christbaumtransport vier Sicherheitsregeln zu beachten: Der Baum muss sicher mit Spanngurten befestigt sein, er ragt nicht mehr als einen Meter seitlich heraus und Sicht sowie Fahrtüchtigkeit sind gewährleistet. „Bei uns kommt es relativ häufig vor, dass Kunden die Christbäume mit dem Fahrrad abholen. Manche kommen mit dem Anhänger, aber die meisten legen den Baum über Lenker und Sattel, binden ihn am Radrahmen fest und dann wird heim geschoben. Unser Standardgruß an die Kunden lautet dann immer „mobiles Grün!“, erzählt Markus Tietz, Christbaumhändler von Garten & So aus Gröbenzell. Da es im Winter früh dunkel wird, empfiehlt der ADFC den Baum noch vor der Dämmerung zu besorgen und auf wenig frequentierten, eisfreien Wegen nach Hause zu fahren.

Christbaum im Fahrradanhänger?
Fahrstabiler als das Festgurten am Radrahmen ist die Variante per Fahrradanhänger. Im Fachhandel gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Anhängermodellen. Auch hier gilt: Ladung gut sichern mit Gurten. Wer zum ersten Mal mit einem Anhänger fährt, sollte ein paar Proberunden in einem ruhigen Bereich drehen. Ragt der Baum mehr als einen Meter über den Anhänger hinaus, muss er mit einem roten Wimpel gekennzeichnet werden. Besonders geeignet ist der Anhänger auch für nachhaltige Weihnachtsbäume im Topf, die nach dem Fest wieder an den Verleiher zurückgegeben werden können.

Christbaum im Lastenrad?
Das Angebot an Spezialrädern mit und ohne Elektrounterstützung, die bis zu 100 Kilo Ladung transportieren können, ist in den letzten Jahren enorm gewachsen. In Dänemark besitzt im urbanen Raum schon heute jede dritte Familie ein Lastenrad. Wer sich nicht gleich eines kaufen möchte, kann für den Christbaumtransport beispielsweise auf einen Sharing-Service zurückgreifen. Eine aktuelle Liste von Lastenrad-Sharing-Systemen in bayerischen Städten wie Bamberg, Erlangen, Nürnberg und Würzburg gibt es auf dem Blog cargobike.jetzt. In München können Lastenräder beispielsweise kostenlos online über freie-lastenradler.de und über das EineWeltHaus gebucht werden. Über digitale Nachbarschaftsplattformen wie nebenan.de oder miduu.de lässt sich außerdem erfragen, welcher Nachbar bereit wäre, sein Lastenrad oder Fahrradanhänger für eine vorweihnachtliche Transportaktion zu teilen.

Christbaum per Cargo-Rad-Lieferservice
Für alle, die es komfortabel mögen, bieten immer mehr junge Logistik-Unternehmen Transportservices per Rad an. Derzeit gibt es professionelle Bike-Cargo-Services beispielsweise in Berlin, Frankfurt am Main oder in Stuttgart – Bayern zieht hier sicherlich auch bald nach. Die Cargo-Bike-Szene ist kreativ und entwickelt kontinuierlich neue Modelle für den Transport per Rad. Ein Künstlerkollektiv in Hamburg hat beispielsweise einen „Radl-Truck“ entwickelt, der bis zu 400 kg Gewicht aushält und Platz für zwei Europaletten bietet – damit lässt sich dann locker der Christbaumtransport für die ganze Nachbarschaft mitorganisieren.

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Aktuelles Pressemitteilungen
news-3945 Thu, 29 Nov 2018 14:35:05 +0100 ADFC-SüdOstForum 2018 in Weimar https://www.adfc-bayern.de/news/article/adfc-suedostforum-2018-in-weimar/ Ein Wochenende, 166 Teilnehmende, 30 Workshops, Diskussionen und Vorträge – auf dem SüdOstForum 2018 war einiges geboten. Von Freitag bis Sonntag trafen sich die Aktiven des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs in Weimar, um sich über Fahrradinfrastruktur, Verkehrswende, Pressearbeit, Lobbying und vieles mehr auszutauschen. Zum ersten Mal hatten sich die ADFC-Landesverbände Bayern, Thüringen und Sachsen für die gemeinsame Aktivenfortbildung zusammengetan.

Nach der Begrüßung durch die drei Landesvorsitzenden und Grußworten von Vertreter*innen aus Politik sprach am Freitagabend Bundesgeschäftsführer Burkhard Storck über die Ziele und Aufgaben des ADFC der Zukunft. Am nächsten Morgen ging es weiter mit einem Vortrag von Prof. Steffen de Rudder zum Thema Verkehrswende und wie diese schneller vorankommt. Nach zwei Workshop-Blöcken ließen die Teilnehmenden den Samstag bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen. Über Radentscheide und Radgesetze wurde dann am nächsten Morgen diskutiert. Weiter ging es mit verschiedenen Workshops, bevor die ADFC-Aktiven nach der gemeinsamen Verabschiedung den Heimweg antraten.

Die gesamte Dokumentation der Veranstaltung steht in Kürze im internen Bereich zur Verfügung.

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Landesverband Aktuelles
news-3928 Tue, 20 Nov 2018 10:57:00 +0100 Radverkehr im Koalitionsvertrag, neuer bayerischer Verkehrsminister https://www.adfc-bayern.de/news/article/radverkehr-im-koalitionsvertrag-neuer-bayerischer/ Die Zuständigkeit für Bauen und Verkehr im bayerischen Kabinett wechselt binnen eines Jahres nun schon zum zweiten Mal. Der neue bayerische Minister für Bauen und Verkehr heißt Hans Reichhart. Der 36-jährige Jurist bekleidet erstmals ein Ministeramt und der ADFC hofft, dass sich die Zusammenarbeit mit ihm ebenso positiv entwickelt wie zuvor mit Staatsminister Joachim Herrmann und Staatsministerin Ilse Aigner. Dazu ADFC-Landesvorsitzende Bernadette Felsch: „Selbstverständlich wollen wir schnellstmöglich das Gespräch mit Herrn Reichhart suchen und daran erinnern, was sich CSU und Freie Wähler laut Koalitionsvertrag für den Radverkehr fest vorgenommen haben!“ Denn im Koalitionsvertrag steht: „Radfahren in Bayern – jeden Tag mobil. Wir wollen erreichen, dass bis zum Jahr 2025 der Radverkehrsanteil am Gesamtverkehr von rund 11 % auf 20 % der Zahl der Wege steigt. Dazu setzen wir das beschlossene 'Radverkehrsprogramm Bayern 2025' konsequent um: Wir konzipieren ein Radverkehrsnetz für den Alltagsradverkehr und führen die hohen Investitionen in den Radwegebau fort. Wir wollen Radschnellwege und Fahrradabstellanlagen verstärkt fördern.“

Dies kommentiert Bernadette Felsch so: „Nachdem die CSU das Fahrrad in ihrem Wahl- und Regierungsprogramm komplett vergessen hatte, erscheint es fast wie ein kleines Wunder, dass das Fahrrad nun im Koalitionsvertrag explizit erwähnt wird. Zwar ist die Zielsetzung nicht überraschend neu, aber dennoch erfreulich ambitioniert. Skeptisch bleiben wir dennoch, denn offen bleibt weiterhin, mit welchen Ressourcen und mit welchen Maßnahmen diese Ziele erreicht werden sollen. Dies kritisieren wir schon länger und werden hier auch in Zukunft immer wieder nachhaken und Verbesserungen einfordern, damit die Ziele keine leeren Versprechen bleiben. Eine Garantie für eine echte und rasche Radverkehrsförderung und bessere Radinfrastruktur bieten nur einheitliche und verbindliche Vorgaben, am besten in einem Rad-Gesetz. Hier bleiben wir dran!“

Wenn wir auch Sie überzeugen können, dass Bayern ein Rad-Gesetz braucht, tragen Sie sich bitte auf www.radgesetz-bayern.de als Unterstützer*in ein! Helfen Sie uns, politischen Druck aufzubauen für mehr Radverkehrsförderung! Ihre Daten werden ausschließlich zu diesem Zweck verwendet. Werben Sie bitte auch in Ihrer Familie, im Freundes- und Bekanntenkreis und am Arbeitsplatz für unsere Initiative und deren Unterstützungsmöglichkeit. Teilen Sie Ein Radgesetz für Bayern! auf Facebook und Twitter und WhatsApp! Vielen Dank!
 
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Aktuelles
news-3902 Tue, 23 Oct 2018 10:03:10 +0200 Sicher radeln durch Herbst und Winter https://www.adfc-bayern.de/news/article/sicher-radeln-durch-herbst-und-winter/ Die kalte Jahreszeit ist angebrochen und bringt neben kürzeren Tagen auch Nässe, Laub und Schnee mit sich. Was es nun für Radfahrende zu beachten gibt, erklärt der ADFC Bayern. Im Herbst macht feuchtes Laub die Straßen und Radwege stellenweise rutschig und damit zu Sturzfallen für Radfahrende. Über den ersten Schnee lässt sich meist noch ohne größere Schwierigkeiten fahren. Ist die Fahrbahn hingegen nass und überfriert die Nässe, dann besteht wieder Rutschgefahr. Gleiches gilt für festgefahrenen Schnee und Schneematsch im Laufe des Winters. Mit der richtigen Vorbereitung und Fahrtechnik sind Radler*innen auch für die kalten Monate gerüstet.

Vorausschauend fahren
In Herbst und Winter ist vorausschauendes Fahren gefragt. Fahrradfahrer*innen sollten einen großzügigen Abstand zu vorausfahrenden Personen halten, das Tempo reduzieren und Vollbremsungen vermeiden. Bei Glätte und fester Schneedecke gilt, vor der Kurve zu bremsen und in der Kurve zu rollen. Generell sollten Radfahrende nicht zu enge Kurven fahren und abrupte Schlenker vermeiden. Der ADFC Bayern empfiehlt, etwas Luft aus den Reifen zu lassen. Damit erhöht sich die Reibung und die Wegrutschgefahr wird verringert.

Abgefahrene Reifen wechseln
Wichtig ist auch, im Herbst Reifen mit abgefahrenem Profil auszutauschen und dünne Rennreifen einer breiteren Variante vorzuziehen. Manche Hersteller bieten auch spezielle Winterreifen an, die durch eine besondere Gummimischung mehr Grip garantieren sollen. Noch mehr Kontrolle bei Eis und Schnee bieten Reifen mit Spikes. Die Metallstifte, die sich seitlich im Mantel befinden, haben jedoch den Nachteil, dass sie bei eisfreier Fahrbahn das Rad langsamer machen. Wer sich unsicher fühlt, kann zudem den Sattel ein paar Zentimeter niedriger Stellen für eine bessere Balance. Nicht zuletzt sollten Radler*innen im Winter statt auf Klick-Pedale lieber auf klassische Pedale setzen.

Bei Dämmerung Licht einschalten
In der dunklen Jahreszeit ist gute Sichtbarkeit für Radfahrer*innen ein Muss. Unabhängig davon, ob Scheinwerfer und Rücklicht von einem Dynamo, von Batterie oder einem Akku betrieben werden – die Beleuchtung muss einwandfrei funktionieren und vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zugelassen sein. Gesetzlich vorgeschrieben sind ein Frontscheinwerfer mit großem weißen Reflektor, ein Rücklicht und ein großer roter Reflektor hinten, nach vorne und hinten wirkende gelbe Reflektoren an den Pedalen, durchgehende Reflexstreifen an den Reifen oder je zwei gelbe Speichenreflektoren in jedem Laufrad. Der ADFC Bayern rät, das Fahrradlicht schon bei Dämmerung einzuschalten, die in der dunklen Jahreszeit bereits früh eintritt. Außerdem empfiehlt der Fahrradclub eine möglichst wartungsfreie Lichttechnik wie den Nabendynamo, ein LED-Rücklicht und LED-Frontscheinwerfer jeweils mit Standlicht. Blinkende Beleuchtung ist am Fahrrad übrigens nicht zugelassen.

Helle Kleidung mit zusätzlichen Reflektoren
Auch helle Kleidung und zusätzliche Reflektoren an Jacke, Hose oder Helm erhöhen die Sichtbarkeit von Radler*innen. Zwiebel-Look, wasserfeste Schuhe und warme Socken helfen, den Körper bei Kälte und Fahrtwind warm zu halten. Das gilt insbesondere auch für Pedelec-Fahrer*innen. An die Hände gehören Fingerhandschuhe, am besten atmungsaktive und wasserdichte Radhandschuhe speziell für den Winter. Wenn es im Januar richtig zapfig wird, sollten keine freien Hautstellen hervorblitzen.

Pedelec-Akkus vor Kälte schützen
In Herbst und Winter sollten Fahrräder und besonders Pedelecs trocken und geschützt stehen, z.B. im Keller, Hausflur oder unter einer Schutzhülle. Wer den Akku des Pedelecs über Nacht mit ins Haus nimmt, sorgt dafür, dass die Batterie nicht durch Kälte beschädigt wird. Zusätzlichen Schutz bieten an kalten Tagen Neopren-Hüllen für den Akku.

Fahrradpflege
Sobald auf der Fahrbahn Salz gestreut wird, besteht Rostgefahr. Deshalb: Salz regelmäßig vom Fahrradrahmen wischen und die Kette häufiger reinigen und mit speziellem Kettenöl für nasse Bedingungen einölen. Bremsbeläge, die auf den sommerlichen Touren eventuell abgenutzt wurden, sollten vor dem Wintereinbruch ersetzt werden. Fleißige können im Herbst auch vorsorglich alle Radlager und Gelenke großzügig mit Fahrradfett einschmieren. Ein Tipp: Ein kleines Enteisungsspray in der Tasche öffnet zugefrorene Fahrradschlösser nach einem langen Arbeitstag – auch für die nette Kollegin oder den Kollegen.

Hinweis für Redaktionen
Bildmaterial finden Sie im Anhang. Diese Presseinformation und weitere Meldungen gibt es online in unserem Pressebereich.

Über den ADFC
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 170.000 Mitgliedern, davon mehr als 27.000 in Bayern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

Ein Rad-Gesetz für Bayern! auf Twitter: @RadgesetzBY

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Aktuelles Pressemitteilungen
news-3895 Wed, 17 Oct 2018 10:46:41 +0200 Bayern wählt das Fahrrad! https://www.adfc-bayern.de/news/article/bayern-waehlt-das-fahrrad/ Im bayerischen Landtag gibt es nun eine rechnerische Mehrheit für das Rad-Gesetz Kurz nach der Landtagswahl in Bayern zeigt sich, dass die Parteien, die sich für ein Rad-Gesetz im Freistaat stark machen, prozentual die Mehrheit stellen. Denn die GRÜNEN, Freie Wähler und SPD kommen zusammen auf 38,8 Prozent der Wählerstimmen. Die CSU, die ein bayerisches Rad-Gesetz (noch) ablehnt, kommt auf 37,2 Prozent.

Die GRÜNEN und die SPD haben die Forderung des ADFC Bayern nach einem Rad-Gesetz in ihre Wahlprogramme übernommen. Die Freien Wähler haben im persönlichen Gespräch und in den Antworten auf die ADFC-Wahlprüfstein-Fragen erklärt, dass sie bayernweit einheitliche und verbindliche Vorgaben für die Förderung des Radverkehrs für sinnvoll halten und die entsprechende Forderung des ADFC Bayern unterstützen werden.[1] Der Spitzenkandidat der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, hatte sich zudem in der Sendung “Wahlarena“ des BR am 3. Oktober für eine rechtliche Grundlage zur Förderung des Radverkehrs ausgesprochen.[2]

Rechtlicher Rahmen für die Radverkehrsförderung ist unerlässlich
Ein bayerischen Rad-Gesetz ist aus Sicht des ADFC Bayern deshalb notwendig, weil die Ziele zur Radverkehrsförderung aus dem „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“ ohne einen solchen Rahmen zu langsam oder gar nicht erreicht werden können. Berlin hat kürzlich ein entsprechendes Mobilitätsgesetz erlassen und es zeigt sich, dass der Radverkehr nun deutlich besser gefördert wird. In Bayern hingegen zählen Fördermaßnahmen fürs Rad zu den freiwilligen kommunalen Aufgaben. „Bislang entscheidet folglich jede bayerische Kommune nach Kassenlage und eigenem Ermessen selbst, ob und wie sie Radverkehrsinfrastruktur baut, unterhält und wie sie darüber hinaus den Radverkehr fördert“, erläutert die ADFC-Landesvorsitzende Bernadette Felsch. „Das Ergebnis ist ein gefährliches Flickwerk aus unterschiedlichsten Radverkehrsanlagen, die sehr häufig nicht den Anforderungen entsprechen – sofern sie überhaupt vorhanden sind.“

„Radverkehrsprogramm Bayern 2025“ bislang folgenlos
Seit die Staatsregierung das „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“ Anfang 2017 vorgestellt hat, ist dieses in der Umsetzung kaum vorangekommen. Soll das Hauptziel des Programms, bis 2025 den Radverkehrsanteil in Bayern von aktuell knapp elf auf 20 Prozent zu steigern, erreicht werden, muss die neue Regierung den Worten zur Radverkehrsförderung auch endlich Taten folgen lassen und entsprechend Geld und Personal bereitstellen, sowie Städte, Gemeinden und Landkreise auch besser beratend unterstützen. Bernadette Felsch: „Wir werden die Koalitionsverhandlungen und das Handeln der künftigen Regierungskoalition aufmerksam beobachten und selbstverständlich weiterhin für unsere Forderungen und eine Rechtsgrundlage für eine echte Radverkehrsförderung werben.“

Hinweis für Redaktionen
Diese Presseinformation und weitere Meldungen gibt es online in unserem Pressebereich und unter www.radgesetz-bayern.de/medienbereich/pressemitteilungen.

Über den ADFC
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 170.000 Mitgliedern, davon mehr als 27.000 in Bayern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

Ein Rad-Gesetz für Bayern! auf Twitter: @RadgesetzBY

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Pressemitteilungen
news-3857 Sun, 07 Oct 2018 12:53:00 +0200 Großdemo am Samstag, den 6. Oktober 2018 in München https://www.adfc-bayern.de/news/article/grossdemo-am-samstag-den-6-oktober-2018-in-muenche/ Am Samstag, den 6. Oktober, eine Woche vor der Landtagswahl, ging der ADFC gemeinsam mit vielen anderen bayerischen Organisationen auf die Straße. Die Großdemonstration stand unter dem Motto "Mia ham's satt!" und wollte den Blick auf die wahren Probleme und Herausforderungen im ökologischen Bereich lenken! Begleitet von einem umfangreichen Bühnenprogramm ging es um die Themen "Saubere Luft statt Verkehrskollaps!", "Bauernhöfe statt Agrarfabriken!" und "Natur statt Flächenfraß!" gehen. Als ADFC haben wir uns dabei konkret für die Verkehrswende und "ein Rad-Gesetz für Bayern!" eingesetzt. Den Nachbericht könnt Ihr hier lesen. Aktuelles news-3867 Tue, 02 Oct 2018 10:20:00 +0200 Landtagswahl 2018: Wie fahrradfreundlich sind die Parteien? https://www.adfc-bayern.de/aktuelles/fazit-so-fahrradfreundlich-sind-die-parteien/wahlpruefsteine/ Am 14. Oktober sind Landtagswahlen. Der ADFC Bayern hat nachgefragt, was die Parteien für eine Stärkung des Radverkehrs im Freistaat getan haben. Die Antworten hat der Fahrradclub mit den Wahlprogrammen der Parteien verglichen und diese schließlich nach ihrer Fahrradfreundlichkeit bewertet. Aktuelles