ADFC Bayern https://www.adfc-bayern.de/ Nachrichten des ADFC Bayern de ADFC Bayern e.V. Fri, 18 Jan 2019 00:25:22 +0100 Fri, 18 Jan 2019 00:25:22 +0100 TYPO3 EXT:news news-3976 Wed, 19 Dec 2018 11:57:27 +0100 ADFC Radreisen 2019 https://www.adfc-bayern.de/news/article/adfc-radreisen-2019/ Kultur, Genuss und Inspiration bietet seit vielen Jahren der ADFC Baden-Württemberg in Kooperation mit dem ADFC Bayern mit seinem Radreiseproramm in verschiedenen Regionen Europas an. Exklusiv nur für ADFC-Mitglieder und mit top ausgebildeten ADFC-Tourenguides geht es auf dem Tourenrad, Pedelec, Montainbike oder Rennrad am Fluss entlang, durch Wälder und Wiesen, in historischen Städten oder ins Gebirge.  Im Radreisejahr 2019 werden 23 erlebnisreiche Gruppenradreisen angeboten, darunter acht neue, spannende Ziele, wie z.B. das Ruhrgebiet, die Ardennen und die Préalpen. Erstmals steht auch eine Familien-Radreise auf dem Programm: erlebnisreiche Tage in der Jugendherberge in Baden-Baden. Wie im letzten Jahr gibt es auch wieder die Radreisen des ADFC München als exklusives online Angebot, buchbar ab 14.01.2019

Alle weiteren Radreisen sind ab sofort buchbar.

Viel Spaß beim Stöbern während der ruhigen Weihnachtszeit!

Ein kostenloses Exemplar des ADFC-Radreisekataloges 2019 kann unter https://www.adfc-radreisen.de/service/katalog-anfordern/ angefordert werden.Detaillierte Informationen zu den ADFC-Radreisen gibt es auf https://www.adfc-radreisen.de/radreisen19/ auch online.

]]>
Aktuelles
news-3973 Mon, 17 Dec 2018 12:30:55 +0100 Bayerischer Verkehrssicherheitspreis 2019: „Miteinander mobil – Kinder sicher unterwegs“ https://www.adfc-bayern.de/news/article/bayerischer-verkehrssicherheitspreis-2019-mitein/ Unter dem Motto „Miteinander mobil – Kinder sicher unterwegs“ zeichnet die Versicherungskammer Stiftung in Kooperation mit der Landesverkehrswacht Bayern e.V. und der Bayerischen Sparkassenstiftung Maßnahmen und Ideen aus, die dafür sorgen, dass Kinder sicher zur Schule oder in den Kindergarten gelangen.   Mit Bus und Bahn, auf dem Rad oder zu Fuß – für Kinder gibt es zahlreiche Möglichkeiten, den (Schul-)Weg zu gestalten und zu einem gemeinschaftlichen Abenteuer mit FreundInnen werden zu lassen. Allerdings fahren immer mehr Eltern ihren Nachwuchs im sogenannten „Eltern-Taxi“ zur Schule oder Kita. Zu den Bring- und Holzeiten kommt es zu chaotischen oder sogar gefährlichen Zuständen vor den Gebäuden, da Verkehrsregeln missachtet und Warnschilder oft ignoriert werden. Gleichzeitig werden die Kinder daran gehindert, ihre Verkehrskompetenz zu entwickeln.

Auf dem Weg zur Schule oder Kita wird täglich der achtsame Umgang mit anderen VerkehrsteilnehmerInnen geübt. Unter dem Motto „Miteinander mobil – Kinder sicher unterwegs“ wird deshalb nach Maßnahmen und Ideen gesucht, die sich für einen innovativen (Schul-)Weg einsetzen sowie die selbstständige Mobilität und Verkehrssicherheit der Kinder nachhaltig stärken.

Der Preis wird in zwei Kategorien vergeben:

1. Alle Achtung!
Ein Projekt, das mit einer (Aufklärungs-)Kampagne, einer Baumaßnahme, einer Initiative oder durch Trainings dafür sorgt, dass Kinder sicher in die Schule oder Kita kommen, wird von der Versicherungskammer Stiftung mit 5000 Euro prämiert.

2. Gedankenblitz!
Ein Projekt, das durch die Entwicklung und Konzeption technischer Lösungen die Sicherheit auf dem (Schul-)Weg fördert, wird von der Bayerischen Sparkassenstiftung mit 5000 Euro prämiert.

Schirmherr des Bayerischen Verkehrssicherheitspreises ist Joachim Herrmann, MdL, Bayerischer Staatsminister des Innern, für Sport und Integration.

Bewerbung & Jury

Bewerben können sich Gruppen, Vereine, Schulklassen, Kitas, Unternehmen, Institutionen, Kommunen und Einzelpersonen, deren Wohn- und Dienstort in Bayern liegt und die das Projekt in Bayern umgesetzt haben. Die Anmeldung ist nur in einer Kategorie möglich und die Onlinebewerbung muss vollständig ausgefüllt sein. Die Bewerbung ist bis zum 11. März 2019 online möglich unter www.bayerischer-verkehrssicherheitspreis.de.

]]>
Landesverband Aktuelles
news-3962 Tue, 11 Dec 2018 10:36:00 +0100 Viel Neues beim ADFC Bayern 2018 und viel vor für 2019 https://www.adfc-bayern.de/news/article/viel-neues-beim-adfc-bayern-2018-und-viel-vor-fuer/ 2018 war für den ADFC Bayern ein spannendes Jahr mit vielen Neuerungen. Und auch 2019 haben wir viel vor. Hier ein Rückblick und Ausblick des Landesvorstands. Der ADFC Bayern ist der zweitgrößte Landesverband des ADFC und ist 2018 auf 27.000 Mitglieder gewachsen. Im April hat unser langjähriger Vorsitzender Armin Falkenhein den Landesvorsitz an Bernadette Felsch übergeben. Die Interessen der Radfahrenden vertreten wir inzwischen nicht mehr vor allem hinter den Kulissen, sondern sind mit einer breit angelegten Öffentlichkeitsarbeit verstärkt auf Medien und alle Bürger*innen zugegangen.

Medienwirksame Kampagne für ein Rad-Gesetz für Bayern

Zu Jahresbeginn hatten wir uns vorgenommen, König Ludwig II. zur Symbolfigur für unsere Forderungen zu machen. Wir wollten seinen gescheiterten Traum endlich verwirklichen, Bayern zu einem Radl-Land zu machen. Zwar steht es nicht in unserer Macht, so wie der Kini es wohl geplant hatte, einfach ein königlich bayerisches Velo-Gesetz zu erlassen. Aber wir haben den Parteien im Landtag und den Landtagskandidaten und -kandidatinnen gesagt, wo der Schuh aus unserer Sicht beim Radfahren in Bayern am meisten drückt. Wir haben kritisiert, dass das schönste Radverkehrsprogramm nicht mehr wert ist, als das Papier, auf dem es steht, wenn für das Erreichen der Ziele Geld und Personal fehlen und wenn nirgendwo steht, wie man diese Ziele denn erreichen will. Das ist beim „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“, das die Bayerische Staatsregierung Anfang 2017 aufgelegt hat, leider der Fall. Deshalb fordern wir ein Rad-Gesetz für Bayern, konkret:

  • einen verbindlichen Maßnahmenplan zum „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“
  • ein sicheres, komfortables, durchgängiges Radwegenetz in ganz Bayern
  • gute Radabstellplätze – insbesondere auch an allen bayerischen Bahnhöfen
  • eine Verdoppelung des Budgets für die Förderung des Radverkehrs
  • erheblich mehr Personal für die Umsetzung des Radverkehrsprogramms Bayern 2025
  • eine deutliche Verbesserung der Fahrradmitnahme in Bus und Bahn

Vor allem aber stört uns, dass bis dato jede Kommune selbst entscheidet, ob sie etwas für den Radverkehr tut und falls ja, wie. Wenn Geld und politischer Wille fehlen passiert gar nichts. Und weil es keine einheitlichen und verbindlichen Vorgaben dazu gibt, wie gute Radinfrastruktur aussieht, baut jede Kommune, was sie halt so meint.
Wer mal in den Niederlanden geradelt ist, weiß, wie gut es sich anfühlt auf einheitlichen und guten Radwegen unterwegs zu sein. Wo es bei uns in Bayern dagegen überhaupt Radwege gibt, bestehen diese häufig aus einem Flickwerk unterschiedlichster Radwegearten, die meist unterdimensioniert sind und viel zu oft im Nichts enden. Oft weiß man auf dem Rad auch gar nicht, wie und wo man überhaupt fahren soll. Mal scheint man aus Verkehrsplaner-Sicht ein Fußgänger mit Rädern statt Füßen zu sein. Mal soll man auf der Straße fahren, als wäre man ein etwas zu langsamer LKW. Dort wird viel zu eng und zu schnell überholt, man muss Abgase einatmen und hat an Kreuzungen und Einmündungen ständig Angst, unter die Räder abbiegender LKWs, Busse und SUVs zu geraten.
Viele Menschen lassen das Radfahren deshalb lieber gleich bleiben. So bringen wir die Leute nicht aufs Rad! Dass mehr Menschen aufs Rad steigen, wäre aber in vielerlei Hinsicht wünschenswert. Denn jedes Kraftfahrzeug weniger bedeutet weniger Lärm, bessere Luft, besseres Klima und mehr Lebensqualität. Auch das Risiko schwerer Unfälle sinkt quasi automatisch.   

Deshalb sagen wir: Ein Rad-Gesetz muss her! Damit Radverkehrsförderung endlich verbindlich wird und damit es bayernweit vorbildliche Radwege nach einheitlichem Standard gibt. Und damit die Kommunen bei Planung und Bau von Radverkehrsanlagen und Stellplätzen nicht allein gelassen, sondern unterstützt werden.

Im Landtag Aufgeschlossenheit bei fast allen Parteien

Erfreulicherweise haben wir damit bei allen im Landtag vertretenen Parteien schon in persönlichen Gesprächen vor Beginn des Wahlkampfes Gehör gefunden. Mit einer großen Radsternfahrt haben wir im April 2018 unsere Forderungen öffentlich gemacht und mit Politiker*innen aller Parteien auf einem Podium diskutiert.
Die Grünen und die SPD haben ein Rad-Gesetz danach sogar in ihren Wahlprogrammen versprochen. Bei unseren Wahlprüfsteinen gab es von noch mehr Parteien Unterstützung, auch von solchen, die erst (wieder) neu in den Landtag eingezogen sind oder (teils nur knapp) gescheitert sind. Auch die nun in der „Bayernkoalition“ mitregierenden Freien Wähler stehen einem Rad-Gesetz sehr aufgeschlossen gegenüber. Hubert Aiwanger hat sogar in der BR-Wahlarena gesagt, Bayern brauche unbedingt ein Rad(schnellwege)-Gesetz.
Daran haben wir die Freien Wähler zu den Koalitionsverhandlungen nochmals erinnert und siehe da: Jetzt steht die Radverkehrsförderung ausdrücklich im Koalitionsprogramm. Das erstaunt insofern, als die CSU in all ihren Wahlprogrammen zwar Flugtaxis, ein bayerisches Raumfahrtprogramm und vor allem den MIV „als Rückgrat der Mobilität“ gelobt, den Radverkehr aber leider komplett vergessen hatte. Außerdem vertritt die CSU strikt die Meinung, ihr "Radverkehrsprogramm Bayern 2025" sei völlig ausreichend und ein Gesetz brauche es nicht.

Leider spiegelt sich diese Auffassung auch in der Formulierung im Koalitionsvertrag wider. Dort steht unter dem Slogan „Radfahren in Bayern – jeden Tag mobil.“:
„Wir wollen erreichen, dass bis zum Jahr 2025 der Radverkehrsanteil am Gesamtverkehr von rund 11 % auf 20 % der Zahl der Wege steigt. Dazu setzen wir das beschlossene Radverkehrsprogramm Bayern 2025 konsequent um: Wir konzipieren ein Radverkehrsnetz für den Alltagsradverkehr und führen die hohen Investitionen in den Radwegebau fort.
Wir wollen Radschnellwege und Fahrradabstellanlagen verstärkt fördern."

Wir finden, da ginge zwar noch deutlich mehr, aber es ist ein Anfang, an den wir gerne weiter bei jeder Gelegenheit erinnern werden. Das gilt natürlich auch für unsere Forderungen. Wir werden auch mit den aktuellen politischen Vertreter*innen intensive Gespräche suchen und weiter für bessere Radverkehrsbedingungen in Bayern werben. Das gilt auch für die kommunale Ebene, wo wir die Radentscheid-Bewegungen unterstützen. Denn insbesondere in den Städten haben wir das Potenzial, politisch Druck zu erzeugen. Dies hat sich – neben vielem anderen – auf dem SüdOstForum in Weimar, das im November 2018 zum zweiten Mal zusammen mit dem Landesverband Sachsen und zum ersten Mal mit dem Landesverband Thüringen stattfand, auch herauskristallisiert.

Weitere Akzente im kommenden Jahr

Neben all der verstärkten politischen Arbeit soll aber auch unsere zweite wichtige Säule nicht zu kurz kommen: Fahrradtourismus und Radtouren. Das neue ADFC-Radtouren- und Veranstaltungsportal kann und wird das umfangreiche Tourenangebot des ADFCs noch bekannter machen. Mit diesem Portal wird auch die Erstellung von Druckvorlagen für Tourenprogramme einfacher.

Die Öffentlichkeitsarbeit soll generell noch weiter verbessert werden. Nachdem die ADFC-Landesgeschäftsstelle die bayerischen Kreisverbände nun schon seit über einem Jahr bei der Pressearbeit unterstützt und der Bundesverband seine Website verjüngt hat, wird der ADFC Bayern 2019 nachziehen und als erster Landesverband seine Website ebenfalls neu und moderner gestalten.

2019 steht außerdem ein Jubiläum an: Der ADFC wird 40 Jahre alt und möchte weiterwachsen, um die Interessen der Radfahrenden und der Menschen, die gerne zusätzlich öfter aufs Rad umsteigen würden, noch besser vertreten zu können. Hierfür wird es 2019 eine Kampagne des Bundesverbandes geben, an der sich alle Kreis- und Landesverbände beteiligen können und sollen.

Und schließlich soll 2019 die Zielerarbeitungsphase des Verbandsentwicklungsprozesses abgeschlossen werden, bei dem der ADFC sich viel vorgenommen hat, um größer, besser, schlagkräftiger und für mehr Menschen attraktiv zu werden. Diese Ziele wollen wir dann auch schnellstmöglich erreichen und umsetzen. Die wichtigste Maßnahme wird dabei sicherlich eine bessere und wertschätzende Kommunikation im Verband sein. Denn die erfolgreiche Arbeit unserer vielen Aktiven erfolgt fast ausschließlich ehrenamtlich und dieses Engagement soll auch Spaß machen. Denn gemeinsam sind wir stark und wenn wir dabei gute Laune haben, dann wirken wir auch sympathisch und finden einfacher weitere Unterstützer*innen. Und wie Ihr seht, gibt es auch in den kommenden Jahren mehr als genug zu tun. Deshalb an dieser Stelle ein riesengroßes Dankeschön an all unsere Aktiven! Ohne Euch wären wir nicht da, wo wir heute sind!

Wir wünschen Euch schöne und erholsame Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr!

Euer Landesvorstand

]]>
Aktuelles
news-3960 Mon, 10 Dec 2018 10:36:14 +0100 Christbaum im Fahrradkorb? https://www.adfc-bayern.de/news/article/christbaum-im-fahrradkorb/ Christbaumstände gibt es in der Weihnachtszeit an fast jeder Straßenecke, allerdings sind dort Parkplätze oft Mangelware. Und wer kein Auto hat, der muss sich vor Weihnachten ohnehin der Frage stellen, wie der Baum am besten ins Haus kommt. Die ADFC-Transport-Tipps zeigen, warum das Rad der ideale Kleintransporter für die grüne Fracht ist. Ab einer Baumhöhe von anderthalb Metern wird das unter den Arm Klemmen schwierig und das Fahrrad kommt als attraktive Transporthilfe ins Spiel. Der ADFC Bayern rät beim Christbaumtransport vier Sicherheitsregeln zu beachten: Der Baum muss sicher mit Spanngurten befestigt sein, er ragt nicht mehr als einen Meter seitlich heraus und Sicht sowie Fahrtüchtigkeit sind gewährleistet. „Bei uns kommt es relativ häufig vor, dass Kunden die Christbäume mit dem Fahrrad abholen. Manche kommen mit dem Anhänger, aber die meisten legen den Baum über Lenker und Sattel, binden ihn am Radrahmen fest und dann wird heim geschoben. Unser Standardgruß an die Kunden lautet dann immer „mobiles Grün!“, erzählt Markus Tietz, Christbaumhändler von Garten & So aus Gröbenzell. Da es im Winter früh dunkel wird, empfiehlt der ADFC den Baum noch vor der Dämmerung zu besorgen und auf wenig frequentierten, eisfreien Wegen nach Hause zu fahren.

Christbaum im Fahrradanhänger?
Fahrstabiler als das Festgurten am Radrahmen ist die Variante per Fahrradanhänger. Im Fachhandel gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Anhängermodellen. Auch hier gilt: Ladung gut sichern mit Gurten. Wer zum ersten Mal mit einem Anhänger fährt, sollte ein paar Proberunden in einem ruhigen Bereich drehen. Ragt der Baum mehr als einen Meter über den Anhänger hinaus, muss er mit einem roten Wimpel gekennzeichnet werden. Besonders geeignet ist der Anhänger auch für nachhaltige Weihnachtsbäume im Topf, die nach dem Fest wieder an den Verleiher zurückgegeben werden können.

Christbaum im Lastenrad?
Das Angebot an Spezialrädern mit und ohne Elektrounterstützung, die bis zu 100 Kilo Ladung transportieren können, ist in den letzten Jahren enorm gewachsen. In Dänemark besitzt im urbanen Raum schon heute jede dritte Familie ein Lastenrad. Wer sich nicht gleich eines kaufen möchte, kann für den Christbaumtransport beispielsweise auf einen Sharing-Service zurückgreifen. Eine aktuelle Liste von Lastenrad-Sharing-Systemen in bayerischen Städten wie Bamberg, Erlangen, Nürnberg und Würzburg gibt es auf dem Blog cargobike.jetzt. In München können Lastenräder beispielsweise kostenlos online über freie-lastenradler.de und über das EineWeltHaus gebucht werden. Über digitale Nachbarschaftsplattformen wie nebenan.de oder miduu.de lässt sich außerdem erfragen, welcher Nachbar bereit wäre, sein Lastenrad oder Fahrradanhänger für eine vorweihnachtliche Transportaktion zu teilen.

Christbaum per Cargo-Rad-Lieferservice
Für alle, die es komfortabel mögen, bieten immer mehr junge Logistik-Unternehmen Transportservices per Rad an. Derzeit gibt es professionelle Bike-Cargo-Services beispielsweise in Berlin, Frankfurt am Main oder in Stuttgart – Bayern zieht hier sicherlich auch bald nach. Die Cargo-Bike-Szene ist kreativ und entwickelt kontinuierlich neue Modelle für den Transport per Rad. Ein Künstlerkollektiv in Hamburg hat beispielsweise einen „Radl-Truck“ entwickelt, der bis zu 400 kg Gewicht aushält und Platz für zwei Europaletten bietet – damit lässt sich dann locker der Christbaumtransport für die ganze Nachbarschaft mitorganisieren.

]]>
Aktuelles Pressemitteilungen
news-3945 Thu, 29 Nov 2018 14:35:05 +0100 ADFC-SüdOstForum 2018 in Weimar https://www.adfc-bayern.de/news/article/adfc-suedostforum-2018-in-weimar/ Ein Wochenende, 166 Teilnehmende, 30 Workshops, Diskussionen und Vorträge – auf dem SüdOstForum 2018 war einiges geboten. Von Freitag bis Sonntag trafen sich die Aktiven des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs in Weimar, um sich über Fahrradinfrastruktur, Verkehrswende, Pressearbeit, Lobbying und vieles mehr auszutauschen. Zum ersten Mal hatten sich die ADFC-Landesverbände Bayern, Thüringen und Sachsen für die gemeinsame Aktivenfortbildung zusammengetan.

Nach der Begrüßung durch die drei Landesvorsitzenden und Grußworten von Vertreter*innen aus Politik sprach am Freitagabend Bundesgeschäftsführer Burkhard Storck über die Ziele und Aufgaben des ADFC der Zukunft. Am nächsten Morgen ging es weiter mit einem Vortrag von Prof. Steffen de Rudder zum Thema Verkehrswende und wie diese schneller vorankommt. Nach zwei Workshop-Blöcken ließen die Teilnehmenden den Samstag bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen. Über Radentscheide und Radgesetze wurde dann am nächsten Morgen diskutiert. Weiter ging es mit verschiedenen Workshops, bevor die ADFC-Aktiven nach der gemeinsamen Verabschiedung den Heimweg antraten.

Die gesamte Dokumentation der Veranstaltung steht in Kürze im internen Bereich zur Verfügung.

]]>
Landesverband Aktuelles
news-3928 Tue, 20 Nov 2018 10:57:00 +0100 Radverkehr im Koalitionsvertrag, neuer bayerischer Verkehrsminister https://www.adfc-bayern.de/news/article/radverkehr-im-koalitionsvertrag-neuer-bayerischer/ Die Zuständigkeit für Bauen und Verkehr im bayerischen Kabinett wechselt binnen eines Jahres nun schon zum zweiten Mal. Der neue bayerische Minister für Bauen und Verkehr heißt Hans Reichhart. Der 36-jährige Jurist bekleidet erstmals ein Ministeramt und der ADFC hofft, dass sich die Zusammenarbeit mit ihm ebenso positiv entwickelt wie zuvor mit Staatsminister Joachim Herrmann und Staatsministerin Ilse Aigner. Dazu ADFC-Landesvorsitzende Bernadette Felsch: „Selbstverständlich wollen wir schnellstmöglich das Gespräch mit Herrn Reichhart suchen und daran erinnern, was sich CSU und Freie Wähler laut Koalitionsvertrag für den Radverkehr fest vorgenommen haben!“ Denn im Koalitionsvertrag steht: „Radfahren in Bayern – jeden Tag mobil. Wir wollen erreichen, dass bis zum Jahr 2025 der Radverkehrsanteil am Gesamtverkehr von rund 11 % auf 20 % der Zahl der Wege steigt. Dazu setzen wir das beschlossene 'Radverkehrsprogramm Bayern 2025' konsequent um: Wir konzipieren ein Radverkehrsnetz für den Alltagsradverkehr und führen die hohen Investitionen in den Radwegebau fort. Wir wollen Radschnellwege und Fahrradabstellanlagen verstärkt fördern.“

Dies kommentiert Bernadette Felsch so: „Nachdem die CSU das Fahrrad in ihrem Wahl- und Regierungsprogramm komplett vergessen hatte, erscheint es fast wie ein kleines Wunder, dass das Fahrrad nun im Koalitionsvertrag explizit erwähnt wird. Zwar ist die Zielsetzung nicht überraschend neu, aber dennoch erfreulich ambitioniert. Skeptisch bleiben wir dennoch, denn offen bleibt weiterhin, mit welchen Ressourcen und mit welchen Maßnahmen diese Ziele erreicht werden sollen. Dies kritisieren wir schon länger und werden hier auch in Zukunft immer wieder nachhaken und Verbesserungen einfordern, damit die Ziele keine leeren Versprechen bleiben. Eine Garantie für eine echte und rasche Radverkehrsförderung und bessere Radinfrastruktur bieten nur einheitliche und verbindliche Vorgaben, am besten in einem Rad-Gesetz. Hier bleiben wir dran!“

Wenn wir auch Sie überzeugen können, dass Bayern ein Rad-Gesetz braucht, tragen Sie sich bitte auf www.radgesetz-bayern.de als Unterstützer*in ein! Helfen Sie uns, politischen Druck aufzubauen für mehr Radverkehrsförderung! Ihre Daten werden ausschließlich zu diesem Zweck verwendet. Werben Sie bitte auch in Ihrer Familie, im Freundes- und Bekanntenkreis und am Arbeitsplatz für unsere Initiative und deren Unterstützungsmöglichkeit. Teilen Sie Ein Radgesetz für Bayern! auf Facebook und Twitter und WhatsApp! Vielen Dank!
 
Als Unterstützer*in eintragen

 

 

]]>
Aktuelles
news-3902 Tue, 23 Oct 2018 10:03:10 +0200 Sicher radeln durch Herbst und Winter https://www.adfc-bayern.de/news/article/sicher-radeln-durch-herbst-und-winter/ Die kalte Jahreszeit ist angebrochen und bringt neben kürzeren Tagen auch Nässe, Laub und Schnee mit sich. Was es nun für Radfahrende zu beachten gibt, erklärt der ADFC Bayern. Im Herbst macht feuchtes Laub die Straßen und Radwege stellenweise rutschig und damit zu Sturzfallen für Radfahrende. Über den ersten Schnee lässt sich meist noch ohne größere Schwierigkeiten fahren. Ist die Fahrbahn hingegen nass und überfriert die Nässe, dann besteht wieder Rutschgefahr. Gleiches gilt für festgefahrenen Schnee und Schneematsch im Laufe des Winters. Mit der richtigen Vorbereitung und Fahrtechnik sind Radler*innen auch für die kalten Monate gerüstet.

Vorausschauend fahren
In Herbst und Winter ist vorausschauendes Fahren gefragt. Fahrradfahrer*innen sollten einen großzügigen Abstand zu vorausfahrenden Personen halten, das Tempo reduzieren und Vollbremsungen vermeiden. Bei Glätte und fester Schneedecke gilt, vor der Kurve zu bremsen und in der Kurve zu rollen. Generell sollten Radfahrende nicht zu enge Kurven fahren und abrupte Schlenker vermeiden. Der ADFC Bayern empfiehlt, etwas Luft aus den Reifen zu lassen. Damit erhöht sich die Reibung und die Wegrutschgefahr wird verringert.

Abgefahrene Reifen wechseln
Wichtig ist auch, im Herbst Reifen mit abgefahrenem Profil auszutauschen und dünne Rennreifen einer breiteren Variante vorzuziehen. Manche Hersteller bieten auch spezielle Winterreifen an, die durch eine besondere Gummimischung mehr Grip garantieren sollen. Noch mehr Kontrolle bei Eis und Schnee bieten Reifen mit Spikes. Die Metallstifte, die sich seitlich im Mantel befinden, haben jedoch den Nachteil, dass sie bei eisfreier Fahrbahn das Rad langsamer machen. Wer sich unsicher fühlt, kann zudem den Sattel ein paar Zentimeter niedriger Stellen für eine bessere Balance. Nicht zuletzt sollten Radler*innen im Winter statt auf Klick-Pedale lieber auf klassische Pedale setzen.

Bei Dämmerung Licht einschalten
In der dunklen Jahreszeit ist gute Sichtbarkeit für Radfahrer*innen ein Muss. Unabhängig davon, ob Scheinwerfer und Rücklicht von einem Dynamo, von Batterie oder einem Akku betrieben werden – die Beleuchtung muss einwandfrei funktionieren und vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zugelassen sein. Gesetzlich vorgeschrieben sind ein Frontscheinwerfer mit großem weißen Reflektor, ein Rücklicht und ein großer roter Reflektor hinten, nach vorne und hinten wirkende gelbe Reflektoren an den Pedalen, durchgehende Reflexstreifen an den Reifen oder je zwei gelbe Speichenreflektoren in jedem Laufrad. Der ADFC Bayern rät, das Fahrradlicht schon bei Dämmerung einzuschalten, die in der dunklen Jahreszeit bereits früh eintritt. Außerdem empfiehlt der Fahrradclub eine möglichst wartungsfreie Lichttechnik wie den Nabendynamo, ein LED-Rücklicht und LED-Frontscheinwerfer jeweils mit Standlicht. Blinkende Beleuchtung ist am Fahrrad übrigens nicht zugelassen.

Helle Kleidung mit zusätzlichen Reflektoren
Auch helle Kleidung und zusätzliche Reflektoren an Jacke, Hose oder Helm erhöhen die Sichtbarkeit von Radler*innen. Zwiebel-Look, wasserfeste Schuhe und warme Socken helfen, den Körper bei Kälte und Fahrtwind warm zu halten. Das gilt insbesondere auch für Pedelec-Fahrer*innen. An die Hände gehören Fingerhandschuhe, am besten atmungsaktive und wasserdichte Radhandschuhe speziell für den Winter. Wenn es im Januar richtig zapfig wird, sollten keine freien Hautstellen hervorblitzen.

Pedelec-Akkus vor Kälte schützen
In Herbst und Winter sollten Fahrräder und besonders Pedelecs trocken und geschützt stehen, z.B. im Keller, Hausflur oder unter einer Schutzhülle. Wer den Akku des Pedelecs über Nacht mit ins Haus nimmt, sorgt dafür, dass die Batterie nicht durch Kälte beschädigt wird. Zusätzlichen Schutz bieten an kalten Tagen Neopren-Hüllen für den Akku.

Fahrradpflege
Sobald auf der Fahrbahn Salz gestreut wird, besteht Rostgefahr. Deshalb: Salz regelmäßig vom Fahrradrahmen wischen und die Kette häufiger reinigen und mit speziellem Kettenöl für nasse Bedingungen einölen. Bremsbeläge, die auf den sommerlichen Touren eventuell abgenutzt wurden, sollten vor dem Wintereinbruch ersetzt werden. Fleißige können im Herbst auch vorsorglich alle Radlager und Gelenke großzügig mit Fahrradfett einschmieren. Ein Tipp: Ein kleines Enteisungsspray in der Tasche öffnet zugefrorene Fahrradschlösser nach einem langen Arbeitstag – auch für die nette Kollegin oder den Kollegen.

Hinweis für Redaktionen
Bildmaterial finden Sie im Anhang. Diese Presseinformation und weitere Meldungen gibt es online in unserem Pressebereich.

Über den ADFC
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 170.000 Mitgliedern, davon mehr als 27.000 in Bayern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

Ein Rad-Gesetz für Bayern! auf Twitter: @RadgesetzBY

]]>
Aktuelles Pressemitteilungen
news-3895 Wed, 17 Oct 2018 10:46:41 +0200 Bayern wählt das Fahrrad! https://www.adfc-bayern.de/news/article/bayern-waehlt-das-fahrrad/ Im bayerischen Landtag gibt es nun eine rechnerische Mehrheit für das Rad-Gesetz Kurz nach der Landtagswahl in Bayern zeigt sich, dass die Parteien, die sich für ein Rad-Gesetz im Freistaat stark machen, prozentual die Mehrheit stellen. Denn die GRÜNEN, Freie Wähler und SPD kommen zusammen auf 38,8 Prozent der Wählerstimmen. Die CSU, die ein bayerisches Rad-Gesetz (noch) ablehnt, kommt auf 37,2 Prozent.

Die GRÜNEN und die SPD haben die Forderung des ADFC Bayern nach einem Rad-Gesetz in ihre Wahlprogramme übernommen. Die Freien Wähler haben im persönlichen Gespräch und in den Antworten auf die ADFC-Wahlprüfstein-Fragen erklärt, dass sie bayernweit einheitliche und verbindliche Vorgaben für die Förderung des Radverkehrs für sinnvoll halten und die entsprechende Forderung des ADFC Bayern unterstützen werden.[1] Der Spitzenkandidat der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, hatte sich zudem in der Sendung “Wahlarena“ des BR am 3. Oktober für eine rechtliche Grundlage zur Förderung des Radverkehrs ausgesprochen.[2]

Rechtlicher Rahmen für die Radverkehrsförderung ist unerlässlich
Ein bayerischen Rad-Gesetz ist aus Sicht des ADFC Bayern deshalb notwendig, weil die Ziele zur Radverkehrsförderung aus dem „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“ ohne einen solchen Rahmen zu langsam oder gar nicht erreicht werden können. Berlin hat kürzlich ein entsprechendes Mobilitätsgesetz erlassen und es zeigt sich, dass der Radverkehr nun deutlich besser gefördert wird. In Bayern hingegen zählen Fördermaßnahmen fürs Rad zu den freiwilligen kommunalen Aufgaben. „Bislang entscheidet folglich jede bayerische Kommune nach Kassenlage und eigenem Ermessen selbst, ob und wie sie Radverkehrsinfrastruktur baut, unterhält und wie sie darüber hinaus den Radverkehr fördert“, erläutert die ADFC-Landesvorsitzende Bernadette Felsch. „Das Ergebnis ist ein gefährliches Flickwerk aus unterschiedlichsten Radverkehrsanlagen, die sehr häufig nicht den Anforderungen entsprechen – sofern sie überhaupt vorhanden sind.“

„Radverkehrsprogramm Bayern 2025“ bislang folgenlos
Seit die Staatsregierung das „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“ Anfang 2017 vorgestellt hat, ist dieses in der Umsetzung kaum vorangekommen. Soll das Hauptziel des Programms, bis 2025 den Radverkehrsanteil in Bayern von aktuell knapp elf auf 20 Prozent zu steigern, erreicht werden, muss die neue Regierung den Worten zur Radverkehrsförderung auch endlich Taten folgen lassen und entsprechend Geld und Personal bereitstellen, sowie Städte, Gemeinden und Landkreise auch besser beratend unterstützen. Bernadette Felsch: „Wir werden die Koalitionsverhandlungen und das Handeln der künftigen Regierungskoalition aufmerksam beobachten und selbstverständlich weiterhin für unsere Forderungen und eine Rechtsgrundlage für eine echte Radverkehrsförderung werben.“

Hinweis für Redaktionen
Diese Presseinformation und weitere Meldungen gibt es online in unserem Pressebereich und unter www.radgesetz-bayern.de/medienbereich/pressemitteilungen.

Über den ADFC
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 170.000 Mitgliedern, davon mehr als 27.000 in Bayern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

Ein Rad-Gesetz für Bayern! auf Twitter: @RadgesetzBY

]]>
Pressemitteilungen
news-3857 Sun, 07 Oct 2018 12:53:00 +0200 Großdemo am Samstag, den 6. Oktober 2018 in München https://www.adfc-bayern.de/news/article/grossdemo-am-samstag-den-6-oktober-2018-in-muenche/ Am Samstag, den 6. Oktober, eine Woche vor der Landtagswahl, ging der ADFC gemeinsam mit vielen anderen bayerischen Organisationen auf die Straße. Die Großdemonstration stand unter dem Motto "Mia ham's satt!" und wollte den Blick auf die wahren Probleme und Herausforderungen im ökologischen Bereich lenken! Begleitet von einem umfangreichen Bühnenprogramm ging es um die Themen "Saubere Luft statt Verkehrskollaps!", "Bauernhöfe statt Agrarfabriken!" und "Natur statt Flächenfraß!" gehen. Als ADFC haben wir uns dabei konkret für die Verkehrswende und "ein Rad-Gesetz für Bayern!" eingesetzt. Den Nachbericht könnt Ihr hier lesen. Aktuelles news-3867 Tue, 02 Oct 2018 10:20:00 +0200 Landtagswahl 2018: Wie fahrradfreundlich sind die Parteien? https://www.adfc-bayern.de/aktuelles/fazit-so-fahrradfreundlich-sind-die-parteien/wahlpruefsteine/ Am 14. Oktober sind Landtagswahlen. Der ADFC Bayern hat nachgefragt, was die Parteien für eine Stärkung des Radverkehrs im Freistaat getan haben. Die Antworten hat der Fahrradclub mit den Wahlprogrammen der Parteien verglichen und diese schließlich nach ihrer Fahrradfreundlichkeit bewertet. Aktuelles news-3875 Mon, 01 Oct 2018 11:30:12 +0200 Landtagswahl in Bayern – Was versprechen die Parteien für den Radverkehr? https://www.adfc-bayern.de/news/article/landtagswahl-in-bayern-was-versprechen-die-parte/ Der ADFC Bayern hat die Antworten bayerischer Parteien auf seine Wahlprüfstein-Fragen und die Wahlprogramme ausgewertet. Die inhaltlichen Forderungen des ADFC zu Verbesserungen des bayerischen Radverkehrs werden von allen Parteien weitgehend begrüßt. Die CSU lehnt als einzige Partei ein bayerisches Rad-Gesetz ausdrücklich ab und vergisst das Fahrrad auch in ihren Wahlprogrammen. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN nennen die Radverkehrsförderung dagegen als eines der zehn wichtigsten Ziele in ihrem 10-Punkte-Plan und machen auch in der Langfassung ihres Wahlprogramms zahlreiche Vorschläge für die Mobilität mit dem Rad. Damit belegen die GRÜNEN in der Bewertung des ADFC Bayern den ersten Platz. Im Vorfeld der Landtagswahlen am 14. Oktober hat der ADFC Bayern alle im Landtag vertretenen Parteien und alle Parteien, die eine Chance auf (Wieder-)Einzug in den Bayerischen Landtag haben befragt,

1.     wie sie die aktuellen Forderungen des ADFC Bayern nach einer verstärkten Radverkehrsförderung in Bayern bewerten (siehe www.radgesetz-bayern.de),

2.     was sie bereits für den Radverkehr in Bayern getan haben

3.     und/oder wie sie sich in Zukunft für den Radverkehr in Bayern einsetzen wollen.

Mit Ausnahme der AfD haben alle angefragten Parteien rechtzeitig geantwortet. Die Antworten hat der ADFC Bayern mit den Wahlprogrammen der Parteien verglichen und schließlich null bis max. fünf Kronen für die Fahrradfreundlichkeit vergeben (0 = maximal fahrradunfreundlich, 5 = maximal fahrradfreundlich).

Die CSU vergisst das Fahrrad in ihrem Wahlprogramm, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN nennen es als eines der zehn wichtigsten Ziele in ihrem 10-Punkte-Plan
Alle Oppositions- und außerparlamentarischen Parteien erwähnen den Radverkehr in ihren Wahlprogrammen. Mit Abstand am häufigsten und in allen Facetten wird das Fahrrad im Programm der GRÜNEN erwähnt. Im Regierungs- und im Parteiprogramm der CSU sind Fahrrad- und Fußverkehr hingegen komplett inexistent, während alle anderen Verkehrsmittel, insbesondere das Auto und sogar ein bayerisches Raumfahrtprogramm ausführlich vorkommen.

Nur die CSU lehnt ein Rad-Gesetz für Bayern ausdrücklich ab
Die Forderung des ADFC Bayern nach einem Rad-Gesetz, das – wie das neue Berliner Mobilitätsgesetz – einen konkreten und (rechts-)verbindlichen Rahmen für die Radverkehrsinfrastruktur setzen und die Kommunen bei der Radverkehrsförderung bestärken soll, wird in den Wahlprogrammen der GRÜNEN und der SPD explizit gefordert und wird auch in deren Antworten genannt. Die LINKE und die Freien Wähler gaben zumindest in ihren Antworten an, dass sie sich ebenfalls für ein Rad-Gesetz einsetzen wollen. Unklar blieben in diesem Punkt die FDP und die ÖDP.Die CSU vertritt die Meinung, ein Rad-Gesetz brauche es nicht, denn das 2017 beschlossene „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“ sei verbindlich genug.

Inhaltliche Forderungen des ADFC werden weitgehend begrüßt
Die anderen sechs zentralen Forderungen des ADFC werden im Kern von allen Parteien begrüßt. Bei der Frage, was konkret unternommen wurde, konnten die GRÜNEN, SPD und Freie Wähler auf bereits gestellte Anträge für den Radverkehr verweisen, die FDP auf fahrradfreundliche Entscheidungen in der Legislatur 2008-2013. Die außerparlamentarischen Parteien verwiesen auf fahrradfreundliche Initiativen auf kommunaler Ebene und auf ihre Pläne im Falle eines Einzugs in den bayerischen Landtag.

Die CSU schiebt in ihren Antworten die Zuständigkeit mehrmals auf andere, wie z.B. die Bahn oder die Kommunen und verweist vor allem auf das 2017 beschlossene „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“. Auf die Kritik des ADFC, dass es keinen Maßnahmenplan gibt, wie denn die durchaus ambitionierten Ziele aus dem Radverkehrsprogramm bis 2025 mit den vorhandenen bescheidenen Finanz- und Personal-Ressourcen erreicht werden sollen, geht die CSU nicht ein. Dass die CSU hierzu Antworten schuldig bleibt, wird auch in den Antworten der Oppositions-Parteien mehrfach kritisiert.

Fazit: Die GRÜNEN belegen den ersten, die CSU den letzten Platz
„Die Vergabe der Kronen ist uns nicht ganz leicht gefallen“, sagt die Landesvorsitzende des ADFC Bayern und Sprecherin der Rad-Gesetz-Initiative, Bernadette Felsch. „Klar war aber rasch, dass die GRÜNEN den besten Platz belegen, denn sie nennen die Radverkehrsförderung nicht nur als eines ihrer zehn wichtigsten Ziele, sondern machen in ihrem Programm wie in ihren Antworten deutlich, dass sie die Bedürfnisse der Radfahrenden von allen Parteien am besten verstanden haben. Keine andere Partei spricht so viel und so begeistert vom Rad als Verkehrsmittel für Alltag und Freizeit. Die GRÜNEN unterstützen alle Forderungen des ADFC und versprechen mehrfach, sich für ein bayerisches Rad-Gesetz einzusetzen. Weil die GRÜNEN genauso hohe Ansprüche stellen, wie wir als Radlobby, blieb uns gar keine andere Möglichkeit als die volle Punktzahl zu vergeben“, begründet sie den ersten Platz.

Den 2. Platz mit jeweils drei Kronen teilen sich SPD, die LINKE und Freie Wähler. Dazu Bernadette Felsch: „Alle drei Parteien unterstützen unsere Forderung nach einem Rad-Gesetz – die SPD sogar in ihrem Wahlprogramm. Auch wenn die drei Parteien bislang nicht gerade als Vorreiter in Sachen Radverkehr aufgefallen sind, haben sie offenbar erkannt, dass der Radverkehr ein wichtiger Baustein für eine bessere und entspanntere Mobilität ist. SPD und Freie Wähler können etliche Anträge und Initiativen pro Radverkehr vorweisen, die LINKE macht glaubhaft, dass sie selbiges vorhat, sollte sie in den Landtag kommen. Sie sieht das Fahrrad auch als Mittel zu gesellschaftlicher Teilhabe. Der SPD hätten wir beinahe vier Krönchen gegeben. Nur, dass uns bei ihr gelegentlich etwas Nachhilfebedarf auffällt, hat uns davon abgehalten. So hat die SPD z.B. behauptet, man habe sich für eine bessere Finanzierung des ADFC eingesetzt. Der ADFC erhält aber gar keine staatliche Finanzierung, sondern finanziert sich als unabhängiger Verband nur aus Mitgliedsbeiträgen.“

Platz 3 mit jeweils zwei Kronen teilen sich ÖDP und FDP, die in ihren Antworten und Programmen dem Radverkehr positiv gegenüberstehen. Beide haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch schon einiges unternommen, um den Radverkehr voranzubringen. Dass es nicht für drei Kronen gelangt hat, liegt daran, dass beide keine klare Position zur Rad-Gesetz-Forderung bezogen haben.

Auf dem letzten Platz mit nur einer Krone ist die CSU gelandet. Dazu Bernadette Felsch: „Diese Entscheidung ist uns schwergefallen, schließlich hat die CSU viele unserer langjährigen Forderungen aufgegriffen und ins „Radverkehrsprogramm 2025“ gepackt. Zudem finanziert sie die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern (AGFK) und Aktionen wir „Stadtradeln“, was wir ausdrücklich begrüßen. Das wäre uns im Prinzip durchaus mehr Kronen wert gewesen. Dass wir uns gezwungen sahen Abstriche vorzunehmen, liegt an der außergewöhnlich großen Diskrepanz zwischen den Antworten und den Wahlprogrammen: Unter der Überschrift Das Autoland Bayern in die Zukunft führen" heißt es im „Regierungsprogramm“ von Ministerpräsident Dr. Markus Söder zum Beispiel: "Wir bekennen uns zum Auto nicht nur als Wirtschaftsfaktor, sondern auch als Kern der individuellen Mobilität. Im Gegensatz zum Automobil, dem ÖPNV und sogar einem eigenen bayerischen Raumfahrtprogramm ist das Fahrrad sowohl im Partei- als auch im Regierungsprogramm der CSU schlichtweg inexistent. Dass der Radverkehr als eine gleichberechtigte Mobilitätsform gesehen und entsprechend gefördert werden soll, erscheint so leider wenig glaubwürdig. Was uns aber am meisten stört, ist die strikte Ablehnung eines Rad-Gesetzes ebenso, wie die Tatsache, dass die nötigen Ressourcen und ein Umsetzungsplan zum Radverkehrsprogramm Bayern 2025 fehlen. Diese Kritik wird von der CSU konsequent ignoriert. Papier ist bekanntlich geduldig. Wir sind es angesichts viel zu vieler getöteter und verletzter Radfahrender und zu drängender Umweltprobleme allerdings nicht mehr und fordern deshalb für die neue Wahlperiode erheblich mehr Anstrengungen für die Sicherheit der Radfahrenden und für die Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur in Bayern!“

„Ein Rad-Gesetz für Bayern!“
Mit der Initiative „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“ wirbt der ADFC für einen massiven Ausbau der Radverkehrsförderung in Bayern. Er fordert einen verbindlichen Maßnahmenplan zum „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“, ein sicheres und durchgängiges Radwegenetz sowie gute Radabstellplätze, erheblich mehr Geld und Personal und eine deutlich verbesserte Fahrradmitnahme in Bus und Bahn. Die Forderungen können auf der Aktionsseite www.radgesetz-bayern.de nachgelesen und unterstützt werden.

Über den ADFC
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 170.000 Mitgliedern, davon mehr als 27.000 in Bayern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

„Ein Rad-Gesetz für Bayern!“ auf Twitter: @RadgesetzBY

]]>
Pressemitteilungen
news-3845 Sun, 09 Sep 2018 15:40:00 +0200 Mit Fahrrad-Sternfahrt: ADFC Bamberg feiert 30-jähriges Bestehen https://www.adfc-bayern.de/news/article/mit-fahrrad-sternfahrt-adfc-bamberg-feiert-30-jaeh/ Auswärtige Studierende waren es, die den ADFC aus ihren Heimatstädten kannten und im Jahr 1988 gemeinsam mit einigen Einheimischen den Kreisverband Bamberg des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) gründeten. Am Samstag, 8. September 2018 feierte der Radverkehrsclub in Bamberg sein 30-jähriges Bestehen - unter anderem mit einer großen Fahrrad-Sternfahrt. Die Renaissance des Fahrrads

Seit dem Jahr 1988 hat sich in der Verbandsarbeit vieles verändert. In einer Zeit, in der die tägliche Nutzung von Internet und Smartphone selbstverständlich sind, ist es kaum mehr vorstellbar, dass die ADFC-Aktiven vor 30 Jahren noch "selbstgebastelte" Tourenankündigungen ausgehangen haben. Auch die Fahrradtechnik hat sich seit dieser Zeit nicht zuletzt durch die Elektrounterstützung stark verändert, Lastenräder erobern die Städte (2016 wurden in Deutschland mit 15.000 Stück mehr E-Lastenräder verkauft als trotz Prämie E-Autos) und so inzwischen auch Bamberg und ersetzen das Auto auch bei größeren Transporten. Aber auch „normale“ Pedelecs gehören seit einigen Jahren ganz selbstverständlich zum Bamberger Stadtbild und senken die Hürde der sieben Hügel, wie Vorstandsmitglied Elke Pappenscheller erklärt: „Alleine das Berggebiet hat einen Radverkehrsanteil von 22%, d.h. jede fünfte Fahrt wird dort mit dem Fahrrad zurückgelegt. Das ist mehr als in den meisten (flachen) Städten insgesamt.“ Das Radfahren erlebt auch in Bamberg eine wahre Renaissance und boomt wie nie zuvor. 

Forderungen an die Politik

Das Rad ist in der Welterbestadt also längst Alltagsverkehrsmittel, mit 30% Radverkehrsanteil - dem höchsten in ganz Bayern - wird beinahe jede dritte Fahrt in der Stadt damit zurückgelegt. Dies führt jedoch zu neuen Anforderungen: „Sowohl die Ausgaben als auch die für wirklich gute Radwege zur Verfügung gestellte Fläche spiegeln nicht die Bedeutung für den Gesamtverkehr wider“ wie Harald Pappenscheller, langjähriges Vorstandsmitglied des ADFC Bamberg erläutert und weiter ausführt: „Dem Fahrrad muss mehr Platz im ruhenden und fließenden Verkehr zugestanden werden, dann kommt es auch zu weniger Konflikten mit anderen Verkehrsteilnehmenden.“

Die verkehrspolitische Lobbyarbeit sei nach Meinung der ADFC-Aktiven im Jahr 2018 daher mindestens genauso wichtig wie vor 30 Jahren. „Auch heute erkennen viele politisch Verantwortliche das Potenzial des Fahrrades als stadtverträgliches, kostengünstiges und schnelles Alltagsverkehrsmittel immer noch nicht - oder wollen es nicht erkennen und träumen lieber von Bergverbindungen oder mehr Kfz-Parkplätzen“, so Vorstandsmitglied und verkehrspolitischer Sprecher Christian Hader.

Positive Mitgliederentwicklung

Der Mitgliederstand des ADFC Bamberg ist in den letzten 30 Jahren auf über 500 Menschen angewachsen. Die Kreisgruppe Obermain im Landkreis Lichtenfels wurde gegründet. Die Feierabendtouren sind seit Jahren ein Highlight des Tourenangebots. In der Fahrradfahrschule können Erwachsene das Radfahren lernen. Und bei den wöchentlichen Weltkulturerbe-Touren lernen Touristen und Neubürger die Domstadt vom Rad aus kennen. Nach Angaben von Sarah Swift sei dieses reichhaltige Angebot der lebendigen Verbandsarbeit zu verdanken. „Wir haben dankenswerter Weise viele Aktive, die z.B. im Bereich der Tourenleitung Verantwortung übernehmen, das hilft uns als Vorstand enorm“, so Swift.

Vernetzungstreffen, Sternfahrt und Feier

Die Feier stand ganz im Zeichen des Fahrrades. Der „Radentscheid Bamberg“ veranstaltete im Vorfeld ein Vernetzungstreffen von Radentscheid-Initiativen aus ganz Deutschland, die dem Bamberger Beispiel folgen wollen. Zudem bekam die Initiative, die unter anderem auch vom ADFC unterstützt wurde, hier den Bayerischen Verkehrssicherheitspreis 2018 verliehen. Am Nachmittag fand dann die große ADFC-Sternfahrt statt, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen waren. Gegen 16.15 Uhr trafen die verschiedenen Zubringer-Touren am Bamberger Maxplatz zu einer anschließenden gemeinsamen Stadtrundfahrt zusammen.

Den Höhepunkt bildete dann die anschließende Jubiläumsfeier im Jugendzentrum, wo Vorstand, Aktive und Mitglieder des ADFC Bamberg auf eine fahrradfreundlichere Zukunft anstießen. Die Landesvorsitzende Bernadette Felsch spannte in ihrer unterhaltsamen Laudatio, in der sie den Bogen von den 1980er Jahren, als Fahrräder noch mehr Spielzeuge als Verkehrsmittel und Radwege noch Seltenheit waren bis heute, wo Bonanza- und BMX-Räder Fahrrädern gewichen sind, die als Alltagsverkehrsmittel taugen, zum Teil sogar mit E-Motor und zum Lastentransport.

Mit einem herzliches Dankeschön würdigte Sie die engagierte Arbeit der KolllegInnen in Bamberg auf Ortsebene ebenso wie auf Landesebene. Und für den Vorstand gab es ein kleines "Care-Paket" für einen schönen gemeinsamen Abend mit Radl-Wein und Radl-Pasta - um nochmals auf das Erreichte anzustoßen, aber auch die nächsten 30 Jahre in den Blick zu nehmen - für eine fahrradfreundliche Zukunft.

 

Nähere Informationen zu den Aktivitäten des ADFC gibt es unter www.ADFC-Bamberg.de 

]]>
Aktuelles
news-3834 Fri, 07 Sep 2018 13:14:00 +0200 ADFC-Fahrradklima-Test 2018 ist am 1. September gestartet https://www.adfc-bayern.de/news/article/adfc-fahrradklima-test-2018-ist-am-1-september-ge/ Freudensprung oder Zum-in-die-Luft-gehen? Wie ist das Radfahren in Deiner Stadt? Seit 1. September kannst du auf www.fahrradklima-test.de wieder das Radklima in deiner Stadt bewerten. Du hast noch kein Material bestellt, aber möchtest für den ADFC-Fahrradklima-Test werben? Auf www.adfc.de/17092 kannst du Infopakete bestellen, so lange der Vorrat reicht. Infos findest du auf www.adfc.de, Facebook, Twitter und Instagram mit den Hashtags #radklima und #fkt18. Wir bedanken uns schon jetzt für dein Engagement und freuen uns auf spannende Ergebnisse!

Dein Kontakt

Link zum ADFC-Fahrradklima-Test 

 

 

]]>
Aktuelles
news-3844 Wed, 05 Sep 2018 11:26:06 +0200 Ein Rad-Gesetz für Bayern! Forderung 6 https://www.adfc-bayern.de/news/article/ein-rad-gesetz-fuer-bayern-forderung-6/ Im Rahmen seiner Initiative „Ein Rad-Gesetz für Bayern“ hat der ADFC Bayern sechs Kernforderungen aufgestellt. Bis zu den Landtagswahlen am 14. Oktober 2018 präsentiert der Fahrrad-Club hier seine Forderungen im Einzelnen. Heute Forderung 6: Verbesserung der Fahrradmitnahme in Bus und Bahn In Bayern gibt es im Gegensatz zu anderen Bundesländern keine einheitliche Regelung zur Beförderung von Rädern in öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Radmitnahme ist kostenpflichtig und häufig nicht gewährleistet. Egal, ob es regnet, stürmt oder Bayern ist es reine Freundlichkeit des Busfahrers, wenn man sein Rad mit an Bord nehmen darf und pures Glück, wenn ein Zug nicht zu überfüllt ist, um das Rad mitzunehmen. Ein Rad-Gesetz für Bayern muss die Bahn- und Busgesellschaften im ÖPNV verpflichten, die Kapazitäten für eine kostengünstige Radmitnahme in Bus und Bahn deutlich zu erhöhen. Außerdem muss die Information zu den Radmitnahmemöglichkeiten stark verbessert werden. Nur dann ist eine Kombination umweltfreundlicher Verkehrsmittel attraktiv!

Hier gibt es alle Forderungen im Überblick.

Und was hat das mit König Ludwig zu tun?

Auch König Ludwig von Bayern war ein begeisterter Radfahrer. Als solcher plante er kurz vor seinem Tod, ein königlich-bayerisches Velo-Gesetz zu erlassen. Doch ehe das Velo-Gesetz in Kraft treten konnte, ertrank König Ludwig II. am 13. Juni 1886 unter bis heute ungeklärten Umständen im Starnberger See. Damit der Radverkehr im Verkehr nicht auch untergeht und als Zeichen der Solidarität mit dem ertrunkenen König Ludwig II. fordern wir alle Radfahrerinnen und Radfahrer auf, bis zur Landtagswahl am 14. Oktober 2018 Schwimmflügel beim Radfahren zu tragen.

]]>
news-3832 Mon, 03 Sep 2018 10:00:00 +0200 Bayern wählt das Rad! Dieser Landtags-Wahlkampf wird königlich! https://www.adfc-bayern.de/news/article/bayern-waehlt-das-rad-dieser-landtags-wahlkampf-wi/ Damit das Fahrrad endlich den ihm gebührenden Stellenwert bekommt, hat ihre königliche Majestät Ludwig II. beschlossen in den Wahlkampf einzugreifen und selbst als Ministerpräsident zu kandidieren. München, 03.09.2018 – Noch 40 Tage bis zur Landtagswahl in Bayern. Der Wahlkampf läuft bereits auf Hochtouren. Im Namen aller bayerischen Radfahrerinnen und Radfahrer tritt ein neuer Kandidat auf die politische Bühne: Weil das Thema Radverkehr zwar in aller Munde ist, der politische Wille zu einer tatsächlichen Radverkehrsförderung aber meist fehlt, lässt Ludwig II. bekannt geben, dass er für das Amt des Bayerischen Ministerpräsidenten kandidieren wird.

König Ludwig II. plante bereits ein königlich-bayerisches Velo-Gesetz!
ADFC-Historiker haben diesen Gesetzes-Entwurf von 1880 kürzlich veröffentlicht. Darin heißt es u.a.: „Jede Stadt, jedes Dorf, jeder Markt und jede Gemeinde im Bayerischen Lande sollen Platz schaffen für jeden Bayern, der mit dem Velo fährt. Straßen, Plätze, Wege und Kreuzungen sind unverzüglich zu bauen und zu bewahren in ausreichender Anzahl und Qualität.“ Auch ein standesgemäßer Anteil aus dem Staatshaushalt und ausreichend Personal werden darin gefordert. Ehe das königlich-bayerische Velo-Gesetz in Kraft treten konnte, soll König Ludwig II. jedoch unter bis heute ungeklärten Umständen im Starnberger See ertrunken sein – was er selbst vehement abstreitet.

Höchst unzufrieden darüber, dass sein schon 1880 geplantes Velo-Gesetz bis heute nicht erlassen wurde, habe er zu seinem Geburtstag beschlossen, dass es endlich an der Zeit sei, dass Bayern wirklich ein Rad-Gesetz bekomme, das den Radverkehr bayernweit einheitlich und nachdrücklich fördert: "Der Sonntagsreden sind nun wirklich genug gehalten! Sollen etwa noch weitere 140 Jahre ins Land ziehen, ehe man sicher und komfortabel durch die bayerischen Lande radeln kann? Ausgerechnet Preußen hat bereits ein Mobilitätsgesetz, wie steht Bayern denn nun da?!".

Herausforderung angenommen
Den letzten Anstoß zur Kandidatur des „Kinis“ gab vielleicht sogar Bayerns amtierender Ministerpräsident Markus Söder selbst. Er hatte am 21. August auf Facebook verkündet: „Offenkundig traut sich keiner das Amt des Ministerpräsidenten außer mir zu“[1]. Diese Herausforderung nimmt der „Kini“ gerne an, denn noch immer seien die Velocipedisten auf Bayerns Straßen und Wegen vehement im Nachteil. „Dabei könnte mein schönes Bayernland weltweite Vorbildwirkung und Strahlkraft entfalten, wenn es dem Velociped endlich den Platz und Komfort zugestehen würde, den es verdient!", so der König.

Die Bayerische Staatsregierung versäume es offensichtlich, für die Umsetzung ihrer eigenen Ziele aus dem Radverkehrsprogramm Bayern 2025 genügend Geld und Personal zur Verfügung zu stellen und den Worten auch Taten folgen zu lassen.

König stellt sich hinter die Forderungen der Rad-Lobby
Nicht nur seine große heimliche Leidenschaft fürs Radfahren, die seine Tagebucheinträge belegen, veranlassen den Kini, sich hinter die Forderung des Fahrrad-Club ADFC Bayern nach einem Rad-Gesetz für Bayern zu stellen, sondern vor allem die Tatsache, dass ohne einen Kandidaten, der es ernst meint mit der Radverkehrsförderung, keine Fortschritte für die Velocipedisten erzielt werden. Es gehe nicht mehr nur um den Spaß am Radfahren, sondern um ganz handfeste Probleme, wie Verkehrs-kollaps und Luftverschmutzung, mit denen sein schönes Bayernland heute konfrontiert sei. So habe die Bürgerschaft kürzlich bei den Eingaben zum 7. Münchner Luftreinhalteplan selbst den „Ausbau einer sicheren und attraktiven Fahrradinfrastruktur für Jung und Alt“ als wichtigste Maßnahme für saubere Luft in der bayerischen Landeshauptstadt bewertet.[2]

Der König ist sich sicher, dass das nicht nur in München so gesehen wird: "Bayern braucht vielleicht keinen König mehr, aber einen Ministerpräsidenten, der es ernst meint mit der Radverkehrsförderung, den braucht es schon! Das bayerische Volk soll eine wirkliche Wahl haben!
Und ich bin sicher: Bayern wählt das Fahrrad!“

 

Alle Forderungen der Initiative „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“ können auf der Aktionsseite www.radgesetz-bayern.de nachgelesen und unterstützt werden.

Gesetzentwurf und Tagebucheinträge sind nachzulesen unter www.radgesetz-bayern.de/kini-blog/koenig-ludwig-ii/ und unter www.radgesetz-bayern.de/blog/

Hinweis für Redaktionen
Bildmaterial finden Sie im Anhang. Diese Presseinformation und weitere Meldungen gibt es online in unserem Pressebereich und unter www.radgesetz-bayern.de/medienbereich/pressemitteilungen.
 

Über den ADFC
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 170.000 Mitgliedern, davon mehr als 27.000 in Bayern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

Ein Rad-Gesetz für Bayern! auf Twitter: @RadgesetzBY

 

 


[1] www.facebook.com/markus.soder.75/posts/2138466016227064:
„Jetzt ist es durch den BR amtlich: Es gibt kein TV-Duell vor der Landtagswahl. Schade. Offenkundig traut sich keiner das Amt des Ministerpräsidenten außer mir zu. Das passt zu den bisherigen Äußerungen der Opposition. Die meisten haben keine Argumente, sondern sind destruktiv. Wir wollen dagegen Richtung zeigen. Bayern geht es so gut wie nie. Warum also ändern? Bayern soll weiter stabil bleiben und nicht zerfasern.“

[2] Bewertung der Stellungnahmen zur 7. Fortschreibung des Luftreinhalteplans für München, S. 20: www.regierung.oberbayern.bayern.de/imperia/md/content/regob/internet/dokumente/bereich5/technischerumweltschutz/lrp/2018-08-10_bewertung.pdf

]]>
Aktuelles Pressemitteilungen
news-3833 Thu, 30 Aug 2018 11:11:23 +0200 Die 29. BR-Radl-Tour 2018 mit königlich-bayerischem Radl-Tag https://www.adfc-bayern.de/news/article/die-29-br-radl-tour-2018-mit-koeniglich-bayerische/ Vom 28. Juli bis 3. August 2018 waren wieder 1.100 Radler mit der BR-Radltour unterwegs in Bayern – dieses Jahr führte die Strecke in sechs Etappen von Mühldorf am Inn bis Marktheidenfeld am Main. Wie schon 2017 beteiligte sich der ADFC Bayern mit einem Aktionstag, der in diesem Jahr unter dem Motto „Königlich-Bayerischer Radltag“ stand. So begleitete der ADFC mit einem besonders prominenten Gast die Schlussetappe am 3. August mit Aktionen und Aktivitäten von früh morgens in Kitzingen bis spät abends in Marktheidenfeld. Darüber hinaus waren ehrenamtliche ADFCler wie jedes Jahr als Ordner- und Beschilderungsteam im Einsatz und beim Stopp auf der 1. Etappe in Landshut konnte sich zusätzlich der örtliche Kreisverband mit einem Infostand präsentieren.

Hauptthema des ADFCs war dieses Jahr die Forderung an die Landesregierung aus der derzeit laufenden Initiative Ein Rad-Gesetz für Bayern!

Damit fordert der ADFC eine sichere und entspannte Mobilität für alle und überall in Bayern.

Die bayerische Staatsregierung hatte u.a. auf Anregungen des ADFCs zwar Anfang 2017 das “Radverkehrsprogramm Bayern 2025” mit dem Ziel, den Radverkehrsanteil in Bayern bis 2025 auf 20% zu verdoppeln, vorgestellt, was wir als ADFC sehr begrüßen. Ohne enorme Verbesserungen der Radverkehrsinfrastruktur ist dies jedoch utopisch. Denn zur Umsetzung ist deutlich mehr Geld und Personal und ein Maßnahmenplan nötig. Und weil ohne rechtliche Vorgaben jedem Landkreis, jeder Stadt und jeder Gemeinde selbst überlassen bleibt, ob und wie sie den Radverkehr stärkt, fordern wir ein Rad-Gesetz für Bayern! Andernfalls bleibt das Radverkehrsprogramm Bayern 2025 ein leeres Versprechen.

Als prominenten Unterstützer der Initiative konnte der ADFC niemand geringeren als König Ludwig II. gewinnen, der die BR-Radltour auf der letzten Etappe dann auch höchstpersönlich begleitete. Es war leicht den „Kini“ zu überzeugen, denn wie ADFC-Historiker entdeckten, hatte er schon vor rund 140 Jahren ein Velo-Gesetz geplant Gemeinsam setzen wir uns nun dafür ein, dass das Rad-Gesetz Realität wird.

So verlas er morgens vor dem Start unter Applaus sein Velo-Gesetz, erwartete alle Radler zur Mittagspause am Erlabrunner See und abends in Kitzingen am Mainkai. Höchstpersönlich teilte er den Radlern Schwimmflügel aus und forderte sie auf, sich für das Rad-Gesetz starkzumachen. Man solle es ihm gleichtun und Schwimmflügel tragen, damit man im Verkehr nicht untergehe, wie er einst im Starnberger See, sondern zukünftig gleichberechtigt mit allen anderen Verkehrsteilnehmern im Verkehr mitschwimmen könne.

Abends am ADFC Infostand konnte man beim Rad-Gesetz-Quiz sein Wissen testen und es wurde mit den BesucherInnen viel über das Rad-Gesetz und seine Forderungen diskutiert. Wer die Initiative unterstützen wollte, hat gleich vor Ort unterschrieben. Am Glücksrad konnte man nicht nur die zahlreichen Angebote des ADFC besser kennenlernen, sondern auch tolle Preise unserer Kooperationspartner gewinnen, wie etwa einen Rabatt-Gutschein für das Musical Ludwig² im Festspielhaus Füssen, Bayerntickets der DB, Radreiseführer und -karten der Verlage BVA, Kompass und Esterbauer.

Alle, die bei der BR-Radltour nicht dabei sein konnten, laden wir ein, sich als Unterstützer einzutragen und die Forderungen für ein

o    sicheres, komfortables, durchgängiges Radwegenetz in ganz Bayern,

o    gute Radabstellplätze – insbesondere auch an allen bayerischen Bahnhöfen

o    eine Verdoppelung des Budgets für die Förderung des Radverkehrs

o    und mehr zu unterstützen.

Alle unsere Forderungen sind nachzulesen unter https://www.radgesetz-bayern.de/

Mehr zu den Hintergründen des „Kinis“ Leidenschaft fürs Radl findet man in des Kini Radl-Tagebuch.

 

 

]]>
Aktuelles
news-3819 Mon, 20 Aug 2018 10:21:47 +0200 „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“ auf gutem Weg https://www.adfc-bayern.de/news/article/ein-rad-gesetz-fuer-bayern-auf-gutem-weg/ Mehrheit der Parteien befürwortet die Forderung des ADFC Bayern nach einem rechtlichen Rahmen für eine konsequente und verbindliche Radverkehrsförderung. Fahrrad-Club sieht sich auch durch Mitgliederzuwachs bestätigt.   München, 20.08.2018 – Bei der bayernweiten Initiative „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“ stehen die Zeichen auf Erfolg. Die vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Bayern aufgestellten Forderungen zur Radverkehrsförderung werden inhaltlich von allen im Landtag vertretenen Parteien sowie vom Bayerischen Städtetag und der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern (AGFK) unterstützt. SPD, Grüne und Freie Wähler unterstützen ausdrücklich auch die Forderung des ADFC Bayern nach einem Rad-Gesetz für Bayern, das die Radverkehrsförderung verbindlich und landesweit einheitlich festschreiben soll. Innerhalb der CSU besteht in diesem Punkt noch Uneinigkeit.

Bernadette Felsch, Landesvorsitzende des ADFC Bayern und Sprecherin der Initiative, sagt: „In den letzten Monaten haben wir viel Zuspruch für unsere Aktion erhalten, sowohl von politischen Parteien und Verbänden, als auch aus der Bevölkerung. Unsere Forderungen werden nahezu flächendeckend mitgetragen. Das ist ein echter Erfolg und zeigt, dass wir mit dem Rad-Gesetz für Bayern auf einem guten Weg sind.“

Seit dem Start der Rad-Gesetz-Initiative im Frühjahr konnte der ADFC Bayern einen Mitgliederzuwachs verzeichnen. Mit nun mehr als 27.000 Mitgliedern ist er der zweitstärkste Landesverband im ADFC.

Mit „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“ wirbt der Fahrrad-Club im Vorfeld der Landtagswahl 2018 für einen massiven Ausbau der Radverkehrsförderung in Bayern. Er fordert einen verbindlichen Maßnahmenplan zum „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“, ein sicheres und durchgängiges Radwegenetz sowie gute Radabstellplätze, erheblich mehr Geld und Personal und eine deutlich verbesserte Fahrradmitnahme in Bus und Bahn. Die Forderungen können auf der Aktionsseite www.radgesetz-bayern.de nachgelesen und unterstützt werden.

Bernadette Felsch: „Was die Parteien in der letzten Legislaturperiode im Bayerischen Landtag für den Radverkehr getan haben und was sie planen, werden wir im nächsten Schritt mit unseren Wahlprüfsteinen deutlich machen.“
 

Über den ADFC
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 170.000 Mitgliedern, davon mehr als 27.000 in Bayern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

Ein Rad-Gesetz für Bayern! auf Twitter: @RadgesetzBY

]]>
Pressemitteilungen
news-3800 Fri, 03 Aug 2018 12:19:39 +0200 100 Tage neuer Landesvorsitz https://www.adfc-bayern.de/news/article/100-tage-neuer-landesvorsitz/ Der ADFC Bayern feierte am 24. Juli bei einem Sommerempfang 100 Tage neuen Landesvorsitz. Im April 2018 löste Bernadette Felsch den bisherigen Landesvorsitzenden Armin Falkenhein nach insgesamt 19 Jahren Amtszeit ab.
Genau 100 Tage nach der Neuwahl und Amtsübergabe luden die neue Landesvorsitzende und der nun Ehrenvorsitzende am 24. Juli zu einem Sommerfest in der ADFC Landesgeschäftsstelle in München ein. Diese Gelegenheit nutzte Armin Falkenhein, um sich bei Kollegen und Partnern aus Politik, Verwaltung und Verbänden für die jahrelange Unterstützung und gute Zusammenarbeit zu bedanken. Bernadette Felsch blickte in ihrer Rede nach vorne und legte die Vorstellungen des ADFC Bayern für ein bayerisches Rad-Gesetz dar, die in der Initiative „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“ gipfeln. Mit Musik, Speis und Trank und vielen netten Gästen wurde anschließend gefeiert und gegessen.

Weitere Informationen zu „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“ finden Sie hier.

]]>
Aktuelles
news-3799 Mon, 30 Jul 2018 11:37:27 +0200 Ein Rad-Gesetz für Bayern! Forderung 5 https://www.adfc-bayern.de/news/article/ein-rad-gesetz-fuer-bayern-forderung-5-1/ Im Rahmen seiner Initiative „Ein Rad-Gesetz für Bayern“ hat der ADFC Bayern sechs Kernforderungen aufgestellt. Bis zu den Landtagswahlen am 14. Oktober 2018 präsentiert der Fahrrad-Club hier seine Forderungen im Einzelnen. Heute Forderung 5: Erheblich mehr Personal für die Umsetzung des "Radverkehrsprogramms Bayern 2025" Derzeit gibt es im Bayerischen Verkehrsministerium nur drei Personalstellen für den Radverkehr. Das ist zu wenig, um den Radverkehr merklich voranzubringen und die zahlreichen Anforderungen zu erfüllen. Dabei muss der Freistaat eine besondere Rolle übernehmen: als Initiator, Koordinator und Moderator für die Radverkehrsförderung sowie bei der Finanzierung des Baus von Radwegen an Staatsstraßen. Schon um den Nationalen Radverkehrsplan (NRVP) 2020 auf Landesebene umzusetzen und den Radverkehrsanteil zu erhöhen, ist dringend eine Umsetzungsstrategie mit klaren Zielen und Schritten notwendig. Dafür sind politischer Gestaltungswille, die Vorbildfunktion des Freistaates und vor allem auch ausreichend Personal erforderlich. Wir fordern, dass die bayerische Staatsregierung eine Stelle zur ressortübergreifenden Steuerung aller Radverkehrsthemen einsetzt und dass das Radverkehrsreferat im Verkehrsministerium massiv aufgestockt wird. Nur wenige Kommunen haben eine*n Radverkehrsbeauftragte*n. Die Landesministerien und bayerischen Behörden müssen mit gutem Beispiel vorangehen und Radverkehrsbeauftragte benennen. Auch in allen bayerischen Städten und Landkreisen muss es künftig Radverkehrsbeauftragte geben.

Hier gibt es alle Forderungen der Initiative „Ein Rad-gesetz für Bayern!“ im Überblick.

Und was hat das mit König Ludwig zu tun?

Auch König Ludwig von Bayern war ein begeisterter Radfahrer. Als solcher plante er kurz vor seinem Tod, ein königlich-bayerisches Velo-Gesetz zu erlassen. Doch ehe das Velo-Gesetz in Kraft treten konnte, ertrank König Ludwig II. am 13. Juni 1886 unter bis heute ungeklärten Umständen im Starnberger See. Damit der Radverkehr im Verkehr nicht auch untergeht, sondern gleichberechtigt mitschwimmt, und als Zeichen der Solidarität mit dem ertrunkenen König Ludwig II. fordern wir alle Radfahrerinnen und Radfahrer auf, bis zur Landtagswahl am 14. Oktober 2018 Schwimmflügel beim Radfahren zu tragen.

]]>
Aktuelles
news-3796 Thu, 26 Jul 2018 14:56:50 +0200 BR-Radltour 2018 – „Königlich-Bayerischer Radltag“ am 3. August https://www.adfc-bayern.de/news/article/br-radltour-2018-koeniglich-bayerischer-radltag/ Am kommenden Samstag geht sie wieder los, die diesjährige BR-Radltour. Von Oberbayern führt die Strecke nach Niederbayern, über die Oberpfalz, Mittelfranken und Oberfranken ins Ziel nach Unterfranken. Zum Auftakt gibt es ein Open Air-Konzert in Mühldorf am Inn. Hier startet die Radlkolonne am Sonntag, den 29. Juli. Weitere Tagesziele und Ausrichtungsorte der Open Air-Konzerte sind Landshut (Ankunft 29. Juli), Bad Gögging (30. Juli), Berching (31. Juli), Baiersdorf (1. August), Kitzingen (2. August) sowie der Zielort Marktheidenfeld (3. August).

Mehr Infos zur Radltour und zu den abendlichen Konzerten gibt es hier.

Auch dieses Jahr ist der ADFC Bayern wieder mit dabei, diesmal mit einem Ehrengast: König Ludwig II. wird auf der letzten Etappe von Kitzingen nach Marktheidenfeld den Radfahrenden die Ehre erweisen. DerKini“ war ein begeisterter Radfahrer. Kurz vor seinem Tod plante er sogar ein königlich-bayerisches Velo-Gesetz zu erlassen. Doch ehe das Gesetz in Kraft treten konnte, ertrank er unter mysteriösen Umständen im Starnberger See.

ADFC-Historiker haben bei Recherchen in den königlichen Archiven die Original-Urkunde des Velo-Gesetzes von 1880 entdeckt. Darin forderte König Ludwig II., den Radverkehr in Bayern zu fördern, Radwege zu bauen und dafür einen standesgemäßen Staatshaushalt und ausreichend Personal zur Verfügung zu stellen.

Heute, gut 130 Jahre später, greift der ADFC Bayern den Herzenswunsch des „Kinis“ nach einem fahrradfreundlichen Bayern wieder auf und fordert: „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“. Denn nur mit einem konkreten und verbindlichen rechtlichen Rahmen kann das „Radverkehrsprogramm 2025“ der Bayerischen Staatsregierung Realität werden. Hierfür braucht es einen konkreten Maßnahmenplan, in dem die Ziele und Mittel für den Radverkehr festgeschrieben werden. Nur so wird die Radverkehrsförderung für die bayerischen Kommunen zur Pflicht.

Während der BR-Radltour informiert der ADFC Bayern am 29. Juli in Landshut und am 3. August in Marktheidenfeld an seinem Infostand auf der Festwiese über das Rad-Gesetz. Beim Radl-Quiz und beim Glücksrad können die BesucherInnen ihr Glück suchen und finden und erfahren gleichzeitig die konkreten Ziele der Initiative „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“.

Besonders freuen wir uns, dass auf der letzten Etappe am 3. August von Kitzingen nach Marktheidenfeld der „Kini“ persönlich die tapferen Radlerinnen und Radler begrüßen und sein Velo-Gesetz verlesen wird. An diesem „königlich-bayerischen Radltag“ werden als Zeichen der Solidarität mit König Ludwig II. und damit der Radverkehr in der Verkehrsplanung nicht untergeht die letzten Kilometer auf dem Rad mit Schwimmflügeln zurückgelegt.

Mehr Infos unter https://www.radgesetz-bayern.de/.

Wer unsere Initiative unterstützen möchte, kann dies auf der Rad-Gesetz-Website tun: https://www.radgesetz-bayern.de/unterstuetzen-uebersicht/unterstuetzen/. Je mehr UnterstützerInnen, desto größer der Druck auf die Politik vor den kommenden Landtagswahlen. Jede Stimme zählt!

]]>
Aktuelles
news-3794 Thu, 26 Jul 2018 09:47:25 +0200 Kaum Platz fürs Rad in Bus und Bahn https://www.adfc-bayern.de/news/article/kaum-platz-fuers-rad-in-bus-und-bahn/ Zum Start der Sommerferien fordert der ADFC Bayern eine deutlich verbesserte Fahrradmitnahme in Zügen und öffentlichen Verkehrsmitteln. Sommerzeit ist Radlzeit. Das Wetter lädt zu Tagesausflügen mit dem Fahrrad ein. So manche Urlauber verbringen die Ferien mit und auf dem Radl. 6,2 Prozent der Deutschen sind im vergangenen Jahr mit dem Velo in den Urlaub gefahren. 2017 stieg die Anzahl der Tagesausflüge mit Rad deutschlandweit um 11 Prozent verglichen mit dem Vorjahr (Quelle: ADFC-Radreiseanalyse 2018).

Keine einheitliche Regelung der Fahrradmitnahme in Bus und Bahn
Doch die Möglichkeiten der Fahrradmitnahme in Bus und Bahn sind begrenzt. In Bayern gibt es im Gegensatz zu anderen Bundesländern keine einheitliche Regelung zur Beförderung von Rädern in öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Radmitnahme ist kostenpflichtig und häufig nicht gewährleistet.
Bernadette Felsch, Landesvorsitzende des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs Bayern, sagt: „Egal, ob es regnet, stürmt oder schneit: In Bayern ist es reine Freundlichkeit des Busfahrers, wenn man sein Rad mit an Bord nehmen darf und pures Glück, wenn ein Zug nicht zu überfüllt ist, um das Fahrrad mitzunehmen. Das erschwert nicht nur Tagesausflügler*innen und Radreisenden die Planung. Auch Pendler*innen, die auf dem Weg zur Arbeit Fahrrad und Bahn kombinieren, bleiben dabei häufig auf der Strecke.“

Kapazitäten für eine kostengünstige Radmitnahme in Bus und Bahn erhöhen
Der ADFC Bayern fordert deshalb ein Rad-Gesetz für Bayern, das u.a. die Bahn- und Busgesellschaften im ÖPNV verpflichtet, die Kapazitäten für eine kostengünstige Radmitnahme in Bus und Bahn deutlich zu erhöhen. „Am Beispiel „Ringzug West“ sehen wir, dass es durchaus möglich ist, in sogenannten Mehrzweckabteilen von Zügen großzügig dimensionierte Fahrradbereiche zu schaffen. Das darf kein Einzelfall bleiben, sondern muss Standard werden“, sagt Bernadette Felsch weiter. Die im „Ringzug West“ eingesetzten doppelstöckigen Twin­dexx-Züge bieten Mehrzweckabteile mit Platz für bis zu 80 Fahrräder und verkehren auf den Strecken von Nürnberg nach Augsburg sowie von Nürnberg über Treuchtlingen und das Altmühltal nach München.

Information zu Radmitnahme-Möglichkeiten muss stark verbessert werden
Über den Ausbau der Kapazitäten hinaus müssen potenzielle Fahrgäste besser über Radmitnahme-Möglichkeiten informiert werden. Bernadette Felsch: „Eine Kombination umweltfreundlicher Verkehrsmittel, z.B. Zug und Rad, ist nur dann attraktiv, wenn es ausreichend Platz für Fahrräder in öffentlichen Verkehrsmitteln und Zügen gibt. Zudem müssen die Menschen Bescheid wissen, wie sie ihr Rad befördern können!“

Alle Forderungen der ADFC-Initiative „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“ können auf der Aktionsseite www.radgesetz-bayern.de  nachgelesen und unterstützt werden.

Hinweis für Redaktionen
Bildmaterial finden Sie hier. Weitere Informationen zur ADFC-Radreiseanalyse 2018 finden Sie hier. Diese Presseinformation und weitere Meldungen gibt es online in unserem Pressebereich und unter www.radgesetz-bayern.de/medienbereich/pressemitteilungen.

Über den ADFC
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 170.000 Mitgliedern, davon mehr als 26.000 in Bayern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

„Ein Rad-Gesetz für Bayern!“ auf Twitter: @RadgesetzBY

]]>
Pressemitteilungen
news-3769 Wed, 11 Jul 2018 13:13:12 +0200 Verkehrswende in Bayern erfordert ein Rad-Gesetz https://www.adfc-bayern.de/news/article/verkehrswende-in-bayern-erfordert-ein-rad-gesetz/ ADFC Bayern begrüßt Kabinettsbeschluss zur Förderung des Radverkehrs in Bayern, hält aber gleichzeitig an der Forderung nach einem Rad-Gesetz für Bayern fest. In ihrer gestrigen Kabinettssitzung hat die Bayerische Staatsregierung u.a. Investitionen in die Förderung des Radverkehrs beschlossen. Konkret sollen zwei Radschnellwege in München und Nürnberg bis 2022 mit 30 Mio. Euro gefördert werden. Zudem sollen 4.000 neue Fahrradabstellplätze an Haltestellen und Bahnhöfen zu 75 Prozent bezuschusst werden.

Der ADFC Bayern begrüßt den Beschluss der Bayerischen Staatsregierung, der einen Teil der Forderungen aus der aktuellen Initiative „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“ des Fahrrad-Clubs aufgreift. Die Pläne gehen dem ADFC jedoch nicht weit genug. Bernadette Felsch, Landesvorsitzende des ADFC Bayern: „Dass die Staatsregierung für ein paar der Ziele aus ihrem „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“ nun endlich Geld bereitstellt, freut uns sehr. Die Finanzierung der schon seit einigen Jahren geplanten Pilot-Radschnellwege in München und Nürnberg und 4.000 Abstellplätze sind ein guter Anfang. Im Vergleich zu den z.B. gleichzeitig beschlossenen 310 Mio. Euro für den Ausbau von Autostraßen zeigt sich jedoch die leider nach wie vor geringe Relevanz des Radverkehrs in den Augen der bayerischen Staatsregierung. Dabei wäre der Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur vergleichsweise günstig und effektiv für die Luftreinhaltung. Und das Fahrrad ist nach eigener Aussage der Staatsregierung 'für kurze und mittlere Entfernungen das schnellste, effizienteste und ökologischste Verkehrsmittel'! Um zumindest die im „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“ gesteckten Ziele wirklich zu erreichen und das „Radlland Bayern“ zu werden, braucht es aber vor allem auch erheblich mehr Personal für die Planung und Umsetzung, das die Kommunen berät und unterstützt. Andernfalls befürchten wir, dass die ohnehin geringen Finanzmittel nicht zeitnah und einfach abgerufen werden können.“

Bernadette Felsch: „Wir wollen ein faires und sicheres Miteinander auf den Straßen, Plätzen, Geh- und Radwegen. Wir wollen gute Luft und weniger Lärm - in den Städten genauso wie auf dem Land. Das bedeutet nichts weniger als eine Mobilitätswende. Deshalb halten wir an unserer Forderung nach einem Rad-Gesetz für Bayern fest. Denn ohne rechtliche Vorgaben bleibt jedem Landkreis, jeder Stadt und jeder Gemeinde selbst überlassen, ob und wie sie den Radverkehr stärkt. Berlin zeigt mit seinem kürzlich beschlossenen Mobilitätsgesetz, dass mit verbindlichen Vorgaben und Unterstützung mehr vorangeht! Wir möchten, dass die Staatsregierung die bayerischen Kommunen bei der Förderung des Radverkehrs nicht weiter mit dem Hinweis auf das kommunale Selbstverwaltungsrecht alleine lässt!“

Alle Forderungen der ADFC-Initiative „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“ können auf der Aktionsseite www.radgesetz-bayern.de nachgelesen und unterstützt werden.

Hinweis für Redaktionen
Diese Presseinformation und weitere Meldungen gibt es online in unserem Pressebereich und unter www.radgesetz-bayern.de/medienbereich/pressemitteilungen.

Ein Rad-Gesetz für Bayern! auf Twitter: @RadgesetzBY

]]>
Pressemitteilungen
news-3750 Mon, 09 Jul 2018 13:16:36 +0200 Ein Rad-Gesetz für Bayern! Forderung 4 https://www.adfc-bayern.de/news/article/ein-rad-gesetz-fuer-bayern-forderung-4/ Im Rahmen seiner Initiative „Ein Rad-Gesetz für Bayern“ hat der ADFC Bayern sechs Kernforderungen aufgestellt. Bis zu den Landtagswahlen am 14. Oktober 2018 präsentiert der Fahrrad-Club hier seine Forderungen im Einzelnen. Heute Forderung 4: Eine Verdoppelung des Budgets für die Förderung des Radverkehrs Für den Ausbau des Radwegenetzes entlang von Staatsstraßen investierte der Freistaat Bayern von 2010 bis 2015 47 Mio. Euro und zahlte 83,6 Mio. Euro an Fördermitteln an die Kommunen aus. Das sind pro Jahr im Schnitt rund 26 Mio. Euro für den gesamten Freistaat. “Radlland Bayern“ wird man angesichts der Kosten für Straßenbaumaßnahmen so nicht. Wir fordern deshalb mindestens eine Verdoppelung auf 52 Mio. Euro pro Jahr. 
Problematisch ist aus unserer Sicht außerdem, dass Maßnahmen für den Radverkehr zu den freiwilligen kommunalen Aufgaben zählen. Das ist problematisch, weil so jede Kommune nach Kassenlage und eigenem Ermessen entscheidet, ob und wie sie Radinfrastruktur baut und pflegt und wie sie darüber hinaus den Radverkehr fördert.

Vom Bund erhalten alle Bundesländer anteilig 1,3 Milliarden Euro jährlich für den Verkehrsbereich aus dem Umsatzsteueraufkommen. Diese sogenannten Entflechtungsmittel sind die zentrale Finanzierungssäule für den ÖPNV und den kommunalen Straßenbau, einschließlich der Radverkehrsinfrastruktur. Diese Mittel sind künftig nicht mehr zweckgebunden. Um zu verhindern, dass finanzschwache Kommunen in Bayern dann beim Radverkehr streichen, ist es wichtig, dass der Freistaat Bayern ein Rad-Gesetz für Bayern erlässt, das Qualität und Leistungsumfang des kommunalen Radverkehrs regelt und Maßnahmen für die Radverkehrsförderung zur Pflicht macht. Ab 2020 muss es außerdem ein Investitionsförderprogramm für Radwege in Baulast von Freistaat und Kommunen geben.

Hier gibt es alle Forderungen im Überblick.

Und was hat das mit König Ludwig zu tun?

Auch König Ludwig von Bayern war ein begeisterter Radfahrer. Als solcher plante er kurz vor seinem Tod, ein königlich-bayerisches Velo-Gesetz zu erlassen. Doch ehe das Velo-Gesetz in Kraft treten konnte, ertrank König Ludwig II. am 13. Juni 1886 unter bis heute ungeklärten Umständen im Starnberger See. Damit der Radverkehr im Verkehr nicht auch untergeht, sondern gleichberechtigt mitschwimmt, und als Zeichen der Solidarität mit dem ertrunkenen König Ludwig II. fordern wir alle Radfahrerinnen und Radfahrer auf, bis zur Landtagswahl am 14. Oktober 2018 Schwimmflügel beim Radfahren zu tragen.

]]>
Aktuelles
news-3704 Thu, 21 Jun 2018 11:36:19 +0200 Radverkehr in Dänemark: Von Profis lernen https://www.adfc-bayern.de/news/article/radverkehr-in-daenemark-von-profis-lernen/ Im Rahmen des 27. ADFC- Mittagsgesprächs mit Klaus Bondam, Direktor des Dänischen Fahrradverbandes, fordert der ADFC Bayern mehr Geld und Personal für die Förderung des Radverkehrs im Freistaat. „Für eine erfolgreiche Radverkehrsplanung und -förderung braucht es gemeinsame Ziele und Visionen, den politischen Willen und die Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure,“ betonte Klaus Bondam, Direktor des Dänischen Fahrradverbandes Cyklistforbundet, auf dem 27. ADFC-Mittagsgespräch. „Dass mit dem Radverkehr lebenswertere Städte, sauberere Luft, weniger Stau und weniger Lärm erreicht werden, muss im allgemeinen Bewusstsein verankert sein.“

Nationaler Fahrradfond Dänemark: 300 Mio. Euro für den Radverkehr
Der ehemalige Fahrradbürgermeister von Kopenhagen präsentierte am Donnerstag in München die Errungenschaften für den Radverkehr in Dänemark und speziell in Kopenhagen. Aus Mitteln des Nationalen Fahrradfonds wurden dort von 2009 bis 2014 u.a. 250 Kilometer neue Radwege gebaut und 3.250 neue Radabstellanlagen geschaffen. Das Ergebnis: Im Vergleich zu vorher stieg die Zahl der Radfahrenden durch die neuen Radwege um 24 Prozent. Zudem fühlen sich 63 Prozent der Radler*innen dort sicherer als auf den alten Routen. Für die kommenden Jahre hat sich die dänische Hauptstadt ambitionierte Ziele gesetzt: Bis 2025 sollen 75 Prozent aller zurückgelegten Wege zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit Öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgen. Ziel der „Nationalen Fahrradstrategie“ war und ist, mehr Menschen dazu zu bewegen, aufs Fahrrad zu steigen. Laut einer Umfrage sehen sich bereits heute 99 Prozent der Dänen als Radfahrende.

Bayern: Drei Personalstellen für den Radverkehr
Auch die bayerische Staatregierung hat mit dem „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“ viel für den Radverkehr im Freistaat geplant. Das erklärte Ziel ist die Verdoppelung des Radverkehrsanteils von derzeit 11 auf 20 Prozent im Jahr 2025. Um dies zu erreichen ist nach Ansicht des ADFC Bayern allerdings eine enorme Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur nötig. ADFC-Landesvorsitzende Bernadette Felsch sagt: „Derzeit gibt es im Bayerischen Verkehrsministerium nur drei Personalstellen für den Radverkehr. Das ist zu wenig, um den bayernweiten Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur merklich voranzubringen.“ Um die Ziele des Radverkehrsprogramms auf den Weg zu bringen, sei politischer Gestaltungswille, die Vorbildfunktion des Freistaates und vor allem ausreichend Geld und Personal erforderlich.

Ein Rad-Gesetz für Bayern
Mit der Initiative „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“ fordert der ADFC Bayern deshalb u.a. erheblich mehr Ressourcen für die Umsetzung des Radverkehrsprogramms 2025. Bernadette Felsch: „Bayern kann viel von Dänemark lernen. Dort besteht ein parteiübergreifender Konsens, dass der Ausbau des Radverkehrs eine vergleichsweise kostengünstige und sehr effiziente Möglichkeit ist, die Lebensqualität und den Umweltschutz zu verbessern. Und die Menschen haben verstanden, dass es für eine fahrradfreundliche Infrastruktur mehr braucht als nur Absichtserklärungen. Nur verbindliche landesweite Vorgaben sowie finanzielle und personelle Unterstützung bei der Umsetzung ermöglichen die Schaffung eines flächendeckenden und durchgängigen Radverkehrsnetzes.“

Alle Forderungen der Initiative „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“ können auf der Aktionsseite www.radgesetz-bayern.de nachgelesen und unterstützt werden.

Hinweis für Redaktionen
Bildmaterial erhalten Sie auf Anfrage. Diese Presseinformation und weitere Meldungen gibt es online in unserem Pressebereich und unter www.radgesetz-bayern.de/medienbereich/pressemitteilungen.

Über den ADFC
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 170.000 Mitgliedern, davon mehr als 26.000 in Bayern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

]]>
Pressemitteilungen
news-3698 Tue, 19 Jun 2018 15:17:50 +0200 Azubi gesucht! https://www.adfc-bayern.de/news/article/azubi-gesucht/ Richtig gehört - der ADFC Bayern bietet ab sofort eine Ausbildungsstelle zur/-m Kauffrau/-mann für Büromanagement an.   

Alle weiteren Informationen zu Deinen Aufgaben, Chancen und Qualifikationen findest du hier.

Wir freuen uns auf Dich! 

]]>
Aktuelles
news-3696 Mon, 18 Jun 2018 14:11:55 +0200 Ein Rad-Gesetz für Bayern! Forderung 3 https://www.adfc-bayern.de/news/article/ein-rad-gesetz-fuer-bayern-forderung-3/ Im Rahmen seiner Initiative „Ein Rad-Gesetz für Bayern“ hat der ADFC Bayern sechs Kernforderungen aufgestellt. Bis zu den Landtagswahlen am 14. Oktober 2018 präsentiert der Fahrrad-Club hier seine Forderungen im Einzelnen. Heute Forderung 3: Gute Radabstellplätze – insbesondere auch an allen bayerischen Bahnhöfen Ein Hindernis für den Umstieg aufs Rad ist, dass es häufig ein Problem ist, sein Radl sicher abzustellen, ohne dass es anderen im Weg steht. Während fast immer an Stellplätze für Autos gedacht wird, müssen Räder meist irgendwo an einen Baum, Zaun oder eine Wand gelehnt oder mühsam in den Keller getragen werden. Gute, komfortable und sichere Radabstellanlagen sind überall, besonders an Bahnhöfen, Mangelware. Deshalb fordern wir, dass der Freistaat Bayern an all seinen Immobilien mit gutem Beispiel vorangeht und in ausreichendem Maße komfortable Radabstellanlagen schafft.

Gleiches gilt für öffentlich geförderte Immobilien und für alle Schulen und Hochschulen. Hier sollen Fördermittel bereitgestellt werden, damit alle Bewohnerinnen und Bewohner, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Schülerinnen und Schüler sowie Studierende ihre Fahrräder sicher unterstellen können.

Das Rad-Gesetz für Bayern soll insbesondere auch dafür sorgen, dass an allen Bahnhöfen und Haltestellen in Bayern ausreichende und überdachte Radabstellanlagen errichtet werden. Fördermittel müssen so bereitgestellt werden, dass in jeder größeren Stadt eine Fahrrad-Station am Bahnhof, also ein Fahrradparkhaus mit Fahrradwerkstatt und anderen Serviceangeboten, errichtet wird. In Städten ab 100.000 sollen es mindestens zwei sein.

Das Rad-Gesetz für Bayern soll verbindlich regeln, dass mindestens zwei bequem erreichbare Fahrrad-Stellplätze pro neu gebauter Wohnung zu errichten sind. Für bestehende Wohnungen soll nach einer Übergangszeit eine Nachrüstung mit Fahrrad-Stellplätzen verpflichtend sein und mit einem Bauförderprogramm unterstützt werden. Wo Nachrüstungen nicht oder mit keinem vertretbarem Aufwand möglich sind, müssen ausreichende und gesicherte Fahrradgaragen oder wettergeschützte Abstellanlagen im öffentlichen Raum geschaffen werden.

Hier gibt es alle Forderungen im Überblick.

Und was hat das mit König Ludwig zu tun?

Auch König Ludwig von Bayern war ein begeisterter Radfahrer. Als solcher plante er kurz vor seinem Tod, ein königlich-bayerisches Velo-Gesetz zu erlassen. Doch ehe das Velo-Gesetz in Kraft treten konnte, ertrank König Ludwig II. jedoch am 13. Juni 1886 unter bis heute ungeklärten Umständen im Starnberger See. Damit der Radverkehr im Verkehr nicht auch untergeht, sondern gleichberechtigt mitschwimmt, und als Zeichen der Solidarität mit dem ertrunkenen König Ludwig II. fordern wir alle Radfahrerinnen und Radfahrer auf, bis zur Landtagswahl am 14. Oktober 2018 Schwimmflügel beim Radfahren zu tragen.

Alle Forderungen werden auf www.radgesetz-bayern.de vorgestellt.

]]>
Aktuelles
news-3688 Tue, 12 Jun 2018 09:43:38 +0200 Sichere und durchgängige Radwege für Bayern https://www.adfc-bayern.de/news/article/sichere-und-durchgaengige-radwege-fuer-bayern/ Zum Tag der Verkehrssicherheit fordert der ADFC Bayern einen rechtlichen Rahmen, der konkrete Maßnahmen für mehr Sicherheit im Verkehr zur Pflicht macht. Am 16. Juni ist Tag der Verkehrssicherheit. Der vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) seit 2005 ausgerufene bundesweite Aktionstag wird an jedem dritten Samstag im Juni begangen und soll an die Gefahren des Verkehrs erinnern und die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen.

Die Verkehrssicherheit von Radfahrenden hat sich in den vergangenen Jahren, anders als die Sicherheit von Autoinsassen, nicht verbessert. 2017 verloren 70 Radler*innen im bayerischen Straßenverkehr ihr Leben. Im Jahr davor waren es 68 getötete Radfahrende. Deutschlandweit steigt die Zahl der durch abbiegende LKW getöteten Radfahrer*innen seit einigen Jahren stetig. ADFC-Landesvorsitzende Bernadette Felsch sagt: „Wir sind leider weit entfernt von der „Vision Zero“, also dem Ziel, dass es keine Verkehrstoten auf den Straßen mehr gibt. Insbesondere der Ausbau einer sicheren Radverkehrsinfrastruktur hinkt dem Bedarf massiv hinterher. Damit sich endlich etwas ändert, brauchen wir einen rechtlichen Rahmen, der konkrete Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit zur Pflicht macht.“ Deshalb fordert der ADFC Bayern ein Rad-Gesetz für Bayern, in dem u.a. verbindliche Vorgaben für die Gestaltung von Radverkehrsanlagen, wie einheitliche Qualitätsstandards und Design-Vorgaben, geregelt sind.

Lösungen für mehr Verkehrssicherheit
Es gibt bereits zahlreiche Lösungen, die die Sicherheit für Radfahrende erhöhen. An Hauptverkehrsachsen müssen breite Radspuren mit physischen Barrieren vom Auto- und Schwerlastverkehr abgetrennt werden. Vor Kreuzungen müssen Radfahrer*innen im Sichtbereich des Kfz-Verkehrs geführt werden. Lkw müssen mit Abbiegeassistenzsystemen ausgestattet werden, um Abbiegeunfälle, die für Radfahrende meist tödlich enden, zu verhindern. An besonders gefährlichen Kreuzungen muss der Radweg mit Signalfarbe markiert und der Kfz-Verkehr um aufgepflasterte Eckinseln herumgeführt werden. Verkehrsberuhigung sowie getrennte Ampelphasen für Abbieger und Geradeausfahrer erhöhen die Sicherheit ebenfalls.

Deutlich mehr Geld, Personal und ein sicheres Radwegenetz in ganz Bayern nötig
Bislang entscheidet jede Kommune selbst, ob und in welchem Umfang sie den Radverkehr fördert und ob und wie sie die Radinfrastruktur ausbaut und gestaltet. Das Ergebnis ist im Regelfall ein Flickenteppich aus meist zu schmalen Radfahr-Streifen und Bordstein-Radwegen mit großen Lücken im Radwegenetz. Bernadette Felsch: „Eine moderne und zeitgemäße Fahrradinfrastruktur lädt nicht nur robuste und routinierte Radfahrende, sondern alle zum Radfahren ein. Wir brauchen sichere und durchgängige Radwege, auf denen Menschen jeden Alters komfortabel und ohne Angst unterwegs sein können. Für die dringend erforderliche Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur ist deutlich mehr Geld und Personal nötig, als derzeit durch die Landesregierung eingeplant ist.“

Alle Forderungen der ADFC-Initiative „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“ können auf der Aktionsseite www.radgesetz-bayern.de nachgelesen und unterstützt werden.

Hinweis für Redaktionen
Bildmaterial erhalten Sie auf Anfrage. Diese Presseinformation und weitere Meldungen gibt es online in unserem Pressebereich und unter www.radgesetz-bayern.de/medienbereich/pressemitteilungen.

Über den ADFC
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 170.000 Mitgliedern, davon mehr als 26.000 in Bayern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

]]>
Pressemitteilungen
news-3687 Mon, 11 Jun 2018 14:12:27 +0200 ADFC Bayern gewinnt bei der Google.org Impact Challenge 2018 https://www.adfc-bayern.de/news/article/adfc-bayern-gewinnt-bei-der-googleorg-impact-chal/ Der Landesverband Bayern des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs gehört mit seinem Radverkehrsquiz zu den Gewinnern der Google.org Impact Challenge 2018, einem Förderwettbewerb für gemeinnützige Organisationen und Vereine in Deutschland. In der Kategorie „Lokale Projekte“ ist der Fahrrad-Club eine von 50 Organisationen, die Fördergelder in Höhe von 20.000 Euro erhalten. „Wir freuen uns riesig über die Finanzspritze und insbesondere über die vielen Stimmen, die unser Projekt bekommen hat“, sagt Landesgeschäftsführerin Petra Husemann-Roew. „Verkehrssicherheit ist und bleibt ein wichtiges Thema, das nicht genug gefördert werden kann. Mit dem Gewinn werden wir das Radverkehrsquiz technisch modernisieren, digitalisieren und um Inhalte für Kinder, Jugendliche und Senioren erweitern. Unser Dank gilt allen, die für unser Projekt gestimmt haben und sich so für mehr Sicherheit im Verkehr einsetzen.“

Bei dem Wettbewerb wurden über 2.500 Ideen eingereicht, für die beim Online-Voting fast 400.000 Stimmen abgegeben wurden. Insgesamt zeichnete Google 62 Projekte in Deutschland aus.

]]>
Aktuelles
news-3681 Tue, 05 Jun 2018 10:02:44 +0200 Ein Rad-Gesetz für Bayern! Forderung 2 https://www.adfc-bayern.de/news/article/ein-rad-gesetz-fuer-bayern-forderung-2/ Im Rahmen seiner Initiative „Ein Rad-Gesetz für Bayern“ hat der ADFC Bayern sechs Kernforderungen aufgestellt. Bis zu den Landtagswahlen am 14. Oktober 2018 präsentiert der Fahrrad-Club hier seine Forderungen im Einzelnen. Heute Forderung 2: Ein sicheres, komfortables und durchgängiges Radwegenetz in ganz Bayern Verbindliche Vorgaben für die Gestaltung von Radverkehrsanlagen gibt es bislang nicht. Jeder Kommune bleibt selbst überlassen, ob und in welchem Umfang sie den Radverkehr fördert und ob und wie sie die Radinfrastruktur ausbaut und gestaltet. Oft entscheidet allein die Kassenlage oder der Wille der gerade amtierenden Kommunalpolitiker*innen. Das Ergebnis ist im Regelfall ein Flickenteppich aus meist zu schmalen Radfahrstreifen und Bordsteinradwegen mit großen Lücken im Radwegenetz. Damit trauen sich leider meist bestenfalls erwachsene, robuste und routinierte Radfahrende aufs Radl. Eine gute Fahrradinfrastruktur muss aber auch Einsteiger*innen zum Radfahren einladen.

Radverkehrsanlagen müssen außerdem dem wachsenden Bedarf und der zunehmenden Vielfalt durch Pedelecs, Lastenräder, Fahrradanhänger etc. angepasst werden. Mit einem Rad-Gesetz für Bayern müssen einheitlich gültige Qualitätsstandards, Regelwerke und Design-Vorgaben geschaffen werden, damit Menschen jeden Alters sicher und komfortabel Rad fahren können. Grundlage dafür sollen die „Empfehlungen für Radverkehrsanlagen“ in Verbindung mit den ADFC-Leitlinien für Radinfrastruktur sein, die der Freistaat zum verbindlichen Standard für ganz Bayern macht.

Mit über 300 km Radschnellwegen macht Holland vor, wie man mit Hilfe des Radverkehrs Staus, Lärm und Schadstoffemissionen reduzieren und Berufspendler zum Umsteigen aufs Radl bewegen kann. Diese breiten, asphaltierten und Kfz-Verkehr-freien Radverbindungen ermöglichen ein zügiges und stressfreies Radfahren. Im Vergleich zu Autostraßen sind sie auch schnell und günstig zu bauen.
Das Rad-Gesetz für Bayern muss den Bau und Ausbau von Radschnellwegen forcieren. Weil Radschnellwegverbindungen oft kommunale Grenzen überschreiten, fordern wir, dass der Freistaat Bayern die Straßenbaulast, also die Verantwortung und Finanzierung für den Bau und Unterhalt der Radschnellwege, übernimmt. Der Freistaat soll sich außerdem dafür einsetzen, dass auch im Bundesfernstraßengesetz Radschnellwegen in urbanen Räumen Vorrang vor Autobahnen und Bundesfernstraßen eingeräumt wird.

Hier gibt es alle Forderungen im Überblick.

Und was hat das mit König Ludwig zu tun?

Auch König Ludwig von Bayern war ein begeisterter Radfahrer. Als solcher plante er kurz vor seinem Tod, ein königlich-bayerisches Velo-Gesetz zu erlassen. Doch ehe das Velo-Gesetz in Kraft treten konnte, ertrank König Ludwig II. jedoch am 13. Juni 1886 unter bis heute ungeklärten Umständen im Starnberger See. Damit der Radverkehr im Verkehr nicht auch untergeht, sondern gleichberechtigt mitschwimmt, und als Zeichen der Solidarität mit dem ertrunkenen König Ludwig II. fordern wir alle Radfahrerinnen und Radfahrer auf, bis zur Landtagswahl am 14. Oktober 2018 Schwimmflügel beim Radfahren zu tragen.

Alle Forderungen werden auf www.radgesetz-bayern.de vorgestellt.

]]>
Aktuelles
news-3675 Wed, 30 May 2018 09:34:28 +0200 Rad-Gesetz für Bayern: Radverkehrsförderung zur Pflicht machen https://www.adfc-bayern.de/news/article/rad-gesetz-fuer-bayern-radverkehrsfoerderung-zur-pf/ Zum Weltfahrradtag am 3.6. fordert der ADFC Bayern gute Radabstellplätze und eine Verdoppelung des Budgets für die Förderung des Radverkehrs im Freistaat Am kommenden Sonntag ist erster UN-Weltfahrradtag. Die Vereinten Nationen (UN) haben in einer Resolution den 3. Juni als jährlichen Weltfahrradtag ausgerufen und alle Mitgliedstaaten aufgefordert, den Radverkehr zu fördern. Ein Hindernis für den Umstieg aufs Rad ist, dass es häufig ein Problem darstellt, sein Radl sicher abzustellen, ohne, dass es anderen im Weg steht. ADFC-Landesvorsitzende Bernadette Felsch sagt: „Während fast immer an Stellplätze für Autos gedacht wird, müssen Räder meist irgendwo an einen Baum, Zaun oder eine Wand gelehnt oder mühsam in den Keller getragen werden. Gute, komfortable und sichere Radabstellanlagen sind überall Mangelware, besonders an Bahnhöfen. Das muss sich ändern.“ Deshalb fordert der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Bayern, dass an allen bayerischen Bahnhöfen und Haltestellen ausreichende und überdachte Radabstellanlagen errichtet werden. Der Freistaat Bayern soll an all seinen Immobilien mit gutem Beispiel vorangehen und genügend komfortable Radabstellanlagen schaffen. Fördermittel müssen so bereitgestellt werden, dass in jeder größeren Stadt eine Fahrrad-Station am Bahnhof, also ein Fahrradparkhaus mit Fahrradwerkstatt und anderen Serviceangeboten, errichtet wird. In Städten ab 100.000 Einwohner*innen sollen es mindestens zwei sein.

Verdoppelung des Budgets für die Radverkehrsförderung
Für den Ausbau des Radwegenetzes entlang von Staatsstraßen investierte der Freistaat Bayern von 2010 bis 2015 47 Mio. Euro und zahlte 83,6 Mio. Euro an Fördermitteln an die Kommunen aus. Das sind pro Jahr im Schnitt rund 26 Mio. Euro für den gesamten Freistaat. “Radlland Bayern“ wird man angesichts der Kosten für Straßenbaumaßnahmen so nicht. Zum Vergleich: Für die Bestandserhaltung, Um- und Ausbau der Staatsstraßen standen 2017 270 Mio. Euro zur Verfügung. Dasselbe Budget für die Kfz-Infrastruktur gilt für 2018. Das ist der höchste Wert aller Zeiten. Der ADFC Bayern fordert deshalb mindestens eine Verdoppelung des Radverkehrsbudgets auf 52 Mio. Euro pro Jahr.

Ein Rad-Gesetz für Bayern
Felsch: „Maßnahmen für den Radverkehr zählen zu den freiwilligen kommunalen Aufgaben. Das ist ein Problem, denn so kann jede Kommune nach Kassenlage und eigenem Ermessen entscheiden, ob und wie sie Radinfrastruktur baut und pflegt und wie sie darüber hinaus den Radverkehr fördert.“ Mit der Initiative „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“ fordert der ADFC Bayern deshalb einen verbindlichen rechtlichen Rahmen für die Radverkehrsförderung.

Alle Forderungen der Initiative „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“ können auf der Aktionsseite www.radgesetz-bayern.de nachgelesen und unterstützt werden.

Hinweis für Redaktionen
Bildmaterial finden Sie im Anhang. Diese Presseinformation und weitere Meldungen gibt es online in unserem Pressebereich und unter www.radgesetz-bayern.de/medienbereich/pressemitteilungen.

Über den ADFC
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 165.000 Mitgliedern, davon mehr als 26.000 in Bayern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

]]>
Pressemitteilungen