ADFC Bayern https://www.adfc-bayern.de/ Nachrichten des ADFC Bayern de ADFC Bayern e.V. Wed, 25 Apr 2018 10:12:59 +0200 Wed, 25 Apr 2018 10:12:59 +0200 TYPO3 EXT:news news-3616 Mon, 23 Apr 2018 11:11:08 +0200 Fahrrad-Demonstration für ein Rad-Gesetz https://www.adfc-bayern.de/news/article/fahrrad-demonstration-fuer-ein-rad-gesetz/ ADFC-Radsternfahrt lockt 5.000 Teilnehmer*innen auf die Straßen Bei strahlendem Sonnenschein und bester Stimmung fuhren bei der diesjährigen ADFC-Radsternfahrt am Sonntag rund 5.000 Teilnehmende aus der gesamten Metropolregion München auf autofreien Straßen durch die Landeshauptstadt. „Wir sind hochzufrieden mit der Teilnehmerzahl. Dass sich die Menschen aus München und dem Umland eine bessere Radverkehrsinfrastruktur wünschen, haben sie heute eindrucksvoll demonstriert“, erklärt Andreas Groh, stellvertretender Vorsitzender des ADFC München.

König Ludwig II. verliest königlich bayerisches Velo-Gesetz
Beim Eintreffen auf dem Königsplatz erlebten die Radlerinnen und Radler eine Überraschung: König Ludwig II., begleitet von seinen Gefolgsleuten auf Hochrädern, begrüßte die Massen und führte die Fahrraddemonstration zum Olympiapark an. Auf der Hauptbühne des Radl-Festivals SattelFest traf er auf die Teilnehmer*innen der vom ADFC organisierten Podiumsdiskussion. Als Unterstützer der Initiative „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“ verlas der Kini dort sein königliches Velo-Gesetz von 1880, das von ADFC-Historikern entdeckt worden war. Im Anschluss zog er sich Schwimmflügel an. „Die Schwimmflügel stehen für das Ziel, nicht wie er unterzugehen, sondern als Radfahrende im Verkehr gleichberechtigt mitzuschwimmen“, erläuterte Bernadette Felsch, Landesvorsitzende des ADFC Bayern und Sprecherin der Initiative.

Forderungen des ADFC Bayern
Bernadette Felsch forderte im Namen des ADFC und aller Radsternfahrtteilnehmer:

1.    Einen verbindlichen Maßnahmenplan zum „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“
2.    Ein sicheres, komfortables und durchgängiges Radwegenetz in ganz Bayern
3.    Gute Radabstellplätze – insbesondere auch an allen bayerischen Bahnhöfen
4.    Eine Verdoppelung des Budgets für die Förderung des Radverkehrs
5.    Dreimal mehr Personal für die Umsetzung des "Radverkehrsprogramms Bayern 2025"
6.    Eine deutliche Verbesserung der Fahrradmitnahme in Bus und Bahn

Positionen der Parteien zum Rad-Gesetz
„Ohne ein Rad-Gesetz bleibt jeder Stadt und jeder Gemeinde selbst überlassen, ob und wie sie den Radverkehr stärkt“, betonte Bernadette Felsch. Bei den Podiumsgästen traf dies auf Zustimmung. Nur Thomas Huber, CSU, sprach sich gegen ein Gesetz aus. Erst müssten Barrieren im Kopf abgebaut werden, die einer Förderung des Radverkehrs im Wege stehen. Demgegenüber machte Michael Piazolo von den Freien Wählern deutlich, dass die Defizite im Radverkehr in Bayern in den vergangenen 40 Jahren zwar erkannt, aber nicht beseitigt wurden. Wenn es ein Rad-Gesetz gäbe, würden die Kommunen den Turbo einlegen, meinte auch Bernhard Roos, Sprecher der SPD-Landtagsfraktion für Industrie- und Verkehrspolitik. Für Florian Paul, Radverkehrsbeauftragter der Stadt München, hakt es noch an der Infrastruktur und der Akzeptanz des Fahrrads als Alltagsverkehrsmittel. Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der Grünen Landtagsfraktion, sprach sich vehement für mehr Investitionen aus Steuergeldern in die Radverkehrsinfrastruktur aus. Derzeit fließe ein großer Teil der Staatseinnahmen in den Ausbau des Pkw-Verkehrs.

Gutes Beispiel Dänemark
Gastredner Klaus Bondam, Direktor des dänischen Radfahrerverbandes DCF und ehemaliger Radlbürgermeister von Kopenhagen, erklärte, dass es ohne breiten politischen Konsens nicht möglich sei, den Radverkehr voranzubringen. In Dänemark gäbe es in allen Parteien Zustimmung zur Radverkehrsförderung und umfangreiche nationale Fördermittel für die Radverkehrsinfrastruktur, um die sich die Kommunen bewerben können.

Alle Forderungen der Initiative „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“ können auf der Aktionsseite www.radgesetz-bayern.de nachgelesen und unterstützt werden.

Hinweise für Redaktionen
Hintergründe zu König Ludwig II. und seinem Velo-Gesetz können Sie unter https://www.radgesetz-bayern.de/koenigliches-velo-gesetz/ nachlesen. Bildmaterial gibt es im Anhang und auf Anfrage. Bei Nutzung des Fotomotivs „Kini Königsplatz“ bitte folgende Angabe verwenden: „Fotograf: Tobias Hase“. Bei Nutzung des Motivs „Podium Schwimmflügel“ bitte „ADFC Bayern“ verwenden (v.l.n.r.: Bernhard Roos, SPD, König Ludwig II. alias Bastian Braun, Bernadette Felsch, ADFC, Katharina Schulze, Grüne, Thomas Huber, CSU, Michael Piazolo, Freie Wähler, Klaus Bondam, Direktor des dänischen Radfahrerverbandes DCF, Florian Paul, Landeshauptstadt München, Andreas Groh, ADFC). Diese Presseinformation und weitere Meldungen gibt es online in unserem Pressebereich.

Über den ADFC
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 165.000 Mitgliedern, davon mehr als 25.000 in Bayern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

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Landesverband Pressemitteilungen Pressemitteilungen
news-3595 Mon, 16 Apr 2018 15:12:43 +0200 ADFC-Landesversammlung Bayern mit neuem Vorsitz https://www.adfc-bayern.de/news/article/adfc-landesversammlung-bayern-mit-neuem-vorsitz/ Bernadette Felsch ist neue Landesvorsitzende des ADFC Bayern / Delegiertenversammlung beschließt Forderung „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“ / ADFC-Landesverband gründet Frauennetzwerk Die Landesversammlung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs Bayern hat am Samstag in Regensburg Bernadette Felsch zur neuen Landesvorsitzenden gewählt. Die ausgewiesene Radverkehrsexpertin fand in ihrer Antrittsrede klare Worte: „Der motorisierte Verkehr ist hoch subventioniert. Der Straßenbau verschlingt mit Abstand den größten Teil der Mittel für die Verkehrsinfrastruktur, weil die Verteilung der Gelder sich allein am Anteil des Verkehrsaufkommens orientiert. Holland und Dänemark zeigen, dass die Menschen nur dann auf das Fahrrad umsteigen, wenn entsprechend Geld für sichere und komfortable Radwege in die Hand genommen wird.“ Felsch ist seit 2015 stellvertretende Bundesvorsitzende des ADFC und war zwischen 2013 und 2014 als kommissarische Radverkehrsbeauftrage der Landeshauptstadt München tätig.

Als stellvertretender Landesvorsitzender wurde zudem Dr. Michael Stanglmaier neu in den Landesvorstand gewählt. Stanglmaier ist gleichzeitig Vorstandssprecher des ADFC Kreisverbandes Freising, Stadtrat und 3. Bürgermeister sowie Energie- und Umweltreferent der Stadt Moosburg und Kreisrat im Landkreis Freising.

Abschied von Armin Falkenhein
Bernadette Felsch löst Armin Falkenhein ab, der seit 2011 den Landesvorsitz innehatte und bereits von 1991 bis 2003 Vorsitzender des Landesverbandes Bayern war. Falkenhein: „Unser Ziel, dass das Fahrrad künftig ein wichtiger Bestandteil der Mobilität in Städten sein wird, ist in den Köpfen vieler Politiker angekommen. Wie verbindlich und engagiert wir dieses Ziel erreichen, ist nicht nur eine Frage des Wollens. Dafür wird es einen verbindlichen Rechtsrahmen geben müssen.“

Landesversammlung fordert „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“
Die Delegiertenversammlung gab dem Leitantrag des ADFC-Landesvorstands „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“ einstimmig ihre volle Unterstützung. Ein Jahr nachdem die Bayerische Staatsregierung das „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“ vorgestellt hat, zeigt sich, dass den dort genannten Zielen keine konkreten Maßnahmen gefolgt sind. „Ohne die Radverkehrsinfrastruktur enorm zu verbessern, bleibt das Kernziel des Radverkehrsprogramms reine Utopie. Wie soll der Radverkehrsanteil in Bayern bis zum Jahr 2025 auf 20 Prozent verdoppelt werden, wenn die Landesregierung dafür weder ausreichend Geld noch Personal einsetzt“, so Bernadette Felsch, Sprecherin der Initiative „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“ und neue Landesvorsitzende.

Mit sechs Forderungen untermauert der ADFC Bayern die Notwendigkeit für ein bayerisches Rad-Gesetz:

  • Einen verbindlichen Maßnahmenplan zum „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“
  • Ein sicheres, komfortables, durchgängiges Radwegenetz in ganz Bayern
  • Gute Radabstellplätze – insbesondere auch an allen bayerischen Bahnhöfen
  • Eine Verdoppelung des Budgets für die Förderung des Radverkehrs
  • Erheblich mehr Personal für die Umsetzung des Radverkehrsprogramms Bayern 2025
  • Eine deutliche Verbesserung der Fahrradmitnahme in Bus und Bahn

Die Forderungen können auf der Aktionsseite www.radgesetz-bayern.de nachgelesen und unterstützt werden.

ADFC Bayern gründet Frauennetzwerk
Die Delegierten der Landesversammlung beschlossen zudem die Gründung eines Frauennetzwerkes im ADFC Bayern. Dieses soll den Austausch und das gegenseitige Mentoring von im ADFC engagierten Frauen stärken und deren aktiven Einsatz für den Fahrrad-Club insgesamt fördern.

Der neue Landesvorsitz des ADFC Bayern wird für zwei Jahre gewählt und arbeitet ehrenamtlich. Die weiteren acht Vorstandmitglieder bleiben bis zur nächsten Wahl 2019 im Amt.

Hinweise für Redaktionen
Bildmaterial finden Sie im Anhang. Diese Presseinformation und weitere Meldungen gibt es online in unserem Pressebereich.

Über den ADFC
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 165.000 Mitgliedern, davon mehr als 25.000 in Bayern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

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Landesverband Pressemitteilungen
news-3592 Thu, 12 Apr 2018 13:12:41 +0200 Große Sternfahrt für „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“ nach München https://www.adfc-bayern.de/news/article/grosse-sternfahrt-fuer-ein-rad-gesetz-fuer-bayern/ ADFC startet mit Fahrrad-Demo und Podiumsdiskussion in die Radlsaison Am Sonntag, den 22. April, bringt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Radfahrende aus der gesamten Metropolregion München zu seiner
diesjährigen Rad-Sternfahrt zusammen. Von über 60 Startpunkten aus erobern bayerische Radfans die Stadt und sammeln sich an einem der vier Treffpunkte in der Landeshauptstadt. Von Schloss Nymphenburg, der Studentenstadt, dem Ostbahnhof und dem Westpark geht es auf autofreien und polizeigesicherten Straßen gemeinsam weiter zum Königsplatz. Nach einer Runde durch die Altstadt fahren die Teilnehmer*innen über Ludwig- und Leopoldstraße zum Radl-
Festival SattelFest im Olympiapark, um der Forderung nach einem „Rad-Gesetz für Bayern!" Nachdruck zu verleihen.

Radlrunde für die ganze Familie
Andreas Groh, stellvertretender Vorsitzender des ADFC-Kreisverbands München und Hauptverantwortlicher für die Sternfahrt, weist darauf hin, dass die Tour durch die Innenstadt eine gemütliche Radlrunde wird, die für die gesamte Familie geeignet ist. „Wir hoffen auf gutes Wetter und viele Teilnehmer*innen, um der Politik zu verdeutlichen, dass die Radverkehrsbedingungen nicht nur in München dringend verbessert werden müssen.“ Die Sprecherin der Initiative „Ein Rad-Gesetz für Bayern!", Bernadette Felsch, ergänzt: „Ab dem Königsplatz wird eine besondere Persönlichkeit die Sternfahrt anführen. Die Frage, was dieser Prominente und Schwimmflügel mit Radfahren zu tun haben, lüften wir bei der Abschlussveranstaltung auf dem SattelFest im Olympiapark.“

Podiumsdiskussion im Olympiapark
Die breite und konsequente Unterstützung neuer Mobilitätskonzepte ist aus Sicht des ADFC dringend erforderlich. Auf der Abschlussveranstaltung der Sternfahrt diskutiert Bernadette Felsch, stellvertretende ADFC-Bundesvorsitzende und Sprecherin von „Ein Rad-Gesetz für Bayern!", deshalb mit Mitgliedern des Bayerischen Landtags und dem Radverkehrsbeauftragten der Landeshauptstadt München über die Notwendigkeit eines rechtlichen Rahmens für eine bessere Radverkehrsinfrastruktur. Als prominenter Gastredner wird Klaus Bondam, Direktor des dänischen Radfahrerverbandes DCF und ehemaliger Radlbürgermeister von Kopenhagen, seine Erfahrungen teilen.
 

Teilnehmer*innen der Podiumsdiskussion

  • Thomas Huber, CSU, MdL, Mitglied des Ausschusses für Arbeit und Soziales, Familie und
    Integration
  • Bernhard Roos, SPD, MdL, Sprecher der SPD-Landtagsfraktion für Industrie- und Verkehrspolitik
  • Katharina Schulze, Grüne, MdL, Fraktionsvorsitzende der Grünen Landtagsfraktion
  • Florian Paul, Radverkehrsbeauftragter der Stadt München
  • Klaus Bondam, Direktor des dänischen Radfahrerverbandes DCF und ehem. Radlbürgermeister
    von Kopenhagen
  • Bernadette Felsch, ADFC, Stellvertretende Bundesvorsitzende und Sprecherin von
    "Ein Rad-Gesetz für Bayern!"

Alle Details zur Rad-Sternfahrt

Zubringertouren aus dem Umland Münchens starten zu unterschiedlichen Zeiten am Vormittag, u.a. in Ingolstadt, Landshut, Pfaffenhofen, Erding, Freising, Ismaning, Dachau, Schleißheim, Wolfratshausen, Rosenheim, Holzkirchen, Tutzing, Starnberg, Herrsching, Germering und Fürstenfeldbruck.
Informationen dazu finden Sie unter:
www.adfc-muenchen.de/veranstaltungen/sternfahrt/zubringertouren/
 

Startpunkte in München, Aufstellung ab 12.30 Uhr

  • Schloss Nymphenburg (Vorplatz),
  • Studentenstadt (Grasmeierstr. / Christoph-Probst-Str.)
  • Ostbahnhof (Friedens- / Grafingerstr.)
  • Westpark (Parkplatz Westendstr.)

Münchner Startpunkte, Abfahrt um 13.00 Uhr
Die vier Demo-Züge fahren von den Startorten zum Königsplatz.

Königsplatz, Abfahrt um 13.30 Uhr
Gemeinsam geht es weiter zum SattelFest.

Olympiapark, Ankunft gegen 14.15 Uhr 
SattelFest im Olympiapark

Abschlussveranstaltung ca. 14.30 bis 16.00 Uhr 
Theatron und Bühne am Coubertinplatz im Olympiapark 

Spielregeln & Teilnahmebedingungen
Die Teilnahme an der Sternfahrt ist kostenfrei und erfolgt auf eigene Verantwortung.

Hinweis für Fotografen
Ein besonderes Fotomotiv wird an der Kreuzung Königsplatz/Arcisstraße inszeniert. Der Demozug kann bei der Einfahrt in den Olympiapark über das Willy-Gebhardt-Ufer (ab ca. 14.00 Uhr) gut von der gegenüberliegenden Seite des Olympiasees fotografiert werden (vom Coubertinplatz oder auch vom Olympiaturm).

Hinweise für Redaktionen
Bildmaterial finden Sie im Anhang. Bei Nutzung des Fotomotivs bitte folgende Angabe verwenden: „Bildquelle: Christian Müller/herrmueller.info“. Diese Presseinformation und weitere Meldungen gibt es online in unserem Pressebereich.

www.adfc-muenchen.de/sternfahrt

www.radgesetz-bayern.de

www.facebook.com/events/399470557172412/

Über den ADFC
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 165.000 Mitgliedern, davon mehr als 25.000 in Bayern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

Kontakt (Radsternfahrt)
Andreas Groh
Stellvertretender Vorsitzender
ADFC München e.V.
Platenstraße 4
80336 München
presse(..at..)adfc-muenchen.de
Tel. 089 - 773429
Mobil: 0176-23505650

Kontakt ADFC Bayern
Laura Ganswindt
Pressesprecherin
ADFC Bayern e.V.
Kardinal-Döpfner-Straße 8
80333 München
Tel. 089 - 9090025-19
presse@adfc-bayern.de
www.adfc-bayern.de

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Pressemitteilungen
news-3580 Thu, 29 Mar 2018 14:54:04 +0200 Ein sicheres, komfortables und durchgängiges Radwegenetz für ganz Bayern.... https://www.adfc-bayern.de/news/article/ein-sicheres-komfortables-und-durchgaengiges-radwe/ ...freut auch den Osterhasen. Damit der in Zukunft noch lieber aufs Lastenrad steigt, geht es in unserer Forderung "Ein Rad-Gesetz für Bayern!" auch um ein sicheres, komfortables und durchgängiges Radwegenetz in ganz Bayern. Denn eine gute Fahrradinfrastruktur lädt auch Einsteiger*innen zum Radfahren ein und gute Radverkehrsanlagen kommen dem wachsenden Bedarf nach - wenn mehr Menschen im Alltag aufs Rad steigen und die Produktvielfalt weiter wächst, braucht es eine andere und bessere Gestaltung der Infrastruktur. So dass, sichere und entspannte Mobilität für alle und überall in Bayern Realität wird! Wir freuen uns über eine rege Unterstützung unserer Forderungen unter www.radgesetz-bayern.de Aktuelles news-3540 Wed, 07 Mar 2018 09:17:00 +0100 ADFC Bayern fordert: Ein Rad-Gesetz für Bayern! https://www.adfc-bayern.de/news/article/adfc-bayern-fordert-ein-rad-gesetz-fuer-bayern/ Fehlende rechtliche Grundlage erschwert konsequente Förderung des Radverkehrs Am 14. Oktober ist Landtagswahl in Bayern. Nicht erst angesichts drohender Diesel-Fahrverbote wegen zu hoher Stickoxidwerte ist es an der Zeit, dass die Staatsregierung stärker auf attraktive Alternativen zum Auto setzt und den Radverkehr konsequent fördert.

Ohne rechtliche Vorgabe bleibt „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“ leeres Versprechen
Mit dem „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“ hat die derzeitige Staatsregierung einen ersten wichtigen Schritt in diese Richtung getan. Das Radverkehrsprogramm  wurde nicht zuletzt auf Anregung des ADFC Bayern hin erarbeitet und Anfang 2017 vorgestellt. Um das Kernziel des Programms zu erreichen, den Radverkehrsanteil in Bayern bis 2025 auf 20 Prozent zu verdoppeln, braucht es nach Ansicht des ADFC Bayern deutlich mehr Geld und Personal sowie einen rechtlichen Rahmen. Ohne rechtliche Vorgaben bleibt nämlich jedem Landkreis, jeder Stadt und jeder Gemeinde selbst überlassen, ob und wie sie den Radverkehr stärkt. Deshalb fordert der ADFC Bayern:
Ein Rad-Gesetz für Bayern!

ADFC Bayern startet Aktion „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“
Zur Landtagswahl 2018 stellt der ADFC Bayern sechs Forderungen:

  1. Einen verbindlichen Maßnahmenplan zum „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“ 

  2. Ein sicheres, komfortables und durchgängiges Radwegenetz in ganz Bayern

  3. Gute Radabstellplätze – insbesondere auch an allen bayerischen Bahnhöfen

  4. Eine Verdoppelung des Budgets für die Förderung des Radverkehrs

  5. Erheblich mehr Personal für die Umsetzung des "Radverkehrsprogramms Bayern 2025"

  6. Eine deutliche Verbesserung der Fahrradmitnahme in Bus und Bahn 

Die Forderungen können auf der Aktionsseite www.radgesetz-bayern.de nachgelesen und unterstützt werden.

Bernadette Felsch, Sprecherin der ADFC-Aktion „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“, sagt: „Ob Stickoxide, Stau oder Lärm – nicht nur bayerische Städte kämpfen mit diesen Problemen. Auf der Suche nach Lösungen wird der Radverkehr viel zu wenig in den Blick genommen. Dabei ist das Fahrrad ein sehr wichtiger Baustein für eine Verkehrswende, also den Ausbau des umweltfreundlichen Verkehrs. Nur ein Rad-Gesetz für Bayern schafft die Grundlage, um den Radverkehr konsequent und verbindlich zu fördern“.

Mit einer Radsternfahrt am 22. April in München soll der Forderung nach einem Rad-Gesetz für Bayern Nachdruck verliehen werden. Als Höhepunkt der Sternfahrt werden ADFC-Vertreter*innen zusammen mit Mitgliedern der Staatsregierung, des bayerischen Landtags, Vertreter*innen der Stadt München sowie mit dem Direktor des dänischen Radfahrerverbandes DCF, Klaus Bondam, auf dem SattelFest im Münchner Olympiapark über erfolgreiche Radverkehrsförderung und ein Rad-Gesetz für Bayern diskutieren.

Hinweise für Redaktionen
Hier finden Sie Bildmaterial zur Aktion "Ein Rad-Gesetz für Bayern!" zum Download: Screenshot, Logo, Foto der Sprecherin Bernadette Felsch.

Über den ADFC
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 165.000 Mitgliedern, davon mehr als 25.000 in Bayern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

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Pressemitteilungen
news-3527 Fri, 23 Feb 2018 16:28:07 +0100 Donautal-Aktiv e.V. und Kommunale Allianzen Spessart gewinnen „Das Goldene Pedal“ https://www.adfc-bayern.de/news/article/donautal-aktiv-ev-und-kommunale-allianzen-spessart-gewinnen-das-goldene-pedal/ Erster Radtourismus-Award Bayerns durch ADFC Bayern auf der Reise- und Freizeitmesse f.re.e verliehen Die Erstplatzierten des „Goldenen Pedals 2018“ stehen fest: Donautal-Aktiv e.V. heißt der Gewinner in der Kategorie „Gesamtkonzept“. Mit dem Projekt „Qualitätsmanagement Radwegenetz Schwäbisches Donautal“ habe der Regionalentwicklungsverein eine faszinierende thematische Aufbereitung zum Erfahren der Region geschaffen, so das Urteil der Jury. Damit biete das Radwegenetz „ein bisschen mehr als die Anderen“ und beziehe Gäste und Einwohner gleichermaßen ein.

Die Kommunalen Allianzen SpessartKraft e.V., Südspessart, Kahlgrund-Spessart und Westspessart sind die Preisträger in der Kategorie „Service“. Mit ihrem Kooperationsprojekt „Wald erFahren“ haben die Akteure in einer für konventionelle Räder wenig geeigneten hügeligen Region ein hoch attraktives Angebot für E-Bikes geschaffen. Die rasche Umsetzung von 52 E-Bike-Ladestationen in kürzester Zeit sei sehr innovativ und habe Zukunft, würdigte die Jury weiter.

Martina Kiderle, stellvertretende Landesvorsitzende des ADFC Bayern und Tourismusbeauftragte: „Bayern ist laut Radreiseanalyse des ADFC die beliebteste Radreiseregion 2017. Mit dem „Goldenen Pedal“ möchten wir diejenigen Akteure im Radtourismus auszeichnen, die mit innovativen und kreativen Serviceangeboten zur Spitzenposition des Freistaates beigetragen haben. Um den ersten Platz unter den Radreiseregionen zu halten, ist auch weiterhin Innovation gefragt.“

Lothar Kempfle, Geschäftsführer von Donautal-Aktiv e.V.: „Unsere über ein Jahrzehnt geleistete konsequente Entwicklungsarbeit wurde belohnt. Wir freuen uns riesig. Nun hoffen wir, der Preis macht viele neue Radfans auf Radelspaß, DonauTäler und Co aufmerksam, damit weitere Radbegeisterte in dieser unentdeckten Ecke Bayerns ein perfekt gepflegtes Radwegenetz genießen können. Wir heißen Sie schon jetzt willkommen.“

Lena Rosenberger, Managerin der Kommunalen Allianz SpessartKraft: "Wir freuen uns riesig über die Entscheidung der Jury! Vor allem darüber, dass unsere Projektidee auch außerhalb des Spessarts gut ankommt. Ich glaube, dass die Auszeichnung eine tolle Chance ist, ein breites Publikum zu erreichen und noch mehr E-Biker und E-Bikerinnen für unsere Region zu begeistern."

Die Trophäen samt Urkunden wurden den Gewinnern von Martina Kiderle und der Landesgeschäftsführerin Petra Husemann-Roew auf der BR-Showbühne überreicht.

„Das Goldenen Pedal 2018“ ist der erste Radtourismus-Award Bayerns und wird durch den Landesverband Bayern des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) verliehen. Der Preis zeichnet die innovativsten und kreativsten Serviceangebote, Netzwerkmodelle, Marketingaktivitäten, Mobilitätsangebote, Veranstaltungen, Produkte oder Dienstleistungen im Radtourismus in Bayern aus.

Hinweise für Redaktionen
Fotos der Gewinner finden Sie hier: http://bit.ly/2olFhJX. Weitere Informationen zum Award „Das Goldenen Pedal 2018“ gibt es unter: https://www.adfc-bayern.de/tourismus/award/. Infos zu den Nominierten finden Sie hier: http://bit.ly/2ooXh5t. Diese Pressemitteilung und weitere Meldungen gibt es ebenfalls online.
 

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Pressemitteilungen
news-3524 Wed, 21 Feb 2018 15:31:09 +0100 „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“: ADFC Bayern fordert verbindlichen Maßnahmenplan https://www.adfc-bayern.de/news/article/radverkehrsprogramm-bayern-2025-adfc-bayern-fordert-verbindlichen-massnahmenplan/ Verdoppelung des Radverkehrsanteils in Bayern nur durch enorme Verbesserungen der Radverkehrsinfrastruktur möglich Auf dem heutigen Fachgespräch sprach der Bayerische Staatsminister des Innern, für Bau und Verkehr, Joachim Herrmann, mit Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern (AGFK Bayern e.V.) über konkrete Aufgaben und Hilfestellungen, die im Rahmen der Umsetzung des „Radverkehrsprogramms Bayern 2025“ auf die Kommunen und den Freistaat zukommen. Nicht zuletzt auf Anregung des ADFC Bayern hin hatte die bayerische Staatsregierung das Radverkehrsprogramm Anfang 2017 vorgestellt.

Der ADFC Bayern begrüßt das ambitionierte Ziel der bayerischen Staatsregierung aus dem Radverkehrsprogramm, den Radverkehrsanteil bis zum Jahr 2025 auf 20 Prozent zu verdoppeln. Gleichzeitig gehen dem Fahrrad-Club die Maßnahmen und der Stand der Umsetzung nicht weit genug.

„Wir sind mehr als skeptisch, dass eine Verdoppelung des Radverkehrs ohne enorme Verbesserungen der entsprechenden Infrastruktur erreicht werden kann“, sagt der Landesvorsitzende des ADFC Bayern, Armin Falkenhein. „Damit das „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“ kein leeres Versprechen bleibt, braucht es deutlich mehr Geld und Personal sowie einen rechtlichen Rahmen. Denn ohne rechtliche Vorgaben bleibt weiterhin jedem Landkreis, jeder Stadt und jeder Gemeinde in Bayern selbst überlassen, ob und wie sie den Radverkehr stärkt.“
 

Konkret fordert der ADFC Bayern:

  • Einen verbindlichen Maßnahmenplan zum "Radverkehrsprogramm Bayern 2025"
  • Ein sicheres, komfortables und durchgängiges Radwegenetz in ganz Bayern
  • Gute Radabstellplätze - insbesondere auch an allen bayerischen Bahnhöfen
  • Eine Verdoppelung des Budgets für die Radinfrastruktur
  • Deutlich mehr Personal für die Umsetzung des "Radverkehrsprogramms Bayern 2025"
  • Eine deutliche Verbesserung der Fahrradmitnahme in Bus und Bahn
     

Über den ADFC
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 165.000 Mitgliedern, davon mehr als 25.000 in Bayern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

 

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Pressemitteilungen
news-3523 Tue, 20 Feb 2018 12:09:27 +0100 25 Jahre ADFC Pfaffenhofen - wir gratulieren! https://www.adfc-bayern.de/news/article/25-jahre-adfc-pfaffenhofen-wir-gratulieren/ In einer rundum gelungen Feier mit zahlreichen Gästen, darunter Landrat Martin Wolf (CSU), Dritter Bürgermeister Roland Dörfler (Grüne) und Uschi Ziob, stellv. Landesvorsitzende des ADFC Bayern, wurden die Gründungsmitglieder und weitere Akteure geehrt, die den Verein über die vergangenen 25 Jahre getragen haben, aber auch ein Blick in die Zukunft geworfen. Kreisvorsitzender Peter Hoffmann setzt sich zusammen mit zahlreichen Aktiven dafür ein, dass mehr Menschen aufs Rad umsteigen und sich die Verhältnisse dafür stetig verbessern. So hat sich der ADFC in den vergangenen 25 Jahren von einer reinen Freizeit- zu einer echten Mobilitäts-Organisation entwickelt.   Die Gründungsmitglieder Dieter Wiegand, Michael Stoll, Georg Hadzelek, Johann Mindum, Martina Blum, Heidrun Korn-Nertmeyer, Rainer Pawlak, Ulrich Drexl, Stefan Sundqvist, Hans Huber, Hans-Peter Ernst wurden ausgezeichnet.  Dieter Wiegand hat den Kreisverband ins Leben gerufen. Das große und sehr herzliche Dankeschön, dass ihm dafür vom Kreisvorsitzenden ausgesprochen wurde, gab er weiter an seine Mitstreiter, denn "nur zusammen konnte es geschafft werden".

Heute hat der ADFC Pfaffenhofen ein knappes Dutzend aktive Tourenleiter, die z.B. neue Fahrradwege auskundschaften, die noch nicht veröffentlicht sind. Es werden wöchentlich zwei Feierabendtouren, Touren ab Pfaffenhofen und Tagestouren teilweise mit Bahn oder Pkw angeboten.

In Sachen Verkehrspolitik macht sich der Verein für eine Förderung des Radverkehrs stark - so schätzt die Stadt z.B. die gute Zusammenarbeit bei der Entwicklung eines Verkehrsmobilitätsplan und die fachlich versierte Meinung des Vereins beim Ausbau des Radwegenetz in Pfaffenhofen und anderen radspezifischen Themen.
Die stellvertretende Landesvorsitzende des ADFC, Uschi Ziob, betonte in ihrem Grußwort: "Es ist nicht immer selbstverständlich, dass ein solches Jubiläum erreicht wird". Viele Kreisverbände hätten Nachwuchsschwierigkeiten. "Es ist ganz wichtig, dass nicht nur Radtouren gemacht werden, sondern die Zusammenarbeit mit der Politik zum Tragen kommt und wie man heute sieht, der ADFC wird hier in Pfaffenhofen schon respektiert", freute sich Ziob.
Der Erfolg eines Vereins wird getragen von den Menschen, die sich dort engagieren. So bergen 25 Jahre Vereinsgeschichte neben den Erfolgen auch die eine oder andere Krisensituation, wie z.B. 2007, als sich der Verein drohte aufzulösen.  Einen großen Dank sprach daher Ziob an Beate Städtler aus, die den Verein damals vor der Auflösung bewahrte. "Ohne sie wäre es nicht weitergegangen" und überreichte ein kleines Dankeschön dafür an Städtler.

 

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Aktuelles
news-3518 Thu, 15 Feb 2018 14:57:00 +0100 Einladung zur Verleihung des Preises „Das Goldene Pedal 2018“ https://www.adfc-bayern.de/news/article/einladung-zur-verleihung-des-preises-das-goldene-pedal-2018/ ADFC Bayern zeichnet Gewinner des 1. Radtourismus-Award Bayern auf der Reise- und Freizeitmesse f.re.e in München aus Der Landesverband Bayern des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e.V. (ADFC) verleiht erstmals „Das Goldene Pedal“ – ein Award für die innovativsten und kreativsten Serviceangebote, Netzwerkmodelle, Marketingaktivitäten, Mobilitätsangebote, Veranstaltungen, Produkte oder Dienstleistungen im Radtourismus in Bayern. 

Sechs Nominierte in den Kategorien „Gesamtkonzept“ und „Service“ sind im Rennen um den ersten Platz:

• Tölzer Land Tourismus mit der Alpenüberquerung „Radfernweg München – Venezia“
• Donautal Aktiv e.V. mit dem Projekt „Qualitätsmanagement Radwegenetz Schwäbisches Donautal“
• Tourist-Information Furth im Wald mit „Grenzenlos Mountainbiken zwischen Bayern und Böhmen“
• Tafernwirt vom Tölzer Land GbR mit „Genussradeln von Tafernwirt zu Tafernwirt“ im Tölzer Land
• Regionalmanagement Landkreis Fürth mit dem „Erlebnisradweg Hohenzollern“
• Kommunale Allianzen SpessartKraft e.V., Südspessart, Kahlgrund-Spessart und Westspessart mit dem Projekt „Wald erFahren“.

Die Gewinner der Titel „Beste Radtourismus Serviceidee 2018“ und „Bestes Radtourismus Gesamtkonzept 2018“ werden von Martina Kiderle, stellv. Landesvorsitzende des ADFC Bayern und Tourismusbeauftragte, sowie von der Landesgeschäftsführerin Petra Husemann-Roew ausgezeichnet.

Wir laden Sie herzlich zur Preisverleihung ein!

Ort: Reise- und Freizeitmesse f.re.e, Halle A4, BR-Showbühne
Zeit: 23.2.18 um 13:45 - 14:15 Uhr
Programm: Vorstellung des ADFC Bayern und des 1. Radtourismus-Award Bayern
Bekanntgabe der Gewinner pro Kategorie
Vorstellung der Projekte durch die Gewinner
Übergabe des Preises

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und stehen Ihnen für Rückfragen jederzeit gerne zur Verfügung.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
ADFC Landesverband Bayern e.V. 
Laura Ganswindt
Pressesprecherin
Tel.: 089/9090025-19
E-Mail: presse(..at..)adfc-bayern.de  
 
Infos zur Anreise: www.free-muenchen.de/besucher/besuch-vorbereiten/anreise/index.html

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Pressemitteilungen
news-3519 Wed, 14 Feb 2018 16:02:35 +0100 JETZT BEWERBEN für den Bayerischen Verkehrssicherheitspreis 2018 https://www.adfc-bayern.de/news/article/jetzt-bewerben-fuer-den-bayerischen-verkehrssicherheitspreis-2018/ Der Bayerische Verkehrssicherheitspreis, eine Auszeichnung, die es seit 1997 gibt, zeichnet herausragendes Engagement verantwortungsbewusster Menschen, Gruppen und Initiativen, die einen Beitrag zur Unfallverhütung leisten, aus.

Unter dem Motto "Verkehrsgefährten auf zwei Rädern" widmet sich der Bayerische Verkehrs­sicherheitspreis 2018 dem Radverkehr.
Ausgezeichnet werden Maßnahmen und Ideen, durch die Fahrradfahrer sicher und unfallfrei ans Ziel kommen.

Wir sind als ideeller und fachlicher Partner dabei und und unterstützen die Jury. Wir freuen uns auf zahlreiche Bewerbungen!
Einsendeschluss: 09. April 2018

Mehr Infos unter: www.bayerischer-verkehrssicherheitspreis.de

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Aktuelles
news-3516 Wed, 14 Feb 2018 14:20:20 +0100 Alles rund um die Radreise auf der Messe f.re.e in München https://www.adfc-bayern.de/news/article/alles-rund-um-die-radreise-auf-der-messe-free-in-muenchen/ Informationen und Tipps für die nächste Radreise präsentiert der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) zusammen mit seinen Partnern vom Bayernnetz für Radler und dem BayernAtlas auf der Reise- und Freizeitmesse f.re.e in München. Wer seine nächste Radreise plant, der ist in Halle B6 am Stand 416 gut aufgehoben: Hier bietet der ADFC Bayern vom 21. bis 25. Februar Anregungen und Tipps für den nächsten Urlaub auf zwei Rädern. Interessierte können gleich vor Ort eine von 27 Genuss- und Kultur-Gruppenreisen aus dem ADFC-Radreiseprogramms 2018 buchen, die der Verband exklusiv für seine Mitglieder anbietet. Nicht-Mitglieder haben die Möglichkeit, im Rahmen einer Messeaktion zum Einstiegsbeitrag von 19,50 Euro dem Fahrrad-Club beizutreten und erst einmal ein Jahr lang schnuppern. Im Mitgliedsbeitrag enthalten ist die ADFC-Pannenhilfe, die bei Pannen oder Unfällen unterwegs über eine 24-Stunden-Hotline weiterhilft.

Reisende, die ihren Radurlaub lieber selbst planen, erhalten auf der Aktionsbühne Ideen und Anleitungen zur Gestaltung der nächsten Tour. Dieses Jahr präsentieren ADFC-Experten das „Abenteuer Kaukasus: Mit dem Radl durch Armenien“, „Velosophie – Faszination Radreise“, „Radreiseplanung – Tipps und Tricks für individuelle Touren“ sowie „Korsika mit dem Fahrrad erleben“.

Bayernnetz für Radler

Mit am Stand vertreten sind das Bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat und die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr. Sie informieren über ihr Gemeinschaftsprojekt Bayernnetz für Radler. Dieses bayernweite Fernradwegenetz umfasst rund120 Routen mit einer Gesamtlänge von rund 9.000 Kilometern. Am Stand ist die aktuelle Radler-Karte kostenfrei erhältlich. Die digitalen Varianten im Internetportal www.bayerninfo.de und die App zum Radroutennetz können am Stand ausprobiert werden. Die Internetseite bietet zusätzlich zum Höhenprofil der einzelnen Routen auch Infos zu Sehenswürdigkeiten und fahrradfreundliche Übernachtungsmöglichkeiten. Zudem lassen sich eigene Routen (auch mit An-/Abreise per Bahn) planen, die anschließend offline „mitgenommen“ werden können. Mitarbeiter der genannten Ministerien stehen am Messestand den Besuchern für alle Fragen zum Radverkehr zur Verfügung.

Analog bis digital: Auch das Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung präsentiert seine Produkte und Dienstleistungen. Dazu gehört unter anderem der kostenfreie BayernAtlas – jetzt auch als App für Apple iOS und Android – mit vielen digitalen Kartenwerken und aktuellen Luftbildern. Ideal für Freizeit und Hobby sind die Papierkarten mit dem Freizeitwegeangebot in verschiedenen Maßstäben. Bei 3D-Flügen können die Besucher die Landschaft von oben betrachten.

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Pressemitteilungen
news-3489 Tue, 30 Jan 2018 14:06:39 +0100 Das Goldene Pedal: Finale Runde für die Nominierten https://www.adfc-bayern.de/news/article/das-goldene-pedal-finale-runde-fuer-die-nominierten/ In diesem Jahr verleiht der ADFC Bayern erstmals das „Goldene Pedal“ – ein Award für die innovativsten und kreativsten Serviceangebote, Netzwerkmodelle, Marketingaktivitäten, Mobilitätsangebote, Veranstaltungen, Produkte oder Dienstleistungen im Radtourismus in Bayern. Bewerben konnten sich alle Akteure im Radtourismus – von der Region über den Beherbergungsbetrieb bis hin zum einzelnen Serviceanbieter.

Aus den insgesamt 16 Bewerbungen wurden sechs Nominierte ausgewählt, die sich und ihre Konzepte und Ideen gestern der fachkundigen Jury präsentieren konnten. In der Kategorie „Gesamtkonzept“ stellten sich Dr. Andreas Wüstefeld vom Tölzer Land Tourismus mit der Alpenüberquerung „Radfernweg München – Venezia“ vor, Yvonne Streitel vom Verein Donautal Aktiv mit dem Projekt „Qualitätsmanagement Radwegenetz Schwäbisches Donautal“ sowie Uwe Neumann von der Touristinfo Furth im Wald mit dem Projekt „Grenzenlos Mountainbiken zwischen Bayern und Böhmen“.

Als Nominierte in der Kategorie „Service“ qualifizierten sich die folgenden Projekte: „Genussradeln von Tafernwirt zu Tafernwirt“ im Tölzer Land, vertreten durch Heiko Düsterhöft, der „Erlebnisradweg Hohenzollern“, präsentiert von Christina Engl und schließlich „Wald erFahren“ der vier beteiligten Kommunalen Allianzen SpessartKraft e.V., Südspessart, Kahlgrund-Spessart und Westspessart, vertreten durch Christopher Mehl.

Die Gewinner der Titel „Beste Radtourismus Serviceidee 2018“ und „Bestes Radtourismus Gesamtkonzept 2018“ erhalten ein exklusiv angefertigtes Exponat und eine Urkunde. Zudem profitieren sie von der Berichterstattung in Print- und Online-Medien des ADFC und des Medienpartners Bayerischer Rundfunk.

Die offizielle Bekanntgabe der beiden Sieger findet am 23.02.2018 um 13.45 Uhr auf der f.re.e in München statt. Dort werden sie auf der BR-Showbühne in Halle A4 prämiert.

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Aktuelles
news-3473 Thu, 18 Jan 2018 11:00:39 +0100 Keine Narrenfreiheit auf dem Fahrrad https://www.adfc-bayern.de/news/article/keine-narrenfreiheit-auf-dem-fahrrad/ ADFC Bayern gibt Tipps zum Radfahren in der fünften Jahreszeit Bunte Gewänder, Masken, Musik – die fünfte Jahreszeit steht vor der Tür. Wer sich mit dem Zweirad durch die Narrenzeit bewegen möchte, sollte einiges beachten. So dürfen selbst die schönsten Verkleidungen nach § 23 StVO weder das Sichtfeld noch die Hörfähigkeit des Radfahrers einschränken. Im Zweifelsfall gilt, die Maske vor der Fahrt abzunehmen. Wer sein Radl passend zum Kostüm dekorieren will, muss darauf achten, dass dieses weiterhin verkehrstauglich ist. Lichter und Reflektoren sollten sichtbar sein, blinkende Lichter sind nicht erlaubt. Um Unfälle zu vermeiden, darf die Verkleidung Rad fahrender Narren nicht in die Speichen geraten.

Vorsicht beim Abschließen und vor Glasscherben
Bevor der Umzug beginnt, lohnt es sich, das Rad mit einem soliden Schloss zu sichern. Anstatt an Schildern oder Laternen sollte dies an fest installierten Anlehnparkern geschehen. Diese können während der Faschingszeit nicht abmontiert werden.

Wer nach dem Umzug noch immer nicht genug vom Getümmel hat und sich mit dem Fahrrad auf den Weg zur nächsten Feier macht, sollte auf der Fahrt besonders vorsichtig sein. Nicht nur Schmutz, sondern auch leere Flaschen und vor allem Glasscherben können eine große Gefahr für alle Radler darstellen. Hier ist vorausschauendes Fahren angesagt. Um einen Platten zu vermeiden, können pannensichere Reifen zum Einsatz kommen.

Die wenigsten Feiernden fahren alleine zur nächsten Party. Auch wenn sich Gepäckträger oder Lenker gerade anbieten, dürfen auch in der närrischen Zeit keine weiteren Personen auf dem Fahrrad mitgenommen werden. Eine Ausnahme stellen Kinder bis sieben Jahre dar, die auf dem Kindersitz oder im Anhänger Platz nehmen sollten.

Bei Alkoholkonsum und Beleuchtung auf Nummer sicher gehen
Auch die besten Faschingspartys haben irgendwann ein Ende. Wer den Heimweg auf dem Velo antritt, sollte sichergehen, dass er oder sie noch in der Lage dazu ist. Ab 1,6 Promille gelten Radfahrer als absolut fahruntauglich und müssen mit einer empfindlichen Geldstrafe und mit einer medizinisch-psychologischen Untersuchung rechnen, die den Entzug des Führerscheins und sogar ein Radfahrverbot zur Folge haben kann. Bei auffälligem Fahrverhalten drohen bereits ab 0,3 Promille Geldbußen und zwei Punkte in Flensburg. Nicht nur beim Alkoholkonsum, auch beim Licht sollten Faschingsradler auf Nummer sicher gehen. Ob fest installiert oder Akkulicht zum Anstecken – in der dunklen Jahreszeit ist eine ausreichende Beleuchtung für das Heimradeln unerlässlich.

Über den ADFC
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 165.000 Mitgliedern, davon mehr als 25.000 in Bayern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

 

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Pressemitteilungen
news-3430 Thu, 30 Nov 2017 13:12:05 +0100 ADFC SüdForum 2017 in Neu-Ulm https://www.adfc-bayern.de/news/article/adfc-suedforum-2017-in-neu-ulm/ Vom 24.-26. November war es wieder soweit: 167 Aktive des ADFC aus Bayern und Baden-Württemberg trafen sich in Neu-Ulm, um am Weiterbildungsangebot des Fahrrad-Clubs teilzunehmen. In Vorträgen und Workshops vermittelten die Referenten Wissen und Know-how zu den Themen Interessensvertretung und Lobbyarbeit, Verbandsentwicklung und Zusammenarbeit, Infrastruktur und Verkehrspolitik, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit sowie zu ADFC-Services und -Produkten. Zwei bunte Abendveranstaltungen mit Filmvorführungen und Restaurantbesuch rundeten das Wochenende ab.

Die gesamte Dokumentation der Veranstaltung steht in Kürze im internen Bereich zur Verfügung.

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Aktuelles
news-3423 Thu, 23 Nov 2017 17:44:40 +0100 Umfrage Radreiseanalyse gestartet https://www.adfc-bayern.de/news/article/umfrage-radreiseanalyse-gestartet/ ADFC sucht die beliebtesten Radfernwege Deutschlands Ab sofort läuft die Umfrage zur 19. Radreiseanalyse des ADFC – in diesem Jahr wieder mit dem Partner Travelbike. Der Fahrrad-Club und der E-Bike-Vermieter rufen Radurlauber aus ganz Deutschland auf, bis 7. Januar 2018 die Erfahrungen ihrer letzten Radreisen mitzuteilen. Die Ergebnisse der ADFC-Travelbike-Radreiseanalyse werden am 8. März 2018 auf der ITB Berlin vorgestellt. Die jährliche Umfrage ist repräsentativ und gibt Politik und Tourismus-Wirtschaft belastbare Rückmeldungen zu Stärken und Schwächen des radtouristischen Angebots. Sie ist das Kundenbarometer der Radtouristen in Deutschland! Bis 7. Januar teilnehmen und Pedelec gewinnen
Die Umfrage gibt es über www.adfc.de/radreiseanalyse. Die Teilnahme dauert nur etwa 15 Minuten. Gefragt wird beispielsweise, wie lange die zuletzt unternommenen Radreisen dauerten, wie sie vorbereitet wurden, wie man die Streckenqualität beurteilt und welcher Radfernweg oder welche Radregion am besten gefallen hat. Wer im Anschluss am Gewinnspiel teilnimmt, kann ein Premium-Elektrofahrrad gewinnen!

Neu in 2017: Sonderbefragung
Zusätzlich zu den Teilnehmern, die der ADFC und Travelbike über ihre Kanäle erreichen, werden in einem weiteren repräsentativen Panel Fragen zu Tagesausflügen mit dem Fahrrad gestellt und Menschen befragt, die bislang noch keine Radreisen unternommen haben, was sie von einer Radreise abhält. Die neuen Themen werden nur über ein gesondertes und geschlossenes Online-Panel abgefragt. Sie beschreiben den gesamten deutschen Markt.

Über den ADFC
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit mehr als 165.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

Über Travelbike Vermietung
Für den Tourismus-Bereich bietet die ZEG mit www.travelbike.de das größte E-Bike-Vermietungsnetzwerk an. Vermietungspartner erhalten ein Komplettpaket mit hochwertigen E-Bikes, einem Rundum-Versicherungsschutz ohne Eigenanteil und einem zentralen Onlinebuchungsportal. Abgerundet wird das Konzept von einem reichweitenstarken Marketing-Paket, um Kunden auf Angebote aufmerksam zu machen.

Kontakt
Gabi Bangel
Leitung Tourismus
_____________________________________________
Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V. (ADFC)
Bundesgeschäftsstelle
Mohrenstraße 69, 10117 Berlin
Telefon: 030-209 14 98-61
Telefax: 030-209 14 98-55
E-Mail: gabi.bangel@adfc.de
Internet: www.adfc.de

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Aktuelles
news-3391 Fri, 27 Oct 2017 11:51:00 +0200 Wir gratulieren! 20 Jahre KV Wunsiedel https://www.adfc-bayern.de/news/article/wir-gratulieren-20-jahre-kv-wunsiedel/ Der bereits im Februar 1997 gegründete Kreisverband Wunsiedel des ADFC feierte dieses Jahr sein 20-jähriges Jubiläum. Die vorerst lockere Interessengemeinschaft setzte sich zum Ziel den Radfahrern im Landkreis Wunsiedel mehr Lobby zu geben und war damit schnell erfolgreich. Sie fand Platz im damaligen Marktredwitzer Verkehrsbeirat und konnte somit an der Planungsarbeit an zahlreichen Radwegen sowie an der Tourenkarte „Radeln rund um Redwitz“ mitwirken. Damals wie heute ist der Verein beliebt für seine Radtouren und Gebrauchtradbörsen und der geeignete Ansprechpartner für allerlei verkehrspolitische und -planerische Fragen.

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Aktuelles
news-3388 Tue, 24 Oct 2017 15:23:01 +0200 Schuld hat selten der Radfahrer https://www.adfc-bayern.de/news/article/schuld-hat-selten-der-radfahrer/ ADFC Bayern fordert differenzierte Betrachtung der Unfallstatistik für ein realistisches Bild der Hauptverursacher von Unfällen mit Fahrradbeteiligung  München, 24.10.2017 – Im Zuge der parlamentarischen Anfrage der SPD-Landtagsfraktion zum Thema Fahrradunfälle in Bayern ist in der Berichterstattung das Bild entstanden, Radfahrer seien zu zwei Dritteln die Unfallverursacher und somit die Schuldtragenden. Der ADFC Bayern bedauert die gestiegene Zahl an Fahrradunfällen in Bayern sehr. Jeder Unfall ist ein Unfall zu viel, insbesondere, wenn man die Zahl der getöteten Radfahrer sieht. Die meisten Fahrradunfälle sind Alleinunfälle
Die in der Berichterstattung genannten Zahlen zeigen jedoch nicht, dass es sich bei den meisten Fahrradunfällen um Alleinunfälle mit nur einem Beteiligten handelt, eben dem Fahrradfahrer. Hier gilt der Radfahrer automatisch als Hauptverursacher. Bei Unfällen mit zwei Beteiligten zeigt sich ein anderes als das entstandene Bild: Laut Statistischem Bundesamt waren von 2013 bis 2016 Pkw bei Zusammenstößen mit Fahrradfahrern zu 75 Prozent die Hauptverursacher. Bei Unfällen zwischen Lkw und Fahrrad waren die Lastkraftwagen sogar zu 80 Prozent die Hauptverursacher. Radfahrer sind insgesamt bei nur einem Drittel aller Unfälle mit weiteren Beteiligten die Hauptverursacher. Um die Unfälle zwischen Radfahrern bereinigt, sind Radler nur zu einem Viertel die Hauptverursacher von Unfällen mit anderen Verkehrsteilnehmern.
„Die gemeinsame Darstellung von Alleinunfällen und Unfällen mit mehreren Beteiligten verstellt den Blick für konkrete und notwendige Maßnahmen“, meint Armin Falkenhein, Landesvorsitzender des ADFC Bayern. „Gerade Unfälle zwischen Fahrrad und Pkw sowie Fahrrad und Lkw zeigen die Herausforderungen bei Kreuzungen, Einmündungen und einer sicheren Infrastruktur“, so Falkenhein weiter. „Die hohe Zahl der Alleinunfälle lässt zudem die Frage aufgekommen, ob eine mangelnde Infrastruktur hier mit ursächlich ist.“

Mehr Sicherheit durch breite Radwege, Fahrradstaffeln und Abbiegeassistenten bei Lkw
Verkehrssicherheit ist ein Kernthema, das der ADFC seit Langem fordert. „Wir brauchen breite, durchgängige Radwege, die vom Autoverkehr geschützt und gut einsehbar sind“, erklärt Armin Falkenhein. „Wo dies in den Städten nicht möglich ist, muss Tempo 30 die Regel sein. Dann sind Rad und Auto ähnlich schnell und Unfälle weniger schwer.“ Zudem bedürfe es in größeren Städten eigener Fahrradstaffeln der Polizei, die Präsenz zeigen und Vergehen von Radfahrern und Autofahrern ahnden. Dadurch könnten Fahrradunfälle mit Personenschäden stark zurückgehen, wie ein von Unfallforschern durchgeführtes Projekt in Berlin Mitte gezeigt hat. Darüber hinaus müssten bereits vorhandene Lösungen, wie z.B. Abbiegeassistenten bei Lkw, schnellstmöglich umgesetzt werden. Rechts abbiegende Lastkraftwagen würden so notfalls gestoppt, wenn Radler oder Fußgänger im toten Winkel sind. „Die Technik ist vorhanden! Bei der Umsetzung braucht es mehr politischen Druck“, fordert der Landesvorsitzende.

Über den ADFC
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 165.000 Mitgliedern, davon mehr als 25.000 in Bayern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

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Pressemitteilungen
news-3342 Wed, 06 Sep 2017 10:57:29 +0200 NOx-Gipfel im Kanzleramt – ADFC: Mobilitätsfonds ohne Radverkehr ist Humbug! https://www.adfc-bayern.de/news/article/nox-gipfel-im-kanzleramt-adfc-mobilitaetsfonds-ohne-radverkehr-ist-humbug/ Im Kampf gegen Luftverschmutzung in Großstädten setzt die Bundesregierung weiterhin ausschließlich auf motorisierten Verkehr. Die Mittel aus dem heute verabschiedeten Mobilitätsfonds sollen dem Vernehmen nach in erster Linie E-Autos und dem ÖPNV zugutekommen. Der ADFC kritisiert das Fehlen der aktiven Mobilität im Krisenplan und fordert mindestens 150 Millionen Euro aus dem Fonds für die Förderung des Radverkehrs. ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt: „Die Kanzlerin weiß, dass das Fahrrad als umweltfreundliches Alltagsverkehrsmittel das Potenzial hat, im innerstädtischen Verkehr massenhaft Autofahrten zu ersetzen. Das hat sie zur Eurobike 2013 selbst gesagt. Für schadstoffbelastete und dichtgedrängte Städte ist mehr Radverkehr deshalb ein Muss. Doch auch die Fahrrad-Infrastruktur krankt an einem Investitionsstau! Wir fordern aus dem geplanten Mobilitätsfonds mindestens 15 Prozent für den Radverkehr!“

Flaschenhals Fahrrad-Infrastruktur

Während mittlerweile fast jeder Bundesbürger ein Fahrrad besitzt und insbesondere das E-Bike boomt, stagniert der Radverkehrsanteil am Gesamtverkehr. Flaschenhals ist die schlechte Fahrrad-Infrastruktur gepaart mit einem fahrradunfreundlichen Verkehrsklima. Mit der bundesweiten Kampagne „Fahrradland Deutschland. Jetzt!“ wirbt der ADFC deshalb im Vorfeld der Bundestagswahl für einen Paradigmenwechsel in der Verkehrspolitik. Er fordert Vorrang für Radfahrer, Fußgänger und ÖPNV vor dem Autoverkehr, deutlich höhere Finanzmittel des Bundes, Verbesserungen bei der Verkehrssicherheit sowie verbindliche Qualitätsstandards für Radwege. Alle Forderungen gibt es auf www.radlandjetzt.de, die Video-Botschaft von Angela Merkel zur Eurobike 2013 auf den Seiten der Bundeskanzlerin.

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Pressemitteilungen
news-3310 Fri, 04 Aug 2017 16:43:00 +0200 Großer Thementag „200 Jahre Fahrrad“ auf der BR-Radltour 2017 https://www.adfc-bayern.de/news/article/grosser-thementag-200-jahre-fahrrad-auf-der-br-radltour-2017/ Auf der Etappe Landsberg-Memmingen der BR-Radltour 2017 feierten der ADFC und seine Partner den 200jährigen Geburtstag des Fahrrads. Einen Bericht und Impressionen zum Thementag am 03. August 2017 finden Sie hier. Aktuelles news-3324 Fri, 04 Aug 2017 11:30:00 +0200 Fahrradparadies Oberfranken – ADFC und Oberfranken Offensiv e.V. stellen neuen Radführer vor https://www.adfc-bayern.de/news/article/fahrradparadies-oberfranken-adfc-und-oberfranken-offensiv-ev-stellen-neuen-radfuehrer-vor/ Die neue „Radrunde Oberfranken“ erschließt auf 552 km Strecke die gesamte Region und ermöglicht damit einen Einblick in das einzigartige Flair und die Vielfalt Oberfrankens. Mit der Qualitätsoffensive der „Aktivregion Oberfranken“ werden außerdem 10 Landkreisgrenzen-übergreifende Radrouten aktualisiert.

Radfahren liegt im Trend und kaum ein Urlaubssegment wächst so rasch wie der Radtourismus in Deutschland. Das zeigt die Radreiseanalyse des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC). Danach waren 5,2 Millionen Bundesbürger im Jahr 2016 als Radurlauber unterwegs und kürten Bayern und damit auch Oberfranken zum sechsten Mal in Folge zu den beliebtesten Radreiseregionen im Inland. Entscheidend für den Erfolg einer Radroute sind laut ADFC- Radreiseanalyse Wegbeschilderung und Durchgängigkeit des Radwegenetzes. Hier setzen ADFC und Oberfranken Offensiv e.V., Impulsgeber für die Entwicklung Oberfrankens, an: Mit einer Aktualisierung der 10 bestehenden Landkreisgrenzen-übergreifenden Radrouten und der Eröffnung der neuen Radroute Oberfranken mit einer Länge von 552 km.

Radrunde Oberfranken

„Auf der Radrunde Oberfranken lernen Sie die gesamte Region mit ihren kulinarischen und kulturellen Highlights kennen. Los geht’s in Bamberg, einer unserer UNESCO-Weltkulturerbe-Städte. Die etwa 550 Kilometer lange Radrunde verläuft über Coburg, Hof, Bayreuth und Forchheim, sie führt vorbei an einer Vielzahl an mittelalterlichen Fachwerkstädten, barocken Schlössern, Burgen, Kirchen und Klöstern“ macht die Vorsitzende von Oberfranken Offensiv e.V., Staatsministerin Melanie Huml, Lust auf die Radrunde. Den genauen Verlauf der Route, Hinweise auf das kulturelle und touristische Angebot der Region sowie ein umfangreiches Übernachtungsverzeichnis hält der neu erschienene Bikeline-Radführer aus dem Esterbauer-Verlag bereit. Vor Ort weisen zusätzlich die strahlend roten Schilder der „Radrunde Oberfranken“ den Weg. Und: Die gesamte Radrunde ist GPS-fähig.

„Aktivregion Oberfranken“: Qualitätsoffensive

10 Landkreisgrenzen-übergreifende Radrouten und drei Mountainbike-Netze: Auf insgesamt 1.715 km Länge können Radler bereits seit einigen Jahren die Region Oberfranken erfahren. Gründungsväter und -mütter des Radnetzes waren das Projekt „Aktivregion Oberfranken“ der Oberfranken Offensiv e.V., tatkräftig unterstützt von Landkreisen, Gemeinden und dem ADFC. Um sicherzustellen, dass die Routen mit Streckenlängen von 116 bis 233 Kilometern weiterhin reibungslos funktionieren, überprüfte und aktualisierte der ADFC in einer Qualitätsoffensive Routenverlauf, Streckenführung und Beschilderung. Und auch die Informationsbroschüren werden neu aufgelegt. Folgende aktualisierte Broschüren sind bei Oberfranken Offensiv e.V. erhältlich:

  • „Obermain-Frankenwald-Tour“ mit 233 km Länge
  • „Main-Coburg-Tour mit 231 km Länge
  • „Technikgeschichte und verwunschene Täler“ mit 116 km Länge

Kaufinformation Radführer Bikeline „Radrunde Oberfranken“:
bikeline®-Radtourenbuch
© 2017, Verlag Esterbauer GmbH oder im Buchhandel
A-3751 Rodingersdorf, Hauptstr. 31
Tel.: +43/2983/28982-0, Fax: -500
E-Mail: bikeline@esterbauer.com, www.esterbauer.com
1. Auflage, Sommer 2017
ISBN: 978-3-85000-723-8
Preis: € 13,90

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Aktuelles
news-3320 Wed, 02 Aug 2017 13:23:00 +0200 Radverkehrsprogramm 2025 – ADFC Bayern diskutierte Stellschrauben mit Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann https://www.adfc-bayern.de/news/article/radverkehrsprogramm-2025-adfc-bayern-diskutierte-stellschrauben-mit-innen-und-verkehrsminister-jo/ Bayerische Städte benötigen deutlich mehr Radverkehr. Das 2017 vom bayerischen Kabinett beschlossene „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“ will den Anteil der Fahrradfahrer im Straßenverkehr innerhalb von 8 Jahren nahezu verdoppeln. Um dieses Ziel zu erreichen und geplante Maßnahmen umzusetzen, sind mehr Personal im Verkehrsministerium und eine noch leistungsfähigere Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK) in Bayern erforderlich. Diese und weitere Lösungsansätze des ADFC Bayern waren Grundlage des Termins mit Minister Herrmann am 1. August 2017 im Innenministerium. Mit dabei waren aus dem ADFC Landesvorstand Armin Falkenhein, Rauno Andreas Fuchs und Dr. Friedrich Zeller sowie ADFC Landesgeschäftsführerin Petra Husemann-Roew. Minister Herrmann unterstrich im Gespräch die Bedeutung des Radverkehrs im Mobilitätsmix, sicherte eine rasche Prüfung der Vorschläge zu und zitierte aus der Sitzung des Kabinetts vom gleichen Tag: „Der Verkehr nimmt zu und wir müssen auch den damit verbundenen Verkehrs- und Umweltproblemen entschieden entgegentreten.“ „Wir brauchen zeitnah Radschnellwege im Großraum München und ein noch besseres Radwegenetz.“

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Aktuelles
news-3254 Wed, 05 Jul 2017 15:52:09 +0200 Autofahrer, Radler, Fußgänger - Wem gehört die Stadt? https://www.adfc-bayern.de/news/article/autofahrer-radler-fussgaenger-wem-gehoert-die-stadt/ Der Platz im Verkehrsraum wird immer enger, das spüren vor allem große Städte. Häufig reagieren die unterschiedlichsten Verkehrsteilnehmer unwirsch aufeinander -  eher nach dem Motto: jeder gegen jeden. Muss das sein? Darüber diskutieren im Notizbuch von Bayern 2 Vertreter aller drei Verkehrsarten: Paul Bickelbacher (FUSS e.V.) , Petra Husemann-Roew (ADFC) und Florian Hördegen (ADAC). Aktuelles news-3280 Tue, 04 Jul 2017 00:00:00 +0200 24. ADFC-Mittagsgespräch – Der Drauradweg. Eine Erfolgsgeschichte https://www.adfc-bayern.de/news/article/24-adfc-mittagsgespraech-der-drauradweg-eine-erfolgsgeschichte/ Paco Wrolich, Radkoordinator bei der Kärnten Werbung Marketing & Innovationsmanagement GmbH hat im Rahmen des 24. Mittagsgespräches den bayerischen Fahrradtouristikern aufgezeigt, dass durch eine gezielte Koordination und ein nachhaltiges Qualitätsmanagement ein erfolgreiches Produkt geschaffen werden kann. Der ausführliche Bericht sowie die Präsentation von Hr. Wrolich finden sich hier zum Download. Aktuelles news-3204 Tue, 06 Jun 2017 12:33:12 +0200 Mehr Fahrrad-Abstellanlagen für Bahnhöfe in ganz Bayern – ADFC fordert Ra(d)tgeber für Kommunen https://www.adfc-bayern.de/news/article/mehr-fahrrad-abstellanlagen-fuer-bahnhoefe-in-ganz-bayern-adfc-fordert-radtgeber-fuer-kommunen/ Ohne eine Beratungsagentur geht es nicht: Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Bayern will sicherstellen, dass Kommunen Fahrrad-Abstellanlagen an Bahnhöfen bauen und dabei mit fachkundiger Beratung bestmöglich unterstützt  und begleitet werden. Durch Einrichtung einer Beratungsagentur mit zwei Fachleuten könnte der Bau von Abstellanlagen an Bahnhöfen effizient, wirkungsvoll und flächendeckend gefördert werden. Fahrrad und Bahn ergänzen sich optimal. Deshalb muss die Verknüpfung von Rad und Bahn gefördert werden, indem an Bahnhöfen mehr Fahrrad-Abstellanlagen gebaut werden. Dieser Forderung des ADFC Bayern kam der Freistaat Bayern unter der Regie des „Radl-Ministers“ Joachim Herrmann in zwei Punkten nach: Die finanzielle Förderung für Abstellanlagen wurde aufgestockt und der Leitfaden „Mit dem Rad zum Bahnhof (B + R)“ wurde inzwischen fertiggestellt. Er ist eine sehr gut gemachte Handreichung für die Kommunen.

Dem ADFC Bayern ist das aber nicht wirkungsvoll genug, wie der Landesvorsitzende Armin Falkenhein zum Ausdruck bringt: „ Wir sind der festen Überzeugung, dass zwar die Voraussetzungen nun gut sind, aber ein weiterer Schritt notwendig ist, um die Kommunen dazu zu bringen, Fahrrad-Abstellanlagen zu errichten. Nach dem Vorbild der eidgenössischen „Velo-Stationen“ sollten Fachleute die Kommunen an die Hand nehmen und Schritt für Schritt unterstützen.“

Obwohl die Finanzierung für Abstellanlagen gesichert und der Leitfaden gedruckt ist, sollten, wenn es nach dem bayerischen Fahrrad-Club geht, zwei Geografen durch ganz Bayern reisen und die Bürgermeister an die Hand nehmen. Im langjährigen Gefecht mit den Gesellschaften der Deutschen Bahn seien es viele Bürgermeister leid geworden, Maßnahmen an Bahnhöfen stringent zu verfolgen. Für die kleinen und mittelgroßen Gemeinden sei es ohnehin ein schwerer Schritt, auf Bahn-Grund Geld auszugeben; ganz zu schweigen davon, dass das gemeindliche Bauamt oftmals glaubt, wichtigere Tiefbau- und Hochbauthemen vorrangig behandeln zu müssen.

Der ADFC-Vorsitzende Armin Falkenhein sieht die ganz konkrete Gefahr, dass die Gelder nicht abgerufen werden, obwohl die Voraussetzungen nun geschaffen wurden. „Nichts wäre schlimmer, als nicht abgerufene Fördertöpfe. Dann wären unser aller Bemühungen umsonst gewesen und der Image-Schaden recht groß“, so Falkenhein.

Deshalb schlage der ADFC vor, dass zwei Fachleute (z.B. Geografen) für die Dauer von drei Jahren, die Kommunen auf deren Weg zur Fahrrad-Abstellanlage begleiten. Diese auf drei Jahre angelegte „Beratungsagentur für Fahrrad-Abstellanlagen“ könnte als Projektförderung bei der ADFC-Landesgeschäftsstelle angesiedelt sein und müsse vom Freistaat Bayern finanziert werden.

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Pressemitteilungen
news-3195 Wed, 31 May 2017 12:11:26 +0200 Intelligente Systemlösungen für den (Rad)verkehr der Zukunft https://www.adfc-bayern.de/news/article/intelligente-systemloesungen-fuer-den-radverkehr-der-zukunft/ Zum 23. Mal fand am 30. Mai das ADFC-Mittagsgespräch im Foyer des Hauses der Bayerischen Landkreise statt. Diesmal durften wir Mdl Bernhard Roos, verkehrs- und industriepolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, begrüßen, der zum Thema „Moderner Radverkehr und intelligente Systemlösungen für den Verkehr der Zukunft“ referierte.   Das Fahrrad in seiner Vielfalt ist sowohl Teil der Debatte als auch Teil der Problemlösung. Einerseits sieht Roos eine gewisse Vernachlässigung des Radverkehrs in der überwiegend CSU-geprägten Politik in Bayern, dabei ist gerade in der heutigen Zeit, in der städtische Feinstaubwerte die europäisch vorgeschriebenen Grenzwerte überschreiten, das Fahrrad eine ernstzunehmende nachhaltige Alternative zum motorisierten Verkehr. Andererseits sei dem Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr mit dem vor kurzem veröffentlichten Radverkehrsprogramm Bayern 2025 ein löblicher Fortschritt in der Radverkehrsförderung gelungen.

Der momentane bayerische Radverkehrsanteil am Modal Split liegt bei 10,5%. Das Radverkehrsprogramm Bayern 2025 sieht vor, diesen Anteil bis zum Jahr 2025 nahezu zu verdoppeln: auf 20%. Hinter diesem Anreiz steckt großes Potenzial: Auf Strecken bis zu fünf Kilometer stellt das Fahrrad das schnellste Verkehrsmittel in der Innenstadt dar. Derzeit werden 40% des PKW Binnenverkehrs auf Strecken bis fünf Kilometer zurückgelegt. Erhöht man diesen Radius auf zehn Kilometer, sind es sogar 75% der Strecken. Bayern hat demnach großes Potenzial, knapp die Hälfte des PKW Binnenverkehrs auf das Fahrrad zu verlagern. Hierfür bedarf es eines Kulturwandels, der das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel in den Vordergrund stellt. Diesen Kulturwandel hat ein Land bereits erreicht: die Niederlande. Bei einer Reise des Wirtschafts- und Verkehrsausschusses des Bayerischen Landtags nach Amsterdam war das kooperative Klima zwischen Autofahrern und Radfahrern deutlich spürbar, welches in Bayern (noch) fehlt.

Neben der Verdopplung des Radverkehrsanteils am Modal Split betont Roos drei weitere wichtige Ziele des Radverkehrsprogramms Bayern 2025. Zum einen müssen Kommunen aktiv werden, um ein bayernweites, verflochtenes Radverkehrsnetz zu schaffen. Des Weiteren hebt Roos die Fortsetzung des Radwegebaus hervor sowie die Förderung von Fahrradabstellanlagen. Die hierfür vorgesehenen Neubauten reichen seiner Meinung nach quantitativ für den Bedarf zwar nicht aus, dennoch betrachtet er den Ausbau als Chance, um zumindest große Steigerungsraten zu erreichen.

Für die Zielerreichung greift Roos einige Handlungsfelder heraus. Hierzu gehören unter anderem die sogenannten Fahrradautobahnen, die auch Bewohnern des Umlandes ermöglichen, 25-40km schnell und zügig und möglichst täglich per Rad zurückzulegen sowie die Barrierefreiheit bayerischer Radwege für neue Fahrradarten wie Lasten- oder Liegeräder. Großes Potenzial um innerstädtische Wege mit dem PKW zu vermeiden, sieht Roos in neuen, innovativen Logistikkonzepten. In seiner Vision werden alle Logistikzentren an einem Punkt zusammengeführt, sodass die Zustellung per Lastenrad an den Endverbraucher vereinfacht wird. Als besonders wichtig erachtet Roos auch die Motivation der Kommunen als Partner. Erfolgreich zeige sich hier der Ansatz der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern (AGFK), der bis heute 50 Kommunen und Landkreise angehören. Hier weitere Mitstreiter bzw. Mitglieder zu gewinnen, sei wesentlich. Für alle Detailfortschritte in den Handlungsfeldern des Radverkehrsprogramm Bayern 2025 wünscht sich Roos jährliche Berichte, um Rückstände gegebenenfalls rechtzeitig nachjustieren zu können.

Des Weiteren reflektierte Roos die Ergebnisse des ADFC-Fahrrad-Klimatest 2016 für die Region Passau. Passau verschlechterte sich von 4,1 auf 4,38. Im Vergleich dazu liegt die Note im Test-Durchschnitt für diese Stadtgröße bei 3,71. Gründe für den Rückgang sieht er zum einen in den Herausforderungen, die die schwierige topographische Lage aufgrund der drei Flüsse bietet, zum anderen darin, dass manche Ziele in Passau nicht erwünscht sind, wie beispielsweise die Mitnahme von Fahrrädern in Bussen. Trotz alledem schneidet Passau überdurchschnittlich gut bei der Öffnung von Einbahnstraßen für Fahrradgegenverkehr, bei der Wegweisung sowie den Abstellanlagen und Infrastruktur ab. Letztendlich bemüht sich die Stadt um Besserung, indem sie das Angebot von Fahrradabstellplätzen und sichere Radverkehrsführung weiter ausbaut.

Zuletzt greift Roos das Thema Sicherheit von Radfahrern auf. Vergangenes Jahr kamen auf deutschen Straßen 346 Menschen ums Leben, was einer Steigerung von 4,3% entspricht. Prinzipiell gelingt es dem Land seit 2011 nicht, die Zahl der Verkehrstoten Fahrradfahrer zu senken. Als mögliche Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für Radfahrer nennt Roos eine erhöhte Sichtbarkeit durch breitere und farbige Wege sowie eine Vorverlegung der Standspur für Fahrräder an Ampeln, um tote Winkel zu vermeiden. Allerdings spricht Roos auch das Risiko an, welches der jüngste Trend der E-Mobilität mit sich bringt. Da sich Pedelecs optisch kaum von normalen Rädern unterscheiden, wird ihre Geschwindigkeit von vielen Verkehrsteilnehmern falsch eingeschätzt. Daher schlägt Roos Sicherheitstrainings beim Kauf von Pedelecs und E-Bikes vor.

Obwohl Roos grundsätzlich noch reichlich Handlungsbedarf in der bayerischen Radverkehrsförderung sieht und eine Vielzahl von Aspekten kritisch beleuchtet hat, sieht er Chancen, dass diese deutlich verbessert wird, sofern es gelingt das mit guten Ansätzen gefüllte Radverkehrsprogramm Bayern 2025 als Blaupause zu nehmen und entsprechend umzusetzen.

Text: Jessica Hobusch

 

 

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Aktuelles
news-3173 Mon, 22 May 2017 14:54:26 +0200 RADHAUS INGOLSTADT - AUSGEZEICHNET https://www.adfc-bayern.de/news/article/radhaus-ingolstadt-ausgezeichnet/ AUSGEZEICHNETER FAHRRADFREUNDLICHER ARBEITGEBER: Lufttankstelle, Schlauchomat, Fahrradwerkstatt - das erfüllt ein Fahrradhändler leicht. Überdachte, beleuchtete, ADFC-Kriterien entsprechende Abstellanlagen, Umkleiden mit Spinden und Trockenmöglichkeiten und weitere Angebote für radelnde Mitarbeiter - vom Fahrradleasing über die Radcodierung zur Diebstahlprävention bis hin zu Mitmachaktionen wie #MitdemRadzurArbeit - machen es in der Summe aus, dass das Radhaus Ingolstadt sich für die Zertifizierung zum FAHRRADFREUNDLICHEN ARBEITGEBER qualifiziert hat. Auch das klar verfolgte Ziel 100 % der Mitarbeiter für den Arbeitsweg aufs Rad zu bringen, kann sich sehen lassen. Offiziell überreicht haben wir das begehrte Zertifikat bei der 4. bayerischen Fachtagung Radverkehr in Ingolstadt durch den stellvertr. Landesvorsitzenden Vitus Stürber.

Für interessierte Betriebe: ww.fahrradfreundlicher-arbeitgeber.de

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Aktuelles
news-3162 Fri, 19 May 2017 17:09:19 +0200 ADFC-Fahrradklimatest 2016 - Ergebnisse in Bayern https://www.adfc-bayern.de/news/article/adfc-fahrradklimatest-2016-ergebnisse-in-bayern/ Der ADFC-Fahrradklima-Test 2016 ist das „Kundenbarometer“ der Radfahrenden in Deutschland. In Bayern haben es 67 Städte und Gemeinden mit insgesamt rund 4.600.000 Einwohnern in die Bewertung geschafft – darunter zum Beispiel Aschaffenburg, Augsburg, Bamberg, Coburg, Erlangen, Kempten, Landshut, München, Passau, Regensburg und Würzburg, aber auch viele mittlere und kleine Gemeinden. Hier die wichtigsten Ergebnisse des ADFC-Fahrradklima-Tests 2016 in Bayern im Vergleich zur Befragung von 2014:


Über 200.000 Einwohner (Gruppe 1)

Bestplatzierte bayerische Stadt:

  • Augsburg Note 3,71, Platz 11 bundesweit, leichte Verbesserung, 11 Plätze gestiegen

Weitere bayerische Städte in der Auswertung:

  • München Note 3,78, Platz 13 bundesweit, relativ konstant, 1 Platz gefallen
  • Nürnberg Note 4,06, Platz 24 bundesweit, relativ konstant, 2 Plätze gestiegen 

100.000 – 200.000 Einwohner (Gruppe 2)

Bestplatzierte bayerische Stadt und Platz 3 bundesweit:

  • Erlangen Note 3,34, relativ konstant, 2 Plätze gefallen

Weitere bayerische Städte in der Auswertung:

  • Ingolstadt Note 3,55, Platz 5 bundesweit, leichte Verschlechterung, 1 Platz gefallen
  • Regensburg Note 3,70, Platz 10 bundesweit, starke Verbesserung, 12 Plätze gestiegen
  • Fürth Note 4,11, Platz 23 bundesweit, starke Verschlechterung, 8 Plätze gefallen
  • Würzburg Note 4,44, Platz 34 bundesweit, relative Konstanz, 1 Platz gefallen 

Unter 50.000 Einwohner (Gruppe 4)

Bestplatzierte bayerische Stadt:

  • Gunzenhausen Note 2,75, Platz 13 bundesweit, 3 Plätze gestiegen

Die Ergebnisse aller Kommunen, die beim Fahrradklima-Test 2016 bundesweit, in die Wertung gekommen sind, also die erforderliche Mindestanzahl an Teilnehmenden erreicht haben, finden sich auf der Aktions-Webseite www.fahrradklima-test.de. Neben einer Ergebnisauswahl nach Stadt lässt sich unter „Auswahlfilter“ auch eine Auswertung nach Bundesland ausgeben. Die detaillierten Einzelergebnisse der einzelnen Kommunen stehen außerdem in übersichtlicher Form jeweils als PDF zum Herunterladen zur Verfügung.


Bewertung der Ergebnisse

Die bayerischen Kommunen insgesamt schneiden nur knapp ausreichend ab. Das „Fahrradklima“ – also die wahrgenommene Fahrradfreundlichkeit bayerischer Städte und Gemeinden – hat sich seit der letzten Umfrage 2014 leicht verschlechtert und liegt nun bei 3,85 (2014 und 2012: 3,83), was gerade mal einer Schulnote von „ausreichend“ entspricht . 

Dass sich engagierte Rad-Förderung auszahlt, zeigen die Städte, die gegenüber dem ADFC-Fahrradklima-Test 2014 deutlich aufgeholt haben wie Augsburg in Gruppe 1, Regensburg in Gruppe 2 und Zirndorf in Gruppe 4.

Werbung allein reicht nicht, wie das Beispiel München offenbart. Die Landeshauptstadt punktet zwar aus Sicht der Befragten mit Werbung für das Radfahren unter der bekannten Kampagne „Radlhauptstadt“, fällt aber im Ranking zurück, auch weil es zunehmend an mutigen Maßnahmen fehlt, Infrastruktur zu verbessern.

Noch wichtiger als die Infrastruktur sind den Befragten das Sicherheitsgefühl beim Radfahren, die Qualität - also Breite und Oberfläche - der Radwege und die zügige Erreichbarkeit von Zielen. So schneiden in punkto Sicherheit und Komfort z.B. die beiden größten Städte Bayerns – München und Nürnberg – schlecht ab. Und insgesamt ist bei diesen wichtigen Aspekten der Trend negativ. Genervt sind die Radfahrenden vor allem von Baustellen oder Falschparkern auf Radwegen, von ungeeigneten Ampelschaltungen und zu schmalen Radwegen (Note: ausreichend bis mangelhaft). Und: Die Mehrzahl fühlt sich beim Radfahren nicht sicher (Note: ausreichend).

ADFC-Landesvorsitzender Armin Falkenhein kritisierte bei der Pressekonferenz am 19. Mai: „Der Flaschenhals auch in Bayern ist fast überall eine unterdimensionierte Fahrrad-Infrastruktur. Bayerische Städte brauchen deutlich mehr Platz und Geld für den Radverkehr!“

 
Ein Lastenrad voller Hausaufgaben für die Radverkehrsförderung in Bayern präsentierte der ADFC bei der Pressekonferenz zu den bayerischen Ergebnissen des Fahrradklima-Tests am 19. Mai in München. (Foto: ADFC Bayern)

Die Pressemitteilung vom 19. Mai beinhaltet neben den o.g. Ergebnissen auch eine ausführlichere Stellungnahme zum Abschneiden der bayerischen Kommunen.


Große Medienresonanz zum Fahrradklima-Test

Die Präsentation der Ergebnisse des Fahrradklima-Tests 2016 haben ein großes Medienecho hervorgerufen. Hier einige ausgewählte Beiträge auf Landesebene:

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Aktuelles
news-3160 Fri, 19 May 2017 09:24:26 +0200 ADFC-Fahrradklima-Test 2016 - Erlangen weiter Spitze / Bayern im Mittelfeld https://www.adfc-bayern.de/news/article/adfc-fahrradklima-test-2016-erlangen-weiter-spitze-bayern-im-mittelfeld-1/ Der ADFC-Fahrradklima-Test ist das „Kundenbarometer“ der Radfahrenden in Deutschland. In Bayern haben es 67 Städte und Gemeinden mit insgesamt rund 4.600.000 Einwohnern in die Bewertung geschafft – darunter z.B. Aschaffenburg, Augsburg, Bamberg, Coburg, Erlangen, Kempten, Landshut, München, Passau, Regensburg und Würzburg, aber auch viele mittlere und kleine Gemeinden. Die fahrradfreundlichsten Städte Bayerns sind laut ADFC-Fahrradklima-Test 2016 im Vergleich zur Befragung von 2014: Über 200.000 Einwohner (Gruppe 1) Bestplatzierte bayerische Stadt: Augsburg              Note 3,71, Platz 11 bundesweit, leichte Verbesserung,11 Plätze gestiegen Weitere bayerische Städte in der Auswertung: München               Note 3,78, Platz 13 bundesweit, relativ konstant, 1 Platz gefallen Nürnberg               Note 4,06, Platz 24 bundesweit, relativ konstant, 2 Plätze gestiegen 100.000 – 200.000 Einwohner (Gruppe 2) Bestplatzierte bayerische Stadt und Platz 3 bundesweit: Erlangen               Note 3,34, relativ konstant, 2 Plätze gefallen Weitere bayerische Städte in der Auswertung: Ingolstadt              Note 3,55, Platz 5 bundesweit, leichte Verschlechterung, 1 Platz gefallen Regensburg           Note 3,70, Platz 10 bundesweit, starke Verbesserung, 12 Plätze gestiegen Fürth                     Note 4,11, Platz 23 bundesweit, starke Verschlechterung, 8 Plätze gefallen Würzburg              Note 4,44, Platz 34 bundesweit, relative Konstanz, 1 Platz gefallen 50.000 – 100.000 Einwohner (Gruppe 3) Bestplatzierte bayerische Stadt: Landshut         Note 3,66, Platz 33 bundesweit, wie 2014 Weitere bayerische Städte in der Auswertung: Bayreuth, Bamberg, Neu-Ulm, Aschaffenburg, Rosenheim, Kempten, Schweinfurt – alle relativ konstant, einige leicht verschlechtert Unter 50.000 Einwohner (Gruppe 4) Bestplatzierte bayerische Stadt: Gunzenhausen            Note 2,75, Platz 13 bundesweit, 3 Plätze gestiegen Zu den Aufholern in Bayern zählen Augsburg in der Gruppe 1, Regensburg in der Gruppe 2 und Zirndorf in der Gruppe 4. Diese Städte haben sich gegenüber dem ADFC-Fahrradklima-Test 2014 am stärksten verbessert.

Engagierte Rad-Förderung zahlt sich aus
Während die traditionelle Fahrradstadt Erlangen im bundesweiten Ranking den Platz an der Spitze räumen musste, profitieren Städte, die den Radverkehr zur Chefsache gemacht haben. Augsburg nimmt mit dem Projekt Fahrradstadt 2020 nicht nur die Bedürfnisse der Bürger ernst, sondern beweist mit einem einstimmigen Stadtratsbeschluss politischen Willen zu konsequenter Fahrradförderung. Regensburg punktet mit der Freigabe von Einbahnstraßen in Gegenrichtung für Radfahrer und der dauerhaften Öffnung der Fußgängerzone für den Radverkehr. Unter dem Motto „Respekt bewegt“ ist es gelungen, die gemeinsame Nutzung zu etablieren. Das wird von den Bürgern honoriert, ebenso wie eine gut gepflegte Radinfrastruktur (Winterdienst, Reinigung). Zirndorf profitiert von der Mitgliedschaft des Landkreises Fürth in der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK) Bayern, mit der Radverkehrsförderung gezielt in Angriff genommen wurde. Die meisten Ziele sind dort zügig per Rad erreichbar und Radfahren macht Spaß. Etablierten Städten hingegen droht weiteres Abrutschen, wenn die Anstrengungen um gute Radverkehrsbedingungen nicht konsequent und langfristig verfolgt werden.

Werbung allein reicht nicht – Sicherheitsgefühl und Radwegequalität zählt
München punktet zwar aus Sicht der Befragten mit Werbung für das Radfahren unter der bekannten Kampagne „Radlhauptstadt“, fällt aber im Ranking zurück, auch weil es zunehmend an mutigen Maßnahmen fehlt, Infrastruktur zu verbessern. Gute Kampagnen und Kommunikation zur Förderung des Radverkehrs sind wichtig, aber eben nicht alles. Die Radlhauptstadt-Kampagne hat sicherlich viel bewegt, jetzt muss aber auch konsequent das ausgegebene Ziel durch den massiven Ausbau der Infrastruktur vorangetrieben werden.

Noch wichtiger als die Infrastruktur sind den Befragten das Sicherheitsgefühl beim Radfahren, die Qualität - also Breite und Oberfläche - der Radwege und die zügige Erreichbarkeit von Zielen. So schneiden in punkto Sicherheit und Komfort z.B. die beiden größten Städte Bayerns – München und Nürnberg – schlecht ab. Und insgesamt ist bei diesen wichtigen Aspekten der Trend negativ.

Gesamtnote: ausreichend
Die Bandbreite der Bewertungen ist groß: So erhielten in Bayern Erlangen (3,34) und Gunzenhausen (2,75) Bestnoten. Schlusslichter sind Würzburg (4,44) und Hof (4,55). Das „Fahrradklima“ insgesamt - also die wahrgenommene Fahrradfreundlichkeit bayerischer Städte und Gemeinden - hat sich seit der letzten Umfrage 2014 leicht verschlechtert und liegt nun bei 3,85 (2014 und 2012: 3,83). Das entspricht einer Schulnote von „ausreichend“. Starken Verbesserungsbedarf haben vor allem die Mittelstädte mit 40-50.000 Einwohnern (EW). Diese Städte belegen sowohl im bayerischen als auch im bundesweiten Ranking die letzten Plätze ihrer Kategorie.

Verstellte und zu schmale Radwege nerven am meisten
Bundesweit sind die meisten Befragten zufrieden mit der Erreichbarkeit der Innenstadt per Rad (Note: befriedigend plus). Auch die Kernfrage „Bei uns macht Radfahren Spaß bzw. Stress“ wird relativ gut bewertet (Note: befriedigend). Genervt sind die Radfahrenden vor allem durch Baustellen oder Falschparker auf Radwegen, ungeeigneten Ampelschaltungen und zu schmale Radwege (Note: ausreichend bis mangelhaft). Und: Die Mehrzahl fühlt sich beim Radfahren nicht sicher (Note: ausreichend). Der massenhafte Fahrraddiebstahl wird ebenfalls in fast allen Städten als schwerwiegendes Problem wahrgenommen (Note ausreichend). Sicheres und komfortables Parken zu gewährleisten, z.B. an den Schnittstellen von Rad und ÖPNV, bleibt damit ein wichtiger Baustein der Radverkehrsförderung. Dass öffentliche Fahrräder eine Lösung für den zunehmenden Abstellbedarf sein können – ein gutes Leihradsystem senkt den Platzbedarf - zeigt die Bewertung in den großen Städten wie Augsburg, München und Nürnberg, die mit den vorhandenen Leihradsystemen deutlich punkteten.

ADFC Bayern unterstützt Umsetzung des Radverkehrsprogramms Bayern 2025
„Der Flaschenhals auch in Bayern ist fast überall eine unterdimensionierte Fahrrad-Infrastruktur. Bayerische Städte brauchen deutlich mehr Platz und Geld für den Radverkehr! Utrecht, Amsterdam oder Kopenhagen machen es vor und geben 30 Euro und mehr pro Kopf und Jahr für den Radverkehr aus, nehmen aber auch dem Autoverkehr Stück für Stück Flächen weg. Hierzulande liegen wir fast überall deutlich unter fünf Euro und malen schmale Streifen auf die Straße. Wenn Bayern ernsthaft seinen Radverkehrsanteil auf 20% bis 2025 erhöhen will, wie im Radverkehrsprogramm Bayern 2025 von der Staatsregierung kürzlich erst beschlossen, brauchen wir mutige Politiker und deutlich höhere Pro-Kopf-Investitionen - und zwar intelligent verteilt auf die Schultern von Bund, Ländern und Kommunen.“, so Armin Falkenhein, Landesvorsitzender des ADFC Bayern.

Um dem selbstgesteckten Anspruch, Radlland Nr. 1 zu sein, entsprechen zu können (im Vergleich mit den anderen Flächenländern liegt Bayern nur im Mittelfeld), müssen viele der im Radverkehrsprogramm genannten Maßnahmen verbindlicher und deutlich besser finanziert werden. „Fahrradstellplätze sind beispielsweise in der Bayerischen Bauordnung kaum nutzergerecht vorgeschrieben. Den Kommunen ist es überlassen, über Satzungen mehr Verbindlichkeit zu schaffen. Zukunftsgerechte Verkehrspolitik sieht anders aus, denn wenn die Hürden zum Radfahren schon am Start hoch sind, wird der Radverkehr nicht maßgeblich zunehmen“ führt Falkenhein aus.

Es stellt sich also die Frage, wie der Radverkehr verbindlicher gefördert werden kann. Der ADFC-Landesvorstand prüft derzeit, ob es dafür nicht einer umfassenden landesgesetzlichen Regelung bedarf. Denn „für die Förderung des Öffentlichen Personennahverkehrs gibt es ein Landesgesetz. Warum nicht auch für den Radverkehr?“ so der Landesvorsitzende.

Was ist eine fahrradfreundliche Stadt?
Nach Überzeugung des ADFC gehört zu einer fahrradfreundlichen Stadt in erster Linie ein durchgängiges, großzügiges, intuitiv verständliches Radverkehrsnetz quer durch die ganze Stadt. Für Alltagsradler, die mit dem Rad zur Arbeit oder zu Terminen fahren, ist es wichtig, dass es direkt geführte Verbindungen gibt, die ein zügiges Vorankommen ermöglichen. Für den Freizeitverkehr sollte es zusätzlich attraktive Grünrouten geben. In Wohngebieten und verkehrsberuhigten Bereichen kann der Radverkehr auf der Kfz-Fahrbahn geführt werden, an stark und schnell befahrenen Straßen muss es einen physisch getrennten Radweg oder eine geschützte Radspur von mindestens zwei Metern Breite geben.

Radwegequalität innerstädtisch – und überregional
Radwege müssen systematisch von Falschparkern, Baustellen und anderen Hindernissen freigehalten werden. Die Oberfläche muss leichtläufig und gut gepflegt sein. In einer fahrradfreundlichen Stadt gibt es außerdem an wichtigen ÖPNV-Knotenpunkten sowie an öffentlichen Einrichtungen, Einkaufszentren und in Wohngebieten ein großzügiges Angebot an sicheren und komfortablen Fahrradabstellplätzen – möglichst auch für größere Räder, wie Lastenräder und Räder mit Kinderanhängern. Für Radfahrer optimierte Ampelschaltungen, klar geregelte Vorfahrt auf Fahrradstraßen und in Kreiseln sowie die Förderung eines rücksichtsvollen Verkehrsklimas schaffen ebenfalls mehr Fahrradfreundlichkeit. Als Verbindung zwischen großen Städten und dem Umland sind breite und kreuzungsfrei geführte Radschnellwege die Lösung der Wahl.

Gutes Fahrradklima hat viele Dimensionen
Nicht zuletzt sind Kommunikation und Sichtbarkeit wichtig: In fahrradfreundlichen Städten fahren auch Bürgermeisterinnen und Verwaltungs-Chefs mit dem Rad, es gibt Aktionstage („autofreier Sonntag“) und Fahrrad-Kampagnen („Mit dem Rad zur Arbeit“, „Stadtradeln“,o.ä.) sowie viele fahrradfreundliche Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitern Diensträder, Fahrradparkplätze und Duschen zur Verfügung stellen.

Hintergrund zum ADFC-Fahrradklima-Test
Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und wurde im Herbst 2016 zum siebten Mal durchgeführt. Er wird durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans 2020 gefördert. Über 120.000 Menschen stimmten bei diesem Durchgang ab, das sind 15 Prozent mehr als beim letzten Durchgang. 539 Städte haben die Mindestanzahl an Stimmen erreicht und es damit in die Wertung geschafft, gegenüber 468 in 2014. Die Zunahme führt der ADFC auf das wachsende Interesse am Thema Fahrrad und Radverkehr zurück. Der Test bestand aus 27 Fragen, wie „Macht das Radfahren Ihrer Stadt Spaß oder Stress?“ oder „Sind die Wege für Radfahrende angenehm breit oder zu schmal zum Überholen?“ oder „Werden Radfahrer als Verkehrsteilnehmer akzeptiert oder nicht ernst genommen?“. Die Umfrage wurde größtenteils online durchgeführt. Bewertet wurde nach dem Schulnoten-Prinzip mit Werten zwischen eins und sechs.

Hinweise für Redaktionen
Alle Ergebnisse und zahlreiche Begleittexte finden Sie am 19. Mai ab 11 Uhr auf www.fahrradklima-test.de. Dort sind auch die Ergebnisse früherer Durchgänge des ADFC-Fahrradklima-Tests abrufbar. Themenfotos „Hier macht Radfahren Spaß“ und „Hier ist Radfahren Stress“ finden Sie im Pressebereich des ADFC-Bundesverbandes.

Die Pressemitteilung mit den bayerischen Kommentaren finden Sie auch hier zum Download.

Über den ADFC
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit mehr als 160.000 Mitgliedern bundesweit und über 25.000 Mitgliedern in Bayern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

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Pressemitteilungen
news-3135 Fri, 05 May 2017 09:00:00 +0200 4. bayerische Fachtagung Radverkehr forciert Ausbau der Infrastruktur in fahrradfreundlichen Kommunen https://www.adfc-bayern.de/news/article/4-bayerische-fachtagung-radverkehr-forciert-ausbau-der-infrastruktur-in-fahrradfreundlichen-kommune/ Am 4. Mai fand in Ingolstadt die 4. bayerische Fachtagung Radverkehr der AGFK Bayern e.V. und des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr statt. Im Fokus der Vorträge und des Austausches der rund 100 anwesenden RadexpertInnen aus Verbänden, Wirtschaft, Politik und Verwaltung standen Anregungen zur Verbesserung kommunaler Radverkehrsförderung. Die Veranstaltung mit dem Titel „Stadt.Land.Rad – Ideen.Instrumente.Erfolge“ stellte insbesondere Möglichkeiten zur Erstellung von Radverkehrskonzepten und dem Ausbau von Stellplatzkapazitäten in den Mittelpunkt. Mit Heiner Monheim rief eine Koryphäe der Fahrradförderung dazu auf, den guten Weg, den viele Kommunen in den letzten Jahren eingeschlagen haben, fortzusetzen. Die AGFK Bayern ist nicht nur ein Verein, sondern ein Netzwerk, weshalb bei ihren Veranstaltungen auch der Austausch im Mittelpunkt steht. Gerade bei der diesjährigen Bayerischen Fachtagung Radverkehr war dies wieder zu sehen: Neben Referenten wie Ministerialdirigent Hans-Peter Böhner von der Obersten Baubehörde oder der „Fahrrad-Papst“ Heiner Monheim (raumkom, Trier), erläuterten Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft, wie sie vor Ort Abstellanlagen gestaltet haben und welche Schritte für ein erfolgreiches Radverkehrskonzept von Bedeutung sind. Gerade dieser Austausch von Best Practice-Beispielen zeichnet die Arbeit des Vereins aus, wie auch die im April eingesetzte neue Geschäftsführerin der AGFK, Sarah Guttenberger, betonte: „Ich bin begeistert davon, mit welcher Professionalität der Radverkehr in unseren Mitgliedskommunen vorangetrieben wird. Gerade bei diesen großen Veranstaltungen kann man sehen, wie intensiv der Bedarf an fachkundigem Austausch ist. Dass wir das zum vierten Mal in Folge in so hoher Qualität mit unterstützen, ist für den Radverkehr in Bayern sicherlich ein gutes Zeichen.“

Als gutes Zeichen wurde von allen Gästen das Radverkehrsprogramm Bayern 2025 begrüßt, mit dem der Freistaat bis 2025 den Radverkehrsanteil auf 20% steigern will. Ministerialdirigent Hans-Peter Böhner stellte das Programm vor; die Oberste Baubehörde – erstmals Mitveranstalter der Fachtagung- sieht die Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen für die Umsetzung dieser Ziele als eine wesentliche Voraussetzung an. Eine Kooperation, die nach den Erkenntnissen aus der Tagung in Ingolstadt sicherlich auf fruchtbaren Boden gefallen ist.

Welche Unternehmen bereits heute intensiv für den Radverkehr arbeiten, indem sie ihren Mitarbeitern die Anreise mit dem Rad möglichst komfortabel gestalten, untersucht der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC). Im Rahmen der Fachtagung zeichneten sie das Unternehmen Radhaus Ingolstadt in diesem Jahr als besonders fahrradfreundlich aus.

Die 4. Bayerische Fachtagung Radverkehr war eine gemeinsame Veranstaltung der AGFK Bayern und des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr. Partner ist der ADFC Bayern. Wir danken der Stadt Ingolstadt für die diesjährige Ausrichtung der Veranstaltung.

Kontakt:

Koordinationsbüro AGFK Bayern          AGFK Bayern Geschäftsführung
c/o Green City Projekt GmbH  
Christian Filies                                    Sarah Guttenberger
Telefon: 089 890 668 612                      Telefon: 09131 862 419
Fax: 089 890 668 650  
Mail: christian.filies@agfk-bayern.de     Mail: sarah.guttenberger@agfk-bayern.de        

 

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Pressemitteilungen
news-3136 Thu, 04 May 2017 09:00:00 +0200 ADFC Bayern unterstützt Forderung nach Gleichstellung von Radschnellwegen mit Staatsstraßen https://www.adfc-bayern.de/news/article/adfc-bayern-unterstuetzt-forderung-nach-gleichstellung-von-radschnellwegen-mit-staatsstrassen/ Bayerns Fahrrad-Club unterstützt Antrag der Landtagsfraktion B´90/DIE GRÜNEN Radschnellwege gehören in die Baulast des Freistaates Bayern – so sieht es die Landtagsfraktion B´90/DIE GRÜNEN. Der Bayerische Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) unterstützt den Antrag des Nürnberger Abgeordneten Markus Ganserer (MdL) im Bayerischen Landtag. Behandelt wird dieser in der kommenden Woche im Wirtschafts- und Verkehrsausschuss. Am 11. Mai 2017 wird sich der Wirtschafts- und Verkehrsausschuss des Bayerischen Landtags mit dem Straßen- und Wegegesetz befassen und dabei auch mit der Forderung des Abgeordneten Markus Ganserer, dass Radschnellwege zukünftig Sache des Freistaates Bayern sein sollen.

Radschnellwege haben sich in den Niederlanden seit Jahrzehnten als überörtliche Verbindungswege zwischen den Städten bewährt. Mit einer ausreichenden Breite, großzügig angelegten Kurven und Vorrang an den Kreuzungen sind Radschnellwege für Berufspendler, die mit dem Rad unterwegs sind, eine wirkliche Alternative zum Auto. In Nordrhein-Westfalen, wo entlang der Ruhr ein Radschnellweg mit 100 Kilometern Länge im Bau ist, gehen Verkehrsplaner davon aus, dass es dadurch sogar zu einer Entlastung der Autobahn kommen wird.

Die Kommunen in den Metropolregionen Nürnberg und München sind gerade dabei, die ersten Radschnellwege Bayerns zu planen. In München wird die Planung der Variante 3 bereits recht konkret, eine Radschnellverbindung von München-Mitte nach Garching und Unterschleißheim. Deshalb stellt sich nun die Frage nach der Finanzierung des Millionenprojektes: Der Freistaat Bayern fordert zwar in seinem neuen Radverkehrsprogramm Radschnellverbindungen, will aber die Aufgabe bei den Städten und Gemeinden belassen; und stellt dafür üppige Zuschüsse in Aussicht. Der mobilitätspolitische Sprecher der Landtagsgrünen, Markus Ganserer, hingegen beantragt, im Straßen- und Wegegesetz Radschnellwege zur Sache des Freistaates Bayern zu machen. „Wir vom ADFC begrüßen den Vorstoß des Abgeordneten Ganserer“, kommentiert der ADFC-Landesvorsitzende Armin Falkenhein. „Radschnellwege sollten aus unserer Sicht Staatsstraßen gleichgestellt werden. So wie die Straßen in verschiedene Klassifizierungen eingeteilt sind, so sollte das auch für die Radwege gemacht werden.“

Dem ADFC-Bayern geht es dabei nicht nur ums Geld. Vielmehr sei es eine Frage der Verantwortung und des Managements der Planung und des Unterhalts der Radschnellwege. „Radschnellwege betreffen stets mehrere Gemeinden. Deshalb gibt es bei Planung, Bau und Finanzierung einen ungeheuren Koordinationsbedarf. Wenn wir in Bayern wirklich wollen, dass Radschnellwege gebaut werden, dann muss das Management in einer Hand liegen, nämlich in der Hand der Staatsbauverwaltung“, so bringt Armin Falkenhein das Anliegen von Markus Ganserer auf den Punkt.

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