Wegweisung in Bayern

In einigen Bundesländern (Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz) wird eine einheitliche Fahrradwegweisung im staatlichen Bereich konsequent beachtet. Durch entsprechende Richtlinien und Zuschussregelungen wird darüberhinaus weitgehend sichergestellt oder gefördert, dass auch auf den anderen Entscheidungsebenen so verfahren wird. Zur Anwendung kommen dabei überall ausschließlich die in Fachkreisen seit Jahren anerkannten Empfehlungen der Forschungsgesellschaft für das Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) aus dem "Merkblatt zur wegweisenden Beschilderung für den Radverkehr" (Köln 1998). Dieses System ist auch im Nationalen Radverkehrsplan empfohlen.

Seit 2004 hat sich dazu in Bayern - nicht zuletzt dank der konstruktiven Gespräche des ADFC mit den zuständigen Stellen - einiges verbessert. So propagiert das Bayerische Innenministerium inzwischen die FGSV-Beschilderung und hat ein Ausbauprogramm an Bundes- und Staatsstraßen mit der FGSV-Beschilderung veranlaßt.

Siehe auch folgende Pressemeldungen von 2015:

Radwegeausbau an Bundes- und Staatsstraßen

Merkblatt zur wegweisenden Beschilderung für den Radverkehr

Fehlende Vorgaben haben zu einer unüberschaubaren Menge unterschiedlichster Wegweisungssysteme für den Radverkehr geführt; viele davon sind schlecht bis unbrauchbar. Mit diesem Regelwerk besteht die Möglichkeit, bundesweit eine einheitliche und nutzergerechte Radverkehrswegweisung zu erreichen.

Die Radwegbeschilderung dieses Regelwerkes besteht im wesentlichen aus folgenden Komponenten:

  • Pfeilwegweiser
  • Tabellenwegweiser
  • Zwischenwegweiser
  • Einhänger für touristische Routenkennzeichnung (Routensignets)

Forderungen an eine systematische Fahrradwegweisung

Für jede Fahrradwegweisung ist eine sorgfältige Netzplanung nötig, die

  • die aufzunehmenden Ziele enthält, 
  • die Wege ausweist, über die der Radverkehr führen soll,
  • eine detaillierte Ausführungsplanung nach sich zieht.

Die Wegweiser selbst müssen hinsichtlich

  • Inhalt
  • Form
  • Farbe und
  • Aufstellungsort

einheitlich, leicht auffindbar und rechtzeitig erkennbar sein.

Eine gute Fahrradwegweisung ist selbsterklärend und ohne zusätzliches Informationsheft verständlich.

© ADFC Bayern 2018