10 Kernforderungen des Landesverbandes an die Politik

Steigende Ölpreise und die Erfordernisse des Klimaschutzes bedingen eine postfossile Mobilität, die nicht mit einem „Weiter so wie bisher“ erreicht werden kann. Unsere Gesellschaft muss sich den Herausforderungen der Energieeffizienz im Verkehrsbereich und des Klimaschutzes stellen. In Städten kommt die Flächeneffizienz hinzu.
Es gilt, die Nachhaltigkeit für die Mobilität sicherzustellen, die ökologische Verträglichkeit, Wirtschaftlichkeit und soziale Teilhabe gleichermaßen erfordern.

Das Fahrrad leistet hierzu einen gewichtigen Beitrag, denn die Fakten sind bekannt: 50 % aller Autofahrten sind nicht länger als ca. 4-5 km – diese Fahrten sind in nennenswertem Umfang durch eine Fahrradmobilität kompensierbar. Bei günstigen Raumstrukturen können auch längere Kfz-Fahrten durch kürzere Wege mit dem Rad ersetzt werden, so dass sich damit die Wirkung des Umsteigens deutlich erhöhen lässt.

Die Erkenntnisse der WHO zum Thema Gesundheit, wonach regelmäßige Bewegung (an fünf Tagen pro Woche mindestens 30 min mäßige Bewegung) – z.B. im Alltag mit dem Rad – maßgeblich für den Erhalt der Gesundheit sind, zeigen den Weg auf, die Gesundheitskosten überschaubar zu halten und den Menschen durch bewegungsfördernde Verkehrsarten die Chance zu einem gesunden Leben zu geben.

Die Verlagerung von Kurzstreckenverkehr auf bewegungsfördernde, nichtmotorisierte Verkehrsarten leisten aber nicht nur global einen Beitrag zur CO2 Senkung und Ressourcenschonung, sondern sind lokal eine elementarer Baustein für eine lebenswerte Stadt. Mehr Rad- und weniger Kfz-Verkehr senken die Lärm- und Abgas-Emissionen und tragen wegen der geringeren Flächeninanspruchnahme zu einem lebenswerten Wohnumfeld sowie zu attraktiven Ortskernen und Innenstädten bei. Schließlich wird auch das Portemonnaie der Bürgerinnen und Bürger geschont. So kann anstelle des Imports von Öl die lokale Wertschöpfung innerhalb Bayerns erhöht werden.

Das Fahrrad ist die Lösung für vielfältige ökologische, soziale und wirtschaftliche Problemlagen weltweit. Nach dem Motto ‚global denken – lokal handeln’ hat der ADFC Bayern daher das Ziel, durch seine Arbeit den Radverkehr in Bayern zu verdoppeln, d.h. ihn von 11 % auf mindestens 20 % im Jahr 2020 zu steigern. Dies wollen wir mit Hilfe der im Folgenden erläuterten 10 Kernforderungen erreichen.

Die Kernforderungen können hier als PDF runtergeladen werden

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