Fachtagung Radverkehr 2015 von ADFC und AGFK Bayern

Bayerische Fachtagung Radverkehr in Erlangen
Gesundheitsförderung und Mobilitätslösungen für Unternehmen und Kommunen

Ganz im Zeichen einer multimodalen Gesundheitsförderung mit dem Schwerpunkt Mobilitätslösungen für Unternehmen und Kommunen stand die Zweite Bayerische Fachtagung Radverkehr, am 23. April 2015 in Erlangen. Kommunen stehen vor komplexen Herausforderungen in Fragen der Nahmobilität. Mehr Bewegung im Alltag zur Förderung der Gesundheit ist hier ein Lösungsansatz mit vielen wichtigen Facetten, bei dem das Fahrrad eine wichtige Rolle spielt. Verknüpft mit anderen Verkehrsmitteln lassen sich per Rad auch längere Distanzen gut bewältigen.

Bei der eintägigen Fachtagung gaben Fachleute aus Politik und Praxis in Vorträgen Impulse, bevor sich die Teilnehmer in interaktiven Workshops mit dem Thema befassten. Eine Podiumsdiskussion und ein Markt der Möglichkeiten rundeten das Programm ab. Veranstaltet wurde sie von der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen in Bayern (AGFK) und dem Landesverband Bayern des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). Dieses Jahr als Gesundheitspartner mit dabei war die Siemens-Betriebskrankenkasse. Die Veranstaltung wendete sich an Entscheidungsträger aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Die Teilnahme war kostenlos.

Das vollständige Programm finden Sie hier zum downloaden

Radverkehrsförderung als Gesundheitsförderung

Pressemitteilung

Länger leben durch den Tritt in die Pedale?
Die bayerische „Fahrradbranche“ traf sich in Erlangen und diskutierte, wie man die Trendthemen Gesundheit und Radverkehr noch besser kombiniert. Bei der zweiten bayerischen Fachtagung der AGFK Bayern e.V. und des ADFC Bayern e.V. war dann auch folgerichtig die SBK – Siemens Betriebskrankenkasse als Gesundheitspartner mit an Bord. Die über 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erarbeiteten mit unterschiedlichsten Referenten Lösungen, um noch mehr Menschen vor allem im Alltagsverkehr aufs Rad zu bringen.

„So lange die Menschen in Bayern noch mit dem Auto ins Fitness-Studio fahren, müssen wir am Thema Gesundheitskommunikation im Radverkehr arbeiten“, so urteilte Marlene Wüstner, die Vorsitzende der AGFK Bayern im Rahmen der zweiten bayerischen Fachtagung Radverkehr am 23.4. in Erlangen. Deutlich wurde im Rahmen der Veranstaltung aber, dass es bereits viele neue Ansätze jenseits des Aufklärungs-Flyers gibt. Beispiele aus Unternehmen, Kommunen und Verbänden wurden im Rahmen eines Markt der Möglichkeiten und bei drei interaktiven Workshops vorgestellt und diskutiert. Unternehmen wie ebm-papst konstatieren einen Rückgang des Krankenstands seit Einführung der Radförderung, Kommunen stellten neue Angebote wie Fahrradparkhäuser und attraktive Möglichkeiten für Kombinationen aus Rad und ÖPNV vor.

Trotzdem ist noch Luft nach oben, wie auch Armin Falkenhein, Vorsitzender des ADFC Bayern e.V. feststellt. „Die vorgestellten Ideen zeigen, dass viel Innovationskraft da ist. Es wird nun wichtig, dass diese Leuchtturmprojekte keine Einzelfälle bleiben, sondern Vorbildcharakter haben“. Die Veranstaltung hat gezeigt: Es gibt viele sehr gute Gründe für mehr radelnde Mitarbeiter in Bayerns Unternehmen und Kommunen. So unterstützt der ADFC private und kommunale Arbeitgeber dabei, die richtigen Voraussetzungen für eine stärkere Nutzung des Fahrrads durch ihre Mitarbeiter zu schaffen, bis hin zu einer Zertifizierung als „fahrradfreundlicher Arbeitgeber“.
Mit der zweiten bayerischen Fachtagung Radverkehr setzen AGFK Bayern und ADFC Bayern für die Weitergabe guter Ideen relevante Impulse.
Auch Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann unterstrich die Unterstützung für mehr Radverkehrsförderung mit der Vorstellung der Pläne für den Ausbau von Radwegen an Land- und Bundesstraßen im Freistaat. Für die im letzten Jahr angekündigten 200 Mio. Euro Investitionsvolumen gibt es nun bereits erste konkrete Trassenführungen, die der Minister im Rahmen der Veranstaltung präsentierte.

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